• Ngorongoro & Manyara

    Aug 21–23, 2024 in Tanzania ⋅ ☁️ 21 °C

    Nach 3 Stunden Rumpelpiste verlassen wir die Serengeti und erreichen den berühmten Kraterrand im Ngorongoro Nationalpark. Wir brettern die 600m steil in dieses Weltnaturerbe hinab und befinden uns im 20km breiten Krater inmitten einer hohen Populationsdichte von Wildtieren. In diesem Park, anders als im Serengeti, dürfen die Massai leben und es herrscht, fast einmalig weltweit, ein Nichtangriffspakt zwischen diesen Menschen und Raubtieren. Mehr zum Krater unter http://de.wikipedia.org/wiki/Ngorongoro
    Der See im Krater hat eine hohe Salzkonzentration, zusammen mit der frischen Brise bei 18 Grad haben wir Nordseefeeling, fast alles angezogen, was wir dabeihaben, allerdings passen die Flamingos, Kronenkraniche und Pelikane nicht ganz in dieses Bild. Neue Begegnungen für uns waren Pumbas, die sich mit ihren Antennenschwänzen zum Grasen auf die Ellenbogen stützen und tausende Gnus, die sich zum Weiterziehen vorbildlich einreihen. Immerhin sehen wir ein Nashorn in der Ferne, müssen dafür aber einen Autokorso hinnehmen, denn so eine Attraktion verbreitet sich per Funk unter Guides und Rangern.
    Dies führt uns wieder die Ambivalenz vor Augen: ganz mit der Natur verbunden sein ("Nourishment for the soul, Consulting for the heart") aber dafür braucht es hunderte km im Dreitonner-Geländewagen, Camps mitten im Naturpark, Fahrer und Koch. Wir können nur hoffen, dass die hohen Eintrittgelder (ca. 100$ pro Tag/Person) teilweise beim Natur- und Tierschutz ankommen. Guide Leonard bezweifelt dies aufgrund der korrupten Regierung.

    Nach einer Wiederbegegnung im Panorama-Camp mit den Lehmiglus brechen wir zum letzten Safaritag auf, verabschieden uns von unserem Küchenchef Yussuf und lernen einen völlig anderen Nationalpark kennen: zwischen einer Bergkette und dem 60km langem Manyara-See liegt wie eine Riesenoase der ganzjährig feuchte Wald des Manyaraparks. Überbordene Vegetation macht es schwieriger, die Tiewelt zu entdecken, es sei denn, die Affenhorden oder Elefanten nutzen aus reinem Pragmatismus auch den Besucherfeldweg - lässt sich einfach gut vorankommen 😉.
    Löwen liegen hier auf Bäumen, eine besondere Eigenart.
    Mehr: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Lake-Manyara-Na…

    Die fruchtbare Region außerhalb des Parks versorgt weite Teile mit Reis und Bananen, wir probieren gleich mal die rote Sorte und sind damit auf Rückreise nach Arusha, haben Zeit für spannenden Austausch mit Leonard, der uns versichert, ab jetzt nicht mehr Guide, sondern unser Freund zu sein.
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