• Zwischenstopp

    Apr 12–16, 2024 in Qatar ⋅ ⛅ 24 °C

    Sitze im größten Flughafen, den ich bisher gesehen habe... vielleicht mit Ausnahme von Paris Orly... schon am richtigen Gate. Braune Ledersessel, Gesichter aus aller Herren und Damen Länder, gegenüber schwarz gekleidete dunkelhäutige Frauen - woher wohl? - im Gespräch mit einer rosa gekleideten und ein paar Sitze weiter blau gekleidete Männer, mit einem blauen Fez auf dem Kopf, woher sie wohl kommen?
    In der anderen Richtung, Europäer oder Amerikaner, Australier, weißhäutig, mit Handy wie ich. Wie eigentlich alle hier. Hinter mir liegt der erste Teil des Fluges, noch nicht einmal die Hälfte.
    In der Dunkelheit unter mir erschienen plötzlich die Städte des vorderen Orients, afghanische, irakische, dann Kuwait. Ich gleite darüber wie auf einem fliegenden Teppich und erinnere mich an die Geschichte, die ich Elia immer zur guten Nacht erzählte, über Mannomann, Mann aus Oman, Quadlatsch und ich weiß nicht mehr wen, nehme mein Camembertbrot mit Geramontkäse heraus und esse die letzten Stücke. Auf den Bildschirmen Nachrichten aus Palästina. Unten drunter steht Genocide in Gaza. Da gibt es gar keine debatte darüber. Das ist die offizielle Lesart.

    Morgen nachmittag werde ich erst in Phnom Penh ankommen. Es wird eine kurze Nacht, denn ich fliege ja der Sonne entgegen. Die Menschen um mich herum kommen aus Nigeria und fliegen heim.
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