• Dzień dobry

    June 14 in Poland ⋅ ☁️ 14 °C

    "Nach Polen? Mit dem Auto hin, mit dem Zug zurück, haha?" Das hörten wir vor Abreise ein paar Mal. Der erste Halt in Polen gab einen komplett anderen Eindruck: Wir hatten kein Münz für den Parkomat, worauf uns eine junge Polin einfach so 5 Zloty spendierte, mehr als ein Franken!

    Die Spazierhalle des Kurhauses in Swjeradow-Zdroj (noch in Betrieb!) mit Lärchenholzkonstruktion ist umwerfend. Einst soll das Sanatorium bei Kurgästen aus Berlin sehr beliebt gewesen sein.

    Heute haben wir es genossen, nur kurze Strecken auf Landstrassen zu fahren. Was fällt am ersten Tag in Polen auf? Viel Wald. Schöne, weite, sattgrüne, abwechslungsreiche und unbesiedelte Landschaften, Alleen, extrem wechselhaftes Wetter (es ist immer noch kühl und regnerisch). Keine Flachdachhäuser, keine Kühe, keine Pferde, keine Schafe oder Ziegen, auch keine Hunde.

    Kurzer Halt in Jelenia Góra (Hirschberg) mit den schönen farbigen Häusern. Im 16. Jh. war das Hirschberger Leinen in ganz Europa begehrt. Die Stadt profitierte von der Lage an der Handelsstrasse zwischen Prag und Breslau. Der damalige Reichtum spiegelt sich in Kirchen und Bürgerhäusern.

    Knarrende, steile Holztreppen zum Dachzimmer, Jagdtrophäen, antike Bilder und Möbel, Stickereien und das köstliche Abendessen bei Kerzenlicht - wegen Stromausfalls: Heute ist das absolute Highlight Hotel Zamek Kapniki (Schloss Fischbach). Im Reiseführer entdeckt, dachte ich erst, das könnten wir uns niemals leisten. Aber es ist günstiger als jede Absteige in der Schweiz.... Wir entdecken mit offenem Mund den fantastischen Park und das Schloss - und geniessen einfach. Und üben etwas polnisch: Dzień dobry (tschen dobre) - Guten Tag.
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