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  • Day89

    Einmal Halong-Bucht, trocken bitte! (NB)

    February 12, 2017 in Vietnam ⋅ ⛅ 4 °C

    Ninh Binhs Umland ist vor allem bekannt für die eigenwilligen Karstgesteinformationen, welche auch das Markenzeichen der wohl meistbesuchten Naturattraktion Vietnams, der Halong-Bucht, sind. Da rund um Ninh Binh die Felsen im Gegensatz zu dieser aber aus festem Untergrund ragen, wird die Landschaft hier auch die "trockene Halong-Bucht" geheißen.

    Zuerst fuhren wir nach Tam Coc - Ausgangspunkt für eine Ruderbootstour auf dem Song Beng Dang (Bild 1). Hier trifft man auf jede Menge Tagestouristen aus Hanoi und daher auch auf "saftige" Preise (die 200000 đ ~ 8 € pro Nase waren der höchste Eintritt den wir je in Vietnam entrichten mussten). Nervig auch: Westler müssen sich zu zweit ein Boot teilen, während Einheimische den Preis durch vier (manchmal auch fünf oder sechs) teilen dürfen. 😐

    Den grandiosen Ausblicken auf die Flusslandschaft tat dies jedoch keinen Abbruch; ca. neunzig Minuten wurden wir von unserer Kahnführerin mit eigenwilliger (aber hier gewöhnlicher) Fuß-Rudertechnik über das Flüsschen geschifft. Die Felsformationen sind wirklich eindrucksvoll und in Kombination mit den Reisfeldern am Flussufer wunderschön anzusehen (Bild 2)! Leider schwächelte die Sonne auch heut wieder, der trübe Himmel begleitete uns (fast) den ganzen Tag. Ebenfalls unschön waren die drängenden Verkaufsversuche von Händlerinnen von anderen Booten aus sowie die dreiste Trinkgeldforderung der Rudersfrau am Ende der Tour (wie gesagt schon verhältnismäßig hoher Eintritt).

    Zurück am Ausgangspunkt wanderten wir noch kurz zum Thai Vi Tempel. Hier galt mal wieder das Motto "der (wunderschöne) Weg ist das Ziel" (Bild 3) - der kleine Tempel befindet sich noch im Aufbau, also eher unfertiger, moderner Schnickschnack.

    Andersherum war's beim nachmittäglichen Besuch des Mua Caves: hier belohnte der anstrengende Aufstieg (Bild 4) mit fantastischem Bilck über die schon vom Boot aus bewunderte Szenerie (Bilder 5/6; auf dem letzten Foto kann man auch die Ruderkähne auf dem Fluss erkennen). Bei Sonne sicherlich noch eindrucksvoller, aber wir konnten froh sein dem Regen über Mittelvietnam entkommen zu sein. Notiz am Rande: Der der Attraktion namensgebende "Mua cave" war lächerlich (die Höhle ist keine 20 qm groß).

    Trotz des diesigen Wetters ein schöner Tag - kurz vor Rückkunft zum Hotel riss das Grau sogar auf, allerdings zu spät für gut belichtete Fotos.
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