• Zwischen Cala Mijas und Cabopino

    January 30 in Spain ⋅ 🌬 16 °C

    Das Wetter lachte uns heute Morgen freudig entgegen - also nichts wie los. Gemeinsam mit Gaby und Rolf machten wir uns auf den Weg nach Cala Mijas, unserem Ziel für diesen sonnigen Tag. Die beiden übernahmen routiniert die Rolle als lokale Reiseguides, schliesslich hatten sie den vergangenen Winter bereits ausgiebig am Strand, in den Gassen und in diversen Stärkungsstätten verbracht - reine Erfahrungssache also. Begleitet wurden wir von Labradoodle-Dame Jamie, die den Ausflug mit Gelassenheit unterstützte.
    Cala Mijas, einst ein kleines Fischerdorf, gehört heute zur Gemeinde Mijas mit rund 90.000 Einwohnern. Der Küstenort selbst zählt etwa 12.000 bis 15.000 Bewohner, im Winter deutlich mehr. Dann treffen hier Einheimische auf Überwinterer aus ganz Nordeuropa, die milde Temperaturen und Sonnenstunden schätzen.
    Nach einem Spaziergang stärkten wir uns mit Tapas, bevor es zurück zum Mietwagen ging. Shopping war nicht geplant, höchstens ein kurzer Blick auf die Immobilienangebote, die auch hier zuverlässlich dafür sorgen, dass man kurz über ein Zweitleben am Meer nachdenkt.
    Kaffee und Kuchen gönnten wir uns später im Hafen von Cabopino, einem der kleineren, charmanten Yachthäfen der Costa del Sol mit rund 170 Liegeplätzen. Direkt daneben liegen die geschützten Dunas de Artola, eines der letzten natürlichen Dünengebiete der Region - ein seltener Beweis, dass Natur hier noch eine Stimme hat.
    Hier verabschiedeten und verabredeten wir uns fürs Frühjahr in der Schweiz. Gaby und Rolf werden die kommenden Wochen Cabopino und Umgebung " unsicher" machen, für uns gilt ab Sonntag der langsame Rückweg in Richtung Norden. Da die Wetterprognosen für die kommende Woche eher durchzogen sind - mit weiteren starken Regenfällen und teils heftigen Winden - bleiben wir nicht wie ursprünglich geplant noch ein paar Nächte in Cabopino. Stattdessen ziehen wir die Küste weiter hinauf. Flexibilität gehört schliesslich zur Grundausstattung jedes Reisenden, besonders dann, wenn der Himmel andere Pläne hat.
    Was nicht ist, kann bekanntlich noch werden. Und weil Vorfreude eine der zuverlässigsten Formen von Sonnenschein ist, haben wir unseren Stellplatz für den nächsten Winter bereits in Manilva reserviert. Man denkt hier eben langfristig - vor allem, wenn es sich so wunderbar leben lässt in Südspanien.
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