• Die Insel der Druiden

    June 11 in Wales ⋅ 🌬 15 °C

    Ynys Môn, Mona, Insel der Druiden – die walisische Insel Anglesey hat viele Namen und jeder klingt mystischer als der vorangegangene. Kaum ein anderer Ort in Nordwales ist so von Mythen und Legenden umrahmt wie die Insel Anglesey, die durch die Menai Straight vom walisischen Festland getrennt wird.
    Über Jahrhunderte hinweg diente sie den keltischen Druiden als Rückzugsort. Erst um 61 n.Chr. wurde das Heiligtum der Druiden auf Anglesey von den eindringenden Römern zerstört. Für die Römer war die Besetzung der Insel Mona von größter Bedeutung, war sie doch zum Zentrum des Widerstands. Im 13. Jahrhundert ging Anglesey dem englischen Königreich zu. Zu jener Zeit entstand auch die Burg von Beaumaris am nordöstlichen Zipfel der Insel. Sie war eine der mächtigen Burgen, die Eduard I. von England rings um Wales errichten ließ, um die rebellischen Waliser unter Kontrolle zu bringen.
    Auf der interessanten Insel wollen wir uns ein bisschen umsehen. Zunächst geht’s auf die Burg Beaumaris und dann in eine 4000 Jahre alte Grabkammer . Und auf dem Weg dorthin kommen wir am Ort mit dem längsten und unaussprechlichsten Ortsnamen Europa vorbei:

    Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch

    Bryn Celli Ddu (walisisch; deutsch „der Grabhügel im dunklen Wald") ist ein neolithisches Ganggrab und wird im Allgemeinen als schönstes Ganggrab in Wales bezeichnet.
    Anders als bei vielen anderen Megalithanlagen gibt es hier eine vollständige Eingangspassage und eine runde Kammer mit einem 2 m hohen Steinpfosten.
    Die Eingangspassage ist ungefähr auf die Sonne zur Zeit der Sommersonnenwende ausgerichtet, so dass für ein paar Wochen um diesen Zeitpunkt herum Licht auf die Rückwand der Kammer fallt.
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