• Streckenverlauf im kubistischen Stil

    June 12, 2025 in Lithuania ☁️ 13 °C

    Begonnen wurde der Tag mit einem wohltuenden Frühstück in der Rigaer Innenstadt. Dafür nahmen wir in Kauf, etwas später in den Tag zu starten. Unsere Tageschallenge bestand darin, um 14 Uhr in Marijampolė mit unseren Autos ein riesiges Peace-Zeichen zu bilden. Auch wenn unser Herz nicht gerade an dieser Aufgabe hing, gingen wir davon aus, es locker rechtzeitig dorthin zu schaffen, immerhin hatten wir gerade erst unsere Mittagspause wegoptimiert.

    Dem aufmerksamen Betrachter unseres Streckenverlaufs rund um Riga wird vermutlich bereits klar sein: Unser Auto wird man auf dem Gruppenbild vergeblich suchen. Was soll ich sagen? Ist gar nicht so einfach, ohne GPS durch Städte zu navigieren…😅

    Wenigstens die zweite Aufgabe haben wir mit Bravour gemeistert. Dafür mussten wir ein selbstgebautes Kreuz am Kryžių kalnas – dem Berg der Kreuze, einem christlichen Wallfahrtsort – aufstellen. Gut vorbereitet bastelten wir in letzter Sekunde ein improvisiertes Kreuz aus Panzertape und Ästen und stellten es zwischen die anderen. Hoffen wir, dass es Jesus bei den Kreuzen vor allem um die Geste geht. Andernfalls haben wir hier vermutlich keine Bonuspunkte für die Himmelspforte gesammelt – die Punkte für die Challenge sind aber in der Tasche💪

    Ansonsten bestand der Tag wie gewohnt aus viel Regen und viel Fahrerei. Irgendwann am Nachmittag erreichten wir dann Polen, was unserem Navigator allerdings erst rund 30 Minuten später auffiel. Die bekannten Profis bei der Arbeit… 🤷‍♂️

    Insbesondere Yannik hat unseren Dampfi inzwischen sehr ins Herz geschlossen und leidet sichtlich mit, wenn er nicht mit dem nötigen Respekt behandelt wird. Man kann sich also seine Begeisterung vorstellen, als das Auto plötzlich in die Luft fliegt und es um uns herum nur scheppert und kracht. Yannik schreit auf: "Die arme Hinterachse!", und auch der Fahrer schaut sichtlich entsetzt. Die Ursache war schnell gefunden: Statt der Umleitung wurde versehentlich eine Baustelle angesteuert. Böse Zungen mögen hier behaupten, der Fahrer war eher mit dem Studieren der Karte als mit dem Beobachten der Straße beschäftigt. Die Ausrede des Fahrers: "Die Baustelle war aber auch schlecht ausgeschildert". Sagen wir ich hab schon bessere gehört🤦‍♂️

    Gegen Abend klarte es endlich auf, und wir suchten uns einen schönen Platz an einem der vielen Seen in der Masurischen Seenplatte. Leider kamen nicht viele Orte infrage, denn es war ziemlich windig. Die Bedenken uns wegen eventuell herabfallender Äste vielleicht nicht direkt unter eine Baumgruppe zu stellen wurde in gewohnter Manier mit einem "Was soll denn da passieren, die sind doch angewachsen" gekontert. Manche Dinge ändern sich eben nie🤷‍♂️
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