Fahrt nach Andoya und Whale-Warching
6 luglio 2025, Norvegia ⋅ ☁️ 12 °C
Heute war ein langer Tag: wieder aufgewacht bei traumhaftem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel- der Fjord spiegelglatt (siehe beiliegendes Foto). Wir starten mit der ersten Fähre und kommen abends knapp mit der letzten Fähre zurück…
Unser Ziel ist die nördlichste Insel der Vesteralen- Andoya. Man erreicht sie über eine langgespannte Brücke.
Die Insel liegt auf der Höhe von Grönland. Daher gibt es neben weich geschwungenen grünen Bergkuppen, weite ebene Flächen mit Tundra. Die Insel ist erstaunlich dicht besiedelt. Dies liegt sicherlich an der landschaftlichen Schönheit. Auf der Westseite verstärkt durch ‚karibische‘ Sandstrände mit türkisfarbenem Wasser - nur die Wassertemperatur kann trotz Golfstrom nicht ganz mit der Karibik mithalten.
Weiterhin haben wir nach mühevoller Studie herausgefunden, dass Andoya eine deutsche Enklave ist, bewohnt von mobilen Einwohnern in großen beweglichen weißen Kisten, die überall verteilt auf der Insel stehen und manchmal auch darauf herumfahren.
Im Norden von Andoya sind große Abhöranlagen installiert, die vom Militär zur Überwachung des stark umstrittenen/ umkämpften arktischen Raum dienen. Neben Russen und Chinesen haben mit dem expansionsfreudigem Herrn Trump auch die Amerikaner ihre Ansprüche auf diesen Fisch- und bodenschatzreichen Raum angemeldet.
Es gibt hier übrigens auch eine Station für Weltraum-Raketen!
Der wichtigste Attraktionspunkt sind jedoch die Whale-Watching-Bootstouren, die scharenweise/busladungsweise Touristen anlockt.
Auch wir sind natürlich dabei, mit einer Busladung, teilweise gelangweilter Tschechen. Seltsamerweise lieben nicht alle Menschen Wale. Ich habe aber festgestellt, dass die Fangemeinde bei Frauen scheinbar größer ist. Männer sind wohl traditionell eher auf Jagen und Essen von Walen ausgerichtet 😁. Außer mir natürlich ….
Unsere Waltour dauert ca. 4 Stunden. Ich bin erstaunt wie gut vorbereitet die kundigen Mitfahrer auf die Bootstour in arktischen Gewässern sind. Von kurzen Hosen, Turnschuhen, bis zum Baumwoll-Hoodi ist alles dabei. Daneben gibt es aber auch sehr gut ausgerüstete Exkursionsteilnehmer ( wie z. B. die schwäbische Fraktion 😄).
Ich muss die Erwartungshaltung an das Whale-Watching kurz relativieren: der befahrene arktische Atlantik ist riesig- bevorzugter Suchbereich ist ein bis zu 2 km tiefer Graben mit planktonreichem Kaltwasserstrom. Hier ist die Wahrscheinlichkeit einen Wal anzutreffen sehr hoch (99 % gemäß Organisator).
Mit dem Abhören von Sonargeräuschen schleichen wir uns an. Das verlangt Zeit und Geduld, da die großen Wale 20Minuten abtauche auf ein Tiefe von 600 m bis zu 2.000 m.
Wir haben Glück und sichten auf unserer Fahrt 2 Wale. Zu erst einen kleinen Grindwal und später nach langer Suche einen großen Wal (Buckelwal).
Bei einer Entfernung von ca. 50 m ist das Erlebnis beeindruckend, aber fotografisch nicht wirklich überzeugend ( außer man hat ein Profi-Monster-Teleobjektiv).
Nach der Sichtung waren alle Teilnehmer begeistert und das Boot konnte erfolgreich zurückschippern.
Ich war erstaunt, welche touristische Infrastruktur durch die Wale entwickelt wurde: Souvenir-Shop, Bekleidung, Gastronomie, Museum -bis hin zu einer internationalen Mannschaft aus Österreich, Italien und Menschen von sonstwoher …
Der einzige Wermutstropfen unserer Tour war, dass Edith die Bootsfahrt nicht ganz so gut verkraftet hat. Die nächste Wal-Fahrt muss also auf unbestimmte Zeit verschoben werden…
Auf der Rückfahrt nehmen wir dir Route auf der Westseite von Andoy. Diese ist landschaftlich besonders schön. Hier wurden auch einige Rastplätze angelegt, die es bis in die Bauwelt (deutsche Architekten- und Stadtplanerzeitung) geschafft haben.
Wir waren beeindruckt von der gut gewählten Lage und dem hohen Standard. Nur Pflege und Unterhaltung lassen zu wünschen über ( das liegt aber wohl auch an der schmutzigen Touristen-Bande, die alles verdreckt 😁).
Nach einem sehr vollen und erlebnisreichen Tag kehren wir erschöpft in unser Häuschen zurück. Insbesondere 4 Stunden in arktischer Sonne und Wind sind nicht zu unterschätzen!Leggi altro



















Der spiegelglatte Fjord ist meiner Meinung nach erheblich beeindruckender als das whale watching Spektakel,. Den Event mit allen Facetten hast Du sehr humorvoll beschrieben 👍 [Kurt]
Stephan BuddatschDanke mein Lieber, die Natur ist das überwältigende, den Rummel muss man wegdrängen.
Viaggiatore
Voll cool und Edith schaut daneben so klein aus