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    December 9, 2022 in Australia ⋅ ☁️ 12 °C

    Sieben Wochen. So lange bin ich jetzt schon wieder in Australien und bei meinem derzeitigen Job.
    Was bedeutet, dass es nächste Woche für mich weiter geht. Ich hatte die letzten sieben Wochen die Möglichkeit, mal wieder vollkommen in ein Familien leben hinein zu blicken. Und ich glaube, als dritte Person in einem Haushalt mit Kindern zu leben ist schon etwas ganz besonderes.
    Ich habe selten so viel reflektiert, hinterfragt und gelernt, wie in dieser Zeit. Über andere aber vor allem über mich selbst. Bin oft an meine Grenzen gekommen und habe gelernt, auch in solchen Situationen einfach bei mir zu sein. Ich glaube, wenn man sich dazu entschließt „Eltern“ zu werden, entscheidet man sich immer für eine Aufgabe, die nie perfekt laufen kann. Jedoch glaube ich auch, dass Eltern oft das Spiegelbild der Aktionen der Kinder sind.
    Die Aufgaben eines erwachsenen sind es, zu reflektieren und das Kind in jeder Lebenslage zu akzeptieren, zu lieben und zu unterstützen. Und das Kind sollte einfach nur Kind sein können und erfahren dürfen, was „groß werden“ alles bedeuten kann.
    Ich bin froh und dankbar, für all die Werte, die mir mit auf den weg gegeben wurden, die Aufgaben, die ich bekommen habe um der Mensch zu werden, der ich jetzt bin.

    Vor ein paar Wochen habe ich mir ein Auto gekauft. Das war eine sogenannte „Lara Aktion“. Ich habe nicht wirklich darüber nachgedacht, sondern einfach nach Bauchgefühl gehandelt.
    Kaum hatte ich ausgesprochen, dass ich gerne ein Auto hätte (obwohl zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal fest stand, ob ich länger als Dezember in Australien bleibe), haben wir auf einer Auktionsseite DAS Auto gefunden. 8 Jahre älter als ich und schon einige Km mehr auf dem Buckel. Ich habe dann irgendeinen Preis eingetippt, und bin duschen gegangen. Nach der Dusche kam dann die Mail, dass das Auto dann jetzt meins wäre.
    Dass das wirklich alles funktioniert, hätte ich allerdings nicht gedacht. Am nächsten Tag sind wir dann zu diesem Platz gefahren, auf dem alle Autos auf ihre neuen Besitzer gewartet haben. Ganz hinten links stand dann der Goldschatz. Probe fahren war nicht. Jedoch durften wir uns alles ganz genau anschauen, bevor ich dem ganzen das letzte „Go“ geben musste.
    Janis (der zu dem Zeitpunkt in Kanada war, der wohl ansonsten auch geschlafen hätte) wurde dann über Facetime angerufen. Matt und ich haben dann alles weitere noch angeschaut und die Kinder haben auch alles inspiziert.
    Kennt ihr das, wenn ihr dem braten nicht so ganz traut? Dann sucht man automatisch nach Fehlern. Man stellt sich fragen wie: wieso war das Auto so billig? Wo ist der Haken?
    Ich hab bis heute keinen gefunden.
    Frank the Tank (Inspiration für den Namen hatte ich von Janis) steht nun also bereit zur Abholung in Adelaide und wartet dort auf seine nächsten Abenteuer.

    Ich wünsche euch eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start in das neue Jahr.

    Wir werden ab 22.12. bis 07.01. in Adelaide House&Pet sitting machen. Ein Hund, eine Riesen Eidechse oder wie die Tiere heißen (Essen wohl Insekten) und eine Katze werden dann also über Weihnachten und Neu Jahr mit uns leben. Bzw. wir mit ihnen.
    Anfang Januar geht es dann zurück auf die Insel (Kangaroo Island) und wir werden dort in Penneshaw in einem Hotel/Restaurant/Kiosk arbeiten und in einem Haus wohnen.
    Die momentane läge der Arbeitsplätze und Unterkünfte, ist in Australien gerade absolut grausam, weshalb ich froh bin, dass wir etwas gefunden haben.

    Fühlt euch gedrückt und esst fleißig Plätzchen und Weihnachtsessen für mich mit. Übrigens gibt es ein sehr gutes Kuchen Rezept, welches aus übrig gebliebenen Keksen gesteht im internet, falls ihr im Februar nicht immer noch Plätzchen essen wollt.
    Abgesehen davon vermisse ich den Weihnachtstrubel und den Dezember nicht wirklich.
    Schön hier.
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