• Monkey Bay & Cape Maclear

    Oct 25–29, 2024 in Malawi ⋅ ⛅ 29 °C

    "Wie bitte? Ihr wart noch nicht am Malawi-See?" Geht ja gar nicht! Wir sollen das unbedingt im noch im Oktober machen, vor Beginn der Regenzeit. OK, nächste Schulwoche abgesagt, zum UMP Festival recherchiert, VIP-Tickets besorgt, Besuch bei Ben im Anschluss organisiert und Silla dazu eingeladen, siehe nächster Fußabdruck "Chingalire". Irgendwas vergessen?
    Mist, alle Übernachtungen weg, außer 500$ aufwärts. OK, dann pennen wir an der Monkeybay 18km vom Festival. Fahren da Busse? Fährt überhaupt irgendwas?
    Die Benzinkrise geht in die 2. Woche, Taxifahrer übernachten in kilometerlangen Warteschlangen, der Schwarzmakt zu horrenden Preisen blüht. Aber wir haben ja diese Tickets, also ziehen wir das durch!! In der Nacht vor einer völlig ungewissen Abfahrt finden wir Dank des Facebook unserer Host Tikhala einen privaten Fahrer für 35$ täglich, Sprit exklusive - finde den Fehler. Zum Glück wird über die grüne Grenze des nahen Mozambique per Motorrad in ALLEN erdenklichen Gefäßen Benzin geschmuggelt, reden wir nicht über Kosten sondern freuen uns nicht gestrandet zu sein.

    Ja - und dann, nach 7 Std. Fahrt für schlappe 240km, stranden wir tatsächlich in der der Affenbucht, wunderschön abgelegen. Es ist wenig Strand geblieben, da der Wasserspiegel dieses weltweit neuntgrößten Sees trotz langer Trockenzeit viel zu hoch ist. Die simplen Hütten dieser Unterkunft werden schon mit Sandsäcken geschützt.

    Es ist Freitag Nachmittag, wir wollen nicht zu viel Programm verpassen auf zum alljährlichen UMP Musikfestival, das idyllisch direkt am Ufer liegt. Als die Sonne im Meer versinkt hat das Programm von Mittags noch nicht begonnen, irgendwie ein Deja-Vue, zumindest nix verpasst.😇 Anders als in Blantyre mit eigenem Auftritt, warten wir entspannt am Strand auf die Bühnenacts und genießen die Atmo. Headliner, so lernen wir, treten nie vor Mitternacht auf, egal was im Programm dazu steht.

    Wir lernen draus und lassen uns, siehe 3. Foto, in unserer Monkeybay Zeit, entdecken per Boot die Präsidentenferienanlage, den Hafen über den Güter aus dem Norden Malawis 540km auf dem Wasserweg ankommen, sehen ein Dorf, das ohne Straße, Strom oder Schule nur vom Fischen lebt und erleben, wie Seeadler vor unseren Augen Fische aus dem Wasser greifen.

    Am Samstag ist beim UMP mehr los, uns nerven irgendwann die DJs, die testosterongesteuert das Publikum anschreien, genießen sehr die traditionellen Künstler*innen und freuen uns auf die Livebands.
    Von So bis Di finden wir direkt am Cape Maclear eine schöne Lodge, machen einen schweißtteibenden Ausflug mit beglückender, wilden Badestelle und können zu Fuß zum Festivalgelände am 3. Tag.

    Am letzten Abend ohne UMP bekommen wir am Ufer unserer Lodge trad. malawische Lieder mit (leider sehr runtergekommenden) Trommeln. Wir sind gebeten auch was zeigen aus unserem Land - zufällig haben wir da was vorbereitet...

    Die Abfahrt nach Lilongwe zieht sich, einkaufen und Schwarzmarktsprit braucht seine Zeit, Taxi-Stevie nervt und die geschrottete Autoelektronik kann nicht kühlen, stattdessen spielt das Rauschradio auf voller Lautstärke sobald der Motor läuft. 😬
    Im Hochland reihen sich die Mangostapel am Straßenrand zum Zehntelpreis.
    Es ist sooo heiß und wir sind sehr froh in Lilongwe Silla einzuladen. Aus der Hauptstadt sind es nun nur noch 30km ins Dorf Chingalire, wo wir die nächsten 5 Nächte verbringen.
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