Pushkar: Affen, Märkte & Heiliges Wasser
13 Disember 2024 ⋅ ☀️ 22 °C
Nach einem süßen Milchreis- & Linsenporridge Frühstück heißt es Abschied nehmen von den fröhlichen & hilfsbereiten Frauen und dem kleinen Om Prakash im Ashram.
Wir passieren wieder zahlreiche Kühe, Ziegen und sonstige Tiere, sowie interessante Objekte und Gefährte auf unserem Weg nach Pushkar. Bevor man ins Innere der kleinen Stadt vordringt, durchquert man ausgedehnte Sandpisten, wo alljährlich Anfang November der riesige Kamel- & Viehmarkt stattfindet. Derzeit befinden sich nur vereinzelte Gipsy-Zelte dort.
Nach dem Einchecken in unserem herzigen grünen New Heli Hotel am Stadtrand, machen wir eine kurze Tour zum einzigen (!!) Lord Brahman gewidmeten Tempel von ganz Indien. In der hinduistischen Dreifaltigkeit ist Vishnu der Erhaltet und seinem beliebten Avatar Krishna, dem Gott der Liebe, sind sehr viele Tempel gewidmet, ebenso Shiva, dem Gott der Zerstörung, und seiner Gefährtin Parvati. Brahman ist der Schöpfergott und hat, warum auch immer, in ganz Indien nur diesen einen Tempel hier in Pushkar für sich alleine und alle gläubigen Hindus, pilgern angeblich mindestens einmal im Leben hierher, wie die Muslimen nach Mekka.
Wir spazieren weiter durch den Markt und um den heiligen See, der 54 Badestellen oder Gahts rundherum hat, nach den royalen Herrschern benannt, die sie erbauen ließen und in der Vergangenheit auch benutzten. Es heißt, dass sogar Gandhi's Asche zur Hälfte hier im See ausgestreut worden ist.
Wir kehren ohne zu baden im Rainbow Rooftop Restaurant auf ein Rajasthan Thali und Butter Paneer ein. Sehr lecker, wie eigentlich immer hier in Indien!
Der zweite wichtige Tempel liegt auf der Spitze eines Berges. Nach dem vielen Sitzen und Autofahren in den letzten Tagen, bin ich sehr für einen Fußmarsch hinauf! Also steigen wir über zahlreiche Stufen in den Himmel empor und auch Annemarie ist frohen Mutes, bis wir vor uns zahlreiche Languren erblicken. Ich bin sehr angetan, da unerschrocken und ohne schlechte Erfahrungen. Annemarie hat großen Respekt vor den agilen Tieren und benutzt mich als lebendes Schutzschild, immer darauf achtend, dass ich zwischen ihr und den Affen bin. Tapfer folgt sie mir nach oben. Als wir bei einer einzelnen Mutter mit sehr kleinem Baby vorbeikommen, erinnere ich mich an die Reste des Frühstücks (frittierte Pakhora und süße Kekse), die wir vom Ashram als Reiseproviant mitbekommen haben, und hole sie aus dem Rucksack. Da sie mich scheinbar genau beobachtet, kommt sie mir schon entgegen und nimmt die Kekse eilig an sich. Auch den Pakhora-Nachschlag, den ich vor ihr am Boden ausstreue, rafft sie schnell zusammen. Sie weiß warum, denn im Nu tauchen wie aus dem Nichts schon weitere neugierige Familienmitglieder auf und schnappen sich flott die noch verbleibenden Krümel am Boden.
Eine letzte Hürde bildet eine beinahe durchgehende Languren-Front kurz vor dem Gipfelplateau. Ich weigere mich, auf die jungen Männer zu warten, an deren Fersen sich Annemarie vorhin unauffällig geheftet hat, und gehe langsam, aber bestimmt an ihnen vorbei. Die sind aber eh gerade am Lausen und daher mehr an sich selbst, als an uns interessiert, so dass wir unbehelligt an ihnen vorbeikommen.
Der Tempel ist mit Neonlicht Deko und Plastikblumen sehr uncharmant, wie viele seiner Art, aber die Aussicht auf Pokhara und Umgebung im Abendlicht umso schöner!
Bergab schonen wir unsere Knie und nehmen die Gondel. Oder doch wegen der vielen Affen...😉
Am Sunset Point lassen wir den Abend bei Trommelklängen und Lichtreflexionen am Wasser ausklingen.Baca lagi

Amazing adventure ✨️ 😍 [Mommy]




















