• Ho-Chi-Minh-Stadt/Saigon

    Jan 18–20, 2025 in Vietnam ⋅ ☁️ 31 °C

    HCMStadt empfängt uns mit seinem Verkehrschaos. Nachdem wir fast 2 Stunden in My Tho auf den Bus gewartet haben (trotz netter Unterhaltung mit einer jungen polnischen Familie über diverse Reiseziele wurde die Wartezeit lang!) quält er sich nun im Schrittempo durch den Nachmittagsverkehr. Auch der Verkäufer im Reisebüro nervt, er versucht, unsere Unwissenheit zu Geld zu machen, indem er uns nicht gewollte Transfers andreht. Die knapp 2 Tage hier füllen wir mit Museumsbesuchen und einer Aufführung im Opernhaus. Danach schlendern wir noch ein letztes Mal durch dieses bunte Vietnam mit doch grauem Alltag für viele der hier lebenden Menschen. Vergessen wir nicht die hohe Staatskontrolle und die geringe Meinungsfreiheit (im unteren Sechstel weltweit!), es ist nur so ein Gefühl, dass die ver(b)rauchten Gesichter auch den Kampf um Kunden und das Kommen über die Runden widerspiegeln. Die Repressionen und strikten Regulationen gelten scheinbar nicht für Arbeitsschutz und dergleichen und wir sehen die Hässlichkeit eines unregulierten Marktes in einem doch eigentlich kommunistischen Land.

    Mit uns als Touristen meinen es natürlich alle gut, solange wir brav folgen. Es wird erwartet, dass der Weg genauso gegangen wird, wie mit klaren Gesten gezeigt, dass bestimmte Produkte konsumiert werden und der Kaffee in bestimmter Art getrunken. Klar- wir sind neugierig und entspannt und doch bringt der Umgang etwas distanzloses, unflexibles und teilweise übergriffiges mit sich.
    Die herzlichen Begegnungen hier flogen uns also nicht so zu wie in Malawi, aber es gab sie natürlich, wir mussten nur etwas aktiver sein.
    Schön, dass wir uns für Vietnam über 6 Wochen Zeit genommen haben!
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