Tag 21
May 21 in Italy ⋅ ☀️ 19 °C
Unsere Nacht auf der Fähre war erstaunlich erholsam, und so konnten wir den ersten Cappuccino des Tages herrlich in der Sonne an Deck genießen. Da wir noch einen großzügigen 50-€-Verzehrgutschein besaßen, aber auch noch reichlich Vorräte aus dem Supermarkt hatten, teilten wir uns den Tag klug ein: Mittags gab es die restlichen Vorräte und eine gemütliche Siesta in der Kabine, während wir uns für den späteren Abend zwei frische Paninis kauften ( die leider echt nicht doll waren für 8€ das Stück). 😳
Den restlichen Tag ließen wir ruhig angehen. Beim Bummeln an Bord entdeckten wir einen kleinen Laden mit wunderschönem Geschirr, das uns an das schöne Geschirr erinnerte, dass wir in den Restaurants bekamen. Es hat einfach was und versprühte dieses typisch italienische Flair. Wir verliebten uns und schlugen kurzerhand zu: Mit einer großen, wunderschönen Schüssel fing es an. Dann kamen vier kleine Schälchen dazu, gefolgt von vier tiefen und vier flachen Tellern. 🤷🏽♀️
Dieses Service wird uns zu Hause für immer an die schöne Zeit, die Lebensfreude und das *La Dolce Vita* auf Sizilien erinnern. Nur die dickwandigen, blau melierten Gläser, die wir in den besseren Restaurants so bewundert hatten, konnten wir leider nirgends finden. Mit den gut verpackten Geschirrstapeln zogen wir ab in unsere Kabine – denn ein Gang zum Auto, selbst in Begleitung des Personals, war aus Sicherheitsgründen strengstens verboten. Den Nachmittag vertrieben wir uns mit noch mehr Cappuccino, Kuchen und Eis.
Gegen 17:30 Uhr begann das große Geduldsspiel. Wir wurden aufgefordert, uns auf den Decks 6 und 7 bereitzuhalten, da die Fähre um 18:00 Uhr anlegen sollte. Es wurde schließlich 19:15 Uhr, bis das Schiff festmachte, und erst gegen 20:00 Uhr durften wir endlich hinunter zum Parkdeck. Dort erwartete uns das nächste Spektakel: Das Deck stand so unfassbar voll, dass sogar die Laderampen komplett mit Autos zugestellt waren. Es war ein wildes Rangieren – manche Autos mussten rückwärts die steile Rampe hinunterfahren, andere wendeten auf Millimeterarbeit, um vorwärts runterzukommen.
Mit gut zwei Stunden Verspätung auf unsere eigentliche Zeitrechnung rollten wir endlich vom Schiff. Ein Blick aufs Navi verhieß nichts Gutes: Ankunft nicht vor 1:30 Uhr nachts! 😳😱 Wir waren beide irgendwann todmüde. Wir legten regelmäßige Pausen ein, aßen unsere Paninis und bewegten uns an der frischen Luft, aber kaum saß ich wieder im Wagen, musste ich erbittert gegen den Schlaf ankämpfen. Doch ich wollte Bernhard, der am Steuer saß und dem die Müdigkeit ebenfalls in den Knochen steckte, unter keinen Umständen allein lassen. Also zog ich alle Register: Ich habe gesungen, mir auf die Schenkel geklatscht, Blödsinn erzählt und ständig die Fenster geöffnet, um uns mit kaltem Fahrtwind wachzuhalten.
Nach der letzten Pause mobilisierten wir die allerletzten Reserven, konnten eine Stunde am Stück durchziehen und ließen Genua und die Schweizer Grenze hinter uns. Eigentlich hatten wir gehofft, kurz nach Mitternacht im Bett zu liegen – die teuren Schweizer Hotelpreise für nur ein paar Stunden Schlaf wollten wir uns bewusst sparen.
Um Punkt 2:00 Uhr nachts hatten wir es endlich geschafft: Erschöpft, aber erleichtert und müde kamen wir an unserem Etappenziel, dem *Carathotel* in Weil am Rhein, an. Dort bekamen wir ein Zimmer Update und konnten in einem riesigen Bett (ich denke jeder hatte 120cm Liegefläche für sich 😳).
Was für ein Ritt! 😴🚗
Morgen kommt der längste Tag im Auto auf uns zu, aber die Ausstattung ist komfortabel und das Auto macht vieles von alleine. Ich freue mich sehr auf Marten und Marni.Read more
























