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Südafrika & Namibia 2026

Erst chillen, dann grillen, das ist die Devise unserer Tour 2026 ins südliche Afrika. Die Tour führt uns erst einmal in die südafrikanischen Winelands und an die Küste, bevor wir ganz gemütlich immer weiter nach Norden bis nach Namibia fahren. Læs mere
  • So schön. So allein.

    12. april, Namibia ⋅ 🌙 28 °C

    Wir genießen Mirabib einfach. Diese Stille, diese Weite, dieses Gefühl von ... hmm, kann ich gar nicht beschreiben. Es fühlt sich auf jeden Fall gut und genau richtig an.

    Dabei passiert hier nicht viel, deshalb mache ich es auch kurz:
    Ausschlafen, frühstücken, abwaschen.
    Dirk läuft einmal um den Felsen und macht 360°-Panoramen. Lesen. In die Landschaft starren.

    Und dann: Meat and Cheese Platter zum Sonnenuntergang 🤣
    Das fing als dummer Spruch an, als wir vor einer gefühlten Ewigkeit in Südafrika bei einer Weinprobe saßen und dazu gesnackt haben. "Was, wenn ... wir in Mirabib, am Ende der Welt und mitten im Nichts, eine gediegene Meat and Cheese Platter essen?"

    Wir hatten so viel Spaß mit dieser absurden Vorstellung, dass wir sie heute in die Tat umgesetzt haben. Und wisst ihr was? Es gibt kaum einen besseren Platz dafür als hier!

    Und es gibt auch kaum einen besseren Platz für ein Milchstraßen-Zeitraffer. Der Mond ist uns wohlgesonnen und geht erst mitten in der Nacht mit einer schmalen Sichel auf. Und so klickt Dirks Kamera also ein paar Stunden im 30-Sekunden-Takt. Wir sind gespannt, ob das geklappt hat ...
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  • ------ [Stille]

    13. april, Namibia ⋅ ☀️ 31 °C

    Wir haben auf dem Flug nach Kapstadt den Film "Zweigstelle" geguckt. Da gibt es das Nichts, wohin keiner will. Und irgendwann ist das Nichts dann auch noch kaputt.

    Wir mögen unser Nichts. Und kaputt ist es zum Glück auch nicht. Heute sind wir ganz allein. Die beiden Ranger sind gestern schon verschwunden und die letzten beiden Touris sind heute Morgen gegen halb acht weggefahren. Da lagen wir noch mummelig im Zelt.

    Wir passen uns der Landschaft an. Machen (fast) nichts. Außer ein ganz bisschen um den Felsen laufen, viel lesen und vor allem immer wieder der Stille nachspüren.

    Kann schon sein, dass viele uns für bekloppt halten, drei Tage in Mirabib zu verbringen. Kann auch sein, dass viele das sterbenslangweilig fänden. Für uns ist es genau richtig.

    Und so sitzen wir hier, freuen uns über Weite, Stille, Einsamkeit. Über den gigantischen Sternenhimmel und dass die Gewitter nur am Horizont toben. Und natürlich über ein perfekt gegrilltes Elandfilet mit einem Rainbow's End Merlot 😁
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  • Auf zur letzten Camping-Etappe

    14. april, Namibia ⋅ ☀️ 23 °C

    Was soll ich sagen? Wir hätten es auch noch länger in Mirabib ausgehalten. Aber ... das Tourende naht und wir haben jetzt noch zwei Nächte auf einer Farm, die an der C28 und damit auf unserem Weg nach Windhoek liegt.

    Bis Donkerhuk West sind es gerade einmal 110 Kilometer und so können wir heute Morgen gaaanz laaangsaaaam machen. Kurz vor elf brechen wir dann doch mal auf. Schütteln unterwegs immer wieder den Kopf über die Blümchenwiesen ringsherum, staunen über eine Straußenherde mit deutlich mehr als 30 Tieren und holen irgendwann die Drohne raus, um die grüne Landschaft von oben zu sehen. Wie gut, dass wir uns vor der Tour noch die Genehmigung für die Drohnenflüge besorgt hatten.

    Trotz aller Gemütlichkeit sind wir am frühen Nachmittag auf Donkerhuk West. Wir haben die Campsite Duikers Den gebucht und richten uns da jetzt ein. Schön groß, eine "Küche", ein überdachter Sitzplatz, toller Grill mit Feuerstelle und Duschhäuschen (wir mögen open air ja lieber - das hat zur Regenzeit aber auch seine Herausforderungen 🤣).

    Landschaftlich ein ziemlicher Gegenentwurf zu Mirabib: in einem kleinen Tal gelegen, viele Bäume und jede Menge Tiere, die man vor allem hört. Ein schöner Platz für den Abschluss, weil man hier ganz entspannt campen und die Tour Revue passieren lassen kann.

    Und weil Dirk in dieser Küche ganz hervorragend Lieblingsnudeln kochen kann 😁😁😁 Wir gönnen uns dazu einen Kaapzicht Bottelary Hills Rooi und freuen uns mal wieder, dass wir in Südafrika so leckeren Wein mitgenommen haben!
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  • Noch einmal Sterne

    15. april, Namibia ⋅ ☀️ 24 °C

    Angeblich gibt es hier eine Old Police Station. Suchen wir. Finden sie aber nicht. Schade, denn auf Büllsport ist die alte Polizeistation aus der Zeit der Schutztruppe ganz spannend.

    Tappern wir halt so bei bestem Wetter ein bisschen durch die Gegend und fotografieren Blümchen und Vögelchen und was uns sonst so vor die Linse hüpft 😳🏵🐦

    Wir genießen den Tag, obwohl da wie meist eine gewisse Wehmut mitschwingt, weil die Tour zu Ende ist. Morgen fahren wir wieder nach Windhoek.

    Und letzte Campingtage sind schnell erzählt. In diesem Fall geht das so: Farmerfrühstück mit Kartoffeln, Eiern und Speck (muss ja weg am Ende der Tour), lesen, essen (Zebrafiletstreifen), lesen, Sundowner trinken, am Feuer sitzen, Sternenhimmel bewundern, im Zelt liegen und den Geräuschen lauschen.

    Ein Wort noch zum Sternenhimmel: Der ist hier unten immer einfach fantastisch. Und diesmal hatten wir vor allem in Mirabib aber auch hier auf Donkerhuk West die geniale Kombination aus minimalster Lichtverschmutzung und klarer Luft dank des Regens. Das lässt die Sterne immer nochmal heller leuchten. Wir leiden hier regelmäßig an Genickstarre, weil wir uns nicht sattsehen können 💫✨️
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  • Erst Windhoek, dann nach Hause

    17. april, Namibia ⋅ 🌬 24 °C

    Jetzt ist es wieder soweit. Wir müssen unser geliebtes Dachzelt wieder bis zur nächsten Tour zuklappen. Ich mag diese Tage nicht ...

    Bis Windhoek sind es keine 200 Kilometer (die sich allerdings ziehen sollten, dazu gleich mehr), deshalb haben wir heute morgen auch keine Eile. Wir begnügen uns mit Keksen und Kaffee mit Aussicht. Unsere Lebensmittel-Planung war ganz gut, mehr ist nicht mehr übrig 🙂

    Auch der Abwasch dauert am letzten Tag etwas länger, da wollen auch Wasserkessel & Co. nochmal gespült werden, bevor sie in der Kiste verschwinden. Gegen zehn lässt es sich nicht mehr länger rauszögern, wir brechen auf und steuern Windhoek an. Bis wir dort ankommen, vergehen mehr als vier Stunden ... reine Fahrtzeit. Die C28 über den Bosua Pass ist einfach nur gruselig. Das bestätigt später auch Claudia...

    Machen wir den Rest kurz: Wir essen abends lecker im Butcher's Block, sind in der Casa Piccolo leicht genervt von einer estländischen Motorbikergruppe, packen freitags zusammen, schwätzen mit Marco und Claudia - und dann wird es Zeit, den Landy zu Markus nach Glücksland zu bringen.

    Auch mit Markus quatschen wir bei einer Tasse Kaffee noch eine Weile. Der Rest ist (zum Glück) Routine. Inklusive der einstündigen (!) Wartezeit am Gepäckband in Frankfurt. Und gegen halb acht schließen wir zu Hause die Tür auf.

    Tour zu Ende. Tolle Tour. Die nächste nimmt in unseren Gedanken Formen an 😉
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    Slut på rejsen
    18. april 2026