• Die Halbinsel Llyn

    June 15 in Wales ⋅ ☁️ 15 °C

    Der Halbinsel Llyn statten wir nur einen kurzen Besuch ab. Wir wollen morgens den ehemaligen Granitsteinbruchort Nant Gwrtheyrn an der Küste und später Tre‘r Ceiri, eine alte Siedlungsstätte aus der Eisenzeit ansehen. Bei unserer Ankunft am Abend vorher kommt plötzlich Nebel auf, der morgens verschwindet. Der Weg nach Nant Gwrtheyrn führt steil hinunter und der Blick auf tausende rosafarbene Fingerhüte begleitet uns. Wir besuchen das Besucherzentrum, das sich für den Erhalt der walisischen Sprache einsetzt und machen eine Pause im Caffe Meinir.
    Für den Nachmittag planen wir eine Wanderung nach auf den Berg Yr Eifl nach Trer Ceiri, das besterhaltene eisenzeitliche Fort in Wales mit Resten von etwa 150 Hütten für etwa 500 Personen. Die Siedlung war mindestens bis ins 4. Jh. n. Chr. bewohnt. Die hohe Lage auf dem Berg bewahrte die Anlage vor Zerstörung. Der steile Aufstieg (etwa 45 Min.) lohnt auch wegen der schönen Aussicht über Nordwales.
    Das Wetter schlägt wieder um, also wird das mit der Aussicht nichts, aber wir machen uns trotzdem auf den Weg nach oben. Leider haben wir den richtigen Einstieg auf den Berg verpasst und finden den Wanderweg nicht. Wir kraxeln durch wildes Gelände und klettern über Geröllmassen bei immer stärker werdenden Regen und Nebel weiter hoch. Oben angekommen stehen wir vor einer hohen Mauer ohne Durchgang, wir schichten Steine auf, um über die Mauer klettern zu können. Danach wird es richtig stürmisch, man hört und sieht nichts!und wir brauchen eine ganze Weile, bis wir hier oben zwischen all den Steinresten der Siedlung den richtigen Wanderweg nach unten finden. Komplett durchnässt und völlig fertig, schaffen wir es nach unten. Was für ein Tag 🥾⛰️
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