Pereira
23.–26. maj 2024, Colombia ⋅ ☁️ 22 °C
Nach zwei mehr oder weniger entspannten Tagen in Salamina mache ich mich wieder auf den Weg. Für das Wochenende habe ich eine Tour auf einen Gletscher im Los Nevados Nationalpark geplant, dafür muss ich vorher noch zu Decathlon, warme Klamotten kaufen. Ich fahre erst mit dem Bus von Salamina nach Manizales, eine sehr schaukelige Angelegenheit. Die Bergstraße ist kurvig und an vielen Stellen nicht mehr so breit wie sie sein sollte. Dafür kann man direkt aus dem Fenster weeeeit in die Tiefe gucken... Die Regenzeit und die dazugehörigen Erdrutsche machen der Infrastruktur zu schaffen! Mir wird ein wenig schlecht und ich bin froh, als ich in Manizales ankomme. Dort frage ich mich bis zu Decathlon durch, was ca. eine Stunde dauert. Dabei fahre ich Seilbahn und Bus. Praktisch, dass diese Bergstädte einfach Seilbahnen haben! Ein wenig gestresst komme ich schließlich bei Decathlon und fange an meine Einkaufsliste durchzugehen. Da ich beim Einkaufen häufig große Entscheidungsschwierigkeiten habe, laufe ich in den nächsten anderthalb Stunden sehr oft im Laden (der nicht besonders groß ist und nicht alles hat, was ich brauche) hin und her. Als ich endlich fertig bin, bin ich wirklich gestresst 😮💨
Ähnlich wie vorher frage ich mich wieder bis zum Terminal de Transporte durch, diesmal fahre ich allerdings nur Bus, keine Seilbahn. Dort steige ich in einen Bus nach Pereira. Inzwischen ist es fast 17 Uhr. Auch so kann man einen Tag in Kolumbien verbringen!
In Pereira fahre ich mal wieder per Stadtbus ohne Reservierung zu einem Hostel, dessen Beschreibung vielversprechend wirkt. Busfahren ist hier deutlich einfacher als in Manizales, da die Busse in der Moovit App zu finden sind. So muss ich mich nicht ganz so viel durchfragen. Das Hostel ist ein wunderschönes Café, in dem ein paar Zimmer vermietet werden. Es gibt auch eine Gemeinschaftsküche. Ich bekomme ein Bett im Viererzimmer, als ich die Tür aufmache, stelle ich fest, dass ich alleine bin. Schon wieder. Das passiert mir irgendwie häufiger, dass ich Vierer-, Fünfer- oder sogar Sechserzimmer komplett für mich alleine habe. Ich hatte mich eigentlich schon darauf gefreut, Leute um mich herum zu haben. Aber das hier ist noch besser: Ich habe ein großes Zimmer mit wunderschönen Hochbetten komplett für mich alleine. Dazu gehört ein Bad mit großer Dusche und ein Balkon mit Hängematte. Wahnsinn!! Ich mache meinen Rucksack auf und richte mich gleich häuslich ein. Der kleine Schrank und das Regal sind schnell gefüllt, die Kleiderhaken auch. Ein bisschen wie ein Kinderzimmer. So lässt es sich ein paar Tage leben! (Zehn Minuten später finde ich heraus, dass das Essen im Café wahnsinnig gut ist. Hier werde ich wohl ein bisschen Geld lassen 😆)
Drei Nächte verbringe ich erstmal hier. In der Zeit versuche ich, meinen Schlafrhythmus ein wenig umzustellen, weil ich am Montagmorgen auf der Gletschertour um 1 Uhr früh aufstehen muss. Ich habe schon in Salamina angefangen, meinen Wecker jeden Morgen eine halbe Stunde vorzustellen, hier zwinge ich mich jetzt um 4 Uhr aufzustehen. Am Anfang gar nicht so einfach, aber ich gewöhne mich dann doch recht schnell dran. So früh morgens kann ich gut Hörbücher hören und Footprints schreiben 😉
Am zweiten Tag in Pereira gehe ich übrigens wieder zu Decathlon, da ich in Manizales nicht alles gekriegt habe. Der Laden hier ist viel größer und der Stopp in Manizales war vollkommen überflüssig! Also ein Tag Stress für nichts? Naja, vielleicht für die Erfahrung. Nächstes Mal bin ich bestimmt entspannter.Læs mere









