Ganz gechillt in Braşov
May 23 in Romania ⋅ ⛅ 20 °C
Wir sind in Siebenbürgen, wo alles (mindestens) zweisprachig ist. Die Siebenbürger Sachsen halten bis heute deutsche Traditionen und vor allem die deutsche Sprache am Leben. Und das fühlt sich teilweise ganz schön schräg an ...
Es geht los mit den Ortsnamen. Wir übernachten heute in Brașov. Oder auch Kronstadt. Geht beides und einen umgarischen Ortsnamen gibt's auch noch. An den Häuserwänden finden sich deutsche Sinnsprüche (die zu Hause schon ziemlich seltsam sind). Und es gibt deutsch-evangelische Kirchengemeinden. Weird. Aber halt "historisch gewachsen".
Wir mögen Brașov auf Anhieb. Ein nettes Städtchen mit vielen restaurierten und renovierten Häusern, jede Menge Lokale, die ihre Tische nach draußen geräumt haben, uns drumherum ganz viel Grün.
Und alles ist hier in Rumänien (bisher zumindest) irgendwie unkompliziert. Ich hatte mit dem Hotel Casa Chitic Balcescu gechattet und einen Parkplatz reserviert, denn die sind in Brașov Mangelware. Kein Problem. Zwanzig Minuten, bevor wir da waren, eine kurze WhatsApp und als wir vor die Hoteltür rollen, kommen schon zwei junge Kerle und schieben die Mülltonnen beiseite, die "unseren" Parkplatz blockieren 🤣
Auch das Wetter kommt so langsam in Urlaubslaune. Wir spazieren bei Sonnenschein durch das Städtchen, gönnen uns ein Ankommensbier und machen Touriprogramm. Echt hübsch hier!
Und während wir so durch Brașov schlendern, dreht mein Handy plötzlich durch. Hä? Ich bin verwirrt (und überfordert), eine Warnmeldung auf Rumänisch. In dem verzweifelten Versuch, mein Handy dazu zu bringen, nicht mehr hysterisch zu tröten, drücke ich die Meldung weg.
Was war das jetzt? Um uns herum klingeln, rasseln, hupen immer mehr Handys. Als das von Dirk losschrillt, sind wir vorbereitet, finden den englischen Text und müssen schmunzeln.
Es ist tatsächlich eine Bärenwarnung. Ein Braunbär wurde in der Nähe gesichtet und das löst eine Warnung aus. Eigentlich gar nicht schlecht.
Jetzt aber weiter mit Brașov. Die Kathedrale ist für unseren Geschmack etwas überschätzt und eher langweilig, aber der kleine Spaziergang zum Schwarzen Turm lohnt sich, denn der Blick von dort auf ebenjene Kathedrale und die Dächer von Braşov ist definitiv nice!
Und nachdem wir die letzten beiden Tage rumänisch gegessen haben, widmen wir uns heute ... der deutschen Küche 😂 Was eher Zufall ist, denn das Lokal "Zum Rosenanger" lockt uns erst einmal damit, dass es klein und schnuckelig etwas abseits der Touriströme liegt.
So kommen wir zu Schnitzel und Apfelstudel und beenden mehr als froh gelaunt einen absolut gelungenen Urlaubstag.
Wir nutzen das herrliche Wetter am nächsten Tag noch einmal für ein paar Fotos von Brașov, bevor wir uns von hier verabschieden. Hat uns richtig gut gefallen, so darf das weitergehen.Read more











Wie schön, hier wusste ich vieles nicht 😊 [Regina]
TravelerGing uns genauso, bevor wir die Tour geplant haben 😉
Ich bin neugierig. Ist der Apfelstrudel mit Blätterteig oder Mürbeteig? 😋 [chaotische Köchin]
TravelerGute Frage. Es war definitiv kein echter Strudelteig (zu dick), Blätterteig war's auch nicht. Irgendwie war Hefe dabei. Hmm ... 🤔