Abschied von der Legend und eine spannende Heimrei
October 4 in Spain
🌧 22 °C
Reisetag 8 – Abschied von der Legend und eine spannende Heimreise
Heute hieß es endgültig Abschied nehmen von der Legend of the Seas. Nach einer wunderschönen Woche sollte es von Barcelona über Frankfurt zurück nach Dresden gehen.
Eigentlich hatten wir uns den letzten Morgen deutlich entspannter vorgestellt. Aber schon am Vortag zeichnete sich ab, dass unsere Heimreise noch einmal etwas aufregender werden könnte.
Die Wetterlage ändert unsere Pläne
Ursprünglich sollte die Legend of the Seas gegen 6:00 Uhr morgens in Barcelona anlegen. Ab etwa 6:30 Uhr sollte es möglich sein, das Schiff mit dem eigenen Gepäck zu verlassen.
Unser Plan war zunächst der klassische: Am letzten Abend die Koffer vor die Kabinentür stellen, sie von der Crew ins Terminal bringen lassen, dort wieder übernehmen und anschließend mit dem Taxi zum Flughafen fahren.
Unser Lufthansa-Flug von Barcelona nach Frankfurt war für 10:25 Uhr vorgesehen. Das Boarding sollte um 09:55 Uhr beginnen und die Gepäckabgabe um 09:40 Uhr schließen.
Am gestrigen Nachmittag kam dann allerdings eine wichtige Durchsage unseres Kapitäns.
Aufgrund der schlechten Wetterlage rund um Barcelona könne er aus Sicherheitsgründen nicht garantieren, bereits um 6 Uhr im Hafen zu sein. Seit Tagen hatte es in der Region starke Regenfälle und Unwetter gegeben. Als neue voraussichtliche Zeit für die Ankunft nannte er 8:00 Uhr, die Ausschiffung sollte möglicherweise erst gegen 8:30 Uhr beginnen.
Damit wurde unser Zeitplan plötzlich ziemlich knapp bzw. fast nicht realisierbar
Planänderung: Die Koffer bleiben bei uns
Noch am Abend trafen wir deshalb eine wichtige Entscheidung: Unsere Koffer stellen wir diesmal nicht vor die Kabinentür.
Wir wollten sie selbst mit vom Schiff nehmen. So waren wir unabhängig von der Gepäckausgabe im Terminal und konnten das Schiff verlassen, sobald es freigegeben wurde.
Am Morgen dachten wir zunächst noch, dass wir trotz allem gemütlich frühstücken könnten.
Als wir jedoch gegen 7:00 Uhr mit unseren Koffern in Richtung Frühstück unterwegs waren, sahen wir bereits zahlreiche Passagiere, die sich am Ausgang angestellt hatten. Offenbar hofften viele genau wie wir, dass das Schiff vielleicht doch etwas früher als angekündigt freigegeben würde.
Damit war das Frühstück erledigt.
Wir reihten uns ebenfalls ein.
Warten auf die Freigabe
Nun standen wir also gegen sieben Uhr mit unseren Koffern auf der Promenade und warteten gemeinsam mit vielen anderen Passagieren darauf, das Schiff verlassen zu dürfen.
Natürlich steckte auch ein bisschen Spekulation dahinter. Aber uns war wichtiger, möglichst weit vorne zu sein. Denn sobald mehrere Tausend Menschen gleichzeitig von Bord gehen, wollen anschließend sehr viele von ihnen dasselbe: ein Taxi zum Flughafen.
Gegen 7:45 Uhr lag die Legend schließlich am Terminal.
Kurz vor 8:00 Uhr kam dann die erlösende Nachricht: Die Behörden hatten das Schiff freigegeben und wir durften von Bord.
Und dann ging alles ziemlich schnell.
Mit unseren Koffern im Schlepptau verließen wir zum letzten Mal die Legend of the Seas, liefen durch das Terminal und machten uns direkt auf den Weg zum Taxistand.
Aus der Taxifahrt wird ein kleines Rennen
Unsere Strategie zahlte sich aus.
Am Taxistand warteten zwar bereits einige Menschen, aber es war noch überschaubar. Wir bekamen praktisch sofort ein Taxi.
Dem Fahrer erklärten wir, dass unser Zeitplan ziemlich knapp war.
Er verstand die Botschaft sofort.
Aus der Fahrt zum Flughafen wurde beinahe ein kleines Rennen. Unser Fahrer war ausgesprochen flott unterwegs und schien sämtliche Tricks und Abkürzungen zu kennen.
Auch am Flughafen bewies er noch einmal Ortskenntnis. Statt sich mit uns in die lange Schlange der ankommenden Taxis einzureihen, kannte er offenbar noch eine andere Möglichkeit, uns schnell herauszulassen.
Wir waren am Flughafen.
Jetzt musste nur noch der Rest funktionieren.
Während wir am Morgen noch auf der Promenade der Legend gewartet hatten, war bereits eine Nachricht von Lufthansa gekommen:
Unser Flug hatte Verspätung.
Normalerweise freut man sich über so etwas natürlich nicht. Heute war es für uns allerdings eine ausgesprochen gute Nachricht.
Plötzlich hatten wir einen zusätzlichen Zeitpuffer. Und den sollten wir tatsächlich noch brauchen.
Da wir bereits online eingecheckt waren, mussten wir am Flughafen nur noch unsere Koffer abgeben. Auch dort gab es eine längere Schlange, aber es ging einigermaßen voran.
Koffer weg – nächste Station Sicherheitskontrolle.
Und dort begann das eigentliche Chaos.
40 Minuten an der Sicherheitskontrolle
An der Sicherheitskontrolle waren sehr viele Passagiere und vergleichsweise wenig Personal.
Die Schlange bewegte sich entsprechend langsam.
Am Ende brauchten wir ungefähr 40 Minuten, bis wir endlich durch die Kontrolle waren.
Das war noch einmal richtig spannend. Ohne die Verspätung unseres Fluges hätte es unter normalen Umständen tatsächlich sehr knapp werden können.
Aber irgendwann waren wir durch.
Wir hatten es geschafft.
Da unser Frühstück auf der Legend der frühen Anstellung am Ausgang zum Opfer gefallen war, hatten wir nun sogar noch kurz Zeit, in die Lounge zu gehen.
Dort konnten wir endlich etwas essen, einen Kaffee trinken und zum ersten Mal an diesem Morgen ein wenig entspannen.
Was für ein Gegensatz zu den Stunden zuvor: erst mit den Koffern auf der Promenade warten, dann möglichst schnell vom Schiff, Taxi-Rennen durch Barcelona, Gepäckabgabe und 40 Minuten Sicherheitskontrolle – und plötzlich saßen wir mit unserem Frühstück in der Lounge.
Mit deutlicher Verspätung ging es schließlich weiter. Gegen 11:25 Uhr saßen wir im Flugzeug und machten uns auf den Weg nach Frankfurt.
Doch kaum waren die meisten Passagiere eingestiegen und saßen, passierte etwas ziemlich Kurioses.
Plötzlich gingen im ganzen Flugzeug gleichzeitig die Handys los.
Ein schriller Warnton nach dem anderen. Auch unsere Telefone meldeten sich. Für einen Moment schaute eigentlich jeder nur etwas irritiert um sich: Wo kommt das her? Was ist passiert?
Auf den Handys erschien eine Katastrophen- beziehungsweise Unwetterwarnung. Bei uns wurde sie unter anderem über die Warnfunktion des Smartphones beziehungsweise die entsprechende Warn-App angezeigt.Die gesamte Flugzeugkabine piepte und schlug Alarm.
Und genau dort sitzen wir nun, während dieser letzte Eintrag entsteht.
Die erste große Etappe ist geschafft. Unsere Koffer sind unterwegs, wir sind in Deutschland angekommen und warten jetzt auf unseren letzten Flug.
Um 17:00 Uhr geht es von Frankfurt weiter nach Dresden.
Dann sind wir wieder zu Hause.
Der heutige Morgen war vielleicht nicht unbedingt der entspannte Abschluss, den wir uns vorgestellt hatten. Aber irgendwie passt er trotzdem zu dieser Reise: Bis zum letzten Moment gab es noch etwas zu erleben.Read more














TravelerLiest sich wie ein schlechter Krimi. Schön, dass dann doch noch alles geklappt hat .
TravelerNa, da habt ihr ja ganz schön was erlebt. Gut , wenn ihr jetzt daheim seid.
TravelerSchön das ihr wieder daheim seid 😊👍
Spannend bis zum Schluss, toll daß Ingolf alle Erlebnisse so toll kommentiert [Christel Röthig]