Ein ‚ruhiger‘ Tag
7 luglio 2025, Norvegia ⋅ ☁️ 11 °C
Nach der anstrengenden Tour nach Andoya lassen wir den heutigen Tag ruhig angehen. Frühstücken, Lesen, Entspannen…
Am frühen Nachmittag machen wir einen kleinen Ausflug. Wir beginnen an einem historischen Handelshaus in Hemmestadt, direkt am Fjord. Dort wurde Fisch gegen alle wichtigen Handelsgegenstände getauscht. Leider hatte das Museum heute nicht auf. Danach ging es nach Trondenes, einem kleinen Ort oberhalb von Harstadt. Hier gibt es die größte Kirche von Nordnorwegen- finanziert durch die reichen Einkünfte des Fischfangs. Direkt angrenzend ist eine Gedänkstätte für gestorbene russische Kriegsgefangene. 100.000 davon kam auf die Vesteralen, rd. 15.000 sind hier gestorben und wurden an diesem zentralen Ort gemeinsam begraben. Die Kriegsgefangenen haben das Gräberfeld mit vielen Holzkreuzen selber errichtet. Inzwischen gibt es nur noch einen Gedenkstein mit Inschrift.
Neben der Kirche wurde ein Museum für Geschichte errichtet. Hier werden auf dem angrenzenden Gelände historische Gebäude und Bewirtschaftungsformen gezeigt. Zwischen Kirche und Museum wurde ein sehr schöner Staudengarten angelegt, der im Augenblick in voller Blüte steht. Der Landschaftsarchitekt / Gärtner freut sich!
Nach Trondenes fahren wir ins angrenzende Harstadt, um in einer Bäckerei mit Café einen Imbiss zu nehmen.
Zurück geht es über die Berge auf einer eng gewundenen Straße, vorbei an grünen Tälern mit zwei malerisch von Bergen (bis zu fast 1.100 m hoch) gerahmten Seen. An diesen finden wir die ‚Datschensiedlungen‘ der Norweger, stationäre Wohnwägen mit einem angrenzenden kleinen Funktionsgebäude. Sehr monoton und fantasielos. Ich denke die pragmatischen Norweger wissen, das dies ein gutes Fischrevier ist. Alles andere ist zweitrangig 😁.
Heute war unser Tag der ‚Tiererlebnisse‘. Am Morgen, auf dem Weg nach Trondenes laufen uns 3 Rentiere vor das Auto auf die Straße und marschieren danach weiter zum Fjord (sehr zur Freude von Edith!).
Auf dem Rückweg über die Berge steht plötzlich ein Rudel von Kälbern vor uns auf der Straße und betrachtet uns neugierig. Da sie keinerlei Ansätze machten, sich fortzubewegen, musste ich aussteigen und als deutscher Cowboy sie behutsam wegtreiben. Sie waren sehr zutraulich und liessen sich streicheln… nur sie von der Straße wegzubringen war nicht ganz einfach. Am Ende ist mir dies gelungen, worüber sich zwei hinter uns stehende Autos mit Norwegern sichtlich freuten und mir lautstark ihren Dank aussprachen (natürlich auf Norwegisch…).
So wurde es doch noch ein ereignisreicher Tag.Leggi altro





















Viaggiatore
Ungeahnte Talente stecken in Dir, lieber Stephan!
Stephan BuddatschMan sollte mich nie unterschätzen… warne Jutta schon mal, dass wir einige Kühe und Schafe mitbringen 😁
ViaggiatoreJutta reagiert freudestrahlend.