Orchha, Khajuraho und Fahrt zum Panna NP
January 28 in India ⋅ ☀️ 23 °C
Heute konnten wir zur Abwechslung mal „ausschlafen“. Der Wecker klingelte erst um 06:45 Uhr, damit wir frühstücken und danach um 08:30 Uhr aus unserem Hotel auschecken konnten. Nach dem Gewitter gestern Abend ist der Himmel heute grau und es ist ziemlich neblig.
Von hier sind es nur ein paar Minuten zum Eingang der sogenannten Paläste von Orchha. Unter denen, die wir uns ansehen, sind der Raja Mahal (Raja = König, Mahal = Palast), der Jahangir Mahal (Mogulkaiser Jahangir) und die sogenannten Chhatris (Grabmäler der Hindu-Könige).
Der Jahangir Mahal (gebaut 1605), den wir zuerst besuchen, ist ein wirklich beeindruckendes dreistöckiges Gebäude. Er ist um einen Pool in der Mitte errichtet und mit vielen schön gearbeiteten Statuen verziert. Das Verrückte ist, dass dieser Palast zu Ehren von Kaiser Jahangir errichtet wurde, welcher nur eine einzige Nacht in ihm wohnte, bevor er weiterzog. Aus Respekt vor ihm wurde er danach nie wieder von den damals dort ansässigen Menschen genutzt. Ein wahnsinniger Aufwand für nur eine Nacht!
Wir sind die einzigen Touristen, da aktuell ein Bollywood-Film im Innern gedreht wird. Viele hundert Menschen laufen in Verkleidungen herum oder tragen Equipment hin und her. Nur unser Guide hat anscheinend besondere Kontakte und durfte uns trotzdem hineinbringen.
Weiter geht es zum Raja Mahal (gebaut 1538). Dieser ist der ehemalige Königspalast und fast genauso beeindruckend. Er besitzt auch mehrere Stockwerke, und die noch überall an den Wänden hängenden Metallringe für große Stoffvorhänge lassen einen mit ein bisschen Fantasie in eine Zeit eintauchen, in der das gesamte Gebäude innen mit Vorhängen und Teppichen dekoriert war.
Zuletzt besuchen wir die sogenannten Chhatris. Diese wurden wie die Pyramiden in Ägypten als Grabmäler für verstorbene Könige errichtet. Je länger ein König geherrscht hat, desto größer sein Chhatri. Im Gegensatz zu den Pyramiden finden sich hier aber keine Gebeine.
Danach geht es weiter nach Khajuraho – eine große Hindu-Anlage, die zwischen 885 und 1000 nach Christus errichtet wurde. Sie bestand einst aus 85 Tempeln, von denen heute noch 25 übrig sind. Der Anblick ist wirklich atemberaubend. Die aus Sandstein gebauten Tempel sind von oben bis unten mit extrem detaillierten Statuen verziert. Das geht so weit, dass selbst Fingernägel, Haare und Hautfalten an den Statuen zu erkennen sind. Überall sind Darstellungen der neun Inkarnationen von Vishnu sowie weiterer Gottheiten, Szenen des damaligen Lebens von Adligen über Krieger bis zu einfachen Leuten und auch einige erotische Skulpturen zu sehen, weshalb die Tempel auch als Kamasutra-Tempel bekannt sind. Diese machen jedoch nur einen kleinen Teil der Darstellungen aus. Heute leben hier überall Streifenhörnchen, die sich auf dem Tempel offensichtlich äußerst wohlfühlen und ihn für sich erobert haben.
Am frühen Abend kommen wir dann in unserem Hotel am Panna-Nationalpark an. Hier beginnen morgen die nächsten Safaris, und mit Glück sehen wir die ersten Tiger. Drückt uns die Daumen! 😉Read more


























Traveler
Ganesha: der wird Euch Glück und das Gelingen Eurer Indien-Reise garantieren 👍
TravelerWieder sehr schöne Eindrücke und viel zu entdecken!