The Big Easy
February 2 in the United States ⋅ ☀️ 9 °C
RITUAL DER STADT AM MISSISSIPPI
Aufgezeichnet bei schwülem Atem und flackerndem Licht.
Zu Beginn:
„The Big Easy“ wurde gerufen – und die Stadt antwortete.
Schon beim ersten Mahl im French Toast wurde das Siegel geöffnet. Süßes Brot, heißer Dampf, ein Hauch von etwas, das nicht auf der Karte stand 🥞🕯️. Von diesem Moment an waren wir markiert.
Das French Quarter diente als Vorbereitungskreis. Eisenbalkone wie Gitterstäbe, Straßenpflaster mit gespeicherten Schritten, Jazz, der nicht gespielt, sondern beschworen wird. Jede Ecke ein Auge. Jeder Schatten ein Gedanke.
Dann der Übergang.
80 Kilometer hinaus, weg von den Mauern, hinein in den Sumpf – den eigentlichen Altar.
Am Eingang erhielten wir pinkfarbene Bändchen: Kennzeichnung der Teilnehmer. Niemand erklärte wofür.
Kapitän 👩✈️ Barry übernahm das Ritual. Seine Stimme ruhig, zu ruhig. Er rief die Wächter:
Waschbären 🦝 – die Sammler.
Nutrias 🐀 – die Beobachter.
Vögel 🦅 – die Boten.
Alligatoren 🐊 – die Alten.
Sie bewegten sich kaum. Sie prüften.
Barry sprach von Moonshinern und Prohibition – doch zwischen den Worten lagen Namen, die nicht genannt wurden. Der Sumpf zeigte seine Narben:
Überreste von Katrina 🌀. Versunkene Plattformen. Zerbrochene Boote. Häuser ohne Zweck. Opfergaben der Moderne. Der Ort nahm sie an – und vergaß sie nicht.
Zwischenruf – Der Fluch des Ford
Ogoun, Herr aus Eisen und Öl,
warum knarrt dein Wagen,
warum lachst du aus Blech?
🕯️🚗🕯️
Noch ehe der Kreis vollständig geschlossen war, schlug eine kleinere, aber äußerst boshafte Macht zu.
Der Ford – Gefährt aus Stahl, Technik und falschem Vertrauen – verschluckte seinen eigenen Schlüssel.
Kofferraum zu.
Auto zu.
Stille.
Der Sumpf sah zu.
Der Asphalt schwieg.
Der Ford grinste.
Kein Hebel.
Kein Trick.
Kein Fluchwort half.
Papa Legba,
öffne Wege,
auch aus Blech.
📞🕯️📞
Erst der Anruf beim Vermieter – Hohepriester der Hotline, Hüter der Fernentriegelung – brach den Bann.
Ein Klick aus der Ferne.
Ein metallisches Seufzen.
Die Türen öffneten sich, als wäre nichts gewesen.
Doch wir wussten es besser.
Der Ford hatte uns geprüft.
Und für würdig befunden… vorerst.
Mit neuem Respekt, leicht zitternden Händen und einem Blick, der sagte „Mach das nicht nochmal“, wurde der Motor gestartet.
Die Fahrt ging weiter.
Schneller.
Wilder.
Als wolle das Auto beweisen, dass es nun wieder auf unserer Seite war.
Oder uns nur tiefer hineinführen wollte.
Zurück in der Stadt folgte die Stärkung des Körpers – ein notwendiger, gefährlicher Teil jedes Rituals.
Gumbo kochte, bis es atmete.
Jambalaya brannte.
Crawfish Étouffée schärfte den Geist und schwächte den Magen 🔥🍲.
Martins Montezumas Geist zog sich zurück. Nicht aus Angst – sondern aus Respekt. Diese Magie brauchte ihn nicht mehr.
Mit Einbruch der Nacht begann der Kern des Rituals:
Graveyard – Ghost – Voodoo – Cemetery 👻🕯️
Friedhöfe, auf denen die Toten nicht begraben, sondern abgelegt sind. Grabmäler als Türen. Namen als Schlüssel. Geschichten, die nur funktionieren, wenn man glaubt – oder wenn man zuhört.
Manches wurde nur geflüstert.
Manches gar nicht erklärt.
Manches verstand man erst, als es zu spät war.
Der Rückweg führte durch Bourbon Street – Ort der Ablenkung – und Royal Street – Ort der Erinnerung. Schritte hallten nach. Nicht alle gehörten uns. Das Hotel bot Schutz… aber Rituale enden nicht einfach. Sie ziehen um.
Nun, da die Kerzen fast heruntergebrannt sind, beginnt bereits die Planung des nächsten Kreises:
New York 🤩🗽
Andere Ahnen.
Andere Symbole.
Andere Opfer.
Das Ritual ist nicht beendet.
Es reist.Read more




























Traveler
Ah, jetzt weiß ich warum die Waschbären heißen 😜😂🙋♀️
Traveler👍👍👍
Traveler
Abnehmtour??? Auf amerikanisch😋🤪