• Ein Wochenende in Jaipur, Tag 1

    13. december 2024, Indien ⋅ ☀️ 22 °C

    Nach einem frischen Frühstück am Dach bei knackigen 7°C verabschieden wir uns von Pushkar und machen uns mit Qayum auf den Weg nach Jaipur, der größten Stadt Rajasthans. Das schüchtert mich gleich etwas ein, bin ich doch grundsätzlich schon nicht so der Städte-Fan und in Indien noch weniger...

    Jaipur bietet auf jeden Fall einige Paläste, zwei Forts, ein großes Museum, eine Sammlung ausgeklügelter astronomischer Messgeräte aus dem 18. Jhdt und vieeeeele Tempel. Wir starten mit Jantar Mantar, wo auch die riesige 27 m hohe Sonnenuhr steht, mit der die Zeit bis auf 2 Sekunden genau abgelesen werden kann! Wir sparen uns einen Guide, da ich befürchte, die Raffinesse dieser astronomischen Kunstwerke sowieso nicht zu verstehen, aber sie sehen auf jeden Fall alle sehr eindrucksvoll aus!! Es sind sehr viele Schulklassen unterwegs, was zur Folge hat, dass wir für zahlreiche Selfies posen dürfen. Ich hab das Gefühl, auf den indischen social Mediakanälen schon als Celebrity zu gelten 😉😇!!

    Auf dem Weg zurück zum Parkplatz gönnten wir uns eine frische Kokosnuss 😋
    Und am Tankstopp am Weg zum Fort gab es einen Blick auf den Wasser Palast.

    Die Fahrt hoch zum Amber Fort hat es sich ordentlich gestaut, was zahlreiche Straßenhändler und Bettler ausnützen, um durchs Fenster an die Fahrgäste heranzukommen. Leicht unangenehm... Schließlich wollen wir weder ein Turbankäppi noch können wir allen Kindern Schnitten oder Geldscheine in die Hand drücken. Es hilft leider nur, den Blickkontakt zu vermeiden. Kurzer Zwischenstop beim Stufenbrunnen, bisschen kleiner und weißer als in Jodhpur und man darf nicht runter --> kam gleich die Trillerpfeiffe.
    Endlich oben angekommen, gehen wir zu Fuß weiter, während Qayum das Auto parkt. Wir bahnen uns einen Weg zwischen einheimischen Touristen und Tourguides, die sehr eindringlich ihre Dienste anbieten, zunächst bis zur WC Anlage. Ziemliche olfaktorische Herausforderung um 5 Rps/Pers. Dann weiter zum Ticketschalter. Die Leute drängen von allen Seiten, die Scheibe ist schmutzig und die Typen dahinter sitzen mindestens 1 m weit weg und sind kaum zu verstehen, als wir uns bzgl Audioguide erkundigen. Erst jetzt bemerke ich, dass ich mein Bauchtascherl mit Geld und Paß im Auto gelassen habe. Blöderweise hat Annemarie aber den letzten Eintritt bezahlt und daher auch nicht mehr genug Scheine dabei!!
    Nach einigem Hin und Her beschließen wir, dass wir mit zwei Forts wohl eh schon genug gesehen haben und dieses hier gut sein lassen werden. Unterm Strich also eine weite Anreise für einen WC Stop mit ein bisserl Aussicht 😉!

    Statt Geschichte gibt es dafür etwas Kultur Kunst, denn wir machen nun einen Stop bei einer traditionellen Blockdruckmanufaktur. Der weltoffene Shopinhaber erzählt uns begeistert von seiner Passion und wir dürfen den jungen Männern bei der Arbeit zusehen. Und hätten wir nicht schon 5 extra Taschen zu unserem Gepäck, es wäre bestimmt noch eine tolle Tischdecke oder Bettüberwurf mitgekommen!

    Nun ist es aber höchste Zeit für ein Abendessen! Auf der Herfahrt haben wir unseren Chauffeur nach einem Restaurant-Tip gefragt und nun laden wir ihn als Dankeschön für heute zum Essen ein! Es gibt köstliche traditionelle Küche mit Volkstanz! Für indische Verhältnisse hochpreisig, aber das darf auch einmal sein ;-)
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