Arusha/Kilimanjaro
Aug 22–26, 2024 in Tanzania ⋅ ⛅ 23 °C
Die Safaris und die ganzen Stunden im Auto auf den staubigen Pisten haben uns doch recht erschöpft und so freuen wir uns, dass wir in Arusha bei Hope und Robert, unsere Hosts für die nächsten 4 Tage, eine kleine private Oase gefunden haben. Wir schlafen lange, werden 3x am Tag bekocht, liegen im Bananengarten und bearbeiten die Safarifotos, waschen Wäsche und werden von den beiden ganz familiär umsorgt. Robert (26) macht einen Spaziergang mit uns durch sein Village, in dem viele Verwandte von ihm leben. Unterwegs erzählt er sehr offen über sein Leben in Arusha und stellt frei heraus viele Fragen, die uns manchmal schmunzeln lassen, z.B. ob man bei uns auch in Dollar zahlen kann oder ob es so wie hier für die selbe Ware verschiedene Preise für Schwarze/ weiße Menschen gibt. Interessant fanden wir, dass er noch nie in der Serengeti oder auf dem Kilimanjaro war. Den Schulausflug in die Serengeti hat er als Vierzehnjähriger geschwänzt, um sich für das Eintrittsgeld lieber neue Turnschuhe zu kaufen, heimlich natürlich. Und der Plan, nach der Schule als Träger anzuheuern, um auf den Kili zu kommen, scheiterte am Geld für eine Lizenz, die man sich vorher hätte kaufen müssen.
Unsere Vorstellung, am Fuße vom Kilimanjaro und Mount Meru ein paar Wanderungen machen zu können, erweist sich als schwierig bzw. nicht bezahlbar. Unser Safari-Guide Leonard organisiert uns eine Ein-Tages-Wanderung am Kilimanjaro, mit schlappen 360 Dollar die teuerste Wanderung, die wir je gemacht haben. Das können wir uns nicht mehrmals leisten. Überhaupt gibt es hier das Konzept "Wandern" nicht. Bis auf die Gipfelbesteigungen wird in Tansania nichts in den Bergen gemacht. Es gibt keine Wanderwege oder Gebiete, in denen man einfach herumlaufen kann. Das liegt zum Teil natürlich an den Wildtieren, aber auch daran, dass Touristen nur mit Eintritt, Fahrdienst, Guide und Träger in die Natur dürfen, es sollen ja so viele wie möglich daran verdienen. Das frustriert uns, und wir müssen nun überlegen, wie wir die Tage bis zu unserem gebuchten Flug nach Malawi am 7.9. füllen können. Mal sehen, was die nächste Station Dar Es Salaam bietet.
Am letzten Tag sind wir mit Hope und Robert zum Barbecue mit Freunden eingeladen. Da wir von 22km Wanderung (1100m den Kili hoch und wieder runter auf rutschigem Weg) platt sind, bleiben wir im Garten und schauen den Hühnern beim Brutzeln zu. Und wir brauchen immer wieder auch Zeit zum Organisieren der nächsten Abschnitte, zur Vorplanung des BAF (Blantyre Arts Festival) und zum Blog-Schreiben.Read more



















TravelerDanke, dass Ihr Euch die Zeit für den Blog nehmt!
Travelerschön euch ein wenig zu begleiten-Danke!!!