Anreise und erster Tag
March 22 in Spain ⋅ 🌬 17 °C
Wir wollen dem kalten Berlin entfliehen und haben uns die Insel Lanzarote ausgesucht.
Vor einigen Jahren waren wir im Frühjahr in Madeira, was uns sehr gut gefallen hat.
Dunkles Vulkangestein und weiße Siedlungen, das war die Vision den Künstlers Cesar Manrique. Mit seiner starken Persönlichkeit und unermüdlichen Einsatz konnte er diese Konzept für die gesamte Insel durchsetzen. Dies wird ergänzt durch eine Vielzahl künstlerischer Projekte, die er oder andere Künstler auf der Insel umsetzten konnte.
Er schaffte es, dass 1992 Lanzarote zum Weltschutzgebiet der Biosphäre ausgewiesen wurde.
Nach einem 5stündigen Flug mit leichten Turbulenzen erreichen wir unser Ziel. Der Flughafen ist überschaubar zeigt aber, dass im Sommer eine Vielzahl an Touristen bewältigt werden müssen.
3 Millionen Touristen auf 670.000 Einwohner. Eine sehr unausgewogene Bilanz.
Der Osten der Insel liegt klimatisch geschützter vor den Südwestwinden. Hier sind die Touristischen Hochburgen, aber auch Industrie und Gewerbe. Aufgrund der fast gänzlich fehlenden Vegetation bilden diese Gebäudestrukturen eher störende, überdimensionierte Elemente in der Landschaft.
Im inneren der Insel und auf der Westseite herrscht eine andere Balance und die kleinen weißen Siedlungsflecken bilden Akzente zwischen den Vulkankegeln und dem wilden Atlantik.
Wir haben ein Appartement in La Santa, ein ehemaliges Fischerdorf im Nordwesten. Direkt am kleinen Hafen und mit direktem Blick aufs Meer mit rauschender Wellenkulisse. 5 Wellenreiter versuchen mit mehr oder weniger Können die wilde Flut zu meistern.
Es gibt ein sehr schönes kleines Fischrestaurant an der kleinen Promenade. Die Paella ist köstlich und die freundlich/ neugierigen Einwohner am Nebentisch verwickeln uns gleich in ein Gespräch.
Ein schöner erster Tag!Read more
Fahrt nach Caleta de Farmara
March 23 in Spain ⋅ 🌙 17 °C
Nach einem gemütlichen Frühstück haben wir einen leichten Nieselregen abgewartet und sind dann nach Caleta gefahren. Der Ort liegt in einer weiten Bucht, in die mächtige Wellen hineinrollen. Daher hat sich hier ein Hotspot für Wellenreiter entwickelt. Nicht für Profis sondern wohl eher Ex/Profis, die Schulen eröffnet haben und massenweise Touristen auf die Bretter locken.
Wir haben diese Rudel eher belustigt beobachtet und den schönen Strand genossen. Er beginnt mit eher felsigen Abschnitten, die in einen der längsten Sandstrände von Lanzarote übergehen. Zwei Orte spannen den Strand ein, dazwischen ein Strassenabschnitt, begleitet von Autos und langen Reihen von Wohnmobilen …
Reizvoll sind die steil ins Meer abfallenden Berghänge auf der Ostseite und eine bergigen Insel im Hintergrund.
Im Sommer muss es hier von Touristen wimmeln…
Heute ist es eher so, dass sich die Restaurantbesitzer oder die vielen Surferbars über die eher sparsamen Besucher freuen.
Auf den schmalen, leicht gewundenen Straßen ziehen sich regelmäßige Pulks an Rennradfahrern. Überall wird Sport getrieben- Aktivurlaub scheint hier angesagt zu sein.
Wir genießen die eher ruhigen Bereiche und die meditative Macht des Meeres. Das Wechselspiel von Sonne, Wolken, denkelfarbigen Bergen, weißen Siedlungspulks und weitläufig fast vegetationsfreien Landschaften entwickelt einen ganz eigenen Reiz. Das wenige wird umso wichtiger …Read more
Timanfaya Vulkanareal
March 24 in Spain ⋅ 🌙 18 °C
Heute haben wir uns eines der Highlights von Lanzarote angesehen - eines der Alleinstellungsmerkmale wie man heute so schön sagt - das Vulkanareal des Timanfaya. Der gesamte südwestliche Inselteil wurde 1730 - 1736 durch riesige Vulkanausbrüche vollständig überformt. Ca ein Drittel der Inselfläche wurde von Lava überdeckt. Mindestens 4 Dörfer wurden komplett zerstört. Darüber hinaus ging auch eine der fruchtbarsten Landwirtschaftsflächen der Insel verloren. Lavafelder mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen und Vegetationstypen bzw. -stadien sind anzutreffen, Eruptionskrater, Vulkankegel und wüstenartige Bereiche. Dieser riesige Inselbereich wurde schon sehr früh unter Naturschutz gestellt. Da durch den ‚unkontrollierten‘ Tourismus viel zerstört wurde gibt es jetzt nur noch eine streng regulierte Besichtigungsmöglichkeit. Es gibt eine Zufahrtsstraße mit Kontrollpunkt (stolze 60 Euro Eintritt für 2 Personen). Mann kann bis zu einem zentrale Parkplatz fahren und wird von dort aus mit einer Bustour in einem Rundkurs durch das Areal geführt. Die Fahrt ist wirklich beeindruckend. Abenteuerlich geschwungen, eingeschnitten in die Landschaft oder wild auskragend. Der Busfahrer erledigt das wie im Schlaf und hat viel Spaß an bestimmten Stellen nochmals richtig Gas zu geben….
Leider darf man unterwegs nicht aussteigen, ein kleiner Wehmutstropfen bei der ansonsten erlebnisreichen Tour. Hoch und tief geht es zu besonders schönen Aussichtsbereichen, die einem die wilde, zum überwiegenden Teil nicht begehbare Eruptionslandschaft vermittelt. Trotz der langen Zeit seit dem Ausbruch konnte sich vielerorts kaum Vegetation entwickeln, bzw. Sie besteht aus Flechten und kaum sichtbaren Vegetationselementen.
Ein zentrales Element ist das von Cesar Manrique auf dem höchsten Punkt errichtete Zentrum mit Restaurant. Die Fassade des Halbrunden Baukörpers besteht aus Glas und Lavastein. Man hat einen wunderschönen Blick auf die umliegende Landschaft.
Als Ausgleich zu der extremen Trockenheit hat es uns nachfolgend zu erst zu den Salinen und dann zum Strand bei La Hoya gezogen - Playa de Hanubio ist ein schwarzer Sandstrand mit nicht zu starkem Wellengang.
Hier war mein erstes Bad im Atlantik angesagt. Es hat viel Spaß gemacht😁.
Zum Ausklang sind wir auf dem Rückweg durch das wichtigste Weinanbaugebiet von Lanzarote gefahren und sind in einer Bodega mit weitem Blick über die Weinbautäler eingekehrt.
Die Weinbauern haben eine einzigartige Anbautechnik entwickelt, die unter Weltkulturerbe steht. Die Weinstöcke werden meist kreisförmig in die Lavafelder eingegraben und zusätzlich durch halbrunde Mauern als Windschutz eingefasst. Das sieht wie eine Aufreihung von Kratern aus, die ein eindrückliches Muster in der Landschaft ergeben. In dem tief liegenden Lavasubstrat wird der Tau gesammelt und steht den Weinpflanzen zur Verfügung. Da es so gut wie nie regnet ist dies eine einzigartige Lösung für den Weinanbau .Read more
Teguise und Lagomar
March 25 in Spain ⋅ ☁️ 17 °C
Nach einem gemütlichen Frühstück und dem inzwischen routinemäßigen langen Blick aufs Meer ging es heute auf eine Architektur- und Gartentour mit einem krönenden Abschluss in einem architektonisch und kulinarisch gleichermaßen überzeugende Restaurant.
Station 1 war das Kultur- und Landesmuseum von Cesar Manrique. Hier finden sich neben landestypischer Architektur die kulturellen Landbewirtschaftungsmethoden sowie kunsthandwerklichen Qualitäten von Lanzarote. Die vielfältig ineinander verschachtelten Gebäude, die Höfe, Gärten, abgesenkten Eingänge und Terrassierungen sind beeindruckend. Die Bepflanzung spiegelt ebenfalls die landestypische Vielfalt wieder. An der Straße weist sein berühmtestes Kunstwerk auf das Kulturzentrum hin. Es zeigt einen Bauern mit seiner Ziege und besteht aus dem Wassertank alter Fischerboote. Dies symbolisiert und die Bedeutung von Wasser und Fischfang für Lanzarote.
Station 2 war Teguise, die ehemalige Inselhauptstadt. Eine eng verschachtelte kleine Altstadt mit vielen großzügigen Plätzen. Besonderes Augenmerk sind die hohen Holzläden, die kunstvoll geschnitzte Motive zeigen. Hier finden sich viele kleine Restaurants, Cafés und Kunsthandwerksläden.
Station 3, ein unerwartetes Highlight: Lagomar.
In einen ehemaligen Steinbruch hat Cesar Manrique mit einem Künstler zusammen begonnen in den 1970er Jahren ein Haus mit Garten zu bauen. Der Auftraggeber war ein Immobilienmakler. In der darauffolgenden Zeit fanden Filmarbeiten auf Lanzarote statt. Als Hauptdarsteller war Omar Sharif mit von der Partie. Er sah das Haus und hat sich darin verliebt. Also kaufte er es, um es dann in einer legendären Bridgepartie kurze Zeit später wieder an den Makler zu verlieren. 1989 kam ein deutsches Architektenehepaar auf die Insel und hat das Potenzial erkannt, hier ihren Traum zu verwirklichen. Sie entwickelten das Projekt von Cesar Manrique weiter zu einem Gesamtkunstwerk, das auf der Insel und weit darüber hinaus einzigartig ist. Seit 1997 kann man das Ensemble besichtigen.
Ich habe selten eine derartig gelungene Integration von Gebäudestrukturen in die Landschaft gesehen. Balkone, Erker, Aussichtspunkte, Höfe, Passarelen, Hölen, in Verbindung mit unglaublich gelungenen Gartenelement sowie einem Brunnen, Teichen, Fontänen.
Das ganze ist über 3-4 Geschosse in den Steinbruch hineinkomponiert. Ich kann nur jedem empfehlen, der in der Nähe ist, diesen unvergleichlichen Ort aufzusuchen. Es gibt ein schönes Café und eine Bar in einer Grotte.
Man sollte sich Zeit lassen und die einzigartige Atmosphäre genießen. Auch Architekten kommen hier voll auf ihre Kosten.
Natürlich gewachsene Felspartien im Wechselspiel mit weiß verputzten Wänden und Treppen entwickelt einen speziellen Charm.
So, genug für heute - Ausklang dieses erlebnisreichen Tages war das Restaurant Castillo San Chose, am Hafen von Arrecife, im Untergeschoss des Alten Kastells - weit verglaste Fenster mit Blick auf den ziemlich roughen Containerhafen - sowie ein Essen, das es bis in die Empfehlungsliste des Zeitmagazins geschafft hat. Wir können die Qualität nach einem intensiven Test bestätigen😁.Read more
Ausflug nach Haria
March 26 in Spain ⋅ 🌬 17 °C
Der Morgen begann mit einem bedeckten Himmel, die Fischer hantierten an ihren Fangkörben herum, rauchten und diskutieren eine Runde und setzten sich dann in ihrer Lieblingsecke an der Promenade zusammen. Die beiden Dorfkatzen gesellten sich dazu, räkelten sich träge. Wozu die Eile, lass das Leben etwas ruhiger angehen.
Dies nahmen wir uns zum Vorbild, griffen unsere Bücher und blickten zwischendurch auf die Weite des Atlantik. Der ließ sich auch nicht durch die lästigen Menschen am Ufer beirren und schob seine gewohnten Wellen. Wozu die Hektik, alles nimmt seinen Lauf…
Krieg in der Ukraine, Bomben im Iran und im Libanon. Die kurzsichtigen Menschen scheinen nichts dazuzulernen … Irgendwann werden Wasser und Wind das letzte Wort haben, mit oder ohne die selbstverliebten, überheblichen Zweibeiner ohne Langzeitvision.
Genug von solchen Dingen, die einem bei solchen ruhigen Tagen in den Sinn kommen.
Kurz eine Dinge zur Geschichte von Lanzarote. Vulkanische Aktivitäten schoben in mitten des Atlantiks die Erdmassen der balearischen Inseln nach oben. Von den Ureinwohnern, afrikanisch, arabischen Ursprungs sind nur wenige Funde erhalten. Mit zunehmender Seefahrt kamen zunehmend fremde Eroberer, auf der Suche nach Beute und Sklaven.
Die Normannen nisteten sich länger ein und entwickelten eine feudale Struktur.
Der riesige, sich über viele Jahre erstreckende Vulkanausbruch führte zu erheblichen Veränderungen bei der Bevölkerungsstruktur und den Machtverhältnissen.
Die lebensnotwendige Versorgung mit Wasser- und Energie sowie viele Lebensmittel führten zu einer starken Abhängigkeit vom zwischenzeitlichen Mutterland Spanien. Dies besteht noch heute und wird künstlich von entsprechenden Lobbiisten beibehalten.
Es gäbe ideale Versorgungsmöglichkeiten mit Sonnenenergie, Windenergie und Geothermie ( unter der Erdoberfläche stößt man bald auf Schichten mit Temperaturen von über 100 Grad!). Diese Ressourcen werden bedauerlicherweise kaum genutzt. Hier schlummern noch viele Potenziale.
Gegen späteren Vormittag ziehen wir los und fahren über Teguise nach Norden nach Haria. Hinter Los Valles geht es steil den Berg hoch. Auf dem Mirador de Haria hat man einen weiten Blick über die Insel.
Anschließend geht es in abenteuerlichen Serpentinen wieder den Berg hinunter. Steile Abbrüche mit bröckelnden Felsen, terrassierte Landwirtschaftsfläche, wilde Naturabschnitte, begleiten die Straße. In der Anfahrt auf Haria wird uns bewusst, dass der Ort geprägt wird von einem Schirm aus Palmen. Im Führer spricht man von Haria als ‚Oase‘…
Wir fragen uns, wie man früher ohne Auto zu diesem extrem abgelegenen Ort gelangt ist. Und natürlich, was die Bewohner motiviert hat, dort hinzuziehen…?!?
In den 1980er Jahren hat Cesar Manrique hier ein Haus für sich selber gebaut. Er konnte die Fertigstellung nicht erleben, da er vor dem Ende der letzten Feinheiten bei einem Autounfall ums Leben kam.
Auch hier zeigt sich das starke Miteinander/ das Verschränken von Natur und Architektur.
Riesige Räume, immer mit Pflanzen, Kunst, Musik …
Es ist ein spannendes Erlebnis diese Räume zu durchschreiten.
Auch der Ort Haria ist ein interessantes Erlebnis. Kleine Plätze, ein langgezogener, promenadenartiger Platz mit mächtigen Baumreihen, Restaurants am Rand und einer Kirche am Endpunkt.
Eine kleine Markthalle bietet örtliche Spezialitäten, die wir mit Begeisterung probiert haben. Hierzu gehörte eine Linsensuppe, die uns aus dem Schwabenland bekannt ist 😁
Den krönenden Abschluss war die Abendzeit an unserem Lieblingsstrand in La Caleta de Famara. Wilder Wind mit Kite-Surfern und starkem Wellenschlag….Read more
Fahrt in den Norden
March 27 in Spain ⋅ 🌬 19 °C
Wir wachen bei schönstem Sonnenschein und stürmischen Wellengang auf. Endlich können wir unsere Dachterrasse mit traumhaftem Blick und dem rhythmischen Klang der Wellen ausgiebig genießen.
Mit der Zeit verfällt man in einen meditativen Zustand, bei dem man (trotz eingehender Mails 😁) den Alltag hinter sich lässt.
Wir beobachten die Fischer, die stundenlang an ihren alten, verrosteten Booten und Reusen herumwerkeln, ohne dass wir einen merklichen Unterschied feststellen können. Das liegt sicher an unseren fehlenden seemännischen Kenntnissen und unserer deutschen Arbeitseinstellung 😁
Nach einem frischen, selbst gepressten Orangensaft, an den wir uns sehr schnell gewöhnt haben, geht es los in den Norden der Insel. Aufgrund der überschaubaren Dimensionen der Inseln ist man in einer Stunde schon am Ziel. Der Norden ist gebirgiger. Erkennbar sind drei große, gut erhaltene Vulkankegel. Die Weinkultur mit den Kratern und Mauern sind hier kleinteiliger und in die steilen Berghänge eingegraben. Die Vegetation dazwischen ist üppiger, was auf eine fruchtbare Deckschicht schließen lässt. Auf einem der Hügel sehen wir einen erhabenen Landsitz, mit weitem Blick über die Weinberge, bis hin zum Meer. Kleine Dörfer reihen sich entlang der Straße- bis wir fast zum Ende der Insel kommen- eine hohe Kuppe, von Steinmauern gefasst, ist unser Zielpunkt, der berühmte Mirardor del Rio. Dies ist der schönste und berühmteste Aussichtspunkt auf der Insel, gekrönt und inszeniert von einem ikonischen Gebäude - von wem wohl? Natürlich von Cesar Manrique, der hier wieder mit genialem Händchen ein Meisterwerk geschaffen hat.
Ein zweigeschossiges Gebäude ist so in den Berg integriert, dass es wie natürlich gewachsen erscheint. Im einen Geschoss befindet sich ein Café mit halbrundem durchgehenden Panoramafenster- und einer vorgelagerten Aussichtsplattform. Im oberen Geschoss darüber ein kleiner Laden und eine weitere Aussichtsplattform. Das klingt banal, beschreibt aber nicht annähernd was hier geschaffen wurde. Selbst nach mehr als 50 Jahren (Baujahr 1973) zieht das Bauwerk wie ein Magnet die Besucher an. Geschwungene Kuppel-Räume, Sitznischen, Tresen, gewundene Treppen und dazwischen immer wieder Pflanzen, und natürlich nicht zu vergessen der grandiose Ausblick. Fast 500 Meter fallen die Bergflanken steil bis zum tiefblauen Meer.
Dann folgt die malerische Kulisse der Insel La Graciosa, mit wüstenartigen Flächen, Vulkanhügel, einer blendendweissen Siedlung und einem Hafen.
Sonne, Wolken, ein leicht bewegtes Meer und einige wenige Boote … Ein perfektes Setting.
Es gab schon in den 1950ern die Idee zu einem Aussichtspunkt an dieser Stelle, aber es brauchte Cesar Manrique und seinen Elan, um dies umzusetzen.
Zu bedienen, was die Menschen sehen wollen, dies gestalterisch zu optimieren und das Ganze zu einem wirtschaftlich profitablen Unternehmen zu entwickeln war die besondere Gabe des charismatisch Künstlers, der noch immer das äußere Erscheinungsbild der Insel prägt.
Soviel vergleichbare Menschen dieser Art gibt es nicht mehr, und auch nicht die zugehörigen Politiker und Investoren, die das mittragen und möglich machen….
Der Ausklang des Tages erfolgt in der Jameos de Agua, einem weiteren besonderen Highlight. Ich muss jetzt nicht sagen, wer es gestaltet hat?!
Es handelt sich um eine magische Vulkanhöhlenlandschaft mit Wasserfläche.
In der größten Höhle befindet sich ein einzigartiges Restaurant… Das Ganze wird abgerundet durch eine Hotelanlage/ Veranstaltungsort sowie großen Gartenanlagen und einem Schwimmbecken.
Meisterhaft sind die unterschiedlichen Erlebnisebenen mit Treppen, Sitznischen, Bars, Tanzbereichen und Liegebereichen verbunden. Dies lässt sich nur schwer beschreiben und nur durch die beiliegenden Fotos ansatzweise vermitteln.Read more
Jameos de Agua, Teil 2
March 27 in Spain ⋅ 🌬 17 °C
Anbei noch ergänzende Fotos des Gartens mit Pool
Ruhetag auf der Dachterrasse
March 28 in Spain ⋅ 🌬 18 °C
Heute war Erholung angesagt. Ein Tag auf unserer Dachterrasse- Wind, Möwen, Meeresrauschen, Sonne und ein Wechselspiel an Wolken. Ein perfektes Zusammenspiel, um die Seele baumeln zu lassen. Dazu ein gutes Buch, ein frisch gepresster Orangensaft und zwischendurch eine Siesta ….
Ein perfekter Tag.Read more
Jardin de Cactus
March 29 in Spain ⋅ 🌬 18 °C
Heute ist unser vorletzter Tag.
Wir beginnen mit einem Spaziergang über den Markt von Teguise, angeblich ein ‚besonderes’ Highlight für Besucher… Das Besondere bestand darin, dass wir nirgendwo sonst soviel dicke Deutsche und englische Pauschaltouristen gesehen haben, die sich durch die Marktstände drängten. Ein gutes Geschäft für den Ort. Viele Läden hatten auf (es ist Sonntag) und zeigten ihre Waren. Für uns waren eher die alten Häuser sowie die schön gestalteten Innenhöfe von Interesse. Die Marktstände waren mehrheitlich uninteressant. Wer örtliche, traditionelle Handwerkskunst sucht, wird enttäuscht. Hiervon gab es nur in einem kleinen Teilabschnitt einige wenige Vertreter. Ansonsten dominierten Billigprodukte aus China oder Afrika😁. Auch beim Essen mussten wir länger suchen, um neben den Burger- und Pommes-Buden einen Stand mit Empanadas zu finden.
Bei der Weiterfahrt mussten wir einen weiten Bogen fahren, um die gesperrte Altstadt zu umfahren. Hierbei sind wir am Friedhof gelandet. Wir konnten nicht widerstehen, einen kleinen Rundgang zu machen. Hierbei waren wir weit und breit alleine.
Ich finde es immer reizvoll in fremden Ländern die Friedhofskultur zu beobachten, da der Umgang mit dem Tod viel über Menschen und Familien aussagt.
Hier haben wir folgendes festgestellt: der Friedhof ist entlegen- weit weg vom Leben der Altstadt. Aber es gibt viele Blumen an den Grabwänden. Die Menschen liegen eng aufgestapelt nebeneinander- viel dichter als im Leben. Alt und Jung, Einheimische und Fremde sind ‚wild‘ gemischt. Eine umlaufende, relativ hohe Mauer vermittelt einen abgeschirmten Eindruck.
Ortswechsel! Unser nächstes/ eigentliches Ziel des Nachmittags ist der Kakteen-Garten, das letze Werk von Manrique vor seinem tödlichen Autounfall. Entstanden in den 1980er Jahren hat sich dieser Garten inzwischen zu einem einzigartigen Ort entwickelt. Es gibt wenig Anlagen, wo man eine derartige Vielfalt an Kakteen, in vergleichbarer Größe und Vitalität findet. Es finden sich Spezies aus der ganzen Welt, von Südamerika bis Indien, Asien und Australien. In einer ehemaligen Müllhalde, in einem alten Steinbruch ist Manrique ein weiterer Geniestreich gelungen.
In einem Kessel mit steil aufsteigenden, umlaufenden Felswänden hat er drei Blickpunkte am Rand geschaffen: den Eingang, einen Hochpunkt, mit einer alten Windmühle sowie einen Pavillon mit einem Laden. Dazu natürlich auch noch ein ganz spezielles Café. Alles unter dem Motto Kaktus, vom Türgriff, zur Bar bis hin zur Beleuchtung und den Toiletten.
Unterschiedlich geschwungene Wege führen durch den Kakteenwald und zeigen immer wieder neue, reizvolle Blickbezüge. Vulkanische Stelen und Eruptionsbrocken bilden ein ausgewogenes Wechselspiel, das mit großem Fingerspitzengefühl komponiert ist.
Als Zugeständnis für die Touristen wurde auch das Element Wasserlauf ergänzt, was den Fachmann etwas die Stirn Runzel lässt ( Trockenpflanzen!). Aber dieser kleine Lapsus sei ihm im Anbetracht des überzeugenden Gesamtkonzeptes gerne verziehen.
Nach so einem trockenen Erlebnis zieht es uns danach an unseren Lieblingsstrand, wo ich den schönen Tag mit einem ausgiebigen Wellenbad beende.Read more
Ausflug an die Südseite von Lanzarote
March 30 in Spain ⋅ 🌬 18 °C
Letzter Tag☹️
Wir sitzen auf der Dachterrasse bei blendendem Sonnenschein und tosenden Wellen. In Berlin sind gefühlte 2 Grad und in Süddeutschland schneit es. Wir haben also keine große Lust zurückzukehren…
Mittags machen wir uns auf zu unserem letzten Ausflug in den Süden von Lanzarote. Nochmals durch die Vulkanlandschaft und die weite, menschenleeren Täler.
Der Süden und Südosten zeigt weichere Küsten und längere Sandabschnitte. Hier ballt sich dann auch der Tourismus in riesigen Ferienhausarealen und Hotelkomplexen. Hier bekommt man das Rundumsorglos-Packet mit allen dazugehörigen Angeboten.
Absolut nichts für uns. Wir fahren lange an diesen endlosen Anlagen entlang, machen einen Abstecher zum Leuchtturm am Südende. Eine verweiste Straße mit verrosteten Lichtmasten, eine halbfertige gebaute Siedlung, die in Teilen von sozial schwachen Einwohnern übernommen wurde. Daneben die Luxushäuser.
Über eine endlose Schotterstraße fahren wir zu einem der vom Führer angepriesenen Sandbuchten im Südosten. Riesige Parkplätze, ein Trampelpfad führt zum Strand hinunter, der für diese Jahreszeit dicht belagert ist. Wir findende eine schöne, geschützte Bucht mit klarem blauen Wasser, das zu einem Bad einlädt.
Danach fahren wir wieder zurück nach La Santa, froh den richtigen Ort gefunden zu haben……….Read more






































































































































































































Danke für den guten Bericht! [Stefan und Eike]