• Stürmische See und Überraschungsparty

    October 3, 2025 in Greece ⋅ ☁️ 15 °C

    Die Nacht wurde “etwas” unruhig. Der Sturm peitschte das Wasser gegen die Kaimauer bis in unser Cockpit. Luken dicht, kein Problem. Da das Paneel zur Motorsteuerung schon abgesoffen war, tat es das gemeinsam mit dem USB-Port noch einige weitere Male. Gegen 4 Uhr gab es einen beißenden Geruch in Werner und Ingrids Kabine. Alle waren auf, nur Jürgen, Robert und Michi verschliefen die Aufregung. Wir fanden nichts und nach leicht feuchter Lüftung, die Gischt und Wellen kamen noch immer übers Heck, gings wieder in die Kojen.
    Der Techniker sollte gegen 9 Uhr erscheinen und Bernd trieb uns nicht aus den Betten.
    Er war gemütlich pünktlich und bei der Vorbereitung des Einbaus des neuen Panels stellte der Meister der Technik fest, dass die USB-Steckdose auch ertrunken war und innen völlig verschmorte. Daher also der beißende Geruch. Zum Glück waren die Kabel der Selbststeueranlage von der Havarie nicht betroffen.
    Der verschmorte Port wurde ausgebaut, das Paneel getauscht und der Motor lief wieder.
    Nun geht's in Richtung Basishafen Gouvia. Die Segel sind gesetzt und wir haben gut Wind für schnelle Fahrt in leichter Schräglage. Die Stimmung ist sehr gut. Die Lufttemperatur könnte höher sein!
    Noch was zum gestrigen Abend. Anke und Robert hatten einen tollen Kartoffelauflauf mit diversen Zutaten gemacht. Sogar Vorspeisen aus Salat, Zaziki und Fetakäse gabs. Dank an die perfekten Köche.
    Danach gabs Spiele. "Skip Bo", das "Neinhorn" und "Just one" kamen auf den Tisch. Den meisten Spaß machte das Wörterraten. Spielen mit Anke und Ingrid gibt ohne Ende Gelächter. Michi verschwand noch relativ trocken in ihrer Koje im Bug. Vielleicht hätten wir sie bei diesem Wetter im Salon lassen sollen?!
    Dieses Schiff genannt Funsea ist nicht nur eigentlich eine Katastrophe. Die Elektrik, die Toiletten, die Luken und viele andere Sachen sind in einem sehr schlechten Zustand. Dabei ist das Schiff erst 3 Jahre alt.

    An der Tankstelle in Gouvia wird der Treibstoff wieder aufgefüllt und dann geht es zum Liegeplatz. Es herrscht strammer Seitenwind, der das Schiff bei der Einfahrt in die Box immer wieder wegdriften lässt.
    Beim dritten Versuch und den anfeuernden Rufen des Marineros, es mit mehr Schwung zu wagen, schaffen wir es in die Box, allerdings nicht, ohne den daneben liegenden Katamaran unvorhergesehen zu touchieren, was diesem eine Schmarre einbrachte. Mist!!!
    Danach wird ausgecheckt. Alles ist schnell erledigt. Die Mängelliste wird übergeben.

    Abends dann das offizielle Geburtstagsessen, zu dem die Überraschungsgäste, Christine, Udo, Ilkbahar, Andrea und Rudi auftauchen. Es wird ein langer, lustiger und alkohollastiger Abend, aber sehr toll.
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