• Timanfaya Vulkanareal

    March 24 in Spain ⋅ 🌙 18 °C

    Heute haben wir uns eines der Highlights von Lanzarote angesehen - eines der Alleinstellungsmerkmale wie man heute so schön sagt - das Vulkanareal des Timanfaya. Der gesamte südwestliche Inselteil wurde 1730 - 1736 durch riesige Vulkanausbrüche vollständig überformt. Ca ein Drittel der Inselfläche wurde von Lava überdeckt. Mindestens 4 Dörfer wurden komplett zerstört. Darüber hinaus ging auch eine der fruchtbarsten Landwirtschaftsflächen der Insel verloren. Lavafelder mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen und Vegetationstypen bzw. -stadien sind anzutreffen, Eruptionskrater, Vulkankegel und wüstenartige Bereiche. Dieser riesige Inselbereich wurde schon sehr früh unter Naturschutz gestellt. Da durch den ‚unkontrollierten‘ Tourismus viel zerstört wurde gibt es jetzt nur noch eine streng regulierte Besichtigungsmöglichkeit. Es gibt eine Zufahrtsstraße mit Kontrollpunkt (stolze 60 Euro Eintritt für 2 Personen). Mann kann bis zu einem zentrale Parkplatz fahren und wird von dort aus mit einer Bustour in einem Rundkurs durch das Areal geführt. Die Fahrt ist wirklich beeindruckend. Abenteuerlich geschwungen, eingeschnitten in die Landschaft oder wild auskragend. Der Busfahrer erledigt das wie im Schlaf und hat viel Spaß an bestimmten Stellen nochmals richtig Gas zu geben….
    Leider darf man unterwegs nicht aussteigen, ein kleiner Wehmutstropfen bei der ansonsten erlebnisreichen Tour. Hoch und tief geht es zu besonders schönen Aussichtsbereichen, die einem die wilde, zum überwiegenden Teil nicht begehbare Eruptionslandschaft vermittelt. Trotz der langen Zeit seit dem Ausbruch konnte sich vielerorts kaum Vegetation entwickeln, bzw. Sie besteht aus Flechten und kaum sichtbaren Vegetationselementen.
    Ein zentrales Element ist das von Cesar Manrique auf dem höchsten Punkt errichtete Zentrum mit Restaurant. Die Fassade des Halbrunden Baukörpers besteht aus Glas und Lavastein. Man hat einen wunderschönen Blick auf die umliegende Landschaft.
    Als Ausgleich zu der extremen Trockenheit hat es uns nachfolgend zu erst zu den Salinen und dann zum Strand bei La Hoya gezogen - Playa de Hanubio ist ein schwarzer Sandstrand mit nicht zu starkem Wellengang.
    Hier war mein erstes Bad im Atlantik angesagt. Es hat viel Spaß gemacht😁.
    Zum Ausklang sind wir auf dem Rückweg durch das wichtigste Weinanbaugebiet von Lanzarote gefahren und sind in einer Bodega mit weitem Blick über die Weinbautäler eingekehrt.
    Die Weinbauern haben eine einzigartige Anbautechnik entwickelt, die unter Weltkulturerbe steht. Die Weinstöcke werden meist kreisförmig in die Lavafelder eingegraben und zusätzlich durch halbrunde Mauern als Windschutz eingefasst. Das sieht wie eine Aufreihung von Kratern aus, die ein eindrückliches Muster in der Landschaft ergeben. In dem tief liegenden Lavasubstrat wird der Tau gesammelt und steht den Weinpflanzen zur Verfügung. Da es so gut wie nie regnet ist dies eine einzigartige Lösung für den Weinanbau .
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