• Tag 12: Front Row in die dritte Reihe

    December 23, 2025 in New Zealand ⋅ 🌬 24 °C

    ⛺️ Bewegungsradius: offiziell kleiner als der eines Staubsaugerroboters
    Wir sind jetzt endgültig im Camping-Leben angekommen. Unser Bewegungsradius hat sich auf das Niveau eines Staubsaugerroboters reduziert, der nur im Eco‑Modus läuft. Aktivitäten? Minimal. Motivation? Ferienmodus. Schreibstoff? Nur dank Familienchaos vorhanden.

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    🚚 Umzug: Von Fukushima Front Row in die dritte Reihe der Hoffnung
    Heute Morgen mussten wir umziehen. Ganze 50 Meter. Ein Marathon für Campingverhältnisse. Unser neuer Nachbar heisst Dave, begleitet von Sohn, Schwiegertochter und einer Enkelkinder‑Taskforce. Lisas Rennrad hat wie immer sofort die soziale Eisdecke durchbrochen. Dave hat mir erzählt, dass er die Lake Taupo Challenge 20‑mal gefahren ist. lch habe höflich genickt und innerlich beschlossen, nie wieder über meine „sportlichen Leistungen" zu sprechen.

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    🎧 Mt. Maunganui: Wo die Toilettenmusik vielleicht noch epischer ist
    Dave hat uns auch die besten Camping-Spots in Mt. Maunganui verraten. Ich bin gespannt, ob dort die Toilettenmusik eher „Zen-Garten“ oder „Ibiza 2004“ ist. Vielleicht gibt’s sogar eine DJ‑Kabine neben dem Handtrockner.

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    🐝 Einkaufen im Bienenstock – Survival Edition
    Dann ging’s einkaufen. Es war wie ein Bienenstock, nur dass die Bienen alle Crocs tragen und sich um die letzten Avocados prügeln. Das Café nebenan hatte alles, was man braucht – einfach alles etwas kleiner. Wir sind langsam Woolworths‑Profis(Migros von NZ), aber ein neuer Laden ohne 47 Jogurtsorten ist für Schweizer eine emotionale Herausforderung.

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    🛒 Einkaufswagen-Drama: Staffel 12, Episode 349
    Einkaufen ohne Plan läuft immer gleich ab.
    Lisa: „Was wollen wir zum Znacht?“
    Ich: „Egal.“
    Liina: irrelevant, sie isst nur Italien.
    Maxime: Hauptsache ungesund.
    Etienne: packt ein, was er will.
    Sanna: sucht etwas Gesundes, das schmeckt, keine Kalorien hat und trotzdem satt macht — also nichts.
    Am Ende ist der Einkaufswagen so voll, dass ich „Stopp!“ rufen muss. Wir haben einen Camper, keinen Lastwagen der Emmi‑Milchlogistik.

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    🍳 Kochen: Das kulinarische Roulette
    Beim Kochen kommt die Frage wieder: „Was essen wir?“
    Antwort: „Das, was wir geplündert haben.“
    Wenn’s den Kids schmeckt, haben wir zu wenig. Wenn’s ihnen nicht schmeckt, essen Lisa und ich fünf Tage lang Reste. Nachhaltigkeit, aber mit Tränen.

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    🥥 Der malaysische Gemüsehändler und seine Netflix‑würdige Lebensgeschichte
    Auf der Rückfahrt habe ich bei einem malaysischen Strassenhändler angehalten. Grossartiges Gemüse, fantastische Früchte — und eine Lebensgeschichte, die locker drei Staffeln füllen würde.
    Er hat in Japan und Russland für Mitsubishi gearbeitet.
    Seine Tochter ist Souschefin in Helsinki.
    Und in Malaysia hat er Affen dressiert, um Kokosnüsse zu holen.
    Morgen frage ich ihn, ob er auch meine Kinder dressieren kann. Ein bisschen Disziplin wäre schön. Oder wenigstens die Fähigkeit, ihre Schuhe zu finden.

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    🎾 Tennis, Jogging und andere olympische Disziplinen der Familie Allez...
    Wir waren wieder Tennis spielen. Lisa war am Strand rennen, vermutlich wie Camille Rast im Slalom um die letzten Pralinen. Ich war kurz in den Highlands joggen — also auf dem Hügel hinter dem Campingplatz — und schon war der Tag vorbei.

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    🚿 Warmwasser-Hacking
    Die erste Dusche links hat eine defekte Zeituhr. Nach fünf Minuten sollte das Wasser kalt werden — tut es aber nicht. Nach dem Motto „f… the system“ habe ich das ausgenutzt.
    Ich habe sogar Sannas heilige Haarbürste benutzt.
    Wenn sie morgen graue Haare darin findet, gibt’s wieder eine Tanzeinlage. Und zwar nicht freiwillig.
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