• Epilog

    4 gennaio, Germania ⋅ ☁️ 1 °C

    Seit langer Zeit war ich über Silvester wieder einmal unterwegs. Es war eine tolle und vor allem stressfreie Zeit mit dem Hund. Die Normandie ist ein lohnendes Ziel und bietet auch im Winter für Wohnmobile eine sehr gute Infrastruktur. Überall gibt es preiswerte Stellplätze mit Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten. Wer allerdings mit dem Wohnmobil unterwegs ist und nicht gerne seine eigenen Einrichtungen wie die Dusche nutzt, wird sich hier nicht wohlfühlen. Die Campingplätze sind überwiegend geschlossen, und die Wohnmobilstellplätze haben meist nicht einmal ein WC.

    Allen Hundebesitzern mit ängstlichen Fellnasen kann ich Frankreich nur empfehlen. Zumindest an der Küste, wo ich unterwegs war, sind wir von Böllern fast komplett verschont geblieben. Lediglich am 31.12. um Mitternacht waren einige wenige Böller zu hören – und das nur für wenige Minuten. Außerdem darf der Hund im Winter fast alle Strände nutzen, und man kann herrlich und recht ungestört kilometerweit spazieren gehen. Lediglich an den bekanntesten Spots wie Étretat und Mont-Saint-Michel war es etwas voller, und es gab Abschnitte, an denen Hunde nicht erlaubt waren. Ein Besuch lohnt sich trotzdem.

    Nicht überzeugt hat mich die Camping-Car-Card, die bei einigen Plätzen obligatorisch ist. Man wird hier direkt zu zusätzlichen Gebühren gezwungen und der Zugangscode hat nicht wie gewünscht funktioniert. Wer solche Plätze ansteuern will, sollte die Registrierung frühzeitig durchführen, um im Besitz der physischen Karte zu sein. Damit scheint es einfacher zu sein. Vorteil ist allerdings, dass man diese Plätze schon vorab reservieren kann und somit auch bei späterer Ankunft sicher unterkommt. Es gibt auch Plätze von diesem Anbieter in anderen Ländern. Die App heißt Camping-Car Park.

    In Frankreich sind einige Autobahnabschnitte mautpflichtig. Meistens kann man diese direkt an den Auf- bzw. Abfahrten mit Kreditkarte bezahlen. Bei der A13 wird das Kennzeichen gescannt, und man muss innerhalb von 72 Stunden auf einer Website bezahlen. Wesentlich komfortabler ist man mit einer Mautbox unterwegs. Man kann dann eine separate Fahrspur nutzen, wo sich die Schranke automatisch beim Erkennen der Box öffnet. Auch die Maut für die A13 wird automatisch eingezogen. Ich habe mich für BIP&Go (https://www.bipandgo.com/de/) entschieden. Der Vorteil für Touristen: Nur in den Monaten der Nutzung muss eine kleine Grundgebühr bezahlt werden. Außerdem funktioniert die Box auch in Italien, Spanien und Portugal.

    Außerdem wird für Frankreich eine Umweltplakette benötigt. Diese kann unkompliziert online bestellt werden. Es dauert ein bis zwei Wochen, bis die Plakette bei einem ist. Achtung: Unbedingt auf der offiziellen französischen Seite https://www.certificat-air.gouv.fr bestellen. Dort kostet die Plakette € 3,85. Wenn man über Drittanbieter geht, kostet sie € 15 und mehr.

    Fahrzeuge über 3,5 Tonnen benötigen außerdem noch drei Warntafeln für den toten Winkel.

    Jetzt sind wir kurz in der Heimat gelandet und werden schon bald wieder zum Wintersport aufbrechen.

    À bientôt en France!
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