Letzter Abend
October 3, Mittelmeer
🌬 25 °C
Bevor es zum letzten Abendessen ging, wollten wir unbedingt noch einmal im Hollywoodland Supper Club vorbeischauen. Schließlich arbeitet Andrew dort, und nach all den Begegnungen während dieser Woche wollten wir uns nicht einfach verabschieden, ohne ihn noch einmal persönlich gesehen zu haben.
Auch seine Freundin arbeitet dort, und wir hofften, beide noch vor Beginn ihres Dienstes anzutreffen.
Aber ausgerechnet in diesem Moment passierte etwas fast schon Typisches: Während wir auf dem Weg zu Andrew waren, war Andrew auf dem Weg zu uns.
Er war nämlich zum Coastal Kitchen gegangen, um uns dort zu suchen und sich von uns zu verabschieden. So hatten wir uns zunächst tatsächlich verfehlt.
Wir blieben trotzdem vor dem Hollywoodland Supper Club und warteten, bis das Restaurant öffnete. Und zum Glück dauerte es nicht lange, bis Andrew wieder zurückkam.
So konnten wir uns doch noch einmal in Ruhe sehen.
Wir überreichten ihm zum Abschied ein paar kleine Präsente und verabschiedeten uns voneinander. Nach unserer ersten gemeinsamen Kreuzfahrt und dem Kontakt, der seitdem geblieben ist, war es schon etwas Besonderes, Andrew nun ausgerechnet auf der Legend of the Seas wiedergetroffen zu haben. Während dieser Woche kam er immer wieder kurz bei uns vorbei, wir waren bei ihm im Hollywoodland Supper Club und konnten sogar gemeinsam in Civitavecchia an Land Mittag essen.
Nun hieß es tatsächlich wieder Abschied nehmen.
Natürlich hoffen wir sehr, dass es kein endgültiger Abschied war und sich unsere Wege irgendwo auf irgendeinem Schiff wieder kreuzen werden.
Danach gingen wir zu unserem letzten Abendessen in die
Wir hatten unseren festen Kellner, kannten die Abläufe und fühlten uns dort einfach wohl. Auch heute ließen wir uns noch einmal das Essen schmecken.
Aber natürlich gehörte auch hier zum letzten Abend etwas dazu, das wir lieber nicht gemacht hätten: Wir verabschiedeten uns von unserem Kellner.
Nach einer Woche merkt man erst, wie sehr solche Menschen zu einer Kreuzfahrt dazugehören. Man sieht sich jeden Abend, wird persönlich begrüßt, wechselt ein paar Worte – und irgendwann fühlt es sich schon ganz selbstverständlich an.
Nach dem Abendessen wollten wir noch nicht direkt zurück auf die Kabine.
Also schlenderten wir noch einmal ganz in Ruhe über das Schiff. Kein bestimmtes Ziel mehr, keine Show und keine Reservierung. Einfach noch einmal durch die Bereiche laufen, die in den vergangenen sieben Tagen so selbstverständlich geworden sind.
Und nun sitzen wir wieder dort, wo wir während dieser Woche so viele ruhige Momente verbracht haben: auf unserem Balkon.
Die Koffer sind gepackt. Barcelona liegt vor uns. Hinter uns liegen sieben Tage voller Erlebnisse.
Heute Abend brauchen wir keine große Show mehr. Wir sitzen einfach draußen, schauen aufs Meer und lassen die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren.Read more



