• Bummel durch Ifrane

    March 28, 2019 in Morocco ⋅ 🌧 15 °C

    wir nahmen das Angebot des Platzwartes an, uns nach Ifrane zu fahren. Dabei erklärte er uns, weshalb viele Betriebe leer stehen, oder Konkurs gehen, so wie der grosse Campingplatz ARZ in der Stadt. Betriebe und Anlagen, welche von Ausländern geführt werden, müssen jedes Jahr dafür eine Bewilligung einholen. Weil aber die Behörden so schlampig arbeiten, werden diese Bewilligungen zu spät, oder gar nicht (weil vergessen, oder Kompetenzproblemen) ausgestellt und das Geschäft geht pleite. Dann wird das Land zum Spekulationsobjekt, kann günstig gekauft werden, um darauf Häuser zu bauen.
    Wir wurden also in die Stadt kutschiert und beim Ifraner Steinlöwen ausgeladen. Von hier bummelten wir zum See hinunter und dann in die Stadt.
    Auf den ersten Blick erscheint der Ort wie ein Dorf aus dem Schwarzwald. Auf den zweite Blick scheint die Stadt ihre beste Zeit schon eine lange Weile hinter sich zu haben. Mag sein, dass im Sommer und Winter hier Hochbetrieb herrscht. Dann sieht man vielleicht nicht, dass die meisten Häuser renovations bedürftig oder bereits baufällig sind. Einige sind sogar in einem so desolaten Zustand, dass sie nicht mehr bewohnt werden können.
    Wir nahmen den Rückweg, etwa 17km, zu Fuss in Angriff, denn wir wollten wieder einmal etwas Bewegung!
    Durch dichten Wald, hauptsächlich Atlas-Zedern und Steineichen, dann an einem Zeitsee entlang, führte uns der Weg unverhofft an eine Fischzucht. Wir durften einfach so die Anlage besichtigen. In den verschiedenen Frischwasserbecken wurden Forellen gezüchtet. Die Grössten Fische schätzten wir auf gut 50cm Länge.
    Der Rückweg führte wieder an Kirsch- und Pfirsichbäumen vorbei, die in voller Blüte standen. Hier und dort wurden schöne, neue, grosse Häuser gebaut, während andere wohl nie fertig werden, oder vorher verfallen.
    Read more