Tag 48: Moeraki Boulders
January 28 in New Zealand ⋅ ☁️ 17 °C
Der Tag begann heute ungewohnt gemütlich. Nicht weil wir ausgeschlafen hätten, sondern weil die FIS‑Weltcuprennen dank Zeitverschiebung so liegen, dass wir uns wie dekadente Ski‑Adlige fühlen: ausschlafen, Kaffee, Gipfeli, und dann beim Frühstück zuschauen, wie sich andere den Hang runterstürzen.
Für die Kinder ist das die einzige TV‑Zeit neben Mr. Beast – also quasi Bildungsfernsehen.
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🍫 Mr. Beast – der pädagogische Untergang, aber mit Schokolade
Man muss kein Mitleid haben: Unsere Kinder haben jede einzelne Folge von Mr. Beast gesehen. Jede. Auch die, die noch gar nicht gedreht wurden.
Sie sind so süchtig, dass sie seine Schokolade kaufen, obwohl sie schmeckt wie ein Kakaopulver‑Unfall aus der Migros‑Restpostenkiste.
Aber hey: Wenn der grösste YouTuber der Welt sagt, man soll sie essen, dann isst man sie. Gehirnwäsche, aber mit Marketingbudget.
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💅 Lucas Pinheiro Braathen Beauty‑Salon und die Frage, wer hier eigentlich Rennen fährt
Nach Loïc Meillards Erfolg bin ich überzeugt: Würde Braathen weniger Zeit im Beauty‑Salon verbringen und sich nicht täglich die Fingernägel polieren lassen, wäre er ein echter Gegner für Odermatt.
Aber nein – der Mann glänzt an den Händen mehr als seine Ski auf der Piste.
Wenn ich ihn mal treffe, während ich meine Nägel rosa lackieren lasse, gibt’s ein Selfie. Versprochen.
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🏥 Lisas Spital‑Ausflug: Instabil? Perfekt!
Nach dem Skifahren ging’s ins Spital. Keine Sorge: Körperlich geht’s uns gut, mental… na ja, wir haben vier Kinder.
Lisa vermisst das Arbeiten – aber nicht so sehr, dass sie vor dem Spital Schilder hochhält: „Suche instabile Patienten – bitte melden“.
Für sie gilt: Je instabiler, desto spannender. Das erklärt auch, warum sie drei Monate mit uns im Camper aushält.
Dank Nicole durfte sie die Intensivstation in Dunedin anschauen. Dort gibt’s die „Flying Nurses“ – die fliegen wirklich. Nicht metaphorisch.
Lisa war begeistert. Wir mussten weiterfahren, bevor sie spontan mit Nicole auf einen Transportflug ging.
Stellt euch mich allein mit vier Kindern im Camper vor. Das gäbe so viel Schreibstoff, dass jede KI sofort Burnout hätte.
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📸 Moeraki Boulders – wo Asiatische Influencer brüten wie Pinguine
Zum Tagesabschluss ging’s zu den Moeraki Boulders. Man erkennt Hotspots immer an den asiatischen Paparazzi‑Kolonien.
Die Szenerie liegt maximal 500 m vom Auto entfernt – perfekt, denn Outdoor‑Kleidung wird erst ab 501 m Gehdistanz aktiviert.
Er fotografiert sie.
Sie trägt ein Outfit, als würde sie gleich auf einer Hochzeit auftreten.
Die Haut so weiss gepudert, dass selbst das neuseeländische Wetter kapituliert.
Er schwarz gekleidet wie für eine Beerdigung – aber nein, er beerdigt nur seine Würde, während er sie in jedem Winkel inszeniert.
Sie kann nicht einfach sitzen und lächeln.
Nein.
Sie räkelt sich, als würde Heidi Klum persönlich hinter einem Boulder stehen und „More energy, Baby!“ schreien.
Ich pfiff die Kinder zusammen und wir flohen zum NZMCA‑Campingplatz unseres Vertrauens.Read more





