• Resumee zu Australien

    21 Mac 2023, Australia ⋅ ☁️ 34 °C

    Alles in Allem zu Australien 🇦🇺:
    -ich liebe dieses Land einfach 🥰 die Natur ist so vielseitig, aber auch die Tiere die man hier beobachten kann faszinieren mich immer wieder aufs Neue
    -ein besonderes Highlight für mich in Australien: Sonnenauf- & Sonnenuntergänge & der wunderschöne Sternenhimmel im Outback, trotz der langen Strecke und der vielen Kilometer die wir beim Roadtrip zurückgelegt haben war die Landschaft immer abwechslungsreich, das fand ich wirklich schön, es gab auch immer Möglichkeiten durch Parkplätzen bei Lookouts stehen zu bleiben, roten Sand findet man Landesinneren überall in Australien, das ist für mich auch sehr charakteristisch
    -die Zeit ist so schnell vergangen, ich hätte hier locker noch ein Monat verbringen können
    -es hätte so viele Möglichkeiten gegeben die Unterwasserwelt kennenzulernen, das finde ich etwas schade, dass ich das so wenig genutzt habe (einerseits natürlich durch die fehlende Schnorchelausrüstung aber andererseits auch durch meine Vorerfahrungen in Indonesien mit dem Sonnenstich wollte ich nicht zu viel riskieren)
    -die Supermärkte sind wie bei uns (Aldi = Hofer, Woolworth = Interspar), es gibt so viel Auswahl und endlich wieder westliches Essen
    -für Alkohol muss man in einen eigenen Liquor Shop gehen und es ist ebenfalls üblich keinen Alkohol in der Öffentlichkeit zu trinken
    -der Standard hat auch seinen Preis, Übernachtungen in Hostels sind relativ teuer und eher einfach, Essen gehen (zB einfache Pizza ohne Getränk 16€ aufwärts) kostet auch dementsprechend, Alkohol wird in Australien immens besteuert, die Briefmarken waren auch komplett überteuert, dafür ist Tanken hier billiger als bei uns
    -auf Tankstellen und auch in Shoppingcentern gab es immer wieder kleine Geschäfte wo man frittierte Hendl, Pommes oder frittierten Mais usw kaufen konnte
    -die Australier sind locker drauf und es ist echt praktisch, wenn man die Sprache einfach versteht und jederzeit kommunizieren kann
    -Linksverkehr: sowohl auf der Straße (dazu gibts einen eigenen Blogeintrag) als auch auf Gehsteigen, das günstige Tickets für alle Nationalparks war auch sehr praktisch
    -die Australier lieben große Autos und campen in ihrem Urlaub überwiegend, viele im Norden hatten auch ein eigenes größeres Motorboot welches sie dann bei einer Tankstelle in Exmouth auftankten, das war echt lustig zum Ansehen; einige Touristen haben sich auch einen ausgebauten VW Bus mit Küche & Co angemietet, um unabhängiger zu reisen
    -ich hatte ein großes Glück bei meinen Roadtrip Gefährten: glücklicherweise konnte ich mich mit Toni oftmals abwechseln und vom Typ her passte es auch richtig gut, durch den gleichen Musikgeschmack verging die Fahrt auch gleich noch einmal schneller, 3 Tage am Meer von AnneMayKantereit und Schwarzes Schaf von Rian wurden zu unseren Rodtripsongs 🎶
    -vom Wetter hatte ich es wirklich perfekt: obwohl eigentlich schon Herbst ist gab es ständig Sonnenschein, teilweise war es mit knappen 40* fast schon zu heiß, durch das Ozonloch über Australien ist die Sonne hier ja besonders intensiv und es gibt leider oftmals keine Sonnenschirme oder anderwertigen natürlichen Schatten an den Stränden, das war nicht ganz optimal für mich
    -Die Queen ist noch allgegenwärtig: in den Klatschmagazinen, die eifrig gelesen werden, gibts viele Stories zur royalen Familie und natürlich ist sie noch auf der nationalen Währung zu finden
    -gefühlt leben neben Australiern fast genauso viele Deutsche hier. Überall wo man war hat man Deutsch gehört und es scheinen wirklich sehr viele Work & Travel zu machen oder nur zu reisen, allgemein sind sehr viele junge Leute im Land, die zu einem großen Teil low budget reisen
    -ich bin in meiner Zeit hier abgesehen von diesem einen blöden Tag wo ich am Flughafen festgesessen bin nie Essen gegangen und habe mich stets selbst versorgt, das war auch einmal wieder schön, selber kochen zu können
    -auch wenn der Einreiseprozess mir noch sicher lange negativ in Erinnerung bleiben wird, ist die eigentliche Einreise ins Land sehr unkompliziert: gratis Touristenvisum online beantragen, Pass ins Lesegerät halten, Foto machen lassen und das wars, es gibt keinen Stempel im Pass und kein Gespräch mit Grenzbeamten
    -insgesamt sind an der Westküste viel weniger Touristen unterwegs als an der Ostküste, oftmals waren wir komplett alleine auf der Straße unterwegs
    -es gibt überall sehr viele Unisex Toiletten
    -die vielen Schmeißfliegen haben das Genießen der tollen Orte teilweise erheblich erschwert

    Alle, die mal planen nach Australien zu fliegen, hier noch ein paar Tipps:
    -ein Adapter wird definitiv benötigt
    -dafür benötigt man umso weniger Bargeld: das Geld Abheben ist durch zusätzliche Gebühren der Banken teuer und man kann wirklich überall mit Karte zahlen. Ich habe es wirklich bereut so viel Geld überhaupt abgehohen zu haben und würde wenn ich noch einmal komme ggf 100$ abheben und den Rest ausschließlich per Karte zahlen
    -ad Einreiseprozess siehe Absatz oben
    -wenn man den Westen bereisen will unbedingt ein Auto mieten, zunächst ein paar Nächte in Freemantle schlafen und dann würde ich für meine Route auf alle Fälle 1,5-2 Wochen einplanen
    -Auto fahren ist trotz Linksverkehr zum Glück nicht so wild
    -gratis Öffi Systeme in Melbourne oder Perth nutzen und sich darüber im vorhinein informieren
    -auch wenn die Städte wie Sydney oder Brisbane ganz cool sind, auf alle Fälle den Schwerpunkt auf die Natur legen
    -das Great Barrier Reef war bei meinen letzten Besuch leider schon halb tot, ich würde auf alle Fälle zum Schnorcheln/Tauchen wieder zum Ningaloo Reef fahren, das war echt viel mehr belebt und farbenfroher
    -das Leitungswasser kann man trinken, aber es hat einen komischen Beigeschmack nach Chlor, im Norden im Outback kann man es nicht immer trinken, deswegen habe ich mir für den Roadtrip mal einen 10l Kanister gekauft
    -Ausflüge sind richtig teuer in Australien aber es lohnt sich auch wirklich darin zu investieren
    -in jedem Hostel gibt es in Australien standardmäßig eine Küche zum selber versorgen, um Geld zu sparen
    -ich habe mich sehr sicher gefühlt, nur abends gegen 18 Uhr im komplett verlassenen Perth zum Hostel zu gehen war etwas komisch. Aber auch beim Roadtrip gab es nie komische Situationen.

    Über das Gesundheitssystem habe ich nur von Toni ein paar Infos bekommen, deshalb gehe ich darauf jetzt nicht näher ein.

    Sonstige spannende Dinge, die ich in meiner Zeit hier aufgeschnappt habe:
    -Wenn ein Feiertag auf einen Sonntag fällt, dann wird dieser Tag doppelt bezahlt und man bekommt dafür am Montag noch frei
    -es gibt einen eigenen Down Under Song mit dem sich die Australier stark identifizieren
    -es steht bald eine Sonnenfinsternis an, die jetzt bereits beworben wird und hier sehr wichtig sein soll
    -in Supermärkten gab es Schilder, dass Schulkinder während der Unterrichtszeit nicht bedient werden
    -die Aboriginies bzw deren Nachkommen sind hier leider eine Randgruppe und fielen mir in Perth durch auffälliges Verhalten im Bus oder in den Supermärkten im Outback auf (Gegend rund um Carnarvon), das finde ich sehr schade
    -ad Corona: beim Flug mit Jetstar wurde zu diesem Thema durchgesagt, dass man sie freiwillig tragen kann und im Falle eines Druckverlustes soll man zuerst die FFP2 Maske abnehmen und dann die Andere aufsetzen. Ansonsten hatte ich hier kaum das Gefühl gehabt, dass Corona noch viel existiert. Teilweise gab es in Hostels noch ein paar Schilder oder eine veraltete Regelung, dass man das Impfzertifikat herzeigen soll, aber das wurde nicht mehr kontrolliert, sonst habe ich davon nichts mehr mitbekommen

    Abschließend noch zu den Foodkuriositäten: Bei Woolworth gab es gratis Obst für Kinder. Die Supermärkte sind riesig und es gibt immer Tageln oben, wo steht was in welchen Gang zu finden ist. Es ist sehr wichtig für die Australier zu betonen, wenn etwas aus Australien stammt (siehe Bananen). Typisch Australien sind die Kekse Tim Tams, die es in allen möglichen Variationen gibt. Außerdem gibt es den, für mich absolut grausigen, Brotsufstrich Vegemite. Er schmeckt sauer, schwarz und besteht aus Malz. Butter gibt es nur gesalzen. Barbecue ist für Australier das nationale Essen. Es gibt auch überall sehr viele Fertigkuchen zu kaufen. Man konnte schon überall Ostersachen zum Kaufen finden und rund un die Zeit gibt es Briocheecken, die wie Buchteln abgeordnet sind, in verschiedensten Geschmacksrichtungen. Für Touristen gibt es sehr viele Merchandise Produkte mit Koalas & Kangoroos drauf.
    Hungry Jacks ist der nationale Mc Donald’s (etwas teurer, aber sehr lecker). Und Australier:innen gehen gerne Essen, insbesondere internationale Küche steht da hoch im Kurs.

    —> Insgesamt hat mir Australien wieder wirklich außerordentlich gut gefallen und ich kann mir sehr gut vorstellen wieder mal herzukommen. Leider ist es doch sehr weit weg von Österreich, also mal sehen 😆
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