• Fight ignorance, not immigrants

    April 17, 2025 in the United States ⋅ ☁️ 12 °C

    Durch die lange Schlange an der Cable-Car-Station abgeschreckt nahm ich einfach die Yellow Train zur Station 24th Street Mission. Als ich ausstieg, war ich überrascht, vielleicht nach der gestrigen, etwa drückend wirkenden Atmosphäre in der Innenstadt, vielleicht weil ich wohl doch zu wenig Filme über San Francisco gesehen hatte.
    Der Mission Distrikt ist spanischen Ursprungs, die Straßenschilder sind erst mal zweispurig, die Häuser fast alle zweistöckig, aus Holz im viktorianischen Stil, Treppe hinauf in die Wohnung, unten eine Kellerwohnung oder eben eine Garage. Die Straßen weiträumig. Am Ende von ihnen ein Hügel wie bei uns nur aus den weitest entfernten Vororten möglich. Bohèmeleben, -Läden, aber auch Gitter davor. LGBTG-Viertel. Cafés, kleine Läden und vor allem großflächig bemalte Wände. Muralismo. Wie könnte man ein Stadtviertel dadurch reicher machen! Bunter, interessanter. Immer wieder sind dies die Ideen von Bürgermeister oder anderen autoritären, die sich nach 20, 30 oder 50 Jahren so richtig auszahlen.
    Ich sitze in einem Café, das Leben ist entspannt, so sehr, dass ich mich frage, wo die ganzen Menschen sind. Keine Staus, kein Geschiebe durch die Straßen, quasi Schwabing mit breiten Avenues. Gegenüber macht ein Mann mit seinem Laubstaubsauger seine Einfahrt sauber. Dann eine Kindergartengruppe mit grün gekleideten kleinen Kindern, spanisch sprechend, ein Mann mit Hund, eine Frau trägt ihren auf dem Arm. Klare Aussagen zur politischen Freiheit. FIGHT IGNORANCE NOT IMMIGRANTS in einem Schaufenster. Bin ich im Trump-Amerika?
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