• Nasca

    September 15, 2025 in Peru ⋅ ☀️ 25 °C

    Die Ereignisse überschlagen sich. Nach 10 Stunden recht effektivem Schlafen kommen wir morgens um 7:30 in Nasca an. Unser Flug über die Inka-Zeichnungen ist eigentlich erst für 10:30 geplant. Nachdem wir jedoch am Busterminal abgeholt werden, geht es direkt zum Aero-Terminal.

    Nasca erscheint mir schön, recht sauber und gepflegt, natürlich im Vergleich zu den anderen Städten Perus, die wir besucht haben. Es ist warm und nicht so staubig wie im Süden des Landes, wo wir herkommen.

    Am Aero-Terminal werden wir gewogen, da die Flugzeuge sehr klein sind. Insgesamt passen 8 Personen rein: der Pilot, Co-Pilot und 6 Fluggäste. Mir ist jetzt schon schwindelig, und ich habe noch keinen Kaffee und kein Frühstück gehabt. Unsere Flugzeit steht noch nicht fest. Cool, denke ich, das gibt uns noch ein paar Minuten für einen Kaffee.

    Um 9:30 werden wir von unserem Co-Pilot zur Avionette über den Flugplatz begleitet. Mein Gott, wie klein die Maschine ist. Der Adrenalin-Pegel steigt. Alles ist sehr aufregend. Nach zahlreichen Fotos steigen wir ein. Alfred passt kaum auf seinen Sitz, sein Bauchgurt zu klein ist, was jedoch kein Problem darstellt.

    Unser Co-Pilot gibt uns ein paar Instruktionen und erklärt Referenzpunkte, um die Figuren von oben besser erkennen zu können. Wir sitzen direkt hinter dem Piloten und starten.

    Wir heben ab und fliegen anfangs über grüne Plantagen. Schon nach ein paar Minuten wechselt die Landschaft. Überall sind dürre, kahle Berge. Durch dieses „Nichts“ zieht eine endlos lange Straße, die manche der Figuren kreuzt.

    Die Figuren sind kleiner, als ich gedacht habe. Die Avionette ändert immer wieder die Neigung. Die Figuren lassen sich sehr gut erkennen. Der Pilot gibt viele Hinweise, alles geht jedoch sehr schnell. Es ist schwierig, Bilder zu machen. Schließlich fotografiere ich im Blindflug. Mal sehen, was dabei herauskommt.

    Nach ca. 40 Minuten bin ich froh, wieder auf dem Boden zu sein. Meine Reisekrankheit hat die Oberhand gewonnen.

    Nach ein paar weiteren Touristenkapseln sitzen wir um 11:30 im Bus Richtung Ica. Während der dreistündigen Reise fahren wir genau über die Straße, die von oben zu sehen war. Die meiste Zeit fahren wir durch ausgetrocknete, sandige, wüstene ähnliche Landschaften. Plötzlich in diesem Niemandsland steigt ein Kontrolleur ein, unsere Tickets werden überprüft, dann steigt er wieder aus, zurück in das gleiche Niemandsland.

    Hin und wieder kommen wir an einem Dörfchen vorbei mit Kaktus-, Kartoffel-, Mais- und anderen Baumplantagen.

    Am Nachmittag kommen wir in der Huacachina-Oase an. Es ist wunderschön hier.
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