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Normandie: Projekt Böllerfrei

Silvester 2025/2026 Læs mere
  • Start på rejsen
    27. december 2025

    Wind, Weite und weißer Fels

    27. december 2025, Frankrig ⋅ 🌬 5 °C

    Endlich sind wir nach den traditionellen Weihnachtstagen wieder auf Tour. Im letzten Jahr war die Zeit zwischen Weihnachten und Anfang Januar in der Heimat extrem stressig. Mizzy hat große Angst vor Böllern, und wir konnten kaum noch entspannt spazieren gehen.

    Darum sind wir in diesem Jahr in die Normandie geflüchtet. In Frankreich ist Feuerwerk an vielen Orten ganz verboten, und der Verkauf von „Knallern“ ist wesentlich stärker reguliert als bei uns in Deutschland.

    Nun hoffen wir auf böllerfreie Tage mit atemberaubenden Landschaftsbildern an der Kanalküste.

    Heute war es schon direkt der Wahnsinn. Wir sind zeitig gestartet und haben bereits zur Mittagszeit Wissant, kurz hinter Calais gelegen, erreicht.

    Hier sind wir bei sonnigem und sehr windigem Wetter am Strand entlang bis zum Cap Blanc-Nez gewandert. Das Cap ist eine der bekanntesten und eindrucksvollsten Steilküsten Frankreichs und liegt an der Opalküste (Côte d’Opale). Der Name „Blanc-Nez“ („weiße Nase“) kommt von den hellen Kreidefelsen, die sich hier bis zu rund 130 Meter über dem Meer erheben.

    Bei klarem Wetter kann man von hier aus die englische Küste mit den Kreidefelsen von Dover erkennen. Durch seine strategische Lage war das Cap Blanc-Nez besonders in den Weltkriegen von militärischer Bedeutung. In der Umgebung finden sich noch Reste von Bunkeranlagen und Gedenkstätten, die an diese Zeit erinnern.

    Mizzy hat sich richtig wohlgefühlt und war am Strand außer Rand und Band. Das Wetter war nicht durchgehend sonnig. Die aufziehenden Wolken haben aber immer wieder für tolle Bilder gesorgt. Der Wind war so kräftig, dass häufiger eine kleine Menge Sand über den Boden geblasen wurde.

    Bei heißer Schokolade wärmen wir uns nun wieder im Camper auf und lassen es uns gut gehen.

    Stellplatz:
    Aire de Camping - Car de Wissant
    4 Route de Calais
    62179 Wissant
    France
    50.8872, 1.6710

    Gebühren ca. € 10,50 inkl. Kurtaxe (1 Person)
    Empfehlenswert, zum Strand gut 1,5 Kilometer, VE möglich
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  • Wo ist der Strand geblieben?

    28. december 2025, Frankrig ⋅ ⛅ 4 °C

    Heute haben wir nur eine kleine Etappe zurückgelegt und sind auf einem schönen Stellplatz nahe Boulogne-sur-Mer oberhalb der Klippen mit Blick auf das Meer gelandet.

    Am Vormittag haben wir einen kleinen Strandspaziergang unternommen, wobei wir dachten, der Zugang sei direkt vom Platz aus angelegt. Der als Pfad beginnende Weg wurde jedoch immer schlechter erkennbar und war in der felsigen Landschaft sehr rutschig. Zurück haben wir dann die richtige Treppe gefunden, was deutlich angenehmer war.

    Am Nachmittag sind wir zum Cap d’Alprech gewandert. Der Ort war ein strategischer Beobachtungs- und Verteidigungsposten. Um 1875 wurde hier eine Festung errichtet, deren Grundmauern noch zu sehen sind und die zur Verteidigung des Hafens von Boulogne diente. Im Ersten Weltkrieg und später im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage unter anderem von deutschen Truppen genutzt.

    Der Weg dorthin führt oberhalb der Klippen, und man hat ständig einen schönen Blick auf das Meer. Vom Strand, über den wir am Vormittag gelaufen sind, war nichts mehr zu sehen – die Flut reicht hier bis direkt an die Klippen heran.

    Stellplatz:
    Aire Camping-car Équihen
    25–29 Rue du Beurre Fondu
    62224 Équihen-Plage
    France
    50.6799, 1.5678

    Gebühr: ca. € 13,10 inkl. Kurtaxe (1 Person)
    Bedingt empfehlenswert. Tolle Lage und guter Zugang zum Strand, aber direkt neben einer Kläranlage (o.ä.) die Tag und Nacht monotone Geräusche von sich gibt. VE möglich.
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  • Auf den Klippen

    29. december 2025, Frankrig ⋅ ⛅ 4 °C

    Eine etwas größere Strecke von rund 110 km haben wir heute zurückgelegt und bei strahlendem Sonnenschein den Hafenort Le Tréport erreicht. Der Ort ist kein besonders bekannter Touristen-Spot und wirkt gerade jetzt in der Nebensaison etwas heruntergekommen.

    Im Gegensatz zu unseren bisherigen Stopps gibt es hier nur einen breiten Kieselstrand, von dem aus man aber einen tollen Blick auf die Kreidefelsen hat. Schöne Strandspaziergänge sind jedoch nur begrenzt möglich. Wir haben unseren Stellplatz oberhalb der Klippen gefunden. Nur wenige Schritte vom Camper aus hat man einen grandiosen Blick auf das Meer, die Küste und den kleinen Ort. Über Treppen oder mit einer kostenfreien Standseilbahn kann man in wenigen Minuten vom Klippenbereich zum Hafen und Stadtzentrum gelangen.

    Die Bahn wurde bereits 1908 eröffnet, jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst nicht wieder in Betrieb genommen. Ende der 1950er Jahre wurde sie durch eine Seilbahn ersetzt, die jedoch aufgrund zu starker Winde 1981 wieder stillgelegt wurde. Erst 2006 wurde die Bahn in ihrer jetzigen Form mit vier automatischen Schrägaufzügen wieder in Betrieb genommen und verkehrt heute das ganze Jahr über kostenfrei.

    Da die Wandermöglichkeiten begrenzt sind, haben wir den Nachmittag im geheizten Wohnmobil verbracht und werden gleich im Dunkeln noch einmal den kleinen Klippenweg laufen, um die Abendstimmung einzufangen.

    Nachtrag:
    Um 20:30 Uhr sind wir noch einmal losgezogen – eigentlich nur, um den Ausblick oberhalb der Klippen bei Nacht zu genießen. Es hat uns dann aber doch in die Standseilbahn gezogen, und der Blick auf die beleuchteten Kreidefelsen war absolut lohnend. Dumm nur, dass die Bahn nur bis 20:45 Uhr in Betrieb ist. Somit mussten wir noch einmal viele Treppenstufen laufen.

    Stellplatz
    Aire du Funiculaire
    D126E
    76470 Le Tréport
    France
    50.0580, 1.3629

    Gebühr: € 8,50 / 24 Stunden
    Tolle Lage oberhalb der Klippen. Bis zur Standseilbahn nur ein kurzer Fußweg. VE möglich.
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  • Die Menschenmassen von Étretat

    30. december 2025, Frankrig ⋅ ⛅ 4 °C

    Auch in der Normandie gibt es echte Touristen-Hotspots. In einem davon sind wir heute gelandet. Étretat ist vor allem durch seine markant vom Meer geformten Kreidefelsen bekannt, die als natürliche Felsbögen ins Wasser ragen. Der bekannteste davon ist die Porte d’Aval, die oft als Symbol von Étretat fotografiert wird.

    Der kleine Ort mit rund 1.300 Einwohnern wirkt sehr lebendig. Am Rand stehen viele schöne Häuser und Villen, und entlang der Strandpromenade reihen sich zahlreiche kleine Läden, Cafés und Restaurants aneinander.

    Von der Strandpromenade aus kann man auf die Klippen wandern und findet dabei wirklich tolle Fotomotive. Allerdings bewegt man sich stellenweise in regelrechten Kolonnen die Pfade hinauf, und beim Fotografieren braucht man etwas Glück, dass einem niemand ins Bild läuft. Wir sind ein ganzes Stück dem Pfad gefolgt, der parallel zu einer Golfanlage mit Meerblick verläuft. Je weiter wir uns von Étretat entfernt haben, desto angenehmer wurden die Menschenmengen, und man konnte die Ruhe und Weite wieder etwas mehr aufnehmen.

    Stellplätze im Ort gibt es kaum. Es gibt lediglich einen, von dem aus man zu Fuß noch gut ans Meer gelangt. Dieser ist jedoch bei weitem nicht so attraktiv wie unsere bisherigen Plätze, und man steht dort wie die Sardinen in der Büchse. Für eine Nacht ist es aber in Ordnung, zudem ist die Umgebung ruhig.

    Stellplatz
    Wohnmobilstellplatz Étretat
    73 Rue Guy de Maupassant
    76790 Étretat, Frankreich
    49.7002, 0.2160

    Gebühren: 10,60 € / 24 Stunden inkl. Kurtaxe für eine Person
    Funktionell aber nicht hübsch. Einzige Möglichkeit in Étretat um fußläufig den Ort und die Klippen zu erreichen. VE möglich.
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  • Austernzucht am Strand

    31. december 2025, Frankrig ⋅ ☁️ 5 °C

    Unser Plan scheint aufzugehen. Es ist der 31.12., 16:30 Uhr, und Mizzy musste sich noch kein einziges Mal vor einem Böller fürchten. Nach dem Trubel von gestern in Étretat geht es heute ruhig und beschaulich zu.

    Wir sind ein ganzes Stück weiter in Richtung Grenze zur Bretagne gerollt und haben mit Utah Beach einen der Landungsstrände erreicht. Hier gibt es keine imposanten Kreidefelsen mehr, und der Strand fällt sehr flach von den kleinen Dünen ab. Bei Ebbe ist er sehr breit, was damals auch einen entscheidenden Vorteil für die Alliierten bei der Anlandung bedeutete.

    Ein Museum und mehrere Gedenktafeln erinnern an den D-Day am 6.6.1944. In den Dünen findet man noch einige alte Bunker.

    Ansonsten wird der Strand zur Austernzucht genutzt. Bei Ebbe sieht man schwarze Gestelle, an denen in Netzen Austern herangezüchtet werden. Die Gestelle verhindern, dass die Austern im Schlamm liegen. Bei Flut werden sie vom Wasser umspült. Diese Form der Zucht zählt zu den sehr umweltfreundlichen, da Austern in ihrem natürlichen Lebensraum wachsen und kein zusätzliches Futter benötigen. Sie filtern ihre Nährstoffe direkt aus dem Wasser.

    Am Strand waren nur eine Handvoll Menschen – meist ebenfalls mit Hund – und auf dem großen Parkplatz für Reisemobile stehen gerade einmal fünf Fahrzeuge. Es sieht also nicht danach aus, dass Mizzy heute viel Stress bekommt.

    Stellplatz:

    Parkplatz
    5 Utah Beach
    50480 Sainte-Marie-du-Mont
    France
    49.4133, 1.1784

    Gebührenfrei
    empfehlenswert, Strandnah (400 Meter), keine VE
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  • Relaxed ins Neue Jahr

    1. januar, Frankrig ⋅ ☁️ 7 °C

    Ich habe nun seit über 15 Jahren einen Hund. Einen so entspannten Jahreswechsel habe ich in der ganzen Zeit noch nicht erlebt. Wir haben spät am Abend noch einen schönen Strandspaziergang im Mondschein unternommen und anschließend den Jahreswechsel entspannt verschlafen. Um 12 Uhr wurden wir kurz von einigen wenigen Feuerwerkskörpern geweckt. Das war nach fünf Minuten aber vorbei und Mizzy ist ganz entspannt geblieben.

    Heute Morgen hatten wir dann bei Flut schöne Bilder der aufgehenden Sonne. Anschließend sind wir die sagenhaft lange Strecke von einem Kilometer weitergefahren, um auf den offiziellen Wohnmobilstellplatz zu gelangen. Ich musste unbedingt Wasser auffüllen.

    Den restlichen Tag haben wir einfach nur relaxed und sind bei schönem Sonnenschein mit vielen anderen am Strand gelaufen.

    Morgen geht es noch nach Saint-Michelle und dann müssen wir langsam die Heimreise antreten.

    Silvesterurlaub mit Hund in der Normandie (Frankreich) kann ich jedem nur empfehlen.

    Stellplatz:
    Camping Parkplatz Utah Beach
    La Madeleine
    50480 Sainte-Marie-du-Mont
    France
    49.4178, -1.1863

    € 14,55 / 24 Stunden, 1 Person inkl. Kurtaxe
    Empfehlenswert, strandnah (ca. 600 Meter), V/E möglich.

    Nachteil: man benötigt eine Camping-Car Karte, die einmal € 5- kostet. Bei der Registrierung und um den Zugangscode zu erhalten, musste man direkt noch ein obligatorisches „Pack’ Privilèges“ für 12 Monate dazu buchen (€ 14,50). Möglichkeiten, das zu umgehen, hätte ich vielleicht gehabt, wenn ich nur ein Konto eingerichtet und dann am Automaten bezahlt hätte. Das ist ein wenig undurchsichtig. Aber anscheinend gibt es europaweit Plätze, die hier angeschlossen sind und die man dann auch vorab reservieren kann. Ich werde testen und berichten!
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  • Lange Wege mit Hindernissen

    2. januar, Frankrig ⋅ ⛅ 5 °C

    Ein zeitiger Spaziergang zum Strand kündigte mit dem Rauschen der Wellen und der aufgehenden Sonne einen vielversprechenden Tag an.

    Anschließend wollten wir unseren Stellplatz verlassen, um das letzte große Highlight der Normandie zu besuchen: den Mont-Saint-Michel. Unser Zugangscode wollte jedoch einfach nicht die Ausfahrtsschranke öffnen. Camper mit physischer Karte konnten problemlos ausfahren, ein Engländer ohne Karte hatte dasselbe Problem. Also ein Anruf bei der Hotline. Nach einer Weile in der Warteschleife konnte man uns dort schnell helfen, und wir setzten unsere Reise fort.

    Unterwegs sorgte die tiefstehende Sonne in Kombination mit nasser Fahrbahn teilweise für eine katastrophale Sicht. Dafür wurden wir bei der Ankunft auf unserem Stellplatz mit Blick auf den Mont-Saint-Michel (danke an Jochen für den Tipp) von einem heftigen Regenschauer begrüßt.

    Bei unserem anschließenden Spaziergang (hin und zurück rund 15 Kilometer) wurden wir abwechselnd von Sonne und von Regen mit peitschendem Wind begleitet. Trotz aller Widrigkeiten erreichten wir zusammen mit vielen anderen die kleine Felseninsel, die sich spektakulär aus einer riesigen Bucht erhebt.

    Der Mont-Saint-Michel ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Frankreichs und gehört seit 1979 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ursprünglich wurde er im Jahr 708 als religiöser Ort gegründet. Über die Jahrhunderte entwickelte sich daraus eine mächtige Benediktinerabtei, die heute hoch oben auf dem Felsen thront. Darunter schmiegen sich enge Gassen, alte Steinhäuser und Stadtmauern an den Berg. Die Atmosphäre in den Gassen mit Restaurants, Cafés und kleinen Geschäften ist mega schön, mit Hund jedoch aufgrund der Enge stressig.

    Durch den extremen Tidenhub kann man bei Ebbe kilometerweit über den Meeresboden blicken, während der Mont bei Flut fast vollständig vom Wasser umschlossen ist. Da gerade Ebbe herrschte, konnten wir ein Stück um den Mont herumgehen, was für Mizzy deutlich entspannter war.

    Vom Camper aus blicken wir nun direkt auf die Insel. Bei Dunkelheit wird es sicher noch ein paar schöne Bilder geben.

    Stellplatz:
    Restaurant l‘Archange
    1 B Rue du Pont Landais
    50170 Huisnes-sur-Mer
    France
    48.6184, -1.4605

    Gebühren: € 6,- / 24 Stunden, Bezahlung im Restaurant oder durch Einwurf in einen Briefkasten.
    Empfehlenswert, aber direkt an der Straße gelegen. Zu Fuß oder mit dem Rad ca. 7 Kilometer zum Mont-Saint-Michel. Keine V/E
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  • Was für ein Finale

    3. januar, Frankrig ⋅ 🌬 2 °C

    Tolle Aufnahmen am Abend vom Mont-Saint-Michel haben sich nicht mehr ergeben, da die kleine Insel doch eher spärlich beleuchtet ist oder die Entfernung zu groß war.
    Bei frostigen Temperaturen haben wir dann die erste Etappe unserer Heimreise angetreten.
    Dabei haben wir die Pont de Normandie überquert. Die große Schrägseilbrücke verbindet Honfleur und Le Havre, ist etwa 2.143 Meter lang und führt hoch über die Seine und ihre Mündung. Sie ist ein markanter Punkt auf der Nord-Süd-Route durch die Normandie und war bei ihrer Fertigstellung 1995 eine der längsten Schrägseilbrücken Europas.
    Gelandet sind wir unweit von Calais im Ort Boulogne-sur-Mer. Die Stadt hat rund 42.000 Einwohner und ist größter Fischereihafen Frankreichs. Boulogne liegt direkt an der Küste und ist umgeben von historischen Stadtmauern, einer malerischen Altstadt und einem der größten Aquarien Europas – Nausicaá.
    Wir haben einen der bisher schönsten Stellplätze mit direktem Blick aufs Meer gefunden. Bis zum Strand sind es nur wenige Gehminuten, und Mizzy konnte sich an unserem letzten Tag noch einmal austoben. Der Strand gefällt ihr wirklich gut.
    Vom Wohnmobil aus durften wir dann einen tollen Sonnenuntergang verfolgen. Was für ein Finale unseres kleinen Roadtrips durch die Normandie.
    Morgen geht es durch Belgien und die Niederlande zurück in die Heimat.

    Stellplatz:
    Aire du Moulin Wibert
    536 Boulevard Sainte-Beuve
    62200 Boulogne-sur-Mer
    France
    50.7440, 1.5971

    Gebühr: € 9,45 / 24 Stunden, 1 Person. Achtung: Zahlung nur mit physischer Karte und PIN möglich.
    Sehr empfehlenswert mit Blick auf das Meer und unweit vom Ort und Strand
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  • Epilog

    4. januar, Tyskland ⋅ ☁️ 1 °C

    Seit langer Zeit war ich über Silvester wieder einmal unterwegs. Es war eine tolle und vor allem stressfreie Zeit mit dem Hund. Die Normandie ist ein lohnendes Ziel und bietet auch im Winter für Wohnmobile eine sehr gute Infrastruktur. Überall gibt es preiswerte Stellplätze mit Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten. Wer allerdings mit dem Wohnmobil unterwegs ist und nicht gerne seine eigenen Einrichtungen wie die Dusche nutzt, wird sich hier nicht wohlfühlen. Die Campingplätze sind überwiegend geschlossen, und die Wohnmobilstellplätze haben meist nicht einmal ein WC.

    Allen Hundebesitzern mit ängstlichen Fellnasen kann ich Frankreich nur empfehlen. Zumindest an der Küste, wo ich unterwegs war, sind wir von Böllern fast komplett verschont geblieben. Lediglich am 31.12. um Mitternacht waren einige wenige Böller zu hören – und das nur für wenige Minuten. Außerdem darf der Hund im Winter fast alle Strände nutzen, und man kann herrlich und recht ungestört kilometerweit spazieren gehen. Lediglich an den bekanntesten Spots wie Étretat und Mont-Saint-Michel war es etwas voller, und es gab Abschnitte, an denen Hunde nicht erlaubt waren. Ein Besuch lohnt sich trotzdem.

    Nicht überzeugt hat mich die Camping-Car-Card, die bei einigen Plätzen obligatorisch ist. Man wird hier direkt zu zusätzlichen Gebühren gezwungen und der Zugangscode hat nicht wie gewünscht funktioniert. Wer solche Plätze ansteuern will, sollte die Registrierung frühzeitig durchführen, um im Besitz der physischen Karte zu sein. Damit scheint es einfacher zu sein. Vorteil ist allerdings, dass man diese Plätze schon vorab reservieren kann und somit auch bei späterer Ankunft sicher unterkommt. Es gibt auch Plätze von diesem Anbieter in anderen Ländern. Die App heißt Camping-Car Park.

    In Frankreich sind einige Autobahnabschnitte mautpflichtig. Meistens kann man diese direkt an den Auf- bzw. Abfahrten mit Kreditkarte bezahlen. Bei der A13 wird das Kennzeichen gescannt, und man muss innerhalb von 72 Stunden auf einer Website bezahlen. Wesentlich komfortabler ist man mit einer Mautbox unterwegs. Man kann dann eine separate Fahrspur nutzen, wo sich die Schranke automatisch beim Erkennen der Box öffnet. Auch die Maut für die A13 wird automatisch eingezogen. Ich habe mich für BIP&Go (https://www.bipandgo.com/de/) entschieden. Der Vorteil für Touristen: Nur in den Monaten der Nutzung muss eine kleine Grundgebühr bezahlt werden. Außerdem funktioniert die Box auch in Italien, Spanien und Portugal.

    Außerdem wird für Frankreich eine Umweltplakette benötigt. Diese kann unkompliziert online bestellt werden. Es dauert ein bis zwei Wochen, bis die Plakette bei einem ist. Achtung: Unbedingt auf der offiziellen französischen Seite https://www.certificat-air.gouv.fr bestellen. Dort kostet die Plakette € 3,85. Wenn man über Drittanbieter geht, kostet sie € 15 und mehr.

    Fahrzeuge über 3,5 Tonnen benötigen außerdem noch drei Warntafeln für den toten Winkel.

    Jetzt sind wir kurz in der Heimat gelandet und werden schon bald wieder zum Wintersport aufbrechen.

    À bientôt en France!
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    Slut på rejsen
    4. januar 2026