• Mae Hong Son Loop Tag 11+12

    November 2, 2025 in Thailand ⋅ ☁️ 21 °C

    Dichter Nebel wabert durch unser Tal, die Berggipfel sind kaum auszumachen.
    Das Wetter ist alles andere als optimal als wir uns an diesem Morgen auf die Roller schwingen. 250 Kilometer Strecke liegen vor uns.
    In einem Straßencafe trinken wir einen Cappuccino.
    Dann setzt auch noch Regen ein.
    Wir wägen die Situation ab, bleiben und warten oder aufbrechen.
    Wir entscheiden uns zum Aufbruch.
    Unsere Fahrt führt uns erneut nach Pai. Bis dorthin hat es durchgehend geregnet.
    Wir gönnen uns ein Mittagessen. Der Regen hört auf, für einen kurzen Moment zeigt sich die Sonne und wir können unsere Sachen ein wenig trocknen.
    Dann geht es weiter.

    Wir haben uns für die Rückfahrt nach Chiang Mai für eine Strecke abseits der üblichen Route des Mae Hong Son Loops entschieden.

    Zu Beginn sind die Straßenverhältnisse noch in akzeptablem Zustand. Das ändert sich bald deutlich. Zudem setzt erneut Regen ein. Die Temperatur fällt zunehmend.
    Wir befinden uns mitten in der rauen Bergwelt Nordwest - Thailands.

    Die Straße ist gesäumt von mächtigen Kiefern, teilweise hat man das Gefühl man fährt durch eine mediterrane Landschaft, dann wechselt die Vegetation wieder, dichte Farne und moosüberzogene Stämme vermitteln den Eindruck eines Märchenwalds in Skandinavien.

    Etwa auf der Hälfte der Strecke beginnen wir uns eine Unterkunft zu suchen, was sich als echte Herausforderung entpuppt.
    Entweder verlangt man für einen einfachsten Verschlag horrende Preise oder das ausgeschriebene Gasthaus existiert schlichtweg einfach nicht oder ist geschlossen.
    Auch die Bevölkerung erweist sich nicht als besonders hilfreich.

    Nach langer Suche und mit Einbruch der Dunkelheit finden wir endlich ein Homestay zu akzeptablen Bedingungen.

    Wir essen schnell eine Kleinigkeit und verziehen uns unmittelbar darauf ins Bett.

    Am nächsten Tag gießt es wie aus Kübeln aber wir müssen weiter.
    Zur Stärkung bekommen wir von unserem Herbergsvater frischen Kaffee aus eigenem Anbau.
    Dann geht es los.
    Dick eingepackt fahren wir durch die Landschaft, trotzen den Wassermassen die sich über uns ergießen.
    Viele der Berge um uns herum sind gerodet. Hier werden Erdbeeren im Steilhang angebaut. Die Bewässerung erfolgt in der Trockenzeit mit riesigen Drohnen.
    Stückpreis 15 000 Euro!

    Die Straße verschlechtert sich nochmals, es ist kalt geworden.
    Erdrutsche und Steinschlag versperren uns teilweise den Weg. Kleinere Flüsse treten über die Ufer. Der Regen will nicht enden!

    80 Kilometer vor Chiang Mai suchen wir Schutz in einem Restaurant, wärmen uns bei einem Kaffee auf und essen eine Kleinigkeit.
    Als wir weiterfahren sind wir froh, der Regen wird schwächer. Nur um kurz darauf mit aller Macht zurück zu kommen.

    Nach weiteren 2 Stunden erreichen wir das Ortsschild von Chiang Mai und steuern unsere Unterkunft an.
    Ein Teakhaus. Wir sind für heute die einzigen Gäste.
    Schnell bringen wir unsere Roller zurück, begleichen den Schaden (35,-€) und sind froh endlich unter eine heiße Dusche zu kommen.

    1300 Kilometer liegen hinter uns. Unzählige Serpentinen haben wir gemeistert. Die Eindrücke werden uns noch lange begleiten.
    Wir sind ein wenig stolz und sehr zufrieden mit den vergangenen 12 Tagen.
    Darauf stoßen wir an und lassen den Tag relaxed ausklingen...
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