• Måløy

    July 24 in Norway ⋅ 🌧 11 °C

    Wir müssen warten. Im Hafen ist viel los und wir dürfen erst um 15:30 anlegen. Zum Glück ist es lange hell und unser Landausflug wird nicht im Dunkeln stattfinden. Wie alles Organisatorische auf der Kreuzfahrt, wird auch die Aufteilung der Ausflügler auf die verschiedenen Tourangebote nach Sprachen und Bussen mit der Costa-App erledigt. Wir fahren mit Bus 16 zum Westkap. Zum Glück haben wir keine Fußgängertour gewählt, da der leichte Regen dann doch stören würde. In Luftlinie ist das Ziel nicht weit, aber Buchten und Berge verursachen weite Wege. An einer Landenge, bei der schon die sonst unerschrockenen Wikinger es vorgezogen haben ihre Boote über den Berg zu ziehen, statt den gefährlichen Wasserweg um die Halbinsel Stadlandet zu nehmen, soll jetzt ein Tunnel für Schiffe gebaut werden. Die Menschen der Gegend leben vom Fischfang, was auch Wartung und Ausrüstung der Boote einschließt. Früher war es der Kabeljau, dann der Hering und als der abgefischt war, fing man an, Dornhai zu fangen und verkaufte ihn nach Großbritannien, da die Norweger selber ihn nicht so gern aßen. Danach zeigte sich, dass man Lachs gut züchten kann und auch hier sieht man die runden Käfige der Lachsfarmen. Die Brüder Ervik entwickelten eine Methode von Leinenfischfang mit zigtausend Haken an hundert Kilometer langen Leinen. Sie beherrschen heute weltweit den Markt mit dieser Fangmethode. Einen großen Teil ihrer Einnahmen stecken sie in Projekte zur Förderung ihrer Region. Der große Angelhaken neben dem Hotel ist ein beliebtes Fotomotiv. Der norwegische Staat ist durch sein Ölvorkommen so unfassbar reich, dass er die Krankheitskosten seiner Bürger bis auf einen Eigenanteil von 300 € übernehmen kann.
    Pünktlich um 22 Uhr legt das Schiff ab, fährt hinaus auf das Meer, das ab jetzt Nordmeer genannt wird.
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