Es geht nach Trincomalee
February 23 in Sri Lanka ⋅ ⛅ 31 °C
Wir genießen noch des letzte Frühstück. Pittu hatte ich für heute bestellt. Ist eine Art 🍚 Reis/Kokos Rolle. Dazu herzhafte sausen auf Basis von Kokosmilch. Lecker 😋
Die Körpersprache der Singhalesen ist sehr unterschiedlich zu der europäischen. Unsere Gastgeber sprechen kaum Englisch. Oft ist es verwirrend. Wir warten seit fast zwei Stunden auf die Rechnung. Mittlerweile drängt die Zeit. Auf keinen Fall möchten wir den Direktbus nach Trincomalee verpassen.
Genaue Informationen zur Abfahrtszeit konnten wir nicht herausfinden. Je nachdem, wen wir fragen, gibt es ein wenig andere Uhrzeiten. Google findet die Verbindung erst gar nicht. Wir müssen uns also wie so oft auf die Menschen hier verlassen.
Am Ende sitzen wir doch noch rechtzeitig im Bus. Wir warten sogar 30 Minuten, bis es losgeht. Unser Gastgeber (dessen Namen ich mir nicht merken konnte) hilft und platziert den Koffer direkt neben dem Fahrer. Niemanden stört das.
Keine übertriebenen Sicherheitsregeln. Alles ganz einfach.
100 km liegen vor uns. Wir sind die einzigen Weißen, ich glaube, die einzigen, die den ganzen Weg mitfahren. Umgerechnet zahlen wir circa 2,80 € für uns beide.
Auf längeren Strecken trinke ich recht wenig. Trotzdem muss ich zur Toilette. Nach reichlich Überlegungen frage ich den Mann, der das Geld im Bus kassiert und eine Art Reisebegleiter ist, ob ich in der nächsten etwas größeren Stadt für 5 Minuten zur Toilette darf, aber auf jeden Fall weiterfahren möchte. Alfred bleibt im Bus. Falls ich doch hier gelassen werde, machen wir vorsichtshalber einen Treffpunkt aus.
Normalerweise macht der Bus keine Pausen. Er hält kurz an Bushaltestellen und fährt dann wieder.
Irgendwann bekomme ich ein Zeichen, dass ich raus soll. Vor dem Bus werde ich bereits von einem Mann erwartet. In Deutschland hätte ich den Mann, der auf mich wartet, für einen Obdachlosen oder Verbrecher gehalten. Da sind sie wieder, die Vorurteile, für die ich mich schon so oft vor mir selbst schämen musste.
Kurz begleite ich diesen Mann. Wir gehen zu einem Restaurant. Ich soll nach hinten gehen, hindurch bis nach draußen. Da wäre die Toilette. So laufe ich erstmal durch das Restaurant, dann durch die Küche, die Lagerräume und noch durch irgendwelche Behausungen. Ich treffe auf freundliche Frauen, die an offenem Feuer kochen, und bereue, dass ich keine Zeit für Bilder habe. Denn alles hier ist so anders. Für den Toilettengang bin ich um Jahrzehnte in die Vergangenheit versetzt.
In ein paar Minuten bin ich zurück. Der Bus samt allen Passagieren wartet auf mich. Alfred meinte, dass ein Mann ebenfalls kurz rausgegangen ist.
Die Passagiere kommen und gehen. Der Platz neben mir wechselt oft den Benutzer. Eine sehr betagte buddhistische Nonne setzt sich neben mich. Faszinierend, wie sie kaum stehen kann und trotzdem auf Reisen geht. Ich kann nicht widerstehen sie zu fotografieren. Aber erstmal wenn sie den Bus verlassen hatte und man ihn Gesicht nicht sehen kann. Ich möchte ihr gegenüber nicht respektlos sein.
Für die Kinder sind wir eine Attraktion. Selbst in Anuradhapura, wo es noch vergleichsweise viele Touristen gab, schauten uns die Kinder neugierig an. Im Bus hatten die Kleinen Angst, sich aus Platzmangel auf meinem Schoß zu setzen. Wir sind weiß und damit so anders.
Nach circa 4 Stunden fragte uns der Busfahrer, wo wir aussteigen möchten.
Na ja, eigentlich müssen wir noch weiter mit dem Tuk-Tuk fahren. Unsere Unterkunft befindet sich circa 10 km vom Stadtzentrum entfernt. Sie liegt in einem Fischerdorf.
"Dann wären wir hier richtig", ist seine Antwort.
Kaum aus dem Bus ausgestiegen, sitzen wir im Tuk-Tuk. Inzwischen habe ich natürlich den Preis gecheckt. Die Preise müssen immer im Vorfeld abgemacht werden!
Die Menschen sind unfassbar freundlich und hilfsbereit. Trotzdem gibt es hier und da auch mal "schwarze Schafe", die an den Touristen Geld verdienen wollen.
So hatte uns vor ein paar Tagen jemand völlig falsche Auskunft über die Busverbindung gegeben. Er bot uns gleichzeitig seine Fahrdienste an. Woanders hatten wir die gebuchte Unterkunft nach kurzer Rücksprache mit dem Vermieter storniert und sind gegangen. Wir sind nicht sehr anspruchsvoll, dennoch paar Dinge müssen übereinstimmen.
Im Prinzip gelten hier dieselben Regeln wie überall.
Drei Dinge müssen übereinstimmen: Kopf-, Bauch- und Herzgefühl.
Stimmt eines davon nicht, geht man. So einfach ist das!
Diesmal sind wir weit weg von der Stadt. Selbst das Fischerdörfchen ist circa 1 km entfernt. Am Straßenrand können wir uns mit Gemüse und Obst eindecken. Die Straßen selbst werden eher von Kühen und Ziegen dominiert als von den Tuk-Tuks und Autos. Nach den anstrengenden 3 Wochen ist das genau das Richtige für mich.
Unsere Unterkunft erweist sich diesmal wirklich als ein Ruheparadies. Die Anlage ist neu. Noch hat die Saison hier im Norden nicht begonnen.
Wir sind momentan die einzigen Gäste, haben damit den ganzen Pool nur für uns. Hinter der Anlage im See leben Krokodile. Die Tage werden wir also auf Krokodil-Safari gehen :)Read more




















TravelerDas ist ein pure Abenteuer 🧐muss man mögen , wichtig es wird alles am Ende gut 👋
TravelerHallo Renat. Ja es bleibt spannend. Ich möchte nicht jammern, aber es ist auch anstrengend ;) Trotzdem macht es Spaß. Ganz liebe Grüße