• Zeitreise nach Polonnaruwa

    February 19 in Sri Lanka ⋅ 🌧 23 °C

    Heute machen wir eine Zeitreise zum imposanten archäologischen Park. Mit dem Tuk-Tuk lassen wir uns über 140 km in das 11. bis 13. Jahrhundert nach Polonnaruwa versetzen.

    Die ehemalige Hauptstadt des singhalesischen Reiches – heute finden wir in Polonnaruwa den schönsten archäologischen Park von ganz Sri Lanka. Bereits 1982 wurde Polonnaruwa von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, und ein Besuch im Park versetzt uns in längst vergangene, ruhmreiche Zeiten. Die Reste des alten Königspalastes faszinieren gemeinsam mit Stupas, Tempeln sowie herrlichen Park- und Palastanlagen.

    Die Blütezeit erlebte die Stadt Polonnaruwa während der Regentschaft von Prakrama Bahu I. In dieser Zeit wurden die Bewässerungssysteme ausgebaut, und die Bewohner konnten auch in der Trockenzeit den Reisanbau vorantreiben. Darüber hinaus stammen fast alle historischen Gebäude, die in Polonnaruwa zu sehen sind, aus dieser Periode, die von 1153 bis 1183 dauerte. Außerdem besaß dieser Herrscher den heiligen Zahn Buddhas und bewahrte diesen in Polonnaruwa auf.

    Heute ist diese Reliquie im berühmten Zahntempel von Kandy ausgestellt. Nach dieser Blütezeit kam es jedoch zu mehreren Invasionen in Polonnaruwa, sodass die Hauptstadt im 13. Jahrhundert ebenfalls aufgegeben wurde. Rund 500 Jahre lang war Polonnaruwa vom Dschungel überwuchert.

    Die einzelnen Gebäude, die Stupas und die Buddha-Statuen von Polonnaruwa sind in einem guten Zustand. Im Felsentempel Gal Vihara sind die vier riesigen Buddha-Statuen, die mit einer Größe von etwa 14 Metern einen imposanten Anblick darstellen. Sie wurden aus dem Granit geschlagen und zählen zu den schönsten ihrer Art auf der Insel.

    Aus Respekt darf man sich nicht mit den Buddhas fotografieren lassen. Während der Fotoaufnahmen sollte man den Statuen nicht den Rücken zukehren. Natürlich sind die Tempel ausschließlich barfuß und mit entsprechender Kleidung zu betreten.

    Am meisten gefällt mir jedoch, wie authentisch die Menschen hier ihren Glauben und ihre Kultur leben. Unterwegs hielten wir mehrmals für ein paar Minuten an kleinen Hindutempeln an, damit unser Fahrer beten gehen konnte. Der respektvolle Umgang gegenüber der Kultur, dem Glauben und den Menschen spiegelt sich eben in kleinen Dingen wider.
    Read more