• Rund um den Vätternsee

    September 3, 2024 in Sweden ⋅ ☁️ 17 °C

    Unsere Entdeckungsgeister haben sich gemeldet, so dass wir heute eine Ganztagestour rund um den Vätternsee gemacht haben. Gute 430 km Strecke, reine Fahrzeit etwa 6 Stunden, Gesamtdauer fast 10 Stunden.
    Erster und unerwarteter Stop kam für uns auf halber Strecke nach Karlsborg in Gate. Am Straßenrand stand ein kleines Hinweisschild auf eine Bisonfarm mir Butik og Café. Spontan sind wir abgebogen in der Hoffnung, dass die morgens schon geöffnet haben. Mehrere Bisonweiden mit extrem hohen Zäunen haben uns den Weg gezeigt. Geöffnet hatte die Butik eigentlich noch nicht, aber wir konnten trotzdem stöbern und haben 2 Bison-Burger-Patties für das Abendessen und geräucherten Bisonbratenaufschnitt (wird sowas wie Pastrami sein) erstanden. Gut, dass die Kühlbox an Bord war. Den Grund für die frühe Öffnungszeit haben wir dann auf dem Weg zum Parkplatz gesehen...ein Reisebus. Gerade nochmal Glück gehabt...
    Weiter ging's nach Hoj, einem kleinen schnuckeligen Ort am Vättern mit zentralem Marktplatz und einer Minibryggen am Hafen. Pittoresk und sehr lauschig. In Karlsborg war die Festung unser Ziel, die hat aber eher einen enttäuschenden Eindruck hinterlassen. Alles noch in Benutzung und ein paar Rekruten haben mit Maschinengewehr im Anschlag das Seeufer und die übenden Militärtaucher bewacht. Wenn die Schweden allerdings im Ernstfall mit den auf dem Festungswall montierten Kanonen hantieren, bringt der Natobeitritt irgendwie auch nicht richtig was😂. Mittagspause haben wir im Tiveden Lanthandel eingelegt. Wer jemals in diese Gegend kommt, sollte da Mittags unbedingt einkehren. Liegt echt abseits im Nationalpark Tiveden, aber der Weg dahin ist pures Augenpulver. Schweden at it's best - wunderschöne Trollgegend. Der Lanthandel hat neben Lebensmitteln und Spezialitäten (vorwiegend aus Italien) eine kleine aber feine Lunchkarte mit absolut großartigem Essen. 👍 Über Askersund (ich hab immer an Askaban gedacht🙄) und Motala (beide Orte muss man nicht gesehen haben) ging es am Nachmittag weiter nach Vadstena am östlichen Ufer des Sees. Tolles Städtchen mit sehr viel erhaltener alter Bausubstanz, grandiosem Schloss, Klosteranlagen und sehr schöner Fußgängerzone. Der Ort entstand rund um das Kloster ab ca. 1400 und wurde geistliches Zentrum mit dem grössten Landbesitz Schwedens. Als das Kloster nach der Reformation geschlossen wurde, hat Gustav Wasa den Ort für eine seiner Reichsburgen auserkoren und die Renaissanceburg Vadstena erbaut. Das Schloss ist ein Traum...ich wollte ja immer ein Haus am See haben, würde grössenmäßig wahrscheinlich schon passen, aber es gibt keinen Bootssteg. Irgendwas ist immer 😜
    Im COOP haben wir die fehlenden Burgerbuns gekauft und sind dann Richtung Ferienhaus aufgebrochen. Eine schöne Tour mit vielen Eindrücken und einem Bisonburger zum Abschluss.
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