• Travel travel travel
  • Travel travel travel

Australia - back to the roots

eine Mischung aus Wahnsinn und Mut.. ungefähr das war das Gefühl, als ich endlich im Flieger Richtung Australien war und ich in Deutschland erst einmal alles auf "Pause" gesetzt habe.
Viel Spaß beim lesen, beim Rituale finden und beim träumen.
Read more
  • Trip start
    March 9, 2022

    aller Anfang..

    March 10, 2022 in Australia ⋅ ⛅ 22 °C

    Oft wurde ich gefragt ''wieso Australien?'' - eine eindeutige Antwort habe ich nicht. Australien war schon sehr lange Top 1 auf meiner Liste.
    Mein Opa war hier öfter auf Geschäftsreisen. An Geschichten kann ich mich nicht mehr wirklich erinnern. Eher an die "Abenteuer leben" auf Kabel1, welche wir oft zusammen geschaut hatten. Opa konnte noch so tief schlafen, kaum tauchte eine Schlange auf, war er Hellwach.
    Gibt es einen richtigen Moment, um einen solchen Schritt zu gehen? - Keine Ahnung. Meiner war jetzt.
    Im November/Dezember/Januar überkam mich all das, was mich durch die Corona Zeit aufgefressen hat, ich aber keine Zeit hatte, mich damit zu beschäftigen.
    Meine Aufgaben und meine Kollegen haben diese Zeit für mich so erträglich gemacht und irgendwie haben wir es überstanden.
    Immer mal wieder habe ich nach Alternativen im Job gesucht, hatte Vorstellungsgespräche, Job Angebote und die Möglichkeit von "Zuhause" weg zu gehen.
    Am 09.12.22 wurde mein Visum für Australien bestätigt, welches ich im Winter 2020 beantragt habe. Ab diesem Tag stand es fest, worüber ich schon so lange geredet habe.
    Ich werde nach Australien gehen.
    Wann? Wohin? - abwarten.
    Mitte Januar habe ich wieder angefangen zu arbeiten. Am dritten Arbeitstag meinen Flug gebucht, gleich nach meinem Kündigungsgespräch.
    Meine letzten vier Wochen Arbeit standen also an.
    Im Nachhinein betrachtet, waren all die Sorgen, ob es das richtige war, unberechtigt.
    Das schwerste für mich war es Abschied zu nehmen. Prioritäten zu finden, wen man auf jeden Fall noch sehen möchte vor der Reisen, wiedersehen zu sagen, zu trösten und vor allem sich auch in die Lage der anderen zu versetzen.
    Da ich beide Seiten kenne - die, die zuhause bleibt und die, die geht, konnte ich den Schmerz oft nachvollziehen. Zumal mir Abschiede sehr schwer fallen.
    Die letzten Tage + dem Auszug aus meiner Wohnung haben mir viel Kraft gekostet.
    Heute ist Tag 1 zu Ende. Und langsam realisiere ich, wo ich eigentlich bin.
    Ach ja, wo bin ich eigentlich? Auf einer Farm westlich Von Brisbane (genaue Adresse bei Interesse bitte privat anfragen).
    Die Farm wird von einem Ehepaar betrieben, welches 1991 zusammen zum Studieren nach Australien gekommen ist. Hauptsächlich wird hier Baumwolle angepflanzt.
    Außerdem gibt es hier ein paar Tiere (außer den Millionen giftigen Viechern) nämlich 4 Pferde, 4 Hunde, 2 Schafe, ein paar Ziegen, Hühner, Enten, Gänse, Vögel und Pfauen.
    Meine Aufgaben sind es, die Tiere zu versorgen, die Pferde zu bewegen und andere Hof arbeiten zu erledigen.
    Ich wohne hier in einem "Guest House", komplett alleine.
    Arbeitsbeginn ist morgens um 07:30 Uhr, bis man eben fertig ist.
    Info: ich bin hier +9h vor der deutschen Zeit.
    Heute musste ich erst um 14:30 Uhr anfangen. Rasen mähen. Das war super entspannt. Wurde nur ungefähr 200 mal gestochen von irgendwelchen Mücken, welche dank den Überschwemmungen eine super Chance hatten, sich fortzupflanzen.
    Danach war ich reiten. Dachte immer ich kann das. Ein wunder, dass ich nicht falsch rum drauf saß am Ende. Ist eben doch was anderes auf einem Isländer und einem Dressurpferd. (Falls dieser am Ende meiner Zeit hier komplett stumpf ist, tuts mir leid.)
    Am Abend war ich dann noch Essen bei den Besitzern und hab dann auch den Farmer kennengelernt. Johannes und Scarlett.

    Fazit von allem. Aller Anfang ist schwer. Das schwerste war tatsächlich das gehen von den Menschen, die mich immer ermutigt haben, meine träume zu verfolgen.
    Danke an alle, die mich gepusht haben, das zu tun, dass mir niemand Steine in den Weg gelegt hat oder versucht hat mir das auszureden.
    Das hat mir wieder einmal gezeigt, dass die Menschen, die mich umgeben richtig ausgewählt wurden. Fühlt euch gedrückt. <3

    PS: habe gerade meine Steuernummer beantragt. Damit ich ein Konto eröffnen kann.
    Wer meint, Deutschland ist streng bei dem allem, der war noch nie in Australien ;)
    Read more

  • Hallo neues zuhause

    March 12, 2022 in Australia ⋅ ⛅ 25 °C

    tja, was gibts neues. Wo fange ich an.
    Erst einmal zum sachlichen Teil. Aller Anfang ist manchmal schwierig, wie auch in Island beschäftigt es mich hier oft, ob ich meine Arbeit wirklich gut genug mache, um meinen Boss zufriedenzustellen.
    Kommunikation ist super wichtig. Ich erwarte nicht, dass Menschen von sich aus kommunizieren, ich erwarte aber von mir selbst in dem Zusammenhang auch weniger zu denken.
    Alles ungesagte ist auch kein Gedanke wert. Sonst hört man nicht mehr auf, sich über unausgesprochenes Gedanken zu machen.
    Für mich ist es eine Riesen Überwindung, dinge anzusprechen, die mich unwohl fühlen lassen.
    Manchmal brauche auch ich einen kleinen Schubs, um mich zu trauen aus meiner Komfort zone zu gehen. Den habe ich bekommen und schwubsdiwubs läuft der Hase wieder.
    Wie manche von euch wissen, ist in Australien links Verkehr. Ich wurde etwas ins kalte Wasser geworfen und durfte dann mit dem Auto direkt in die nächste Stadt fahren. Manche Kreuzungen verwirren mich noch etwas und man kann kaum so schnell umdenken, wie man fahren sollte. Jeder von uns kennt die Situation, wenn man sich nicht auskennt, man aber das erste Auto an der Ampel ist. So war das gestern ungefähr an jeder Ampel, bei der ich nicht unbedingt über rot fahren wollte.
    Zusätzlich habe ich das erste tote Kangaroo gesehen. Hier wie bei uns ein überfahrenes Wildtier oder in Amerika dieses opossum. Heißt das so?
    Die gibt es hier übrigens auch. Laufen jeden Abend und jeden Morgen über mein Dach. Haben sich wohl den bequemsten Arbeitsweg ausgesucht.
    Ich erschreck mich jedes mal.
    Am Donnerstag Abend wollte ich aufs Klo und hab dann unter der Klobrille einen Schatten gesehen. Hab die Klobrille dann erst mal hoch gemacht und dann saß dort einfach eine dicke fette Kröte. Natürlich hab ich mich angestellt, wie der erste Mensch beim beseitigen. Konnte danach allerdings nicht mehr aufs klo. Wer weiß woher der kam und vor allem, was da noch so rein kommt. Ich mach euch mal ein Foto rein. Ist zwar nicht derselbe Frosch, aber die gleiche Art, nur war der auf der Klobrille natürlich viel größer und viel Angst einflößender ;).
    Meine Schnakenstiche vermehren sich und blaue Flecken und Kratzer auch. Aber ich wäre nicht Lara, ohne die ein oder andere Schramme.
    Heute morgen habe ich die erste Tier Runde alleine gemacht. Denke das dauert noch ein paar Tage, bis wirklich jeder Handgriff sitzt und bis ich mich dran gewöhnt hab alles umzudrehen oder drauf zu klopfen um zu sehen, ob eine Schlange zum Vorschein kommt.
    Ich würde gerne mal eine sehen (mit ABSTAND!!!), nur um mal zu wissen, wie die eigentlich aussehen.
    Nach den Tieren habe ich noch bisschen Rasen gemäht (hier ist sehr viel Rasen!!!) und nach der Mittagspause geh ich zu den Pferden und bewege die ein bisschen.

    Hätte ich den Blog gestern geschrieben, hätte ich bestimmt eine andere Aussage getroffen. Aber heute geht es mir echt gut. Ich gewöhn mich langsam an alles, trau mich mehr und kann meinem kopf und meinen Gedanken freien Lauf lassen.
    Die Zeitumstellung gestaltet den Kontakt nach Deutschland manchmal etwas schwierig. Nichts desto trotz ist er da. Darüber bin ich sehr froh.

    Habe mir grade Nudeln gekocht und eine Waschmaschine angeschmissen. Hier kostet eine Flasche Waschmittel 17 Euro. Und Spülmaschinen Tabs um die 9 Euro.
    Lebensmittel sind hier eh faszinierend teuer. Ist halt doch immer noch eine Insel.
    Hier hat es momentan 26 Grad und es geht ein leichter Wind. Da es viel bewölkt ist, verbrennt man nicht so schnell.
    Hier geht die Sonne momentan um kurz nach 18 Uhr unter. Und ich sags euch. Die Sonnenuntergänge sind toll! Gestern habe ich mir einen beim nachhause Fahren angeschaut. Ich bin sicher da kommen noch einige. Habe natürlich aber trotzdem ein Foto gemacht :)
    Das wars für heute.
    Cheers
    Read more

  • Eingewöhnungsphase. Check

    March 15, 2022 in Australia ⋅ ⛅ 18 °C

    heute ist es genau eine Woche her, seitdem ich in den Flieger gestiegen bin.
    Und schon fühlt es sich so normal an.
    Ich lerne jeden Tag kleine dinge in meinem Alltag dazu, die mir keiner zeigt, wofür man aber nach un nach ein Auge dafür bekommt.
    Morgens habe ich mittlerweile eine gute Routine bekommen und merke immer wie voll mein Tag so ist.
    Morgens mache ich von 0730Uhr bis 0830Uhr die Tiere. Aufstehen tue ich meistens mit der Sonne. um ca 0600Uhr. Das macht mir komischerweise gar nichts. Die beste Zeit mich zu erreichen ist übrigens diese Zeit.
    um 0830Uhr gibt es "morning Tea" da plant man den restlichen Tag und redet über dies und das.
    Meistens gibts Kekse mit Kaffee oder was auch immer man möchte.
    Ich trinke meistens Wasser, da ich in der Stunde arbeiten davor wahrscheinlich auch das meiste an Wasser verloren habe.
    Morgens und Abends ist es hier echt gut frisch. Aber keineswegs kalt.
    Nach dem "morning Tea" geh ich meistens den Aufgaben nach, die so anstehen. Ich bin ehrlich, Rasen mähen ist meine neue Lieblingsbeschäftigung.
    Ich kann meine Kopfhörer rein machen, und um mich herum alles vergessen. Das ist super angenehm.
    Mittagspause ist dann von 1300Uhr - 1600Uhr. Das ist recht lange, reicht zum kochen, aufräumen, Einkaufen wenn man will oder eben zum schlafen oder ausruhen.
    Nachmittags gehe ich dann immer ab 1600Uhr zu den Pferden. Entweder reiten alleine, Reitstunde oder ich longiere das Pferd.
    Danach füttere ich die Pferde noch und gehe dann wieder in mein kleines Zuhause. um 1930Uhr gibts dann Abendessen im Farmhaus.

    Morgen fliegt das Farmer Ehepaar für zwei Wochen nach Deutschland. Weshalb ich eine Woche früher hier her gekommen bin, damit ich noch alles kennenlernen kann.
    Zu meiner Unterstützung ist Leah heute auf die Farm gekommen. Sie war 16 Monate bis November 2021 hier. Kennt die Farm also in und auswendig. Ich werde sicher einiges dazu lernen durch sie. Darüber bin ich sehr dankbar und das wird mir auch sehr im Umgang mit den Menschen hier helfen.

    Heute (dank Leah) habe ich etliche Tiere nachts gesehen, die ich lieber nicht gesehen hätte. Und einige Geschichten gehört über Löcher, welche im Dach sind. Alles weitere erspare ich euch. Sonst habt ihr in Zukunft auch bei jeder Erkältung angst mit offenem Mund zu schlafen :)

    Manchmal erwische ich mich dabei, wie ich an Deutschland denke und das recht wenig Emotionen in mir auslöst. Dann merke ich, wie unabhängig ich von oberflächlichen Dingen, wie Orte, Job oder Wohnorten bin.
    Aber ich merke sehr, wie ihr mir fehlt. Die Menschen, die mich zuhause fühlen lassen. Und das kann hier jeder von sich behaupten, der das liest.
    Ich bin grade in meiner drei monatigen Ausbildung. Was ich hier lernen möchte? - zu sagen, was ich nicht möchte.
    Und dann kann die Reise wirklich los gehen.
    Read more

  • ein kleines bisschen frei sein

    March 17, 2022 in Australia ⋅ ⛅ 23 °C

    gestern war es soweit. Die Farm wurde uns (Leah und mir) überlassen und der Druck ist etwas von mir abgefallen.
    Jeder erinnert sich evtl. an den Moment, als man in der Schule war und eine Matheaufgabe gemacht hat und der Lehrer die ganze Zeit hinter einem stand.
    Das ging selten gut.
    Gestern waren alle etwas aufgeregt, da es für die Farm Besitzer nach Deutschland ging.
    Wir haben dann nachmittags noch die Pferde gemacht und haben uns selbst erst einmal richtig angefangen kennenzulernen.
    Leah hat mir dann eine Reitstunde gegeben. Auf einem Dressurpferd zu reiten ist schon ein kleiner Unterschied zu den Pferden in Island.
    Hier ist jede Handhaltung, jede Beinbewegung und jedes bisschen Konzentration super wichtig.
    Nach dem Reiten sind wir dann noch mit den Hunden raus.
    Das war so der erste moment, in dem ich wirklich dachte: ok, wow. Du bist auf der anderen Seite der Erde und bist einfach frei. Einfach mal durchatmen. Einfach mal alles fallen lassen, was war in letzter Zeit. Was war in den letzten Monaten, Jahren.
    Ich hab mich auf einmal so geerdet gefühlt und hatte auf einmal keine Angst mehr.
    Der Moment, in dem man sich frei fühlt, nimmt einem die ganze Angst, die man bekommt wenn man eingesperrt ist.
    Wir haben dann noch lange geredet, haben zusammen gegessen und hatten einen schönen Abend.
    Heute morgen haben wir im Garten ein paar dinge fertig gemacht, sowas wie Hecken schneiden, Holz weg räumen, den Rasen bewässern (hier ist es gerade trocken und es soll nicht regnen und sogar noch mal über 30 Grad warm werden).
    Nachmittags hatte ich dann wieder Reitstunde mit meiner Reitlehrerin. (Sie kommt 2 mal Die Woche und trainiert die Pferde und die Backpackerinnen, die hier sind). Ich hab dann noch auf ihre Tochter aufgepasst damit sie ein bisschen ruhe hat bei Leahs Reitstunde.

    Danach bin ich noch mal mit einem Hund raus und hatte dasselbe Erlebnis, wie gestern.
    Manchmal tut loslassen erst weh, bevor es einen frei fühlen lässt.
    Read more

  • Von Tag zu Tag..

    March 20, 2022 in Australia ⋅ ⛅ 23 °C

    Und schon wieder sind ein paar Tage vorbei..
    Leah und ich sind ein ganz gutes Team, finde ich.
    Heute ist wieder Sonntag und ich habe frei und genieße den Tag in der Sonne.
    Groß weg fahren oder was anderes machen lohnt sich hier null. Vermisse das aber auch nicht. Durch das große Grundstück und das große Haus, kann man hier ganz gut entspannen. In den letzten Tagen hat es immer ungefähr 28 Grad gehabt. Die Umstellung vom kalten Deutschland auf das doch relativ warme Australien fiel mir ausgesprochen leicht. Schätze mal, andersrum wäre echt eklig geworden.
    Ich weiß gerade garnicht so genau, über was ich schreiben soll.
    Mir geht es gut, dieser Ort fühlt sich immer mehr nach einem Zuhause an und man findet so langsam in eine Routine.
    Einerseits sind drei Monate in meinem Kopf eine so lange zeit. Aber ich weiß rückblickend betrachtet, wie schnell das doch gehen kann.
    Vor drei Monaten habe ich meinen Flug gebucht.

    Falls ihr irgendwelche fragen habt, könnt ihr die gerne stellen.
    Dann habe ich wieder ein bisschen Stoff für den nächsten Blog, über was ich schreiben kann. Gerne in die Kommentare oder mir privat ☺️

    Morgen fahren wir in die Stadt und erledigen dort ein paar Dinge. Freue mich schon drauf, hier etwas raus zu kommen.
    Read more

  • von Sonnenuntergängen und Wespen..

    March 23, 2022 in Australia ⋅ ⛅ 22 °C

    zum zweiten mal fange ich diesen Blogeintrag nun an.
    Leider hat es den anderen dank des super Internets hier verworfen.
    Montag sind Leah und ich in die Stadt gefahren, da wir dort ein paar Termine hatten und auch direkt einkaufen gegangen sind.
    Es ist super spannend mal hier raus zu kommen, obwohl ich erst zwei Wochen hier bin.
    Am Montag habe ich mal wieder realisiert, was es für ein Privileg ist, ein auto und einen führerschein zu haben. Für viele Menschen selbstverständlich, was ich in Deutschland hatte. Jedoch habe ich das bei jeder Fahrt geschätzt. Immer und überall hin zu können. Das ist schon echt ein großer Teil vom Frei sein.
    Das merke ich hier auch, da ich hier einfach kein eigenes Auto habe und auf andere dabei angewiesen bin.
    Aber alles mit seiner Zeit. Das Australische Auto wird hier auch kommen. Evtl. kein Polo GTI aber auf jeden Fall auch eine gute Begleitung.
    Ich habe am Montag mein Bank Konto hier eröffnet und heute meine Steuernummer bekommen. Das Gehalt kann dann also eintrudeln hehe.

    Fast jeden Tag hatten wir die Möglichkeit einen schönen Sonnenuntergang zu sehen. Montag Abend habe ich mir mal den Sternenhimmel angeschaut. Jetzt weiß ich endlich, wieso es "Milchstraße" heißt.. Die Sterne hier sind unglaublich.

    Nichts käufliches dieser Welt wird mir mal so viel wert sein, wie Momente in denen ich in den Sternenhimmel blicken konnte, ich am Meer sitzen kann oder die Sonne auf meine Haut strahlt.
    Solche Momente geben mir unglaublich viel.

    Ich wünschte, ich könnte euch den Himmel hier zeigen. Leider kann ich die Bilder, welche ich mit meinem inneren Auge mache, nicht veröffentlichen.
    Aber stellt es euch einfach vor wie Schnee. Nur am Himmel.
    Mein Ziel ist es, hier irgendwann all diese Sternbilder zu kennen und zu wissen, was ich mir da tolles anschaue.

    Heute haben Leah und ich Holz weg geräumt. Leah wurde dann Mittags vor der Pause von einer Wespe in den Finger gestochen. - Sofort mit Zwiebel versorgt.
    Nach der Pause war ich dann wohl an der Reihe. Beim Holz weg räumen flog mir irgendwas schwarzes ins Gesicht. Konnte garnicht so schnell schauen, weiß auch nicht genau, was es war. Plötzlich tat meine Nase weh. Wusste auch erst nicht, ob es evtl. ein Stock war, der mir dagegen geflogen ist. Aber jeder von uns kennt den schmerz eines Wespen Stichs.
    Meine Nase tat sofort weh und ich bekam Schüttelfrost.
    Wollte dann erst mal heim und danach schauen.
    Habe auf dem Weg dann noch die Enten versorgt, damit die auch was zu essen haben.
    Der stich wurde dann auch mit Zwiebel versorgt und es schmerzt nur noch wellenweise.

    Dank meinem Kinästhetik Kurs in meinem Freiwilligen Sozialen Jahr habe ich mir beim Holzschleppen sonst nix geholt. Ein Bettlägerigen Patienten von A nach B zu hieven fühlte sich genau so an.

    Ich höre im moment Into the Dark von Point North die Acoustic Version rauf und runter. Egal ob beim arbeiten oder jetzt gerade beim schreiben.
    - Falls ihr rein hören wollt.

    Eure nachrichten, Kommentare und auch eure Gedanken an mich erreichen mich täglich, was mich sehr freut und sehr rührt. Danke dafür!
    Schön, dass ich euch hier so mitnehmen kann.
    Das trägt mich vor allem in den Momenten, in denen ich Zweifel.
    Ist schon immer noch sehr unglaublich, dass ich wirklich hier bin.
    Ich denke mal, dieser Gedanke wird mich noch einige male einholen. Und irgendwie genieße ich es, weil es mir jedes mal ein lächeln ins Gesicht zaubert.
    - träume sollten mit offenen Augen gelebt werden.

    Zu den wichtigen Dingen: ich hab leider noch kein Kangaroo gegessen.
    Read more

  • der Wetterfrosch

    March 26, 2022 in Australia ⋅ 🌙 8 °C

    Guten Abend, Guten Mittag oder was auch immer.
    Donnerstag, Freitag und heute hat es den halben bis ganzen Tag geregnet.
    Was das für uns bedeutet? - eine menge ausmisten bei den Pferden, keine Reitstunde, keine Arbeit die man draußen machen kann und jede Menge Moskitos die sich wunderbar fortpflanzen können.
    Allerdings traut sich bei Regen auch keine Spinne raus.
    Donnerstag bevor es angefangen hat zu regnen haben wir es noch geschafft alles Regenfest zu machen, die letzten Rasen noch gemäht und die Bewässerung der vorherigen Tage ausgeschalten.
    Die Luft war so drückend und die Luft war so geladen, dass ich sehr viel Energie hatte.
    Nachmittags hat es dann richtig gewindet und geschüttet. Leah und ich haben diese Zeit zum schreiben genutzt.
    Das war richtig schön. Das ist der Sommerregen, gegen den niemand etwas einzuwenden hat.
    Allerdings hätte ein Tag gereicht.
    Freitag haben wir dann die Garage geputzt und nachmittags wollten wir eigentlich Reitstunde machen, allerdings hat es immer noch geregnet.
    Leah und ich haben uns die letzten Tage morgens abgewechselt mit aufstehen und Tiere machen.
    Heute morgen bin ich um 6 Uhr dann zu den Pferden und habe mir dort noch etwas den Sonnenaufgang angeschaut. Leider mit Wolken.
    Die Reitstunde sollte dann heute stattfinden, hier kam dann aber noch mal was runter.
    Dann wurde es auf morgen verschoben aber jetzt schwimmt auch noch der Reitplatz.
    Leah und ich haben dann heute einen kleinen Ausflug gemacht und waren einkaufen.
    Jetzt genießen wir den Abend auf der Terrasse und hören den Grillen und den Fröschen zu.

    Ich komm immer mehr klar hier und freue mich jeden Tag darüber, wie sich alles schon nach einem Zuhause anfühlt. Und trotzdem ist jeder Tag etwas besonderes.
    Manchmal sagt man: die Zeit vergeht so schnell oder die Zeit vergeht so langsam.
    Aber wie schön ist es, wenn die Zeit so schnell vergeht und man in dieser Zeit trotzdem schon so viel erlebt und gelebt hat ?

    PS: heut hat mich übrigens ein Huhn gepickt. Hab versucht die Eier zu klauen. Hat Garnich weh getan.
    Read more

  • der Regen

    March 30, 2022 in Australia ⋅ ☁️ 24 °C

    Level um Level.
    So viele Dinge, die wir beeinflussen können. So viele Dinge, die wir selbst in der Hand haben. Unser Leben zum Beispiel.
    Oft wird man gefragt: "warum/wieso hast du dies oder jenes getan."
    Meine Antwort: warum nicht? Welchen Grund hatte ich dazu, es nicht zu tun.
    Entscheidungen, die man trifft, trifft man aus einem Grund. Egal, wie lange man darüber nachgedacht hat. Ob man aus Intuition gehandelt hat oder einfach mal spontan war.
    Egal von wem oder was das Leben vor bestimmt ist, ich glaube daran, dass das eh schon geschrieben ist. Irgendwo steht unsere Geschichte schon.
    Deshalb passiert alles aus einem Grund.
    Wir lassen uns von Dingen, Zeichen, Menschen, Lebenssituationen, Weisheiten oder dem Glauben an was auch immer leiten.
    Manchmal fragen wir uns evtl. "WARUM oder WIESO ich?!".
    Von uns hat sicher jeder schon ein mal ein Spiel gespielt, bei dem man von Level zu Level muss.
    Man wird getestet ob man bereit ist, für das was kommt.
    Man wird vorbereitet stark zu sein.
    Und das so lange, bis man es schafft aufzusteigen. Niemand der nicht bereit ist, wird das nächste Level schaffen. Weshalb man manchmal etwas länger braucht.
    Oder man weiß noch nicht, wie gut man ist, schafft es vielleicht mit Glück in das nächste Level und ist dann selbst überrascht, wie gut alles klappt.
    Wir suchen uns selbst aus, um was es in unserem Spiel geht.
    Suchen uns selbst unsere Mitspieler aus.
    Überlegen uns, ob wir in jedem Level Mitspieler brauchen, oder ob wir es auch mal alleine versuchen.
    Und alle die, die das lesen, haben schon so einige Level gespielt.
    - keiner hat bisher aufgegeben. Und wir sind alle stärker geworden.

    So viel zu meinen Gedanken, die mich den Tag über so beschäftigen. Der Ursprung dieses Gedankens kam durch ein Zitat, welches ich gelesen hab. "Things gets Harder before you level up, know that."

    Wir haben die letzten Tage täglich die Tiere versorgt, waren den Sattel in Toowoomba abholen, einkaufen und haben kleinere Dinge auf dem Hof gemacht. Dank dem Regen konnten wir nicht so viel arbeiten, jedoch haben wir vor dem Regen schon das meiste unserer To-Do Liste abgearbeitet.
    Morgen (Donnerstag) kommen Scarlett und Johannes wieder nachhause und Leah verlässt die Farm leider am Samstag.
    Ich glaub ich bin bereit, das jetzt auch alleine zu schaffen und habe jetzt noch mal die Chance auf ein 2. erstes mal auf der Farm.

    Gestern habe ich zum 1. mal bei Tag und aus der Nähe ein Kangaroo gesehen.
    Manchmal habe ich so diese AHA Momente, die mir dann noch mal verdeutlichen, wo ich eigentlich bin.

    Gerade windet es noch sehr, aber ich denke, das gröbste haben wir geschafft.
    Der Winter kommt.
    Read more

  • Ein paar Tage

    April 1, 2022 in Australia ⋅ ⛅ 27 °C

    Einen Monat bin ich nun schon hier in Australien. Hier auf der Farm. Hier mit mir.
    Wie schnell vergeht doch die Zeit ? Andererseits kommt es mir schon so lange vor.
    Ich sitze gerade auf meiner Terrasse, sehe einen Teil des Sonnenuntergangs und rechts von mir gleiten Flughunde durch die Luft.
    Das Haus ist wieder leer. Leah ist Sonntag abgereist. Mit ihr habe ich eine sehr gute Freundin dazu gewonnen.
    Samstag Abend haben wir noch die Pferde gemacht und sind dann nach Toowoomba gefahren.
    Wir wollten abends noch weg gehen und durften dann im Stadthaus der Familie schlafen.
    Das Nachtleben hier ist irgendwie auch ein anderes als in Deutschland. Zumal es das zu der Zeit als ich gegangen bin ja auch nicht wirklich gab.
    Es war durchaus merkwürdig ohne Maske etc. feiern zu gehen.
    Das zieht hier kaum noch jemand an. Schön irgendwie. Ich erhasche mich auch immer seltener mit dem Gedanken, dass ich die Maske vergessen habe.
    Die Tage vergehen hier wie im Flug. Aber im Grunde gleicht jeder Tag dem anderen.
    Mittlerweile regnet es nicht mehr, jedoch ist alles noch sehr nass, was viele Arbeiten noch nicht möglich macht.
    Auch die Feldarbeiten pausieren gerade, weshalb in nächster Zeit auch kein anderer Backpacker kommen wird. Heißt, ich bleib weiterhin die einzige auf dem Hof.
    Die Frösche begleiten mich weiterhin täglich.
    Kürzlich bin ich abends mit dem Gator nachhause gefahren, da sprang mir einer in den Nacken. Bin etwas erschrocken.
    Gestern hab ich die Tür geschlossen und plötzlich kamen schreckliche Geräusche aus dem Türrahmen. Ein Frosch. Hab ihn wohl bisschen eingeklemmt. Aber er hat es überlebt.
    Momentan sind sehr viele Raupen unterwegs. Die sind ziemlich groß, so ca 10 cm. Kein Wunder, die Schmetterlinge sind hier auch richtig groß.
    Mein freier Tag wurde jetzt auf Samstag verlegt, diesen Samstag schaue ich mir evtl. das erste Auto an in Toowoomba.
    Habt’s fein und bis bald.
    Read more

  • Kangaroo statt Osterhase

    April 15, 2022 in Australia ⋅ ⛅ 25 °C

    Heute morgen war ich ziemlich früh bei den Pferden, da ich wusste, dass ich nach den Tieren wieder in mein zuhause kann und den restlichen Tag außer reiten und den Tieren nichts arbeiten muss.
    Schließlich ist Feiertag. Da arbeitet hier auf der Farm keiner.
    Als ich von den Pferden zurück gefahren bin war der komplette Hof still. Kein Mensch war draußen unterwegs und die anderen Lebewesen haben sich sehr unauffällig verhalten.
    Ich genieße diese Stille so sehr, habe den Moment so genossen und hatte mal wieder ein fettes grinsen in meinem Gesicht. Wieso ? - Ich bin in Australien. Dieser Gedanke ist so befreiend und ich könnte jedes mal einen kleinen Luftsprung machen, wenn mir das so bewusst wird.
    Vor zwei Tagen bin ich auch sehr früh über den Hof geradelt und hab dann ein Kangaroo am Zaun lang hüpfen sehen. Neee ich habe tatsächlich kein Bild gemacht. Nicht weil ich den Moment so genießen wollte sondern weil es so schnell wieder weg war.
    Manchmal verirren die sich vom Feld auf den Hof und schauen mal kurz vorbei.
    Tatsächlich habe ich diese Woche auch endlich mal eine Schlange gesehen. Als ich mit dem Pferd vom Stall auf den Reitplatz gelaufen bin, lag sie da.
    Ziemlich klein. Evtl einen halben meter groß oder etwas kleiner.
    Bin kurz erschrocken, da Leah mir erzählt hat, dass kleine Schlangen ein bisschen gefährlicher sind, da die ihr Gift nicht portionieren, sondern alles auf einmal rein hauen. Hatte dann angst, dass Yates rein läuft und die den beißt.
    Einen Augenblick später dachte ich mir dann, dass es äußerst komisch ist, dass die sich nicht bewegt.
    War die einfach ausgetrocknet und tot.
    Langweilig.
    Über meinem Schlafzimmer wurden drei Baby Katzen gefunden.
    Katzen sind in Australien nicht heimisch und auch nicht sehr beliebt.
    Wir haben sie erst einmal dort gelassen und ich versuche etwas zu organisieren, dass man Mutter und Babies einfangen kann und diese zur Katzenhilfe in Toowoomba kommen.
    Ansonsten hat es diese Woche nur einmal geregnet.
    Wir haben fleißig den Rasen gemäht, Bäume geschnitten, und Unkräuter vernichtet. Reiten klappt immer besser. Zumindest so lange, bis mir jemand zuschaut und mir das Gegenteil davon sagt. :)
    Hier gibt es übrigens nicht den Brauch Ostereier zu färben, deshalb geh ich nachher rüber ins Farmhaus und wir machen das dort zusammen.
    Mir geht es gut. In manchen Momenten wünsch ich mich aber schon immer mal wieder zurück nachhause.
    Übrigens bin ich immer noch Auto los.
    Aber das ist in Ordnung. Das richtige wird schon kommen, früher oder später. Ansonsten fahr ich per Anhalter einmal rund um Australien oder eben mit dem Bus.
    Wenn ich gerade nicht mit Deutschland telefoniere, schlafe oder arbeite, höre ich viel Musik.
    Malen und schreiben tu ich hier sehr selten bis garnicht. Meistens ist mir nicht danach. Das ist meistens ein Zeichen, dass es mir gut geht.

    Habt ein schönes Osterwochenende und hoffentlich gutes Wetter. Hier scheint die Sonne und es ist etwas kühler als die letzte Woche (nur so ca. 25 Grad).
    Kuss Kuss
    Lara
    Read more

  • positivity. - Ein paar Gedanken

    April 17, 2022 in Australia ⋅ ⛅ 19 °C

    Positivity.
    Über was bin ich heute dankbar? Was macht mich glücklich? Was finde ich toll? Was mag ich an meinem gegenüber?
Oft Gedanken, die wir garnicht bewusst wahr nehmen und denen wir leider viel zu wenig Beachtung schenken.
    Kannst du dich daran erinnern, wann du das letzte mal jemandem ein von herzen kommendes ehrliches Kompliment gemacht hast ? 
Kannst du dich daran erinnern, wann du das letzte mal von jemandem ein Kompliment bekommen hast? Weißt du noch, wie gut sich das angefühlt hat? 
Wir reden viel zu oft über negativ belastete Themen, hören und sehen überall nur schlimme Nachrichten, die uns eventuell sorgen bereiten.
    Verbinden so viele Sätze mit negativen dingen. Benutzen so viele Negativ belastete Wörter, obwohl wir die Chance haben die Sätze so zu gestalten, wie wir sie aussprechen wollen.
    Ein negativer Satz darf ruhig negative Wörter beinhalten. Aber muss ein positiver Satz, negative Wörter haben?
    In der Schule habe ich mal gelernt, dass es ein vier Ohren System gibt. Im Grunde ist jeder selbst dafür verantwortlich, welche Message mit welcher Stimmung er empfängt. Aber muss man es immer schwer machen? 
Es passieren täglich so viele Dinge, die uns belasten, die uns traurig machen. Jedoch passieren auf der anderen Seite auch so viele positive Dinge, die uns jeden morgen wieder aufstehen lassen. Die uns ermuntern, die uns nur für ein paar Sekunden alles andere vergessen lassen.
    Das sind unsere positiv-Pole. An denen sollten wir festhalten. Genau denen sollten wir genau so viel Beachtung schenken, wie auch den negativen. Wenn nicht noch mehr.
    Viel zu selten, machen wir uns bewusst, für was wir dankbar sein können, was wir schönes gemacht haben heute.
Dankbarkeit und anderen Menschen etwas zu gönnen und dies auch auszusprechen, ist eine so schöne positive Sache, die einen sehr glücklich machen kann.
    Es gibt ein Buch, das heißt „Das 6-Minuten Tagebuch“. Das hat mir sehr gut geholfen, jeden Tag bewusst wahrzunehmen. Menschen in meinem Umfeld bewusst etwas gutes zu tun, ohne dafür etwas zurück zu wollen.
    Das ist auch eine interessante Sache. Oft holt uns das Gefühl ein, zu kurz zu kommen, anstatt sich einfach nur darüber zu freuen, dass es jemandem gut geht. Jemandem etwas von Herzen gönnen.
    Genau dasselbe, wie man oft das Gefühl hat, was zurück geben zu müssen.
    Aber wenn man etwas von Herzen bekommt, oder etwas von Herzen gesagt wird, dann braucht es dafür keine Gegenleistung.
    Schön eigentlich oder? Einfach mal ein bisschen Positivität und Dankbarkeit in diese schöne Welt geben, damit sie noch viel schöner wird.
    
Nur ein paar Gedanken am heutigen Abend :)
    Schlaft gut meine lieben.
    Read more

  • Step by Step

    May 1, 2022 in Australia ⋅ ⛅ 21 °C

    sooo lange habe ich schon keinen Blog mehr geschrieben. Aber ehrlich gesagt, was hätte ich auch schreiben sollen ?
    Hier ist jeden Tag ein bisschen gleich und doch bringt jeder Tag etwas neues.
    Nun bin ich schon fast 8 Wochen hier. Jeden Tag wache ich ohne Probleme auf und freue mich auf den Tag.
    Selten gehe ich mit dem Gefühl schlafen, dass irgendwas hätte besser laufen können. - Man darf nur nicht zu streng mit sich selbst sein.
    Am 17.06. sind meine 88 Tage hier vorbei, die ich hier abarbeiten wollte.
    Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht schon das nächste geplant hätte.
    Das Ziel ab dem 20.06. ist Broome in west Australien.
    Dort ist ein Restaurant an dem bekanntesten Strand dort (Zanders Restaurant) könnt ihr mal googeln, wenn es euch interessiert, wer mein nächster Arbeitgeber ist.
    Letzten Donnerstag hatte ich abends mein Vorstellungsgespräch.
    Das ging recht flott und ein paar Stunden später bekam ich dann die Zusage.
    Da es hier langsam Winter wird und ich ja nicht in Australien bin, um zu frieren, ist alles was nördlicher ist, gut!
    In Broome werde ich also ab Juni bis evtl. Ende September arbeiten. - was danach kommt? Hoffentlich der Teil des Reisens.
    Freitag haben wir 25 Büsche gepflanzt. Muss ja den Flug wieder irgendwie ausgleichen..

    Manchmal tanze ich hier so durch mein Haus und freu mich so über mich selbst. Wenn ich das so schreibe, hört sich das vielleicht komisch an. Aber, wieso eigentlich nicht. Ich bin so froh, dass es mir gut geht. In den Momenten, in denen ich nur mit mir bin, bin ich bewusst so dankbar. Ich versuch jeden Tag das beste raus zu holen, immer zu handeln, wie ich behandelt werden möchte und ehrlich zu mir selbst zu sein. Ich muss mich vor mir selbst nicht verstellen.
    Ich hab mich selten so wohl mit mir selbst gefühlt. Ich glaube das ist das Gefühl der selbstliebe.
    Und ich freu mich so sehr, auf das was noch kommt.
    Ich hoffe euch allen geht es gut. Fühlt euch feste gedrückt.

    PS: Zum Glück hab ich kein Auto gekauft. Mit dem nach Broome zu fahren, währe unbezahlbar :-P
    PPS: kürzlich habe ich meine erste Schlange gesehen, die is einfach vor mir rum gekrochen, hat mich einmal angeschaut und ist dann schnell weiter. Weiß nicht, wer blöder geschaut hat. Vermutlich ich.
    Read more

  • Rückblick Farmwork 88 Days

    June 15, 2022 in Australia ⋅ ☀️ 19 °C

    Start war der 09.03.22. Heute ist der 17.06.22.
    Verrückt oder ? Anfangs denkt man immer, die zeit kann nicht schnell genug vorbei gehen. 
Aller Anfang ist schwer. Von zuhause gehen, die menschen die man liebt zuhause zu lassen war alles andere als einfach für mich.
Aber es war das richtige. 
Bis heute habe ich es nie bereut, diesen schritt gegangen zu sein.
    Glaube das letzte mal etwas geschrieben habe ich Anfang Mai.
    Die Arbeit war meistens die gleiche. Tiere, Garten, Haushalt, usw.
    Wir wurden auf der Farm ein immer besseres Team und haben sehr viel zusammen gelacht.
Scarlett ist in vielen Momenten wie eine Freundin für mich gewesen. Hat mir oft ihre Meinung gesagt, auch wenn ich die manchmal nicht hören wollte. Jedoch war es immer gut.
Die letzten Wochen habe ich mich damit beschäftigt, warum es so schlimm für mich ist, wenn mich jemand nicht mag. Wieso ich immer nach dem Frieden suche. Warum es mir so schwer fällt mich zu verabschieden, ich das aber kaum zeigen kann.
    Ich weiß garnicht mehr, was ich mir für mich vorgenommen habe für die Zeit auf der Farm. Ob ich mich verändert habe oder nicht.
Aber ganz ehrlich? Wen juckt es..
    Mir gehts gut. Ich bin gesund und bin froh, dass alles so ist, wie es ist.
    Die letzten Wochen waren wunderbar.
    Viele wissen, was alles passiert ist. Und ich würde mal behaupten, ich war selten so glücklich und sorglos, wie in dieser Zeit.
    Ich habe mir einmal das Wort „No.“ Auf mein Handgelenk tattowieren lassen, weil ich zu oft „Ja“ für andere gesagt habe. 
Als ich dieses mal „Ja“ gesagt habe, war das aus vollster Überzeugung und liebe zu mir selbst.
    Deshalb verzeiht mir bitte die lange pause, in der ich euch nicht auf dem laufenden gehalten habe. 
Allerdings wollte ich das ganz alleine für mich genießen.
    Dass es langsam Zeit war zu gehen, wurde mir bewusst, als ich wieder alleine war.
Jeder Ablauf saß, es wurde zum Alltag. Zeit weiter zu reisen.
    Nun sitze ich im Flugzeug Richtung Perth. West Australien ist das nächste Ziel.
Weiterflug nach Broome.
    Bis vor ein paar Tagen war noch nicht klar, ob ich dort überhaupt ein Bett bekommen werde, einfach weil so viel los ist. Viele Touristen und viele Backpacker.
Also ganz anders, als auf der Farm.
    Untergebracht bin ich in einem Hostel, noch unsicher, mit wie vielen Zimmer genossen. Keine Ahnung wie das sein wird. Bisher habe ich erst ein mal für eine Nacht in einem Hostel in Reykjavik geschlafen und das war völlig unspektakulär. 
In Broome ist es übrigens wieder Sommer. Heißt, ab morgen wieder 32 Grad.
    Falls ihr euch mal überlegt, mit einem 25 kg schweren Rucksack reisen zu wollen, lass es lieber.
Ich dachte das ist das beste und einfachste. Aber es ist so umständlich den die ganze zeit an und wieder Aus zuziehen. Wenn ihr dachtet, andere Menschen ziehen euch runter, dann tragt mal 25 Kg auf dem Rücken. 
Oh, vor zwei Tagen saß ich eine Runde mit auf der Ernte Maschine. Baumwolle. Konnte endlich los gehen nach ein paar tagen Trockenheit. Bin nur mit gefahren und ich glaube als jemand, der keine Ahnung von dem Job hat, ist das echt unspektakulär. Die Maschine macht mittlerweile viel alleine, jedoch muss man gut hin hören. Ist schon öfter vorgekommen, dass die Dinger abbrennen.
    UUUUND ich hab ein paar Koalas getroffen.
    Ich sags euch.. super süß und kuschelig. Aber irgendwie machen die nix als abhängen.
    War eine so schöne Erfahrung diese Babys auf dem arm zu haben.
    Die sind in einer „Aufgang Station“ von Scarlett`s Freundin. Sie ist Tierärztin und bei ihr werden die abgegeben. 
Die päppelt sie dann auf, in der Hoffnung, diese irgendwann wieder in die Freiheit entlassen zu können.
    Der Abschied von der Farm war kurz und knackig. 
Nach zwei Absagen kommt am Montag das neue Mädchen.
Das Haus hab ich so gut es ging ordentlich verlassen. Alle meine Arbeitssachen habe ich dort gelassen.
Schließlich habe ich nicht vor noch mal so schnell auf einer Farm zu arbeiten. Andererseits hatte ich auch absolut keinen Platz mehr in meinem super Rucksack.
    Meine letze morgendliche Runde war wie immer. Hunde raus lassen, Pferde füttern und die Decken abziehen (ist nachts mittlerweile echt kalt geworden. Hatten letzte Woche sogar mal 0 Grad!), dann die Enten, Schafe und Hühner füttern. Und die Vögel nicht zu vergessen. Die haben wir vor ein paar Wochen umgezogen in ihr Winter quartier. 
Der letzte „Morning Tea“ fand erst statt, als ich mein Wohnhaus der letzten drei Monate sauber verlassen habe und mein Gepäck im Auto verstaut war.
Habe mich dann von Johannes verabschiedet und bin dann mit Scarlett los gefahren.
Wir wollten noch in die Mall, wollte noch meine Fingernägel renovieren lassen, damit nicht jeder, dem ich ab Sonntag essen serviere direkt sieht, was ich davor gearbeitet habe.
Dann waren wir beim Busbahnhof und Scarlett und ich haben es kurz gemacht. 2 mal Umarmung und los.
    Mit ein wenig Zeitdruck kann man nicht so emotional werden.
    Ein kleines neues Zuhause habe ich dazu gewonnen. Und ich weiß, auch dort ist ein platz, an dem ich meine Fußspuren hinterlassen habe und ich immer wieder hin zurück kommen kann.
Das liebe ich. Hätte am liebsten überall auf der Welt ein kleines stück „Zuhause“.
    Freu mich jetzt auf die nächsten drei Monate Abenteuer.
    Ab morgen also Blog aus dem warmen West Australien.
    Bin bereit.
    Read more

  • Broome. Alles auf Anfang

    June 21, 2022 in Australia ⋅ 🌙 28 °C

    Tag 4 in Broome. Am Samstag morgen bin ich hier gelandet. Auf der Sonnenseite Australiens, nach ein paar stunden schlaf oder eher keinem Schlaf, da es in Perth so kalt war, kam ich also in Broome an.
    Hier gibt es keinen Uber also habe ich das nächst beste Taxi genommen, was dort an diesem kleinen Flughafen stand. Dieser hat mich übrigens sehr an den in Reykjavik erinnert. Gates und ein Gepäckband.
    Also bin ich dann ins Taxi. ich war tatsächlich der 2. Taxi Gast, den der Mann transportiert hat. Er ist mit seiner Frau für ein paar Jahre mit seinem Wohnwagen hier hoch gefahren und wollte dann mal testen, wie das so ist. Als Taxifahrer.
    War ganz nett.
    Angekommen im Hostel saß ich eine ganze weile ziemlich unbeholfen am Eingang rum, da mein Zimmer noch nicht fertig war. Überall Menschen die ihren Dingen nachgegangen sind. Manche mit sehr ausdruckslosen Gesichtern. Irgendwann kam ich dann in mein Zimmer. 4 Betten und natürlich waren die im unteren Stockwerk besetzt. Im Bett gegenüber ein Pärchen und der Typ unter meinem Bett hat irgendwas mit dem Mädel aus dem Zimmer nebenan.
    Willkommen im Hostel.
    Andererseits ganz gut, dann hab ich meine Ruhe.
    Mittags um 12 bin ich dann mit meinen Zimmergenossen zum Restaurant gelaufen und hab mich angemeldet und den Plan für die folgende Woche bekommen. Frühschichten, Spätschichten und Split schichten.
    49 Stunden an 5 Tagen.
    Danach bin ich wieder ins Hostel gelaufen und wusste, ich muss noch Einkaufen gehen. Der nächste Laden ist zu Fuß eine Stunde weg weil alles an der Straße entlang nicht zu Fuß geht.
    Der Nachbar vom Hostel vermietet Roller. Hab ich mir da einen geholt. Für einen Monat zumindest mal. Ein bisschen flexibel sein, schadet nicht.
    Die meisten sind hier um ihre 88 Tage voll zu bekommen.
    Am Samstag Abend hatte ich einen ziemlichen durchhänger. Man könnte meinen, man lernt aus den letzten "1. malen". Ich hab das Gefühl, alle meine neuen Erfahrungen machen mich jedes mal ein bisschen mehr fertig.
    Nach außen hin immer völlig nachvollziehbar. -neue umgebung, -auf einmal viele menschen, -nicht mehr alleine sein, -neue Arbeit, -andere Temperaturen, usw.
    Für mein Ego überhaupt nicht nachvollziehbar. Keine Ahnung, ob das mein Ehrgeiz ist oder was mich jedes mal an mir selbst zweifeln lässt. ABER ich war noch nie so kurz davor diese ganze reise auf der stelle abzubrechen.
    Klingt manchmal so einfach. Sachen packen und einfach heim fliegen. Normaler alltag, das vermissen nicht mehr "ertragen" zu müssen und einfach wieder wie jeder andere zu leben.
    Am Ende bin ich dann nach einigen telefonaten duschen gegangen und ins Bett gehüpft. Eine übermüdete Lara kann nicht mehr vollkommen zurechnungsfähig sein.
    Am nächsten Morgen war ich dann um 8 bei der arbeit und hab dort bis 16 uhr gearbeitet. Was soll ich sagen. Man rennt ungefähr 20 km in dieser Schicht von Tisch zu Tisch. Bringt Wasser und Essen zu den Gästen. Bestellen müssen die an der Theke und bezahlen auch, was den Job recht einfach macht.
    ABER die Zeit vergeht einfach überhaupt nicht. Jede andere Person, die dort mit mir arbeitet sehnt sich genau so nach dem Feierabend und alle sind aus den gleichen gründen da. Und eins sag ich euch. Keiner dieser Gründe hat was mit spaß oder liebe zu dem Ort zu tun.
    Eigentlich schon schade.
    Zusätzlich hab ich dann noch mitbekommen, wie einfach die Menschen hier gekündigt werden. Auf der einen Seite kann man von heut auf morgen sagen: ich komm nicht mehr. Auf der anderen Seite kann auch jeder von denen sagen: Ja du kommst morgen auch nicht mehr.
    Der kleine teufel in mir hatte schon das ein oder andere mal die Idee sich einfach kündigen zu lassen.
    Aber die zahlen ja mein Bett im Hostel.
    Dort hab ich übrigens mal nachgefragt, wie das so ist, wenn man keine drei monate dort arbeitet (was der deal ist, damit die das Bett und den Flug zahlen).
    Weiß keiner.
    Nach meiner ersten Schicht bin ich dann mit einem vietnamesischen mädchen an den Strand. Etwas spät für Sonnenuntergang, trotzdem wunderschön.
    Sie arbeitet auch mit mir und wir haben uns dann etwas unterhalten und uns kennengelernt.
    Sie ist 27 Jahre alt, seit ein paar wochen in Australien und will hier für drei jahre bleiben. Um Geld zu verdienen. Einfach in Australien nur um Geld zu verdienen?
    Davor war sie in Europa unterwegs weil sie irgendwas studiert hat, hab ich vergessen.
    Um in Vietnam irgendwann zu arbeiten. Jetzt haltet euch fest.
    Sie ist seit 5 Jahren in einer Beziehung und die haben sich, als sie in Europa war einfach 2,5 Jahre nicht gesehen!!!!!!!!!!!
    Dann war sie für einen Monat in Vietnam und sie haben sich da ein einziges mal gesehen bevor sie wieder geflogen ist.
    Sie arbeitet überall um zu sparen, damit sie sich eine Farm kaufen kann, für sich und ihren Freund.
    Sie macht das mit den 88 tagen hier und bleibt drei Monate um den Flug und das Hostel gratis zu bekommen.
    Sie hat sich ein Fahrrad ausgeliehen und arbeitet dort ein paar stunden zusätzlich in der Woche um das nicht bezahlen zu müssen, bleibt jeden Tag länger bei der Arbeit, weil wir nach Stunde bezahlt werden. Macht keine Pause, weil die nicht gezahlt wird, usw.
    Ich find das so krass. Glaube kein anderes Wort beschreibt das grade für mich. Ich hab sie dann mit meinem Roller zum Einkaufen gefahren, damit sie nachts nicht mit dem Rad fahren muss und sie wollte dann Essen für mich kochen und abspülen, für das, dass ich sie 10 minuten von A nach B gebracht habe. Wir haben uns dann vorgenommen irgendwann zusammen zu kochen, weil sie hier jeden Tag traditionell Vietnamesisch kocht.
    Gestern gab es gemischte Innereien vom Huhn.
    Hab nur ein stück davon probiert. War glaube ich Magen. War interessant und hat mich etwas an einen sehr alten kaugummi erinnert. Hatte danach die ganze nacht Juckreiz im Mund. :)
    Übrigens habe ich immer noch regelmäßig den Gedanken, einfach zu gehen.
    Vielleicht wird das wieder besser. Vielleicht auch nicht.
    Mal sehen, wie lange ich das hier mache. Gibts ein Limit, wie lange man was ausprobieren sollte? Glaube nicht. Meine Ausbildung, die ich durchziehen musste, hab ich in Deutschland gemacht. Hier muss ich nicht auf zwang irgendwas irgendwem beweisen.
    Deshalb, seid gespannt, was kommt. Ich bins auch.
    Und jetzt versucht euch kurz an den Strand zu wünschen, den ihr in den Bildern seht. Immer mit dem Gefühl eines kleinen Nervenkitzels ob gleich ein riesen Krokodil um die Ecke oder aus dem Wasser kommt.
    PS: ich hör mir morgens grade ein Hörbuch an "am Arsch vorbei geht auch ein Weg" hab ich empfohlen bekommen, empfehl ich weiter.
    Read more

  • update1

    October 23, 2022 in Australia ⋅ 🌧 16 °C

    Guten Morgen bei euch. -8.30 h trennen uns nun von einander. Komische Zeitzone mit diesen 30 Minuten. Bei mir ist es also irgendwann Nachmittags, wenn ihr das lest.
    Wie viele mitbekommen haben, war ich für eine kurze Zeit in Deutschland um eine kleine Verschnaufpause zu machen.
    Trotzdem wollte ich diese Reise noch beenden.
    Deshalb hab ich dann Mitte September den Flug für Oktober gebucht. Ich hatte in Deutschland eine der schwierigsten Zeiten, welche mich für die Zukunft aber sehr positiv geprägt haben. Danke also, an all die Menschen, die sowohl positiv als auch negativ dazu beigetragen haben <3 lieb euch dafür umso mehr.
    Jetzt zum spannenderen Teil.
    Dienstag Abend bin ich also von Frankfurt los geflogen Richtung Dheli. Air India - nicht zu empfehlen. Nach 7 Stunden kam ich in Dheli an und jeder wirkte ziemlich verloren am Flughafen. Nirgends internet, keiner konnte richtig englisch und die Einreise, die wir machen mussten war wegen der Sprachbarriere etwas schwierig.
    Irgendwann habe ich dann herausgefunden, dass man am Info Point ein Passwort für das Wlan bekommt. Das machte den Aufenthalt erträglicher.
    Am Flughafen hab ich dann andere Backpacker kennengelernt. Zufällig saßen wir dann auch noch zusammen im nächsten Flug richtung Sydney. Grüße gehen hier raus an Frida. Bin damals mit 18 „nur“ nach Island gegangen. Da war Australien noch GANZ weit entfernt.
    Der 12h Flug nach Sydney, auch mit Air India war ähnlich, wie der erste.
    Endlich angekommen, waren wir eine weile mit der Einreise beschäftigt. Und ich hab ENDLICH meinen Australien Stempel in meinem Reisepass. Ist eine andere Art von Tagebuch. Und ich bin sehr stolz, was da seit 2018 passiert ist.
    In Sydney hat mich dann Leah abgeholt, evtl. erinnert sich jemand noch an sie? - war meine Rettung damals auf der Farm, als ich ein paar Start Schwierigkeiten hatte.
    Wir sind dann eine Stunde zu ihr nachhause gefahren. Ich bin morgens gelandet, also haben wir den tag über versucht mich wach zu halten. Tee Stunde und einen Spaziergang gegen die Wasser Beine. Wir sind dann auch relativ früh schlafen gegangen, da ich am nächsten Morgen um 4:40 Uhr weiter musste um den nächsten Flug zu schaffen. Hier noch mal ein Danke an Leah. War so gut dich mal wieder in den Arm zu nehmen.
    Der Flug ans derzeitige Ziel.
    Kangaroo Island.
    Jedoch bin ich nach Adelaide geflogen. Nur eineinhalb Stunden glücklicherweise. Und die Landung war so toll..
    Als wir unter den Wolken waren, wirkte alles wie im Film. Lauter Hügel und Hütten und so viele kleine weiße Punkte. - Schafe.
    Wer den Film und die Landschaft aus dem Film „Der Hobbit“ kennt, kann sich das in etwa so vorstellen.
    Das war tatsächlich ein guter Push, nach der ganzen Reise.
    Aber wohin, fragt ihr euch jetzt evlt?
    Vor 2 Monaten habe ich mal wieder auf meine AuPair Seite geschaut und habe Abbi und ihre Familie dort gefunden.
    Abbi und Matt haben drei Söhne und zwei Schaf Farmen. Eine in Adelaide und eine auf Kangaroo Island.
    Im November müssen alle Schafe einmal geschoren werden. Matt macht das so ziemlich alleine auf beiden Farmen. Auf Kangaroo Island sind das so um die 2200 Schafe. Wird in Adelaide dann ähnlich sein.
    Da er dann im November hoch fährt für einige Wochen um dort die Wolle zu machen, unterstütze ich Abbi hier, so gut es geht. Wo auch immer sie mich braucht. Kinder, Hof, usw.
    Abbi hat mich dann vom Flughafen abgeholt und wir haben dann noch ein paar Einkäufe erledigt auf dem Festland. Unsere Fähre ging erst ein paar Stunden später.
    In der Stadt haben wir dann einen Kaffee geholt und sind ans Meer gelaufen.
    Drei Querstraßen weiter, war nämlich auf einmal das Ende von Australien. Die Natur hier um Adelaide hat mich sehr fasziniert und ich würde mal behaupten, das ist bisher die schönste, die ich in Australien gesehen habe.
    Auf der Fähre haben wir Sushi mittag gegessen. Was hier im vergleich zu allem anderen preislich sehr gut ist.
    Nach 6 Stunden die zwischen Landung und Ankunft lagen, waren wir endlich da.
    Eine Farm mitten im nichts. Umgeben von Bäumen, Wasser, Hügeln und Schafen.
    Die Kinder und Matt habe ich auch gleich kennengelernt.
    Die sind alle so super. Haben mit 27 geheiratet und dann ein Jahr später ihren ersten Sohn bekommen. Waren davor auch viel Reisen und haben so viel zu erzählen. Beide fragen sehr viel und interessieren sich für alles mögliche. Das mag ich sehr. Ist einfach, sich hier willkommen zu fühlen.
    An Tag zwei auf der Farm bin ich morgens nach einer Jetlag nacht aufgewacht und hatte etwas Heimweh. Eine Option wäre gewesen, das einfach selbst zu ertragen. Habe dann mit Abbi aber darüber geredet und wir haben dann Matt geholfen mit der Wolle. Ablenkung ist in solchen Momenten so wichtig. Sie hätte mich nicht als einen Heimweh Menschen eingeschätzt. Aber so war ich schon immer. Auch als Kind. Jedoch habe ich mittlerweile zum Glück die Möglichkeit, damit anders umzugehen.
    Habt ihr manchmal Heimweh nach etwas? Wenn man die Bedeutung von Heimweh googelt und das dort hinterfragt, warum es sowas gibt. Die Beschreibung: Man sehnt sich nach etwas, das man Zuhause nennt. Das Gefühl treibt einen dazu, etwas an einer Situation zu verändern. Wenn man es zulässt. Und es ist definitiv die bessere Option sich auf neue dinge einzulassen, neue dinge kennenzulernen und auszuprobieren, als sich zu verkriechen. Zumindest für mich.
    Am Samstag sind wir dann nach dem Scheren in einen Wildtierpark. In Deutschland kann man dort Ziegen und Schafe füttern. In Australien Kangaroos. Wie verrückt, oder ? Ich hab einfach ein Kangaroo gefüttert.
    Danach waren wir noch in einer Winzerei. Von denen gibt es hier ein paar. Der Plan ist es, während meines Aufenthalts einen Wein zu finden, der mir auch ohne Sprite schmeckt.
    Nachmittags haben wir dann noch Netze für die Riesengarnelen ausgelegt. Der älteste von den Jungs, mit seinem Motorrad, ich mit dem Quad und der Rest im Auto. Dann haben wir die Fallen mit Futter gefüllt und ausgeworfen.
    Aber wie das auch beim Fischen so ist, manchmal hat man Glück, manchmal eben nicht.
    Heute waren wir dann im Lavendel Restaurant frühstücken. Dort habe ich vor ein paar Wochen schon angefragt, nebenher ein bisschen zu arbeiten. Heute wollten wir uns das aber erst mal als Gast anschauen.
    Das essen war super. Aber WOW !!! 22 Dollar für Avocado mit Ei und bisschen Brot.
    Jetzt habe ich ein bisschen Me Time und jeder macht gerade so sein ding.
    Der Plan ist, hier 6 Wochen zu sein, bis Matt fertig ist mit seiner Arbeit in Adelaide. Die Farm hier unten wurde erst im Juli bezogen, vorher war hier ein Angestellter Arbeiter, der das für die Familie alles gemacht hat.
    Deshalb bin ich auch das erste AuPair.
    Ich hab so viele Bilder gemacht, wird schwer da jetzt die 10 besten raus zu suchen.
    Schön, dass ihr wieder dabei seid und mich auf meinem Weg begleitet.
    Read more

  • Update2

    November 6, 2022 in Australia ⋅ ☁️ 13 °C

    Nun hat schon meine dritte Woche auf Kangaroo Island gestartet und eigentlich gibt es gar nicht so viel zu erzählen. Letzte Woche haben mich die Australischen Kinder Viren völlig überraschend lahm gelegt und irgendwie wird’s nur schleppend besser.
    Allerdings auch das erste mal nach Covid im Februar, dass ich krank war dieses Jahr.
    Hier passe ich weiterhin drei Tage die Woche Vollzeit auf den kleinen auf und sonst nur, wo ich eben helfen kann. Freitag war ich das erste mal auf der Lavendel Farm und habe dort gearbeitet.
    Richtig schön dort. Muss nächstes mal Bilder machen. Dort arbeite ich ca. einmal die Woche um ein bisschen raus zu kommen und nebenher noch ein wenig zu verdienen. Schließlich ist das Ziel immer noch, irgendwann mal ein bisschen reisen zu gehen, ohne an die Arbeit zu denken.
    Gestern bin ich mit den zwei kleinen Jungs an Strand gefahren. Vivonne Bay hieß der. Die Wellen sind toll. Hab geschaut wie ein kleines Kind am Weihnachtsabend. Allerdings war mit Entspannung eher weniger. Schließlich wollte ich nicht unbedingt den Rettungsschwimmer machen.
    Davor waren wir noch mal im Wildtier Park und haben uns die gleichen Tiere noch mal angeschaut, wie im letzten Blog Beitrag.
    Manchmal wenn ich hier morgens zurück fahre, nachdem ich die Kinder abgeliefert habe, sehe ich irgendwelche Tiere. Meistens Kangaroos die da so an der Straße rum hopsen. Oder fahre hier durch die Pampa und realisiere oft erst dann wieder, wo ich eigentlich bin.
    Strecken, die 20 Minuten dauern, kommen mir oft vor wie Stunden.
    Ende dieser Woche wäre eigentlich schon die hälfte der abgesprochenen Zeit vorüber. Allerdings ist der eigentliche Grund, wieso ich hier bin noch nicht eingetreten.
    Der Papa ist noch nicht fertig mit der Arbeit auf dem Hof hier.. weshalb sich das alles in die länge zieht. Zumal es die letzten Tage nur geregnet hat und man in der Zeit natürlich keine Wolle scheren konnte. Mit den zweien verstehe ich mich immer noch echt gut. Allerdings bin ich abends immer viel zu müde um noch groß was zu unternehmen. Aber vielleicht ändert sich das mit der Zeit auch noch, wenn Abbi und ich alleine sind.
    Was auch noch irgendwie aufregend ist, es gibt noch keinen Plan, was Mitte Dezember auf mich wartet. Das schöne ist, es sind dieses mal nur Entscheidungen, die mich glücklich machen und es gibt keine, bei der ich sage, dass ich weniger froh darüber wäre.
    Heute haben wir 26 Grad und es ist Sonntag Mittag.
    Ich schmier mir gleich nen lapprigen Käsetoast und fahre dann los, irgend nen Strand erkunden. Ohne Kinder.
    Read more

  • update3

    December 9, 2022 in Australia ⋅ ☁️ 12 °C

    Sieben Wochen. So lange bin ich jetzt schon wieder in Australien und bei meinem derzeitigen Job.
    Was bedeutet, dass es nächste Woche für mich weiter geht. Ich hatte die letzten sieben Wochen die Möglichkeit, mal wieder vollkommen in ein Familien leben hinein zu blicken. Und ich glaube, als dritte Person in einem Haushalt mit Kindern zu leben ist schon etwas ganz besonderes.
    Ich habe selten so viel reflektiert, hinterfragt und gelernt, wie in dieser Zeit. Über andere aber vor allem über mich selbst. Bin oft an meine Grenzen gekommen und habe gelernt, auch in solchen Situationen einfach bei mir zu sein. Ich glaube, wenn man sich dazu entschließt „Eltern“ zu werden, entscheidet man sich immer für eine Aufgabe, die nie perfekt laufen kann. Jedoch glaube ich auch, dass Eltern oft das Spiegelbild der Aktionen der Kinder sind.
    Die Aufgaben eines erwachsenen sind es, zu reflektieren und das Kind in jeder Lebenslage zu akzeptieren, zu lieben und zu unterstützen. Und das Kind sollte einfach nur Kind sein können und erfahren dürfen, was „groß werden“ alles bedeuten kann.
    Ich bin froh und dankbar, für all die Werte, die mir mit auf den weg gegeben wurden, die Aufgaben, die ich bekommen habe um der Mensch zu werden, der ich jetzt bin.

    Vor ein paar Wochen habe ich mir ein Auto gekauft. Das war eine sogenannte „Lara Aktion“. Ich habe nicht wirklich darüber nachgedacht, sondern einfach nach Bauchgefühl gehandelt.
    Kaum hatte ich ausgesprochen, dass ich gerne ein Auto hätte (obwohl zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal fest stand, ob ich länger als Dezember in Australien bleibe), haben wir auf einer Auktionsseite DAS Auto gefunden. 8 Jahre älter als ich und schon einige Km mehr auf dem Buckel. Ich habe dann irgendeinen Preis eingetippt, und bin duschen gegangen. Nach der Dusche kam dann die Mail, dass das Auto dann jetzt meins wäre.
    Dass das wirklich alles funktioniert, hätte ich allerdings nicht gedacht. Am nächsten Tag sind wir dann zu diesem Platz gefahren, auf dem alle Autos auf ihre neuen Besitzer gewartet haben. Ganz hinten links stand dann der Goldschatz. Probe fahren war nicht. Jedoch durften wir uns alles ganz genau anschauen, bevor ich dem ganzen das letzte „Go“ geben musste.
    Janis (der zu dem Zeitpunkt in Kanada war, der wohl ansonsten auch geschlafen hätte) wurde dann über Facetime angerufen. Matt und ich haben dann alles weitere noch angeschaut und die Kinder haben auch alles inspiziert.
    Kennt ihr das, wenn ihr dem braten nicht so ganz traut? Dann sucht man automatisch nach Fehlern. Man stellt sich fragen wie: wieso war das Auto so billig? Wo ist der Haken?
    Ich hab bis heute keinen gefunden.
    Frank the Tank (Inspiration für den Namen hatte ich von Janis) steht nun also bereit zur Abholung in Adelaide und wartet dort auf seine nächsten Abenteuer.

    Ich wünsche euch eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start in das neue Jahr.

    Wir werden ab 22.12. bis 07.01. in Adelaide House&Pet sitting machen. Ein Hund, eine Riesen Eidechse oder wie die Tiere heißen (Essen wohl Insekten) und eine Katze werden dann also über Weihnachten und Neu Jahr mit uns leben. Bzw. wir mit ihnen.
    Anfang Januar geht es dann zurück auf die Insel (Kangaroo Island) und wir werden dort in Penneshaw in einem Hotel/Restaurant/Kiosk arbeiten und in einem Haus wohnen.
    Die momentane läge der Arbeitsplätze und Unterkünfte, ist in Australien gerade absolut grausam, weshalb ich froh bin, dass wir etwas gefunden haben.

    Fühlt euch gedrückt und esst fleißig Plätzchen und Weihnachtsessen für mich mit. Übrigens gibt es ein sehr gutes Kuchen Rezept, welches aus übrig gebliebenen Keksen gesteht im internet, falls ihr im Februar nicht immer noch Plätzchen essen wollt.
    Abgesehen davon vermisse ich den Weihnachtstrubel und den Dezember nicht wirklich.
    Schön hier.
    Read more

  • das leben auf einer Insel

    March 24, 2023 in Australia ⋅ ☀️ 17 °C

    Long time no see.
    seit Januar arbeite ich hier auf der Insel in einem Restaurant/Kiosk/Pub/Hotel etc. es ist was ganz anderes, einen neuen Job zu lernen, wenn man eigentlich eine andere Sprache spricht. Vor allem an der Rezeption ist das echt knackig. Aber machbar!
    Das Insel leben hat so viele gute Seiten.
    2 Minuten vom Meer entfernt zu leben, so viele verschiedene Tiere um sich herum zu haben und soooo viel schöne Natur.
    Die Leute sind hier super entspannt (die meiste Zeit) und jeder kennt irgendwie jeden.
    Die andere Seite ist der gossip hier. Das ist wie das Schwestern Zimmer nur noch viel schlimmer.
    Da englisch nicht meine Muttersprache ist, ist es noch viel wichtiger aufzupassen, was man sagt. Hier weiß spätestens nach 2 Tagen JEDER was man getan, oder eben nicht getan hat. Ob es stimmt oder nicht :) Das ist echt super blöd und anstrengend.
    Durch die Wochen bei meiner Aupair Familie habe ich die Insel schon etwas kennengelernt. Jetzt jedoch lebe ich wirklich hier und kann das mein Zuhause nennen.
    Wenn ich nicht im Restaurant etc. arbeite, arbeite ich einmal die Woche in einem kleinen Shop, der lauter lokale und nicht lokale Sachen verkauft. Seifen, schmuck, Klamotten etc.
    Seehunde, Delfine, viel Strand und viel viel Wasser, Sonnenuntergänge und viele viele Kangaroos.
    Ich muss mir immer und immer wieder in den Kopf rufen, dass das alles nicht selbstverständlich ist. Dass ich hier bin. Dass ich das hier mein zuhause nennen kann.
    Um mich noch ein bisschen mehr wie zuhause zu fühlen, habe ich angefangen selbst Brot zu backen, was soll ich sagen, war ganz gut ! :)
    Trotzdem vermisse ich einiges, wenn ich die Gedanken zulasse.
    Ich vermisse mein altes Team bei der Arbeit, meine Familie und einfach mit meinen freunden zu sein.
    Hier lernt man viele Leute kennen, jedoch haben viele diesen Schutz Mechanismus programmiert, dass niemand wirklich über irgendwas redet. Bis man wirklich weiß, wer jemand ist, geht diese Person schon wieder. So ist aber das Backpacker leben. Das ist ein ständiges kommen und gehen.
    Viele Personen, die ich hier kennenlerne sind aus den gleichen gründen hier, und gehen aus den gleichen gründen nicht dahin zurück, wo sie aufgewachsen sind.

    Fast täglich bekomme ich hier die Frage gestellt, wie und wann es weiter geht.
    Die Antwort ist ganz einfach. KEINE AHNUNG.
    Ich denke, irgendwann werd ich das Gefühl haben, weiterziehen zu wollen. Und auf das werde ich mich verlassen.
    Das gute ist, ich kann dann auch einfach weiter.
    Seit 09.03.23 läuft nämlich mein 2. Visum.
    Das habe ich im Januar beantragt und nun arbeite ich quasi für mein drittes Jahr.
    Es ist unglaublich schön, so frei zu leben, wie es hier möglich ist.
    Stellt euch vor, du arbeitest in Deutschland und könntet einfach von einem auf den anderen tag den Job kündigen und gehen.
    Das krasse dabei ist, es geht auch noch wirklich. :)

    Im Moment sitze ich im Kiosk, wo ich normalerweise arbeite und schreibe während ein riesiger Bus voll Touristen Essen bestellt.
    Und es stresst mich null.
    Übrigens bin ich hauptsächlich als Barista eingestellt worden. Das hat auch was von einem kreativen Job. Da selten jemand weiß, was er bestellt und wie das Getränk wirklich sein muss, ist meiner Kreativität hier keine Grenzen gesetzt.
    Blumen, Blätter oder sonstige Bilder können auf den kaffee Schaum gemalt werden. Und Bestellungen sagen manchmal so viel über Personen aus. Ohne hier jetzt jemandem zu nahe zu kommen, aber wer bestellt bitte noch Cappuccino. (das war ich, als ich noch kein Barista war.)
    Heutzutage bestellen menschen die wildesten Dinge. Mit Sirup, ohne Sirup, mit Chai Pulver und kaffee oder kaba und kaffee, mini Lattes oder einfach nur einen Babychino.
    Nächsten Montag passe ich endlich mal wieder auf Darcy auf. Vermisse das schon sehr mit den Kids.
    Die Farm Arbeit fehlt mir auch. Habe festgestellt, dass ich Schafe (welche nicht wirklich sehr intelligent sind) lieber mag als Menschen.
    Im Anhang ein paar Bilder, welche die meisten wohl schon gesehen haben.
    Übrigens wird's hier grade Winter. Mäh.
    Read more

  • Take a Wish

    May 11, 2023 in Australia ⋅ ☀️ 18 °C

    wünsche manifestieren und sich mal ganz bewusst vor Augen halten, was man eigentlich möchte.
    Das erste mal Gedanken über das Thema hatte ich mir gemacht, als ich 18 Jahre alt war und das Buch "der Alchimist" gelesen habe.
    Allerdings war ich damals noch nicht bereit für dieses Buch. Und ich könnte es noch 2 mal lesen und ich würde vermutlich immer noch nicht alles verstehen. Was ich allerdings verstanden habe ist, dass das Universum für einen handelt, wenn man es nur richtig wünscht.
    Letzte Woche habe ich mein Auto (Frank) endlich wieder bekommen.
    Zwar benutz ich den kaum zum fahren aber es ist schon genug, einfach zu wissen, dass ich fahren kann.
    Mitte Juni wird hier noch ein Event stattfinden und danach würde ich gerne weiter reisen.
    Wahrscheinlich wird es mir hier dann auch zu kalt.
    Für die nächsten 4-5 Wochen heißt es also, sparen, genießen und den nächsten Schritt planen.
    Ich würde gerne Richtung Norden, evtl über den Westen.
    Momentan ist es super schwer einen Job zu finden. Aber ich werds mir wünschen.
    Heute haben wir unser 2. offizielles Footy training. Natürlich nur für Mädels. Schließlich dürfen wir bei den Jungs nicht mitspielen.
    Vor zwei Wochen verwirklichten wir den Wunsch, unser eigenes Team zu gründen.
    Und tatsächlich war das erste Training ein voller erfolg.
    Zwar haben wir noch nicht genügend Spielerinnen für eine ganze Mannschaft, aber jeder war total überrascht, wie gut das alles geklappt hat. Und, was noch viel wichtiger war, es hat verdammt viel spaß gemacht.
    Seit einer Woche werde ich in der Küche eingelernt.
    Aber ich glaube kochen und backen sollte bei mir einfach ein Hobby bleiben.
    Ich wünsch euch was (oder ihr euch selbst). Bis Baldrian
    Read more

  • andere Orte, andere Entscheidungen

    July 18, 2023 in Australia ⋅ ☁️ 14 °C

    schon wieder zwei Monate her, seitdem ich das letzte mal etwas geschrieben habe.
    Stef und ich haben mittlerweile einen Podcast aufgenommen.
    Auf Anfrage schicke ich euch gerne den Link dazu.
    Der ist jedoch auf englisch und da ich nicht sicher bin, wer was versteht, schreibe ich hier parallel noch mit.
    Im Juni ging eine wunderbare und auch sehr schwere Zeit für mich auf Kangaroo Island vorbei.
    Ich bin dort im Oktober hin geflogen "nut für ein paar Wochen". Und nun wird das eine Reise ohne ende, so wie ich es mir immer gewünscht habe.
    Auch eine neue Erfahrung für mich, so ohne Partner in Australien zu sein, aber was soll ich sagen, es ist noch mal eine ganz andere Erfahrung, auf diese art und weise "ungebunden" zu sein. Das Handy wird viel unwichtiger und man kann die Zeit einfach nur für sich genießen.
    Mit Stef bin ich dann also Mitte Juni von der Insel nach Mount Barker gefahren mit allen Dingen, die wir so hatten. Zu Michele, eine 59 Jahre junge Dame, welche hier einen kleinen Hof mit 2 süßen Häusern, 10 Pferden (drei davon ihre) ein paar Hühnern, einem Hund, einer Katze und ner menge wilder vögel.
    Wir arbeiten hier für wohnen und einen vollen Magen.
    Insgesamt 6 Wochen werden wir hier sein.
    Ehrlich gesagt waren die ersten drei Wochen ziemlich durchwachsen. Aus dem arbeite Alltag heraus zu kommen und noch weiter weg von allem zu sein, war schon eine sehr große Umstellung.
    Keine wirkliche Routine zu haben fiel mir persönlich ziemlich schwer, weshalb ich mir selbst Routinen geschaffen habe.
    Immer noch ohne Plan, wie es nach dieser Zeit weiter gehen soll haben wir einfach so in den tag gelebt.
    Bis der Tag dann kam, an dem wir ein paar Entscheidungen zu treffen hatten. Wir haben uns zusammen gesetzt und alle Gedanken und Ideen , welche wir hatten auf Zettel geschrieben. Am ende haben wir uns diese dann gegenseitig vorgestellt und an unseren Wohnzimmerschrank gehängt.
    Alles was wir doppelt hatten, kam dann also in die Engere Auswahl, bis wir am ende unsere nächste Reise vor uns hatten.
    Asien. Zwei Monate mit dem Rucksack quer durch Asien, mit den Startpunkt Dubai und dann hoch richtung Bangkok und eventuell noch Vietnam. Wir werden sehen, wo es uns hin treibt. Bis dahin steht noch ein wenig Planung aufm Plan :)
    Am 1. August gehts los und im Oktober wären wir gerne wieder hier.. schließlich muss ich noch ein wenig arbeiten um im März mein Visum zu verlängern.
    Fühlt euch alle fest gedrückt. x
    PS: Tips für Asien sind jederzeit willkommen.
    PPS: wir sind hier wöchentlich auf Brezel Mission, bisher haben wir noch keine Gefunden die schmeckt wie zuhause :(
    Read more