Albetabakery III
November 12, 2023 in Greece ⋅ ☀️ 11 °C
Diesesmal vor der Tür der Albetabakery. Gestern habe ich sie fast verpasst, weil ich so in Gedanken war. Lorin hat mich aber wieder auf den rechten Weg gebracht und wir haben sehr gut zusammen gefrühstückt.
Jetzt schon wieder letzte Stunden in der größtenteils schachbrettaetig angelegten Stadt. Die Sonne strahlt noch tief stehend durch eine dieser dadurch entstehenden Häuserschluchten. Lorin hat den gestrigen Tag erzählt, aus meiner Sicht ist leider nur hinzuzufügen, dass das Alter oder die Untrainiertheit wenig Spaß macht. Beim Abstieg schmerzen die Muskeln und wollten die Knie immer ausbrechen, der Segleranorak ließ keine Luft durch und ich schwitzte meinen Pulli durch, gepaart mit einem durchaus überall spürbaren Schweißgestank. Aber der Wind oben auf der höchsten Stelle unserer Tour, die Ausblicke auf die schneebedeckten Gipfel, die Ruhe der Natur haben alles weggetrgaen. Auf dem Rückweg lag die Ebene bis Thessaloniki im gleissenden Sonnenlicht, darüber dunkler Himmel . Das Licht wie ein göttlicher Strahl, kein Wunder in der Nähe von Zeus und all den anderen. Wir unterhielten uns natürlich auch über Bellerophon und davon ausgehend über Namen, Erderstehung, Familiengeschichten, dem Interesse an Geschichte, an der Frage, wie es wirklich war, an dem Frieden finden darüber, Vernarben, Weitermachen.
Ich esse meine Zimtschnecke, die Termine der nächsten Woche und der kommenden Zeit sind bereits präsent. Thessaloniki ist für mich die Promenade. Kilometerlang, immer mit Ausblick zum Horizont, immer mit einem neuen Eindruck des Wetters, von sonnig bis diesig, von Regen zu Wolkenschüben. Dazu die vielen jungen Leute, das Essen, Plätze aufsuchen, Reden, die Mole Bevölkern, selbst die Kultur darauf wahrnehmend.
In einem Nebenraum - die FANTASMAS Retrospektive des Festivals begleitend - die Bilder von Nikos Kessanlis. Die Beschreibung an der Wand vor dem Ausstellungsraum sagt das Wichtigste. Hinter den Fakten, den Nachrichten liegt das Unscharfe, die Schemen, die Chimären. Mit Hilfe des fliegenden Pegasus hat Bellerophon die Chimären besiegt. Am Ende zahlte er seinen dieser und anderen Heldentaten folgenden Übermut mit dem Fall aus dem Himmel und mit dem Dasein eines verkrüppelten Blinden.Read more






