• Von Cusco nach Puno am Titicaca See

    January 10, 2025 in Peru ⋅ ☁️ 11 °C

    Früh am Morgen holt uns Jose am Hotel ab und bringt uns zum Busbahnhof. Mit einem luxuriösen Bus geht es dann auf eine lange Tour nach Puno. Die 387 Kilometer lange Reise dauert von 7:00 bis 17:00 Uhr und beinhaltete 5 Stops mit Besichtigung sowie einem Mittagessen.
    Der Reiseabschnitt ist wieder voller überwältigender Eindrücke. Von den engen, steilen Tälern um Cusco geht es über einen mehr als 5.000 m hohen Pass in die Hochebene von Peru. Wir fahren dabei immer parallel zu einem der Quellflüsse des Amazonas. Die Hochebene weitet sich endlos aus, immer eingegrenzt von Bergmassiven im Hintergrund. Hier finden sich in den höheren Lagen Lamas, Alpakas und Schafe, in den tieferen Lagen vorwiegend Kühe. Kleine verstreut liegende Dörfer sowie viele kleine Einzelhäuser/ Höfe liegen verstreut auf der Hochebene.
    Unser erster Halt ist ein kleines, aber schönes Dorf mi einer einzigartigen Kirche (leider durften wir diese innen nicht fotografieren).
    Es handelt sich um eine der ältesten Kirchen, die von italienischen Baumeistern (im romanischen Stil) errichtet wurde. Sie hat die schönste Kuppelbemalung, die ich je gesehen habe. Im Grundton Blau zeigt die ein abstraktes, dichtes Muster von beeindruckender Schönheit. Der Hauptaltar ist üppig von Gold überzogen.
    Der zweite Halt ist eine Lagerstelle der Inka an der Kreuzung zweier wichtiger Handelswege. Hier sind Reste eines Tempels sowie von einer Vielzahl an Lagerhäusern zu finden.
    Ein weiterer Halt war an einer weiteren antiken Ausgrabungsstätte, die die Völker vor den Inkas betrifft. Die Inka haben das Wissen von 4.000 Jahren der vorherigen Kulturen aufgegriffen und weiterentwickelt. Dies betrifft sowohl die Baukunst als auch die Architektur. Zu sehen gab es die Skulpturen der Führerfiguren als auch deren Krieger. Aus dieser frühen Zeit stammt auch das Andenkreutz.
    Eine Café-Verkostung rundete den Aufenthalt ab. Hier gab es den berühmten (und unglaublich teuren) Café, der durch die Fermentierung im Bauch einer Wildkatze entsteht)
    Ein weiterer kurzer Halt fand auf der Passhöhe statt. Hier war der Blick auf die Berge und eine kleine Kirche die Hsuptattraktion, daneben gab es, wie bei allen wichtigen Sehenswürdigkeiten eine Vielzahl an Verkaufsständen, wo geduldig/ beharrlich Indiofrauen ihre Waren verkaufen wollen.

    Vor Puno, mit ca. 150.000 Einwohnern die Hsuptstadt des Regierungsbezirks liegt die Neuansiedlung Juliaca. Dies ist ein absolu ungeordnetes und chaotisches Siedlungsgemmenge. Planlos erstehen neue Häuser von zwei bis sechs Geschossen. An vielen Stellen ist bis auf einen Trampelpfad keine Erschließung erkennbar. Kanalisation scheint völlig zu fehlen. Diese neue Siedlung hat mit derzeit ca. 400.000 Einwohnern ( meiner Ansicht nach eine eher konservative Schätzung) die angrenzende Hauptstadt weit überflügelt. Nach Aussage unseres Reisebegleiters finden hier vielfältigste, kreative und oft illegal Handlungsgeschäfte statt. Eher ein Negativbeispiel für eine verfehlte oder nicht vorhandene Siedlungsplanung…
    Unser Endhaltestelle ist Puno. Von der Hügelkuppe führt die Straße mit vielen Windungen zum Seeufer bzw. Zum Zentrum.
    Hierbei regen sich immer wieder schöne Blickbeziehungen über den See.
    Am Busbahnhof werden wir abgeholt um über eine rumpelte Straße zum ‚drittgrößten‘ Hafen gefahren. Dort werden wir von unserem Gastgeber in einem kleinen Boot abgeholt und durch schmale Kanäle zu einer Schilfinsel gebracht, wo unser kleines Ferienhaus ist. Die Ureinwohner, die Uros, haben hier ganze Dörfer errichtet, die sie geschäftstüchtig an Touristen vermieten.
    Bei Sonnenuntergang erreichen wir die traumhaft schön gelegene Anlage mit Blick über die Weite des Sees.
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