Blantyre Arts Festival
Oct 6–7, 2024 in Malawi ⋅ ⛅ 23 °C
Ja, das BAF...
Die zusammenfassende Bilanz: "Der Weg ist das Ziel gewesen". Das Festival selbst ist insgesamt eine Enttäuschung mit nur 400 Gästen, katastrophaler Orga vor Ort, stundenlangen Wartezeiten, schlimmen Sound, kaltem Wind und Musikern, die am Ende des Tages nicht mehr auf die Bühne konnten, weil der Zeitplan komplett geschreddert war und es ohne Bühnenbeleuchtung um 6pm stockeduster ist.
Das könnte nun nach dekadenter Kritik und europäischer Arroganz klingen aber ehrlich, dafür sind wir zu lange hier und wissen, was alles gut funktionieren kann und dafür haben wir von der Finanzierung und vom Management zu viel mitbekommen. Natürlich ist die Bühnentechnik und Instrumentenausstattung simpel aber das hätte schön werden können, wenn, wie geplant, der Soundcheck für unsere Band "GerMala" um 8h stattgefunden hätte.
Damit sind wir beim 3. Bild, wir also 7:40h da aber Bühne braucht noch 2 Std, so die Ansage. Tatsächlich wurde es 1h mittags mangels Stromkabel.
Die Band ist sehr angepisst. Es ist nicht nur wegen der Zeit, sondern wegen Fahrtkosten, Verdienstausfall (z.B. Antonios Job in seiner sonntäglichen Gospelband) und Anschlussterminen, die Musiker leben ja davon!
Wir also erstmal zur Streetparadeneröffnung, wo hervorragende trad. Trommler und Tänzer*innen aufwärmen und dann die herbeiorganisierten Protestschildträger*innen auf dem Umzug lautstark begleiten. Die Blantyer Bevölkerung ist leider nicht vertreten, aber besser eine medienwirksame Delegation als nix für den Umwelt- und Klimaschutz.
Die hilfreichen Hände der 4 FSJ-ler*innen Mona, Emilie, Yanna und Hendrik sind immer mit dabei.
Wir latschen also ne Stunde hinter dem schlimm lauten Sprecherauto, niemand kommt dazu. Ankunft auf dem leeren Festivalgelände, wo eigentlich bereits Programm laufen sollte. Die angereisten Gruppen aus Zimbabwe wundern sich, wo sie hier gelandet sind und legen dann mittags eine irrwitzige Performance mit Hochgeschwindigkeitschoreographie vor. Es präsentieren sich auch der "Aware and fair Club", Ballettmäuse und der "Freundeskreis Malawi", dem wir natürlich auch angehören. Silvia Hesse als Vorsitzende wird hier als Mutter der Partnerstädteschaft und Initiatorin/Geldgeberin diverser toller Projekte überaus wertgeschätzt.
Ohne Soundcheck müssen wir, entgegen aller Pläne, als erste Band auf die Bühne, es fehlt an allem, 15min on Stage ohne Songs fühlt sich für uns und das Publikum wie Kaugummi an.
Die Ansage, unseren langgeprobten Auftritt zeitlich zu halbieren, ignorieren wir komplett und ziehen durch:
1) Jessie (Agorosso)
2) Mensch (Grönemeyer)
3) Kanon "Nach dieser Erde" (in Version von Gerd Kern)
4) Mwayatsa Moto (Agorosso)
5) Blaue Augen (A. Humpe/Ideal)
Alle Songs bilden gemeinsame Arrangements und gegenseitige sprachliche Verwebungen ab.
Für die Umstände sind wir zufrieden aber freuen uns auf ein erweitertes Clubkonzert-Programm im "Jacaranda Culture Center" mit technisch guten Bedingungen und Leuten, die für uns kommen werden.
Bis heute haben die Musiker keinen Kwacha von der Festivalorganisation bekommen, dafür aber reichlich Hinhaltung und Beschwichtigung. "Let's see".
Durch den "Freundeskreis Malawi" und das Kulturbüro Hannovers finden wir eine gute Zwischenlösung und können so das Vertrauen zur Band festigen und eklatante finanzielle Bedürfnisse teilbefriedigen. Dank an Silvia an dieser Stelle!
Agorosso schreibt in den Bandchat einen Kommentar, der als Abschluss für unser erstes Projekt stehen möge:
"We thank you so very much, Morris and Annetti for trusting us, and believing in us.
Extra more, we thank you for taking care of us using your own resources. You understood us, regardless of our different characters and backgrounds.
We've learnt alot from you guys.
May the light and love in you florish more and more🙏🏾👏🏽"Read more





















Traveler
Natürlich in den Malawifarben rot, grün, schwarz.
Travelerlooks like much fun, though