• The Horse Ride

    August 12, 2022 in South Africa ⋅ ☁️ 15 °C

    Am Abend des 10. August erreichen wir unser nächstes Camp: Die Khotso Guestfarm. Wieder ein richtiger Glücksgriff: Ein weitläufiges Gelände mit eigenem Grillplatz, schönen Duschen und vielen Tieren, die frei auf den Wiesen herumlaufen.
    Bild 1 u 2
    Für den späten Nachmittag des nächsten Tages buchen wir den Sundowner Horse Riding Trip auf der Farm.
    Als wir zum Stall kommen, sind die Pferde noch nicht gesattelt. Bild 3 u 4
    Es geht dann aber alles recht schnell, und um 4 Uhr nachmittags reiten wir Vier mit unserem Guide Charles von dannen.
    Alles spielt sich in einem sehr gemäßigten Tempo ab. Die Pferde sind gut erzogen und bewegen sich ordentlich im Gänsemarsch Richtung Bergkuppe, keiner überholt den anderen.
    Kai und Viktor sehen ein wenig gelangweilt aus, Karola und mir indessen gefällt das moderate Tempo.
    Charles erzählt ein paar Informationen zur Gegend, und wir arbeiten uns gemächlich immer weiter bergauf. Bild 5
    Es wird steiler und steiniger, man kann sich nur wundern, wie die armen Pferde auf diesen Klippen herumbalancieren können.
    Oben angekommen bereitet uns Charles einen wunderbaren Sundowner Snack mit Bier, südafrikanischem Rotwein, Crackers und Camembert zu. Bild 6
    Danach machen wir uns bergab auf den Heimweg, Gott sei Dank ist diese Strecke nicht ganz so steil und felsig wie der Hinweg.
    Steve, der Besitzer der Farm hatte uns gewarnt, nicht während des Ritts auf dem Pferd rumzuhampeln.
    Dadurch würden sie nervös und wild.
    Keine Jacken an - oder ausziehen, nicht am Rucksack rumfummeln oder Ähnliches.
    Klar, dass Viktor, heute Buffalo Bill, sich nicht an diese Anweisung hält.
    Er kramt in seinem Rucksack herum, um seine Kamera heraus zu holen. Sein Pferd, Slossow, fängt an, nervös zu tänzeln. Oh, Mist.
    Merkt er das denn nicht?
    Im selben Augenblick geht Slossow vorne hoch, ganz steil, steht senkrecht auf 2 Hinterbeinen. Buffalo Bill hält sich tapfer. Slossow versucht es nun mit dem Hinterteil und steigt rückwärts hoch. Buffalo Bill sitzt fest im Sattel. Es sieht aus wie ein anspruchsvolles tolles Bullriding in Las Vegas. Dann ändert Slossow die Taktik und grätscht waagerecht zur Seite aus. Das ist zu viel für Buffalo Bill. Im hohen Bogen fliegt er von dem bockenden Gaul mit Karacho auf die Felsen.
    Charles ist total schockiert und wird kreidebleich. Wir anderen lachen uns schlapp, ich mach mir fast in die Hose. Gott sei Dank hat Buffalo sich nicht ernsthaft verletzt, er ist mit dem Schrecken und ein paar blauen Flecken davon gekommen.
    Danach versteht Charles keinen Spaß mehr. Den Rest des Trails sollen wir gesittet hinter ihm herreiten.
    Da höre ich, wie Kai Viktor zuzischt:" The race is on", und will ihn zu einem Wettrennen herausfordern. Aber Charles riecht den Braten und ruft Kai zu: " Stop your horse", woraufhin wir wieder alle brav im gemäßigten Schritt weiter reiten. Bild 7 u 8
    Ganz zum Schluss gibt es noch eine Galoppeinlage, die Männer sind begeistert, während Karola und ich spitze Schreckensschreie ausstoßen.
    Schließlich kommen wir wieder am Stall an. Es war eine schöne Tour, aber wir sind heilfroh, nicht den 6 stündigen Ausritt gebucht zu haben.
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