Tag 22
May 21 in Italy ⋅ ⛅ 22 °C
Ich glaube, ich habe auf dieser Reise sieben Kilo zugenommen! Das ständige Essen-gehen, die wenigen Möglichkeiten, mal selbst frisch zu kochen, und der obligatorische Vino oder Cocktail am Abend haben ihr Übriges getan. Aber wisst ihr was? So ist es nun mal – und es war einfach eine wunderschöne, genussvolle Zeit!
Hinter uns liegt ein Roadtrip voller absoluter Höhepunkte, eine Aneinanderreihung so vieler toller Momente, dass man sie im ersten Moment gar nicht alle gleichzeitig verarbeiten und genießen konnte. An unseren Schuhen klebt noch immer die echte Vulkanerde. Das Schönste ist: Wir und unser Auto sind absolut heil durchgekommen! Wenn ich ehrlich bin, hatte ich fest mit Kratzern oder Beulen gerechnet, aber Bernhards fahrerisches Geschick hat uns gerettet.
Im Nachhinein können wir über so manche Situationen nur noch schallend lachen:
* Da war unsere verzweifelte Odyssee in Palermo auf der Suche nach einer Toilette, bei der wir plötzlich mitten in einem Möbelhaus standen und von acht jungen Frauen mit Klemmbrettern lächelnd empfangen wurden, die uns unbedingt ein Schlafzimmer verkaufen wollten! 😂
* Oder die Momente, in denen uns das Navi – das die Dimensionen unseres großen Autos überhaupt nicht auf dem Schirm hatte – in so enge Gassen lotste, dass es schlicht nicht mehr weiterging und wir rückwärts wieder rausmanövrieren mussten. Einmal fuhren wir zwei Kilometer lang eine enge Straße entlang und beteten: „Bitte, lass uns jetzt kein Auto entgegenkommen!“
* Und natürlich das pure Entsetzen auf der Fähre, als die Autos auf engstem Raum rückwärts die Rampe hinuntermanövrieren mussten.
Die vielen Verirrungen durch einsame Berge, über Wiesen, vorbei an verlassenen Häusern fernab der Zivilisation und dieser unfassbare Autoverkehr mit all dem Drängeln, Hupen und Durchquetschen – all das gehört jetzt zu unseren liebsten Reisegeschichten. Ganz besondere, magische Momente wie Libero mit seiner feurigen Fontäne zu unserer Hochzeitsreise werden für immer einen Ehrenplatz in unseren Herzen haben. Wir würden im Nachhinein rein gar nichts anders machen wollen.
Für unsere finale Rückreise nach Kiel hatten wir uns ausgerechnet das Pfingstwochenende ausgesucht – und mit uns gefühlt alle Kurzzeiturlauber Deutschlands. Die Straßen waren brutal voll, geprägt von Stau und zähflüssigem Verkehr. Wir gaben unser Bestes, so gechillt wie möglich da durchzusteuern. Die allererste Prognose unseres Navis versprach eine Ankunft um 18:15 Uhr – geworden ist es letztendlich 23:30 Uhr.
Die Tür ging auf und wir erlebten die stürmischste Begrüßung überhaupt: Marni hat sich vor lauter Freude fast umgebracht! Und ich glaube, auch Marten hat sich gefreut. Bis wir die Taschen ausgepackt hatten und halbwegs akklimatisiert waren, war es 1:30 Uhr nachts. Die arme Marni war von dem ganzen Trubel und der Aufregung des Wiedersehens leider so durch den Wind, dass er prompt Durchfall bekam. Das hieß für Bernhard und mich: Klinke in die Hand drücken und abwechselnd mitten in der Nacht mit dem Hund rausgehen. Das war im ersten Moment zwar nicht schön, aber nach der langen Trennung fast zu befürchten.
Fazit
Es war eine absolut fantastische, unvergessliche Hochzeitsreise. Wir werden unser Leben lang so gern an diese intensiven drei Wochen zurückdenken. Und ich freue mich jetzt schon riesig darauf, mich in aller Ruhe hinzusetzen und das Fotobuch zu gestalten! ❤️ Vulkanerde an den Schuhen, la dolce vita im Herzen.
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