• Lüderitz, Diaz Point

    February 8 in Namibia ⋅ 🌬 20 °C

    Die Stadt mit ca. 17¨000 Einwohnern, liegt an der Atlantikküste und wurde vorwiegend durch den Diamantenhandel berühmt.
    Allerdings wurde das riesige Gebiet der Diamantenfeldern erschwindelt 😉.
    Der Bremer Tabakhändler Adolf Lüderitz landete 1883 in der Angra Pequena. Er wollte das allgemein als wertlos angesehene Land um die Bucht erwerben, weil er hoffte, dort Bodenschätze zu finden und kaufte ein in allen Richtungen fünf Meilen großes Landstück ab, um darauf einen Handelsposten zu errichten.
    Nach Vertragsabschluss weiterer Landkäufe von den Einheimischen wurde dem Verkäufer klargemacht, dass es sich nicht um englische Meilen, sondern selbstverständlich um preußische Meilen zu 7,5 Kilometer handelte und der Häupling damit den Grossteil seines Stammesgebietes verkauft hatte. Dieser Handel ging als „Meilenschwindel“ in die Annalen ein.
    1908 wurden beim Bau der Schmalspurbahn Diamanten gefunden, die lose im Sand lagen. Man kann sich gut vorstellen, was danach geschah !
    So wurden Orte wie Kolmanskuppe von den Deutschen aufgebaut, um die edlen Steine zu finden.
    Heute ist Kolmanskuppe eine Geisterstadt und wir konnten sie mit einem Guide besuchen.
    Die Fahrt dorthin, auf der B2, war sehr konfortabel, war diese Strasse doch vollständig asphaltiert. Die Landschaft wahr aber seeehhhhr öde und der Sturm wehte tonnenweise Sand über die Ebene, auch die Bahnlinie war stellenweise unter Dünen vergraben.

    Das Camp am Diaz Point war über 22km Sandpiste zu erreichen. Der Sandsturm hielt weiterhin an, so konnten wir uns, direkt am Meer, nur in einem Schelter zusammensetzen, den Wein geniessen (ihr müsst denken, dass wir nur am trinken sind 😉) und den Tümmlern zuschauen.

    (Bartolomeu Diaz landete 1487 auf der Suche nach dem Seeweg nach Indien als erster Europäer in der Großen Bucht bei Lüderitz)
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