Pazifikküste 2 - magischer & mystischer
8.–10. des. 2024, Colombia ⋅ ☁️ 27 °C
Auch wenn uns die Pazifikküste direkt begeistert hat, brauchten wir ein bisschen Zeit, um in Kontakt zu kommen.
Die Einheimischen waren zunächst nicht wirklich offen in Begegnungen oder im Teilen von Informationen. Ob wir die falschen Fragen gestellt haben oder ob sie diese zunächst nicht beantworten wollten oder ob es andere Barrieren gab, keine Ahnung, aber die Beschaffung von Informationen zu Aktivitäten oder Kontakten war am Anfang schleppend und Emotionen wurde uns gegenüber wenig gezeigt. Doch mit jedem Gang durchs Dorf werden wir mehr angelächelt. Der Bäcker freut sich über unseren täglichen Besuch, wir haben verschiedene Anlaufstellen für Kokosnüsse, Obst und Snacks und wir kommen mit den BesitzerInnen ins Gespräch. Spontane Tanzpausen mit Mädels auf dem Rückweg vom Mittagessen auf der Straße, Frisurversuche der Nachbarstochter an meinen Haaren, die Kinder spielen zwischen unseren Stühlen, ich kriege eine Einweisung in die Kunst der Macheten-Nutzung zur selbstständigen Öffnung meiner Kokosnüsse. Nach Stromstop sitzen wir abends im Mondlicht mit den Cabaña Brüder zusammen. Wir gewinnen das Dorf langsam für uns 🤗
Wir bekommen eine Empfehlungen zum Mittagessen bei Jenny, die nach Anfrage am Tag vorher ein Mittagessen am Tag drauf anbietet. Wir kommen aus dem Schwärmen nicht heraus und fragen sie kurzerhand, ob wir am nächsten Tag mit ihr gemeinsam kochen können. Ihre Reaktion lässt schließen, dass ein Kochkurs noch nicht auf ihrer Agenda stand.
Und wir nehmen es ernst! Wir machen uns Notizen, wiederholen, fragen nach und sie lässt sich von unserer Begeisterung anstecken. Es fühlt sich an, als würden wir mit Mama kochen, es ist wunderbar. Einen authentischeren Kochkurs hätte ich mir nicht erträumen können! Wir bereite den Fisch nach einer lokalen Art und Weise zu: in einer Gemüse-Kokossoße mit frischen Kräutern aus dem Garten mit Kokosreis und Kochbanane - und es ist so lecker, ich fall vom Stuhl. Wer in Termales ist, muss mit Jenny kochen (Anfragen über ihre Tochter Marcella +57 (313) 614-4611).
Mit einem der Cabaña Brüder verabreden wir uns an unserem letzten Tag für 6 Uhr morgens für einen Angel- und Schnorcheltrip. Nach einem kurzen Halt im „Hafen“ des Nachbarorts zum Tanken fahren wir raus und werfen unser Leinen aus. Auch wenn wir den großen Fisch im letzten Moment verlieren, kriegen wir 3 kleinere Tunfische an die Angel, das wird ein Festmahl!
Aufgrund von Regen und fehlendem Equipment (Brillen und Schnorchel wurden vergessen) machen wir kurzerhand aus dem Schnorchel- einen Schwimmstop. Wir planschen im strömenden Regen mit Blick auf den grünen Dschungel, es ist magisch.
Mit unseren selbstgefangenen Fischen wollen wir an unserem letzten Abend für die Cabaña Brüder kochen. Sie haben uns so herzlich aufgenommen und wir haben uns so wohl hier gefühlt. Unser erster selbständiger Kochversuch von Kokosreis und Kochbananen ist ein voller Erfolg, was ein besonderer Abschluss dieser Woche.
Ich bin ohne Erwartungen oder Vorstellungen hier hergereist und bin vollkommen verzaubert. Und vielleicht weil es nicht voll gepackt war mit den krassesten Aktivitäten, sondern ein treiben und überraschen lassen von den kleineren Abenteuern, ist die Zeit hier zum Highlight meiner Reise geworden. Ich bin sicher, hierhin komme ich zurück, idealerweise zu Surf- und Walsaison, ich kann es kaum erwarten 😍
Kolumbien, mal wieder ne 12 von 10!Les mer






















Reisende
Ahh, der Bäcker ist's