Eintauchen in den Adel & indisch kochen
10. december 2024, Indien ⋅ ☀️ 20 °C
Heute war der erste Morgen ohne Programm, d.h.: Ausschlafen!!! 😇 So gut es in einer indischen Stadt halt eben möglich ist. Wir genießen einen gemütlichen Morgen und ein ausgedehntes Frühstück im Dachterrassenrestaurant unseres Haveli-Hotels.
Dann machten wir uns auf, die angeblich größte Befestigungsanlage Indiens zu erkunden. Das Mehrangarh Fort befindet sich auf einer Höhe von 123 Metern auf einem Einzelfelsen und überragt von dort die gesamte Stadt. Wir ließen uns durch die kleinen Gassen mit den vielen blauen Hauswänden, die Jodhpur den Beinamen "the blue city" verleihen, treiben und kamen auf unserem Weg beim großen Monument von Rao Jodha Ji, dem Gründer des Forts und somit der Stadt Jodhpur, vorbei.
Der Eintritt beinhaltet einen Audio Guide und die sehr gute Aufbereitung führt in ca. 2 Stunden durch die gesamte Anlage, inklusive der als Museen gestalteten Räume mit Elefantensätteln, Sänften, Kinderwiegen, Malkunstwerken und Waffen.
Mit dem Bau der Anlage wurde im Jahr 1459 begonnen, aber weite Teile der bis heute erhaltenen Bausubstanz stammen aus der Periode des Maharadschas Jaswant Singh (1638–1678). Bis 1943 wohnte die fürstliche Familie noch in der Festung, der aktuelle Maharaja hat seit der Unabhängigkeit Indiens jedoch keinen gehobenen Status mehr und verwaltet das Fort gemeinsam mit einer Stiftung im Sinne des Denkmalschutzes.
Der Eingang des Forts führt durch sieben Tore. Dazu gehören u.a. das Jai Pol („Siegestor“), 1806 vom Maharadscha Man Singh gebaut, um einen Sieg gegen Jaipur und Bikaner zu feiern.
Einprägsam wirkt das Loha Pol („Eisentor“) auf uns, denn es trägt die Handabdrücke von sechs Königinnen, die 1843 als Witwen des Maharadschas Man Singh, mit ihm gemeinsam im Totenfeuer verbrannt wurden. Angeblich still schweigend, in tiefer Meditation. Dies war - Göttin sei Dank - das letzte offizielle Sati Ritual dieser Art in Indien.
Zurück hinunter in die Stadt nehmen wir den kürzeren Weg über die Treppen und kehren auf einen Chai in ein familiäres Rooftop Restaurant ein. Zunächst vermuteten wir, falsch zu sein, weil die sehr schmalen und dunklen Stufen quasi an privaten Räumlichkeiten wie Schlafzimmer und Küche vorbeiführten, doch es nickten uns unterwegs diverse Menschen ermutigend zu, also stiegen wir ganz hoch und tatsächlich standen dort am tylischen Flachdach 4 Tische auf denen sogar Speisekarten lagen. Der sehr freundliche Gastwirt war auch zugleich zur Stelle und pries das gute Essen seiner Frau an. Also nahmen wir noch ein Karottenhalwa dazu. Alles wurde ganz frisch zubereitet, denn es dauerte überraschend lange und dann stieg uns ein köstlich süßer Duft in die Nasen. (Nur für alljene von euch, die von unserer 1-jährigen Zuckerkarenz wissen: diese wird in Indien bedingt ausgesetzt, da das Reisen sonst zu stark erschwert bis unmöglich wird 😉. Und: wer weiß, wann wir wieder einmal die Gelegenheit haben, diese regionalen Gerichte zu probieren...). Das Angebot eines Henna Tattoos an den Händen lehnten wir dankend ab, da wir bereits zu unserem Kochkurs aufbrechen mussten.
In einer Motor-Rikscha ging es ca 20 min durch Jodhpurs dichten Verkehr, bevor wir in einer ruhigeren Wohngegend im 2. Stock von Reka und Rishi empfangen wurden. Die super organisierte Reka zeigte uns in knapp 2.5h , wie man Pakhora und Lassie zubereitet und zauberte mit uns 3 verschiedene Curries, Rotis, ein Koriander-Minz Chutney und extrem leckere Kokosladdus, welche wir dann auf der eigens vorbereiteten Dachterrasse verspeisen durften. Dazwischen gab es noch Safran Tee.
Wir bekommen noch die Rezepte und dann freut euch drauf, von uns mal bekocht zu werden!!Læs mere






















ja toll macht ihr das, nicht so tiuristisch wie wir...haben täglich neue stadt konsumiert, um nix ???? zu versäumen..🙃 [rosmarin]
RejsendeDanke! Sarah von Chalo Reisen, hat das meiste so toll zusammen gestellt. Wir sind zwar auch in relativ straffem Programm unterwegs, aber dazwischen gibt es immer wieder regionale Aktivitäten, damit es lustig bleibt und wir Land und Leute so besser kennenlernen können.