Start meiner Weltreise
January 6, 2023 in Austria ⋅ ⛅ 8 °C
Heute geht es endlich los! Nach unzähligen Reiseratgebern, Stunden an Planungen und vielen Gesprächen mit Familie & Freunden zieh ich es jetzt durch und erfülle mir meinen Traum von einer Weltreise 🥰
Schön, dass DU dabei bist und mich bei diesem großen Abenteuer begleitest! Am meisten freue ich mich natürlich über deinen Beuch vor Ort, aber da das schwer möglich sein wird, freue ich mich jederzeit auch sehr über Nachrichten und Kommentare hier unter meinem Blogeintrag (man kann auch Herzen vergeben ❤️), per Whats App oder E-Mail und wünsche viel Spaß beim Lesen 😉
Bevors wirklich los geht wollte ich mich noch bei allen bedanken: für die große Unterstützung in den letzten Wochen und Monaten, die aufbauenden Worte, teilweise sogar für die tollen und nützlichen Geschenke, die ich größtenteils auch in den viel zu kleinen Rucksack bekommen hab, und für das große Verständnis und die Begeisterung für meine Pläne! Das ist nicht selbstverständlich und ich bin wirklich sehr dankbar dafür! Und auch ein großes Danke an diejenigen, die meinen unzähligen Gedanken zu der Planung der Weltreise geduldig gelauscht haben. 🤗
Und last but not least: bitte mir etwaige Rechtschreibfehler & Co und nicht stets regelmäßige Einträge nachsehen ;)
Erster Flug ✈️: Wien-Dubai mit Wizz Air, Flugzeit 5.20h
Auf Wiedersehen Österreich 🇦🇹👋Read more
Stopover - Dubai in 1 Tag
January 7, 2023 in the United Arab Emirates ⋅ 🌧 22 °C
Der Flug war aufgrund der Größe der Maschine etwas anstregend. Die Einreise funktionierte problemlos: Es wurde ein Foto von mir gemacht, 3G wurde (trotz eigentlicher Einreisebestimmungen) nicht kontrolliert und ich bekam neben dem Stempel auch noch eine 1GB Sim Karte für 24h in meinen Pass. Da ich in Dubai nicht extra für einen Tag einen teuren Telefontarif kaufen wollte, freute ich mich sehr darüber. 😇
Zum Alleine Reisen und vor allem bei einer Weltreise benötigt man Eines, das habe ich gleich am ersten Tag festgestellt, und das ist: Glück 🍀
Ich dachte, dass ich für Dubai perfekt vorbereitet bin, jedoch habe ich eine Kleinigkeit übersehen: Billigflieger landen am Terminal 2 und das ist zufälligerweise natürlich der einzige Terminal am DBX, der nicht an das U-Bahn System angeschlossen ist. Natürlich gab es auch nirgends die Öffi-Karte (Nol Card) zu kaufen, sodass ich gleich beim Start auf ein Taxi angewiesen war. 🤦🏻♀️ Um dennoch nicht gleich mein Geld in den Dubaier Nachthimmel zu schmeißen sprach ich spontan eine Deutsche, die ebenfalls in meinen Alter zu sein schien, an. Zufälligerweise macht sie ebenfalls eine Weltreise und startet ebenfalls in Dubai. Wir beschlossen uns ein Taxi zu Terminal 1 oder 3 zu nehmen, um zur U-Bahn zu gelangen. Dort angekommen mussten wir noch gefühlt durch ganz Dubai fahren (1,5h). Endlich am gewünschten Ort angekommen fand ich mein Hostel einfach nicht. Etwas verzweifelt suchte ich die Straße nach Hausnummern ab, bis ein sehr nettes Pärchen mir den Weg wies. Kein Wunder, dass ich die Adresse nicht gefunden hatte, die Unterkunft ist nähmlich ausschließlich über eine Parkgarage erreichbar! Da diese mehrere Eingänge hatte und ziemlich groß war, sah ich mich schon wieder verzweifelt herum laufen, bis ich zufällig einen sehr netten Herrn traf, der mich sogar bis zur Tür des Hostels begleitete (wäre am selben Stockwerk für mich alleine wieder sehr schwierig zu finden gewesen, da verzweigte Gänge). Also alles in allem: großes Glück gehabt und extrem hilfsbereite Menschen! ☺️🍀
Der Typ beim Check-In hatte keinen Plan von meiner Buchung, aber das war mir erstmal egal: hauptsache endlich angekommen! Die Nacht war dann auch schrecklich, deswegen werde ich das Hostel keinem empfehlen. Ich hab mir vorgenommen bei guten Unterkünften diese hier zu posten falls irgendwer mal an den gleichen Orten unterwegs ist, dieses gehört aber definitv nicht dazu. 😅
Beginn meines einzigen und letzten Tages in Dubai: Um 4 Uhr 😴 läutet der Wecker, ich bin perfekt in der Zeit, bis ich mich beim Rausgehen komplett in der Parkgarage verlaufe, echt nervig! 🙄 Dann schaffe ich es aber letztendlich doch noch in die U-Bahn 🥳. Mein Ziel: Dubai Mall. Warum? Weil hier der Eingang zum Burj Khalifa für den Sonnenaufgang ist. Die Dubai Mall ist riesig, bis ich endlich den Eingang des Burj Khalifa erreiche sind ca 20min vergangen. An jeder Ecke steht ein Security der mein Ticket kontrolliert und mir den Weg weist 💃🏻. Am Boden kriechen Putzmänner herum und schrubben jede Rille des Shopping Centers übergründlich, so was habe ich auch noch nie gesehen.
Endlich beim Eingang des Burj Khalifa angekommen, sind angehnehm wenig Leute um diese Zeit da, mein offizieller Eintritt ist um 6 Uhr, ich habs grad noch pünktlich geschafft 🥳. In 60 Sekunden bringt mich der Lift in das 125. Stockwerk. Leider war mir nicht klar, dass wir sogar Zutritt zu einer Terrasse haben, sonst hätte ich meine Weste nicht unten mit meinem Rucksack abgegeben. Aber es hilft alles nix, Zähne zusammenbeißen und Handy zücken. Der Ausblick von hier oben ist schon beeindruckend, nur die vielen Lichter schrecken mich doch ein wenig (Stichwort Lichtverschmutzung). Nach und nach kommen immer mehr Leute und ich merke, dass ich gar nicht so schlecht angezogen bin: rund um mich kommen immer mehr stark geschminkte und leicht bekleidete Leute, die sich in Poser-Stellung bringen 😂. Als die Sonne langsam am Horizont erscheint ist schon absehbar, dass die Wolken keinen echten Sonnenaufgang zulassen werden. Dennoch war es ein schönes Erlebnis. Da ich Dubai ja bis jetzt nur bei Nacht kannte, war es auch cool alles einmal bei Tageslicht zu sehen. Anschließend bekam man unten ein gratis Frühstück (Heißgetränk nach Wahl und ein Gebäck). 😋
Anschließend beschloss ich mir gleich die Dubai Mall anzusehen und konnte es kaum glauben, wie groß dieses Shopping Center ist: es gibt ein Aquarium (Teile konnte man beim Vorbeigehen gratis sehen), ein eigenes Eiskockeyfeld, eigene architektonische Teile (ein arabischer Teil mit Dinosaurierskelett zB), Wasserfälle und vieles mehr. Als ich grad ein paar Fotos schoss, kam ein Einheimischer vorbei und fragte mich, ob ich nicht ein Foto mit dem Wasserfall wolle, echt nett. ☺️
Weiter ging es mit dem Bus zur Moschee Jumeirah, wo Führungen angeboten werden. Kopfbedeckung ist verpflichtend, ich nahm einfach meine Kapuze, ist durchgegangen 😏 war ganz nett mal zu sehen, aber hätte mir die Moschee von der Beschreibung im Reiseführer größer vorgestellt.
Neben dem Burj Khalifa ist definitiv die Altstadt mein Highlight! 🥰 Die kleinen Verkaufsstände, die Dekoration, die Atmosphäre, das hat mich positiv überrascht. Die Altstadt hat etwas für mich, was dem Rest der Stadt fehlt: Charme. Ich ging dann noch durch die verschiedenen Märkte, bewunderte Wandmalereien und genoss die Atmosphäre. Leider wurde ich dann von einem ziemlichen Gewitter (Platzregen inklusive) überrascht. 🌧️☔️ Daraus habe ich gelernt: Google hat nicht gerade die akkuratesten Wetterprognosen (50% Regenwahrscheinlichkeit, wenig Regen von wegen 😒). Also fielen meine weiteren Sightseeingpläne ins Wasser und ich erlebte, dass Dubai auf Regen nicht vorbereitet ist, denn innerhalb kürzester Zeit waren alle Straßen und Gehwege komplett überschwemmt. 🌊 Man konnte nur mehr versuchen auf Zehenspitzen durch das Wasser zu waten. 😅 Die Einwohner versuchten verzweifelt mit Besen das Wasser "wezukehren", war ganz lustig anzusehen.
Zum Glück hört der Regen dann auch mal auf und ich ging noch zum Strand, die Stimmung war durch das Wetter eher zurückhaltend, nur in den Beachclubs dröhnte überlaut ein Rihanna Song, obwohl direkt davor Kinder am Spielplatz spielten. Außerdem ist leider alles komplett verbaut (es wird natürlich noch weitergebaut) und die Strandpromenade war auf dem Abschnitt wo ich war auch überraschend kurz. Insgesamt war ich etwas enttäuscht vom Strand.
Was noch erwähnenswert in Dubai ist, sind die Distanzen: Trotz des Öffitickets musste ich extrem viel noch zusätzlich laufen, insgesamt habe ich es an diesem Tag auf 30km geschafft. 💪 An den gefühlt 10-spurigen Autobahnen merkt man, dass öffentliche Transportmittel nicht Priorität Nr 1 sind und viele lieber ein Taxi nehmen. 🚕 Dies kam für mich aber nicht in Frage, habe ich mir hoffentlich gleich eine Kondition für die nächsten Tage und Wochen aufgebaut 😆 und es gibt eine eigene Metro Station die als Gesundheitsstadt ausgewiesen ist. Leider hatte ich an dem einen Tag keine Zeit hinzfahren, laut Google soll es aber dort eine MedUni und Kliniken geben 🤓
Weiter ging es mit der Monorail auf die künstliche Palmeninsel. 🚝 Irgendwie hatte ich mir das weniger groß und Gebäude- bzw. Autolastig vorgestellt. Richtig schön an einen Strand bin ich leider nicht gelangt, es ist hier auch alles ziemlich verbaut. Durch die Kürze der Zeit hatte ich aber auch nicht so viele Ressourcen mir alles in Ruhe anzusehen. Hier hatte ich auch wieder Glück: als ich gerade durch eine Parkgarage zum Eingang der Monorail Station ging (einen anderen Eingang gibts gar nicht) kam mir ein Herr entgegen der mir sein Tagesticket schenkte. 😄 So sparte ich mir gleich Zeit und Geld! Ich habe mein Ticket im Anschluss ebenfalls weiter geschenkt, der Herr hat sich ebenfalls sichtlich gefreut.
Der Tag endete wie er anfing: beim Burj Khalifa. 😇Alle 15 Minuten gibt es entweder eine Laser- und Lichtshow auf den Burj Khalifa projeziert oder eine Brunnenshow. Das war schon ziemlich beeindruckend und ein netter Abschluss. Ich lernte auch noch ein indisches Pärchen kennen, dass in Dubai seit zwei Jahren lebt und sehr zufrieden zu sein scheint.
Alles in allem: überraschend nette Einwohner:innen in Dubai die einem jederzeit helfen, wie erwartet sehr "schick" mit den Hochhäusern und der XXL Mall, leider eher Öffi unfreundlich, Highlights: Burj Khalifa & Altstadt 🤗Read more
Anreise Nepal & Kathmandu
January 9, 2023 in Nepal ⋅ 🌙 6 °C
Am Flughafen in Dubai musste ich dann leider übernachten und das war dann durch den anstrengenden Tag und der zachen Nacht davor im Hostel eher anstrengend. Aufgefallen ist mir, dass insgesamt sehr wenige Frauen mit mir gewartet haben und auch in meinem Flugzwug später 90% Männer gesessen sind (die Stewardessen mal ausgenommen). Und dass die Nepalesen um mindestens einen Kopf kleiner sind als ich, fühlte mich kurz wie eine Riesin 😂
Um den Check-In nicht zu verpassen, stellte ich mir immer einen Wecker. Leider hatte ich mich beim letzten Wecker etwas verschätzt, da, als endlich der Schalter öffnete, die Schlange so lang war, dass ich das Gefühl hatte, dass das gesamte Flugzeug sich vor mir angestellt hatte 😅. Dann viel mir erst auf, dass jede Person vor mir mindestens 4 (!) Gepäcksstücke oder noch mehr zum aufgeben hatte. Diese waren alle noch einmal in Plastik umwickelt und bestanden vor allem aus Holzkisten. Eine Gruppe konnte ich ausmachen, die Hilfsgüter wie Covid Tests transportierte, beim Rest habe ich keine Ahnung wie man so viel mitnehmen kann 😆 Die Aussicht war also nicht gerade rosig: komplett übermüdet, mit voll vielen Leuten vor Einem, die alle Gepäck für mindestens doppelt so viel Leute mit hatten. Ich schob alle paar Meter meinen Rucksack vor mich her als mich ein Flughafenmitarbeiter ansprach. Durch den eindeutigen indischen Durchschlag in seinem Englisch verstand ich nichts und dachte er beschwert sich, dass ich mir zu viel Zeit lasse beim Vorrücken in der Schlange. Er deutete mir mitzukommen bis ich checkte was er wollte: er wollte mich bevorzugen, weil ich ja nur meinen Rucksack zum Aufgeben hatte. Vorne angekommen stellte ich fest, dass Nepal Airlines zwei Manager hatte, die sich um den Check In Prozess neben den Flughafenmitarbeiter:innen kümmerten. Leider, aber verständlicherweise, meinte ein Manager, dass ich keine Bevorzugung bekomme, weil ich keine Business Class gebucht habe. Also ging es wieder zurück in die Schlange 😅 die Flughafenmmitarbeiter wollten die Entscheidung nicht akzeptieren, aber ich blieb einfach in der Schlange stehen. Zum Glück war der Schalter früh genug offen, sodass sich alles problemlos ausging. Nach der Sicherheitskontrolle herrschte auf der Damentoilette auch komplettes Chaos mit einer enormen Schlange, aber das war ich dann mittlerweile eh schon gewohnt. Dann endlich kam das Boarding und ich war sehr positiv überrascht: durch den günstigen Preis erwartete ich mir ein sehr enges & einfaches Flugzeug. Jedoch war es ein Langstreckenflugzeug mit Bildschirmen, Essen, angenehmen Sitzen und sehr freundlicher Bedienung ☺️
Kurz gesagt: 2. Flug Dubai-Kathmandu 4.25-9.55 Uhr, Nepal Airlines
In Kathmandu angekommen lief alles sehr geordnet ab: eine Dame half mir meine Daten für das Touristenvisum einzugeben, anschließend zahlte ich 30€ für 14 Tage und bekam beim Grenzbeamten noch ein paar Fragen gestellt. Das Covid Zertifikat wurde ca 1 Sek überprüft 😆
Ich bekam einen Sticker in den Pass und musste anschließend noch mein Handgepäck scannen lassen. Dann kam schon die nächste Herausforderung auf mich zu: nirgends war die Gepäcksbandnummer zu meinem Flug angegeben. Ich versuchte Leute aus meinem Flugzeug wiederzuerkennen und mir so weiter zu helfen (Regel Nr 1 beim Fliegen). Die standen aber selbst beim falschen Gepäcksband. Nach ca 20min waren aber selbst die verschwunden und ich fand sie zum Glück doch noch wieder und somit auch meinen Rucksack, der verwaist auf dem Boden des Flughafens lag. Dann gab es nur mehr Eines: den Gedanken möglichst bald zu schlafen. Ich nahm mir ein Taxi direkt zur Unterkunft und machte gleich einmal einen Power Nap 😴
Den Nachmittag nutzte ich dann noch für einen ersten Spaziergang zum zentralen Platz in Kathmandu: den Durban Square. Ich musste eine Eintrittsgebühr von 1000 NPR (Fotos der Währung sind angehängt) =~8€ zahlen. Hier merkt man die berühmte ‚Benachteiligung ausländischer Gäste‘ da Einheimische nur ca 220 NPR zahlen müssen. Aber auch irgendwie verständlich… Insgesamt konnte ich 3 Gebäude des Platzes innen betreten. Mir gefällt die Architektur sehr und es gab immer wieder kleine Informationstafeln zur Geschichte Nepals, das fand ich ebenfalls sehr informativ. Das Einzige Nervige: alle 5min wird man von irgendeinen Typen angesprochen, ob man nicht mit ihm eine Tour machen will oder sich seine Gemälde ansehen will. Anfangs hab ich etwas gebraucht die Masche zu durchschauen, mittlerweile bin ich schon sehr geübt darin alle derartige Anfragen gekonnt abzublocken. Aber man kann dennoch nicht einfach mal dastehen und sich die Gebäude von außen in Ruhe ansehen, da man ständig angesprochen wird. Das macht es auf Dauer etwas anstrengend...
Allgemein mein erster Eindruck zu Kathmandu: Verkehrschaos pur! Man muss echt aufpassen, dass man nicht überfahren wird 😅 Die Straßen sind entweder gar nicht oder nur teilweise aspahltiert. Über allem liegt eine dicke Staubschicht. Ich versuchte mein Gesicht und meine Lunge durch Maske und Brille zu schützen. Nach 3 Tagen jedoch fühlt sich meine Lunge sehr belegt an und meine Brille ist trotz täglichem Putzen ständig verstaubt. Man muss aufpassen, wo man hintritt und es wird ständig gehupt, d.h. es herrscht ein enormer Geräuschpegel. Über die Straße lauf ich immer nur mit Einheimischen, in der Hoffnung so besser ans andere Ende zu gelangen. Ich hätt euch auch gerne Fotos von dem gezeigt, nur hab ich mich da mehr auf mein ‚Überleben‘ konzentrieren müssen und hatte leider keine Ressourcen für mehr. Außerdem riecht es überall intensiv nach Abgasen. Da ich so was noch gar nicht kannte, war das doch alles sehr ungewohnt und mit der Zeit auch sehr anstrengend für mich.
Zu meiner Unterkunft: Die Angestellten sind sehr nett zu mir, ich konnte mir ein Einzelzimmer mit Gemeinschaftsbad gönnen, da die Preise wirklich fair für Alleinreisende sind. Jedoch großer Nachteil: es gibt keine Heizung. Tagsüber mit der Sonne hat es bis zu 20 Grad, in der Nacht kühlt es aber bis zu 5 Grad herunter und das macht das Aus- und Umziehen und das Duschen (im Bad kann man das Fenster gar nicht richtig schließen) zur Qual. Mittlerweile habe ich mir dadurch leider auch einen leichten Schnupfen eingefangen. Ich hoffe das Halsweh kommt "nur vom Smog“ und vergeht bald wieder. Aus diesem Grund: Für alle die jemals nach Nepal reisen wollen, vermeidet lieber den Winter oder sucht euch eines der wenigen Hostels mit Heizung aus im Jänner 😉 und durch den durchgängigen Straßenverkehr ist es auch sehr laut. Nur lustigerweise ab ca 20/21 Uhr, wenn alle Geschäfte schließen, sind die Straßen kurzzeitig wie leergefegt. Wenn die Sonne untergegangen ist, verzichten einige Läden darauf das Licht aufzudrehen. Dadurch weiß man dann gar nicht, ob sie überhaupt noch offen haben oder nicht 😅
Weitere Unternehmungen in Kathmandu an den Folgetagen: Um Leute kennenzulernen beschloss ich eine Free Walking Tour zu machen. Beim Frühstück im Hostel waren leider nur sehr wenige Personen anwesend, da hatte sich leider nichts ergeben. Nur dann stellte sich heraus: ich war die Einzige bei der Tour 😂 Na toll, da ich ja bereits gestern in Kathmandu unterwegs war, war der Mehrwert der Tour gering. Der Guide war schon nett, aber mein Ziel war einfach ein Anderes. Höhepunkt war definitv der Besuch des Affentempels auf einen kleinen Hügel in Kathmandu. Man musste einige Stufen raufgehen und eine Eintrittsgebühr bezahlen. Oben angekommen sah ich neben den Affen eine riesige weiße Stupa (siehe Fotos) mit Gebetsmühlen. Das war schon richtig beeindruckend und schön! Leider hatte man durch den ganzen Smog 0 Fernsicht, aber dieser Ort ist neben dem Durban Square sicher einer der Schönsten in Kathmandu für mich!
In Kathmandu hatte ich mir gleich am ersten Tag eine SIM Karte für 20 GB vom lokalen Anbieter "Ncell" gekauft. Leider habe ich nur kleine hiesige Elektrogeschäfte gefunden, die die SIM Karten verkaufen. Es gab zwar am Flughafen einen Stand der Firma, jedoch kann man in Nepal nur alles bar zahlen (Bankomatensuchen mit hoher Abhebesummer und geringen Spesen sind übrigens ebenfalls sehr schwer zu finden 🤔) und meine Bargeldreserven waren zu diesem Zeitpunkt sehr begrenzt. Leider funktionierte die SIM überhaupt nicht bei mir, der Guide der Free Walking Tour half mir und wir gingen zu einem hiesigen kleinen Elektrogeschäft. Der Besitzer probierte alles, jedoch funktionierte die SIM weiter nicht. Also musste ich durch ganz Kathmandu gehen, um zum Hauptsitz der Firma zu gelangen. Dort angekommen sah man ganz klar wo das Geld in Kathmandu liegt: riesiges Hochhaus, 20 Securities und Mitarbeiter:innen in Anzügen. Die waren sehr kompetent und freundlich und jetzt bin ich auch endlich online! Insgesamt dennoch ein wenig mühsam, hätt ich mir ersparen können, wenn ich es gleich am Flughafen gemacht hätte.
Allgemein zu den Leuten in Nepal war mein bisheriger Eindruck, dass mich viele als wandelnde Brieftasche sehen und mir nur Touren aufschwatzen wollen. Außerdem muss man bei allem was man kauft handeln, natürlich wollen sie ihren Gewinn maximieren. Mir kommt es bis jetzt so vor, dass die Einheimischen in Dubai netter waren. Aber dieser Eindruck kann sich Laufe der nächsten Tage auch noch ändern, ich halte euch am Laufenden 😉
Noch ein paar Facts zu Nepal falls es euch interressiert 🤓: in privaten Schulen müssen die Kinder Schuluniformen tragen; reiche Kinder studieren in Australien, Europa oder den USA; im Land gibt es Unis in Kathmandu & Pokhara; es gibt kein öffentliches Gesundheitssystem, die Leute müssen sich alles selber zahlen, es gibt eine Straße mit einem Gott der für die Zähne zuständig ist, aber gleich daneben sind in der selben Straße auch sehr viele Zahnärzte angesiedelt; viele Nepalesen gehen zu Schamanen oder beten wenn sie krank sind; es gibt viel mehr Hinduisten als Buddhisten im Land; die Grenzen zwischen Nepal und Indien sind offen; in Kathmandu gab es sehr viele indische Shops
Am Ende meines zweiten Tages bin ich noch mit einem alleinreisenden Amerikaner Essen gegangen. Er heißt Kai und war wirklich nett und es war auch schön sich mal mit einen anderen Touristen über die Eindrücke auszutauschen. Ich habe ihn über das Hostelworld Forum kennengelernt. Er meinte, dass man auch über Coachsurfing viel mit Leuten in Kontakt kommt, das werde ich dann ab Japan in Angriff nehmen glaube ich. Leider ist er mir einen Tag voraus, aber wir haben uns für Pokhara wieder verabredet. Dabei habe ich übrigens mein erstes typisches nepalesisches Essen ausprobiert: Samosas (siehe Foto). Sie waren etwas scharf, aber sehr lecker. Nur leider hat mein Bauch beschlossen, dass er das nepalesische Essen nicht akzeptiert, jetzt muss ich noch schauen, wie ich die restliche Zeit über die Runden komme ohne zu verhungern 😂
Sooo, ich glaube das waren jetzt erst einmal genug Schilderungen zu meinen ersten Eindrücken zu Nepal und Kathmandu. Ich bin gespannt auf euer Feedback und werde die nächsten Tage vom Katmandu Tal berichten 🤗Read more
Bhaktapur & Patan
January 10, 2023 in Nepal ⋅ 🌙 8 °C
In diesem Eintrag will ich euch von meinen zwei Tagesausflügen von Kathmandu aus ins Kathmandu Tal erzählen. Außerdem will ich mich für die vielen Kommentare und Nachrichten auf diesen Blog bedanken! 🤗 Freut mich echt voll! Bin gespannt, wie viele dran bleiben 😉
Die ersten Fotos bis zum Pfauenfenster gehören zu Patan: Patan und Kathmandu waren früher zwei eigenständige Städte und rund um Kathmandu gab es viele Reisfelder. Mittlerweile sind die beiden Städte zusammengewachsen und anstatt von Reisefeldern kann man nur mehr Häuser sehen. Der Außenbezirk Patan liegt ca 20-30 Minuten mit dem Taxi von Kathmandu entfernt (ca. 1000 NPR hin- und zurück). Beim Taxi habe ich auf die App "Pateo" zurückgegriffenm, die mir der Guide empfohlen hat. Man braucht dafür eine nepalesische Nummer und ist mit unserem Uber gleichzusetzen. Somit fällt das nervige Handeln mit den Taxifahrern weg. Leider rufen die Taxifahrer nach der Buchung immer an, um den Treffpunkt zu vereinbaren. Die Kommunikation gestaltet sich durch die Sprachbarriere als etwas schwierig, aber beide Male ist die Buchung geglückt. 😂 Am Durban Square in Patan angekommen, erwartet einen dasselbe Bild wie in Kathmandu: sehr viele Autos, unzählige Guides die auf einen zustürmen, ein Gewusel an Menschen die kreuz und quer herumrennen,... Man muss hier ebenfalls 1000NPR Eintritt zahlen. Dafür ist der Preis für das Patan Museum gleich inbegriffen. Das Museum ist aber kein Museum im klassischen Sinn, sondern bietet einen tollen Zugang zu den Gebäuden des Platzes. Ich war positiv überrascht, da es sehr weitläufig ist, Zugang zu verschiedenen Höfen bietet und auch noch eine tolle Sitzfläche als Aussichtspunkt auf den Durban Platz hat. Nach dem Patan Museum wollte ich so noch etwas zu den umliegenden berühmten Tempeln schlendern. Dies ist mir aber aufgrund der nicht vorhandenen Straßen, des wilden Verkehrs und den wenigen Leuten die auf den Straßen unterwegs waren vergangen. Ich war dann nur mehr im goldenen Tempel (siehe Foto) , bei dem eine weitere Eintrittsgebühr erhoben wurde und wurde erneut von fünf "Guides" angesprochen, langsam nervt das schon ein wenig. Beim Rückweg zum Taxi konnte ich noch eine schöne Stupa bei Sonnenuntergang sehen (siehe Foto, weiße Kuppel). Insgesamt habe ich weniger als einen halben Tag dort verbracht und finde, dass es mehr als ausreichend war.
Mein richtiger Tagesausflug ging nach Bhaktapur (Fotos ab dem Pfauenfenster): ich beschloss mir die Taxikosten zu sparen und einen lokalen Bus dorthin zu nehmen. Die erste Herausforderung war erstmal in dem Gewusel von Kathmandu den richtigen Bus zu finden. Es gibt zwar eine eigene Busstation für Busse nach Bhaktapur, aber als wirkliche Station würde ich das jetzt auch nicht bezeichnen. Ich habe es dann durch Glück mit Durchfragen gefunden. Den ersten Bus, den ich gefragt habe, ob er nach Bhaktapur fährt, hat mich gleich mitgenommen, der Fahrer konnte sogar Englisch. Im Bus war ich dann die Attraktion: eine Touristin im vollgestopften lokalen Bus, das sehen sie anscheinend nicht alle Tage. 😂 Weder in den Taxis noch in den Bussen gibt es Sicherheitsgurte, aber da wir gefühlt alle 10m anhielten, um Jemanden zu- oder aussteigen zu lassen, fühlte ich mich nie unsicher. Zum Glück habe ich einen Sitzplatz ergattert, das lange Stehen im Gedränge im Bus wäre sicher mit der Zeit mühsam geworden. Die Fahrt dauerte aufgrund der vielen Stopps ewig, war aber auch ganz lustig.
In Bhaktapur angekommen, muss man bei einem Tor zur Innenstadt eine für Nepal im Vergleich hohe Eintrittsgebühr entrichten (ca 15€). Dafür wird die Stadt sauber gehalten (es gibt sogar Mülleimer mit 2 verschiedenen Recyclingeimern), es gibt viel weniger Verkehr in der Innenstadt (ein paar Mopeds fahren immer wieder durch), dadurch ist es auch viel ruhiger als in den anderen Städten, die ich bis jetzt in Nepal besucht habe.
Dann ging es wieder direkt zum Durban Square, wo mich dieses Mal überdurchschnittlich viele Leute wegen einer Tour anredeten. Immerhin hatte Kai mich schon vorgewarnt. Der Platz war für mich von den drei, die ich bis jetzt gesehen hatte, am beeindruckendsten. Obwohl man leider nirgends reingehen konnte. Hier machte der Spaziergang durch die Stadt Spaß, weil es wenig Verkehr und viele nette Shops gab. Ich besuchte noch den Töpferplatz (hier werden, wie der Name schon sagt, Töpferprodukte hergestellt und verkauft) und einige weitere Plätze. Ein Gebäude war beeindruckender als das Andere, es hat mir wirklich sehr gut gefallen. ☺️
Am späten Nachmittag ging es mit einem anderen Bus wieder zurück nach Kathmandu. Dieses Mal war es noch viel schwieriger den richtigen Bus zu erwischen, da keiner Englisch sprach und es auch keine offizielle Haltestelle gab. Ein liebes Schulmädchen schien selbst verunsichert, ob der Bus nach Kathmandu geht. Ich stieg dann trotzdem ein und war verblüfft, da der Fahrer definitiv noch nicht volljährig aussah. Dafür fuhr er aber erstaunlich gut. Zum Glück war es dann doch der richtige Bus. Die Rückfahrt ging viel schneller, da wir weniger oft stehen blieben. Insgesamt bezahlte ich für beide Fahrten 70 NPR (lokalen und keinen Touristenpreis). Das sind nicht einmal 50 Cent für 2,5h Fahrt hin und zurück! Angeblich, weil es an der Ringstraße rund um Kathmandu so viele Busse gibt. Der Bus wurde auch von vielen Kindern in Schuluniformen genutzt. Die restlichen Busse in Nepal sollen schon teurer sein angeblich. Ein Taxi hätte im Vergleich ca 2000 NPR gekostet, ca. 15€.
Das war mein Sightseeing Programm rund um Kathmandu: Einzig gff. hätte man sich noch eine große Stupa in Bouddha ansehen können, aber ich muss sagen, mir haben diese Städte dann letztendlich gereicht.
Alles in allem zu Kathmandu und Umgebung (Kathmandu Tal): architektonisch wirklich schön, den Rest habe ich eher als anstrengend empfunden (abgesehen von vl Bhaktapur)Read more
Chitwan National Park
January 12, 2023 in Nepal ⋅ ☀️ 21 °C
Da derzeit in Nepal Nebensaison herrscht, beschloss ich spontan in einem der vielen Reisebüros meinen Trip zum Chitwan Nationalpark zu buchen. Die Angebote variierten bis zu 100$ für dasselbe Hotel mit denselben Aktivitäten. Ich habe mich dann letztendlich für Nepal Highpoint Trekking & Expedition entschieden und war sehr zufrieden.
Um 6.30 Uhr ging es dann mit einem vollen Bus los Richtung Sauraha, der Stadt gleich neben dem Chitwan Nationalpark. In Nepal werden die etwas besseren Busse Touristenbusse genannt, aber lustigerweise war ich die einzige Touristin im Bus, der Rest waren nur Einheimische. Da der gebuchte Bus nicht fuhr an dem Morgen, nahm mich dankenswerterweise ein anderer Bus mit. Die Fahrt dorthin war sehr holprig: ich habe das Gefühl, dass ca. 75% der Straßen in Nepal derzeit Baustellen sind bzw. nie asphaltiert wurden, man fährt gefühlt von einem Schlagloch ins Nächste. Falls jemals jemand diesen Bus nimmt, empfehle ich auf der rechten Seite zu sitzen, da hat man einen schönen Blick auf das Tal.
In Chitwan angekommen wurde ich direkt abgeholt und in das Parkland Hotel, meine Unterkunft für die nächsten 3 Nächte, gebracht. Diese Unterkunft kann ich definitv empfehlen, es gab auch endlich eine Heizung! 🥰 Wir hatten einen erfahrenen Guide namens Bamboo, die Anlage ist weitläufig und ruhig und es gibt tolle Sitzmöglichkeiten. Im Paket war das Essen bereits inkludiert. Am Nachmittag lernte ich dann meine Gruppe kennen; zwei wirklich sehr nette und aufgeschlossene Australier namens Daniel & Noelle und eine Südkoreanerin namens Kora. Wir verstanden uns auf Anhieb gut, wir waren alle ca. im selben Alter, da hatte ich wirklich Glück. 😃 Wir brachen vom Hotel zu einem Spaziergang durch die Stadt zum Nationalpark mit unserem Guide auf. Wir gingen gleich einmal zu einem Art "Bauernhof", wo einige Elefanten unter Dächern frasen. Außerdem hatte der Hof zwei Nashörner, die um die 3 Jahre alt waren. Wir sahen auf dem Weg auch sehr viele Vögel, die Bamboo uns immer wieder erklärte. Zum Sonnenuntergang gingen wir am Fluss entlang und entdeckten unser erstes frei lebendes Nashorn! Da ist auch das erste Foto entstanden. Die Stimmung beim Sonnenuntergang war atemberaubend und ich war wirklich von der Vielfalt an Tieren begeistert, die wir gleich am ersten Tag erspähten. ❤️ Auf dem Heimweg sahen wir sogar noch zwei Krokodile am Fluss rasten. 🐊
Am nächsten Tag standen wir früh auf, um mit einem offenen Jeep zum Fluss zu einer Kanu Fahrt gebracht zu werden. Es war wirklich sehr frisch, ich hatte alle Schichten an, die ich mithatte und Kora borgte mir netterweise auch noch ihre Wärmepäckchen aus Südkorea. Die Bootsführer wärmten sich an einem Lagerfeuer als wir ankamen, wir taten es ihnen gleich und stellten uns dazu. Das Kanu lag sehr tief im Wasser und war aus einem Holzstück geschnitzt. Ich vertraute dem Kanu zunächst eher wenig, da wir uns nur mit dem Oberkörper drehen durften, um nicht umzukippen. 😅 Der Fluss hatte aber zum Glück durch die Trockenzeit einen sehr niedrigen Wasserstand und es ging alles gut. Es herrschte durch die tiefhängenden Nebelschwaden und dem an uns vorbeiziehenden Jungel eine einmalige Atmosphäre. Wir konnten trotz des Nebels ein Krokodil, eine Affenkolonie und unzählige Vögel sehen, es war wirklich magisch. 🥰
Anschließend ging es zu einem weiteren Jungelspaziergang, wo wir überwiegend Vögel beobachteten. Dann ging es weiter zur Elefantenaufzuchtstation. Diese hatte ich mir etwas anders vorgestellt: es gab zwar Baby Elefanten, aber diese waren überwiegend an den Füßen angekettet. Die Erwachsenen Elefanten sowieso. Außerdem sah ich wie eine Dame, die sich um die Elefanten kümmerte, einen Babyelefanten mehrmals schlug. Uns wurde vom Guide erklärt, dass die Baby Elefanten "erzogen" werden und teilweise dem Militär dienen. Irgendwie machte mich die ganze Situation dennoch betrübt und ich festigte meinen Entschluss definitiv keine Elefantensafari machen zu wollen. Außerdem fand ich heraus, dass es nur sehr sehr wenige frei lebende Elefanten im Nationalpark gibt (vor allem Männliche, die die weiblichen Elefanten, die in Gefangenschaft leben, trotzdem befruchten).
Am Nachmittag hatten wir unsere große 4-stündige Safari mit dem Jeep. Bamboo begleitete uns zum Glück! Er erspähte so viele Tiere, das war echt toll! Außerdem sahen wir einige Spuren von einem Tiger im Sand und auf aufgekrazten Bäumen. Näher sollten wir einen Tiger aber leider nie kommen. Mir war bewusst, dass die Chance einen Tiger zusehen sehr gering ist, dennoch hofft man stets ein wenig drauf. Die Australier fahren deshalb noch zum Burdia Nationalpark (80%ige Chance). Aber der liegt so weit weg, das würde sich für mich nicht mehr ausgehen. Vielleicht kommt ja noch eine Gelegenheit. Und wir hatten dennoch Glück, da wir glaube ich insgesamt ca 10 wilde Nashörner sahen. Also darf ich mich wirklich nicht beschweren 😆 Wir sahen wieder einen tollen Sonnenuntergang im Jungle bevor es wieder zurück ins Hotel ging.
Am Abend gab es dann nach dem Dinner noch eine Show der indigenen Bevölkerung, Tharu, im Dorf. Ich hatte mir das ganz anders vorgestellt: es war in einer Eventhalle, die sogar beheizt war, auf einer Bühne. Da der Pfau ein Nationaltier ist, verkleidete sich ein Tänzer auch als Pfau, das war schon ganz lustig. Nach der Vorstellung weilte meine Gruppe noch länger am Lagerfeuer im Hotel. Wir sollten nicht mehr rausgehen, da Nashörner und Elefanten nachts durch den Ort gehen und sogar schon Menschen getötet haben. Hat aber gut gepasst für uns, das war echt ein netter Abend ☺️
Am nächsten Tag ging es in der Früh zu einem Morgenspaziergang, gleiche Route wie am ersten Abend. Wie entdeckten ein riesiges Krokodil am Fluss (Foto).
Am Nachmittag ging es abschließend abermals auf Safari. Dieses Mal in einen anderen Teil des Nationalparks mit einem anderen Guide, der leider nicht so gut Englisch sprach und auch weniger entdeckte. Außerdem gibt es fast ausschließlich nepalesische Touristen derzeit im Park, weswegen wir mit 7 Nepalesen im Jeep saßen. Sehr kurios: sie aßen alle Chips wie im Kino und hatten teilweise sogar Essnessackerl mit. Leider blieb uns das Glück auch dieses Mal verwehrt einen Tiger zu sehen. Dennoch war es sehr schön die Vielfalt des Jungels abermals beobachten zu können und am Schluss sahen wir sogar noch den berühmten Samba Deer, jetzt haben wir alle 4 Hirscharten gesehen. Der Sonnenuntergang war abermals sehr schön.
Alles in allem eine tolle Erfahrung mit einer voll netten Gruppe und tollem Guide! 😊Read more
Pokhara
January 15, 2023 in Nepal ⋅ ⛅ 16 °C
Auf dem Weg vom Chitwan Nationalpark nach Pokhara bekam ich gleich einmal einen tollen Sonnenaufgang zu sehen. Der Bus war zum Glück sehr spärlich besettt und ich konnte tolle Ausblicke auf den Trisuli (Hauptfluss in Nepal) erhaschen. (Foto) Leider sind die Straßen hier ein Wahnsinn im negativen Sinne: 90% ist nicht asphaltiert bzw eine Baustelle. Man fährt von einem Schlagloch ins Nächste. Das macht Lesen oder Schreiben im Bus unmöglich.
In Pokhara angekommen, entschließe ich mich den lokalen Bus zu nehmen und auf Taxi zu verzichten. Mittlerweile habe ich es echt schon raus 😏
Den restlichen Tag spaziere ich am See und treffe mich mit einer Holländerin und einem Deutschen, die ich über das Hostelworld Forum wieder kennengelernt habe. Leider brechen beide am nächsten Tag zu einer Trekking Tour auf. Am Abend treffe ich spontan auch noch den Amerikaner Kai aus Kathmandu wieder. Ich bin echt froh schon einige Leute kennengelernt zu haben. 😇
Am nächsten Tag halte ich mich an Kai und seinen Guide (netterweise darf ich mitkommen): wir machen gemeinsam eine Bootsfahrt am See zu einer kleinen Insel mit Tempel. Anschließen darf ich mit einem eigenen Fahrer zur World Peace Pagode mitfahren. Vo dort hatte man eine ganz nett, aber diesige Sicht, auf Pokhara. Später besichtigen wir noch die Devil Falls und eine Höhle, die gleich daneben ist. Dann bin ich aus der Tour ausgestiegen, da ich nicht mehr wzur Flederhaushöhle mitfahren wollte. Sie soll sehr eng und beklemmend sein und in der anderen Höhle von heute war es schon stickig und eng genug 😆 man hätte noch mit der Seilbahn rauf nach Sarangkot fahren können, das hat aber bei der fehlenden Fernsicht für mich keinen Sinn gemacht.
Insgesamt ist der Bezirk Lakeside in Pokhara relativ verkehrsberuhigt und es gab viele Mülleimer. Es liefen sehr viele wilde (aber zahme) Hunde herum, aber von den Leuten war es ganz nett.
Ich schlief im Hostel ‚Lakeside Pokhara‘, das ich wirklich weiterempfehlen kann. Die privaten Zimmer verfügen über eine Heizung, die Betten sind sehr komfortabel und es war stets sauber. Auch das Wäscheservice funktionierte reibungslos.
Meinen zweiten Tag wollte ich spontan planen: Zuerst hatte ich überlegt noch einen Zwischenstopp in Bandipur einzulegen, da das aber sehr kompliziert ist, entschied ich mich dagegen und beschloss einen Tagestrek von Pokhara aus zu machen, um doch noch Berge zu sehen (Bis jetzt sah ich nur ein paar Bergspitzen bei der Bootsfahrt am See). Ich habe wieder zufällig eine Reiseagentur ausgewählt. Der Besitzer der Reiseagentur holte mich am nächsten Tag auch persönlich ab. Leider war es auf der Straße sehr nebelig und der Besitzer schien wirklich ein schlechter Autofahrer zu sein: er fuhr ständig auf die Gegenfahrbahn und hätte fast einen Unfall verursacht, den wir nur verhindern konnten, indem ich laut ‚Stopp’ schrie 🙈 Der Guide war dafür sehr nett, sprach gut Englisch und hat mich während der Wanderung viel über Österreich ausgefragt (Exporte, Arbeitsmöglichkeiten,…). Leider war das Wetter wirklich schlecht: komplett bewölkt und die (Fern-)Sicht war gleich 0. Das Einzige was ich noch Neues gesehen habe, war ein wildes Huhn zu meinem Füßen 😂🙈. Natürlich kam dann der Gedanke: ich hätte mir das Geld auch sparen können (für meine Nepalausgaben, war es relativ teuer), andererseits habe ich dadruch einen Local unterstützt, der von den Trekking Touren und somit derzeit eh von wenig lebt. Damit tröste ich mich jetzt einfach. Insgesamt gingen wir 28km und die Route von den Fotos. Solltet ihr jemals auch dort wandern gehen wollen, er hat mir seine Nummer gegeben. Was mir schon im Chitwan Nationalpark aufgefallen ist: leider liegt immer wieder Müll von den Touristen in der Natur herum, das finde ich wirklich ärgerlich.
Kleiner Tipp, wenn man Geld bei einer Trekkingtour sparen will, am Ende einen lokalen Bus zurück nehmen und keinen eigenen Transport organisieren.
Nach der Wandeurng wollte ich noch ein wenig Geld im Stadtzentrum abheben gehen, als plötzlich jemand meinen Namen rief. Kora vom Chitwan Nationalpark aß gerade in einem südkoreanischen Lokal als sie mich vorbei kommen sah. Nach der enttäuschenden Wanderung freute ich mich wirklich sehr sie zu sehen! 😃 Das war echt noch einmal ein schöner Abschluss ☺️
Alles in allem zu Pokhara: auch wenn der See und die World Peace Pagoda sehr schön sind, hatte ich mir von der Stadt mehr erwartet. Das liegt aber sicher auch sehr wahrscheinlich am Wetter, wo ich einfach Pech hatte und kaum hohe Berge sehen konnte. Für das Trekking ist Pokhara sicher eine tolle Ausgangsbasis, sonst braucht man für das Sightseeing definitiv nicht so lange.
Kleiner Exkurs noch: wie sicher viele von euch gehört haben, gab es an meinem ersten Tag in Pokhara einen Flugzeugabsturz: https://orf.at/stories/3301385/ ich habe das nur durch eure Nachrichten mitbekommen. Vielen Dank dafür! In Folge bekam ich dann selbst mit, dass es die Leute in Pokhara sehr betroffen machte: der Besitzer eines Lokals, wo ich vorbei ging, verlor seinen Sohn beim Absturz. In meinem Hostel hätten auch zwei Opfer des Flugzeugabsturzes geschlafen… Es gab am nächsten Tag in den Lokalen Gedenkminuten und ich sah einige Gedenorte mit Teelichtern und Fotos der Opfer.
Noch allgemeine Bemerkungen zu Nepal 🇳🇵:
Die Nepalesen haben die Angewohnheit sich zu räuspern und das Geräusperte wegzuspucken und das oft und laut, war für mich etwas befremdlich. Die Arbeitstage sind Sonntag-Freitag. Da die Nepalesen viele religiöse Feiertage haben aufgrund der unterschiedlichen Religionen, gibt es häufig frei. Für die Schulbildung muss sogar in öffentlichen Schulen gezahlt werden. Typischerweise werden die Leichen in Nepal verbrannt und die Asche wird in den lokalen Fluss geschüttet, deshalb ist der Fluss auch oft so verdreckt. Wenn Nepalesen telefonieren sagen sie 5x ‚hello’, habe mich ständig angesprochen gefühlt. Angebaut werden u.a.: Bananen, Raps, Lychees, Kürbis, Reise, Bohnen, Senfblätter,… Der Klimawandel trifft auch Nepal: im Sommer gab es erstmals Moskitos, die das Dengue Fieber übertragen aufgrund der höheren Temperaturen. Indische Musik steht bei den Einheimischen hoch im Kurs, in den öffentlichen Bussen durfte ihh einige Songs kennenlernen 😆
Und abschließend noch ein Foto von einem normalen Haus, wie von den Kommentaren gewünscht 😉Read more
Resumee zu Nepal
January 18, 2023 in Nepal ⋅ ☀️ 12 °C
Alles in allem zu Nepal 🇳🇵:
-ich habe mich immer sicher gefühlt, nur ab 21 Uhr waren die Straßen wie leer gefegt, das war etwas komisch, aber sonst hatte ich nie das Gefühl ich bin in Gefahr
-Inftrastruktur inkl Straßen sehr schlecht: wilder Verkehr, Umweltverschmutzung, echt gefährlich für Fußgänger
-Luftverschmutzung: ausreichend Masken mitnehmen und in Kathmandu, in Lumbini oder bei Fahrten mit dem Bus mit viel Staub & Dreck rechnen
-Leute: haben mich eher angesprochen, weil sie mir was verkaufen wollten oder gebettelt haben, nicht so extrem freundlich wie erwartet
-Highlight: Chitwan Nationalpark
-Zeitrahmen: in 2 Wochen kann man definitiv das Wichtigste sehen
-nur Bares ist Wahres: Karten werden nirgends akzeptiert, alles wird noch handschriftlich festgehalten
-Budget: Preis-Leistungsverhältnis sehr gut
-Jänner ist definitiv eine schlechte Reisezeit: sehr kalt in der Nacht und nirgends die beste Reisezeit in den Regionen wo ich war
-Städte die noch möglich gewesen wären: Bouddha, Nagarkot, Lumbini (keine asphaltierten Straßen, sehr staubig angeblich), Bandipur und Burdia Nationalpark
Für alle, die planen einmal nach Nepal zu reisen, untenstehend noch einige Tipps:
-genug Bargeld in Euro für das Visum mitnehmen und einige ausgedruckte Passfotos
-würde ich noch einmal am Flughafen ankommen, würde ich zuerst 20.000-30.000 NPR an den Bankomaten der grünen Bank abheben. Anschließend würde ich mir direkt am Flughafen noch die Sim-Karte von Ncell kaufen und mir die App ‚Pathao‘ runterladen. Dann würde ich mir mit dieser App ein Taxi in die Stadt bestellen (500 statt 1000 NPR).
-sich alles vor Ort zu organisieren und Preise zu vergleichen ist viel billiger als online etwas vorzureservieren (Touren wie Chitwan Nationalpark oder Trekking)
-es reicht einen Touristenbus 1-2 Tage vor Abfahrt zu reservieren, es gibt viele Firmen, dir alle das Gleiche bieten
-> Ich bin froh hier gewesen zu sein, würde aber wahrscheinlich nicht mehr herkommen, da ich einfach nicht der Trekking Typ bin und die wichtigsten Non-Trekking Sachen jetzt gesehen habe 😊Read more

Danke Nina für die ausführliche Berichterstattung, sehr interessant zu lesen! ☺️ [Vanessa]
Weiterreise nach SO-Asien
January 18, 2023 in Thailand ⋅ ☀️ 15 °C
Nach Pokhara ging es mit dem Bus wieder sehr wackelig zurück nach Kathmandu. Ich wurde gefühlt mitten im Nirgendwo in Kathmandu ausgesetzt. Zum Glück kenne ich mich mittlerweile sehr gut in Kathmandu aus, sodass ich sehr schnell den nächsten öffentlichen Bus fand. Ich war wirklich stolz auf mich 😏 Einzig herausfordernd: als ich ausstieg kamen sofort 5 Taxifahrer und zum ersten Mal auch bettelnde Kinder auf mich zugestürmt. Darüber hinaus war mein Rucksack mit einer 5cm dicken Staubschicht übersäht und die Straße an der ich ausgelassen wurde, sah nicht besser aus.
Ich probierte eine andere Unterkunft aus, jedoch war die leider auch nicht viel besser als die Erste. Wenn ihr mal genug vom nepalesischen Essen habt, kann ich euch die Fire & Ice Pizzeria ans Herz legen (schmeckt wie in Italien, da die Besitzerin ausgewandert ist und der Service ist echt top). Außerdem wurden mir zum ersten Mal in Nepal sogar meine Hände desinfiziert als ich das Lokal betrat. Zwei leckere Bäckereien, die ich noch gefunden habe: Pumpernickel Bakery & Fresh Bake Thamel.
Auf dem Weg zum Flughafen sollte man auf alle Fälle genügend Zeit einplanen, da der Verkehr in Kathmandu wirklich unberrechenbar ist. Am Flughafen gibt es einige Scans und man muss seinen Pass + seine Reservierung vorweisen, um das Gebäude überhaupt betreten zu dürfen. Bei der Ausreise wurde mir nur kurz die Frage gestellt, wie lange ich in Thailand bleibe, das wars. Mein Boardingpass wurde dann bis zum Gate auch noch 3x ausgestempelt. Da ich genug Zeit eingeplant hatte, verlief alles reibungslos.
Dritter Flug ✈️: Kathmandu-Bangkok 13.30-18.15 mit Thai Smile Airways 🇹🇭
Und endlich da waren sie: die Berge 🥰 man kann von Kathmandu aus Flüge zum Mount Everest machen und ich habe gelesen, dass man sich auf die linke Seite des Flugzeuges setzen soll, dann hat man einen tollen Ausblick. Diese Recherche hat sich wirklich ausgezahlt, der Ausblick war traumhaft 😍
Ich bin auch positiv überrascht von der Airline: viel Platz beim Sitzen und ich bekam sogar Essen! Nur der violette Pudding schreckte mich etwas ab (siehe Foto) 😂 außerdem saß ich neben Mönchen, die zu einer Zeremonie nach Saigon unterwegs waren.
Am Flughafen in Bangkok angekommen, gab es zunächts unzählige Rolltreppen zu bewerkstelligen. Die Einreise funktionierte problemlos: Fingerabdrücke wurden gescannt und Fotos von mir gemacht, aber es wurde kein Covid Zertifikat oder ein Geldnachweis verlangt. Anschließend musste ich leider ziemlich lange auf mein Gepäck warten und die Bankomaten am Flughafen zocken einen echt ab! 7€ Bearbeitungsgebühr sind schon eine Frechheit 😅 Hilft aber nix, da man den Zug nur bar zahlen kann. Alle waren sehr hilfsbereit und man konnte das Ticket auch am Schalter kaufen. Man bekommt dann auch kein Ticket, sondern einen Plastiktokken den man dann beim Aussteigen wieder einwerfen muss, sehr spannend.
Als ich vom City Train ausstieg fiel mir etwas sofort auf: Die Hitze 🥰 es war schwül und warm, endlich kein frieren mehr! Ich genoss den ca 10minütigen Spaziergang sichtlich und ging dabei auch an einem netten Markt vorbei ☺️ und dann war es so weit: Sophie erwartete mich in unseren Hostelzimmer 😃 ca 2 Wochen alleine reisen sehr gut geschafft 💪 jetzt freu ich mich aber trotzdem sehr aufs gemeinsam weiterreisen 😇
Am Abend spazierten wie noch etwas durch unser Viertel. Viel Zeit blieb aber nicht mehr, da wir am nächsten Tag wieder früh aufstehen mussten. Einen ausführlichen Blogeintrag zu Bangkok gibts dann, wenn wie wieder am Ende unserer Reise herkommen. Nach nicht einmal 24h in Bangkok ging es am nächsten Tag schon wieder zum Flughafen, jetzt kannten wir uns beide schon gut aus 😆 Der Flughafen ist sehr groß und bietet viele Statuen und Skulpturen. Ausreise funktionierte problemlos, alles ging sehr schnell.
Vierter Flug ✈️: Bangkok-Da Nang 10.50-12.30 VietJet Airlines
Zum Flugzeug: es war nur halb voll, trotzdem mussten wir in 3er Reihe zusammengepfärcht sitzen. Dennoch für einen Billigflieger bin ich positiv überrascht, hätt es mir enger bzw unfkomfortabler vorgestellt. Bis jetzt ist Wizz Air auf Nr 1 der ungemütlichsten Flüge 😅
Einreise nach Vietnam war recht flott, da wir zum Glück eher vorne in der Warteschlange standen. Visum hatten wir bereits in Österreich online beantragt und bezahlt.
Jetzt sind wir gut in Vietnam angekommen. 🤗🇻🇳Read more
Anreise & Hue
January 19, 2023 in Vietnam ⋅ ☁️ 21 °C
Vom Flughafen Da Nang ging es mit Taxi und Bus weiter nach Hue (Ausblick von Flugzeug siehe Foto). Erster Eindruck: Wie bereits im Reiseführer beschrieben, versuchen sie Touristen etwas mehr zu verrechnen. Wir versuchen unser Bestes, um uns dagegen zu wehren. 😉 nach dem ersten teuren Taxi gingen wir gleich in das nächste Geschäft und ich kaufte mir erneut eine E-Sim und wir bestellten uns alle weiteren Taxis über die App ‚Grab‘ (wie Uber nur in Südostasien).
Die Busfahrt war schon ein kleines Abenteuer an sich: ein kleiner Mininvan in dem Mini-Klappstühle aufgestellt wurden, um noch mehr Personen reinzuquetschen. Vorne in den ersten zwei Reihen saßen schon ca 10 Personen, zwischen 4er Sitzen jeweils noch eine Person, es war gelinde gesagt kuschelig im Bus zu sitzen. Außerdem fuhr der Bus auch erst los, wenn er übervoll war, von fixen Abfahrtszeiten haben sie noch nie gehört. Während der ca 2,5h Busfahrt konnten wir schon einige Eindrücke vom Land gewinnen: Reisfelder, Meer, viel grüne Landschaft, viele kleine Märkte,… was mir gleich besonders positiv auffiel: die Straßen sind asphaltiert! Keine Selbstverständlichkeit nach meinen Erlebnissen in Nepal und eine wahre Genugtuung 😆
Bald wird in Vietnam ‚Tet‘, chinesisches Neujahr, gefeiert. 🎊 Dies sieht man auch überall: zahlreiche Nationalflaggen hängen überall, eine spezielle Blume wird zahlreich verkauft, sowie gibt es viel Deko und es hängen überall schon Schilder mit ‚Frohes Neujahr 2023 = Chúc mừng năm mới!‘. Wir sind schon gespannt, wie wir dir Festlichkeiten erleben werden. ☺️🥳 diesem Ereignis werde ich einen eigenen Blogeintrag widmen 😉
Außerdem ganz spannend: auch wenn keine Verpflichtung besteht, werden überall in den Öffis noch Masken getragen 😷
Vom Wetter: leider eher schlechter als erwartet: bewölkt, teilweise regnerisch und eher frisch ☁️
In unserer Unterkunft in Hue angekommen, machten wir uns zu einem Abendspaziergang auf. Leider ist unsere Unterkunft nicht ideal gelegen, da sie nur in der Nähe der Altstadt liegt, die Restaurants sind aber ca 20min von unserer Unterkunft entfernt. Dort sind auch viele Bars und andere Lokale. Die Stadt ist abends schön beleuchtet (siehe Foto mit der Brücke).
Die Geschäfte sind ganz lustig: in der Straße zu unserem Hostel sind einige Shops zu finden, die ausschließlich Fische verkaufen. Die Verkaufsstrategie ca 10 Geschäfte von derselben Sorte innerhalb von ein paar Metern zu haben ist für uns ganz spannend 😆 Das Gleiche ist uns am nächsten Tag mit Räucherstäbchen aufgefallen (siehe Fotos). Außerdem gibt es sehr viele Ständchen, die auf der Straße Essen verkaufen. Sei es vorgekocht in Töpfen oder frisch herausgebraten auf Spießen. Essen kann man das dann auf kleinen Plastikstühlen und -tischen, wie für Kinder. Aus hygienischen Gründen ist es bei uns beim Anschauen geblieben 😆
Zum Essen: einmal bekamen wir anstatt eines Omletts mit Gebäck und Obst eine Rindersuppe mit Nudeln (=Pho) zum Frühstück serviert. Unser Eindruck: nicht gerade sättigend 😅 ansonsten haben wir über Bewertungen ein tolles Lokal zum Essen gefunden (wie soll es bei dem Namen auch anders sein? 😉): Ninas Cafe & Restaurant 🥰 dort konnte man sich ohne Bedenken durch die vietnamesische Küche durchprobieren: ein Reispfandkuchen mit Schweinefleisch & Shrimps mit Reispapier und Salat zum selbst befüllen war mein persönliches Highlight 😍 aber auch die Nudeln mit Hühnchen & Gemüse, die Frühlingsrollen, das süße Hühnchen oder das karamerilisiertes Gemüse können wir weiterempfehlen 😊
Da es in Nepal leider keine gescheiten Supermärkte, sondern nur kleine Shops gab, konnte ich euch noch nicht meine tolle Rubrik ‚Supermarktkuriositäten‘ vorstellen. Endlich gibt es hier aber wieder normale Supermärkte wie bei uns. Leider sind pro Blogeintrag nur 20 Fotos erlaubt, deswegen geht sichs hier noch nicht aus, aber seid gespannt, was da noch kommt 😉
An die Währung müssen wir uns noch etwas gewöhnen, da es nur sehr hohe Scheine gibt. 1€ = 25.450 Vietnamesische Dong 😅 (siehe Fotos)
Außerdem können sehr wenige Vietnamesen Englisch: mit den Taxifahrern kommunizieren wir immer über Google Translate und sogar in unserem Hotel hatten wir teilweise Kommunikationsprobleme. Bei einem Touristenland wie Vietnam hätten wir uns das echt nicht erwartet 😅
Allgemeiner Eindruck zu Hue: schon einiges an Verkehr, aber es ist zum Aushalten. In der Altstadt ist dafür kein Verkehr erlaubt. Diese ist nämlich durch Mauern geschützt und heißt ‚Zitadelle‘. Wir entschieden uns für ein Kombiticket: Zitadelle + 3 Kaisergräber etwas außerhalb von Hue zu besichtigen. Ca 20€ hat uns dann doch etwas geschreckt, aber bei sowas kann man leider schwer sparen. Die Altstadt ist sehr weitläufig, ein echter oder ein Audio Guide wären im nachhinein vl nicht so schlecht gewesen. Es gab immer wieder schöne Tempel, die teilweise nur ohne Schuhe betreten werden durften, einen großen Garten, Stadttore und in den Tempeln unterschiedliche Möbeln und Schreine zu bestaunen. Einen halben Tag kann man hier locker verbringen.
Leider sind die 3 Gräber der Kaiser ziemlich verstreut und alle zu Fuß nicht erreichbar. Da der Tag schon fortgeschritten war, entschieden wir uns das näheste Grab mit einem Taxi über Grab anzusehen. Das Grab von Tu Duc war in einer weitläufigen Parkanlage angelegt und hatte einen schönen See im Kern. Es gab nicht nur sein Grab, sondern auch die Gräber seiner 104 Frauen zu bestaunen. 😅 Die Kaiser lebten teilweise schon ein paar Jahre vor ihrem Tod dort. Deshalb gab es Häuser, wie in der Zitadelle, wo beispielsweise die Wachen untergebracht waren. Das Grab an sich war dann durch eine massive Steinmauer umgeben und unter einem Stein verborgen (siehe Fotos). Nach den Kaisergrab entschieden wir uns noch zu einem Kloster in der Nähe zu spazieren. Dort lernten wir einen ältere Australier kennen, der in der Nähe wohnte und eine Vietnamesin geheiratet hatte. Er war so froh endlich Englisch sprechende Personen zu sehen, dass er ungefragt anfing zu Reden und dann gefühlt nicht mehr aufhörte 😆
Am nächsten Tag schauten wir uns noch die Gräber von Minh Mang und Khai Dinh an. Das Grab von Minh Mang kam mir sehr ähnlich zu dem vom vorherigen Tag von Tu Duc vor. Nur leider durfte man nicht in die Grabkammer, nur 1x im Jahr zu seinem Todestag.
Dafür war das Grab von Khai Ding dann ganz anders: er starb gegen 1940 und war damals in engen Kontakt mit den Franzosen. Deshalb hatte der Grabbau europäische Einflüsse. Oben bei seinem Grab angekommen, erwartete uns ein Raum voller toller kleiner Mosaike und einer riesigen Bronzestatue von Khai Ding. Das war echt beeindruckend. Für dieses Programm hatten wir etwas mehr Zeit eingeplant, als wir gebraucht haben. Zuerst wollten wir uns ein Fahrrad mieten. Jedoch war das aufgrund des schlechten Wetters dann nicht möglich und mit dem Taxi legt man 10km einfach schneller zurück. Da am Abend Silvester vor der Tür stand, beschlossen wir nach einem leckeren Essen in Nina‘s Restaurant im Hotel noch eine Pause einzulegen.
Insgesamt hätte ein Tag für Hue wahrscheinlich auch gereicht. Aufgrund von Tet und meiner längeren Reisepläne, hats aber auch gut gepasst es etwas entspannter angehen zu lassen. Grundsätzlich würde die Zitadelle und 2 Gräber auch reichen. Die Stadt, direkt an einem Fluss gelegen, war sonst ganz nett, aber auch kein Burner. Die historischen Kaiserstädte waren spannend zu besichtigen, da wir ja so etwas gar nicht kennen.
Freue mich die nächten Tage noch mehr von Vietnam zu sehen 😊Read more
Tet - Chinesisches Neujahr
January 21, 2023 in Vietnam ⋅ 🌧 18 °C
Am 21.1. abends wurde ins neue Jahr gefeiert 🥳 ab 22.1. ist in Vietnam Tet - das chinesische Neujahr. Es wird entweder Ende Jänner oder Anfang Februar (je nach Mondkalender) gefeiert und ist das größte Fest in Vietnam mit 3 Tagen (mit der Familie) feiern. Glück für uns, dass wir uns gerade in einem Land aufhalten, welches dies auch feiert. 😃
Spannenderweise bricht 2023 in China das Jahr des Hasens an, in Vietnam ist es aber das Jahr der Katze. 😺 Die Chinesen haben sich anscheinend einige lebende Hasen gekauft und Tierschützer haben jetzt Angst, dass diese bald in der Natur ausgesetzt werden.
Das ganze Land befindet sich in Aufruhr: viele kleine Händler wollen alles mögliche verkaufen, die Geschäfte schließen und es ist ein wichtiges Familienfest. Nach unserem Restaurantbesuchen oder am 22.1. bekamen wir immer wieder ‚Happy New Year‘ von verschiedenen Personen auf der Straße zugerufen. Auf vietnamesisch hängen im ganzen Land Schilder mit ‚Chúc mừng năm mới!‘ Außerdem machen die Vietnamesen einen großen Hausputz und reinigen dabei auch ihre Fahrzeuge.
Verkauft werden u.a.:
-im Supermarkt Geschenkkörbe mit vergoldeten Artikeln, spezielle Geschenkeboxen von verschiedenen Schokoladen oder Keksen, Schlecker und andere Süßigkeiten für Kinder
-auf den Märkten: gelbe Chrysantemen in riesigen Blumentöpfen, die die Vietnamesen auf ihren kleinen Rollern transportieren
-auf der Straße: Deko wie Fahnen aus rot & gold, kleine rote Briefumschläge worin Kindern Geld geschenkt wird, Luftballone in Formen von Katzen/Schweinen/Bären,…, Essen wie Mangos mit Schokolade, Haarreifen für die Kinder,…
Die Frauen sind oftmals sehr schick und traditionell angezogen in langen Kleidern. Wir beobachteten oftmals richtige ‚Fotoshootings‘ für das Neujahrsfest.
Überall im Land sahen wir Skulpturen, in Hue gab es viele Katzenförmige Statuen oder Metallgestelle (siehe Fotos).
Am Silvesterabend wurden Tische mit Gaben aufgestellt. Darauf waren Dekoration, Essen, Räucherstäbchen und auch die Geschenkekörbe zu finden. Spannenderweise wurden diese Geschenkekörbe nach Mitternacht allesamt in kleinen Metallcontainern verbrannt sodass die Straßen nur mehr verraucht waren (siehe Foto). Leider drang der Rauch sogar in unser Zimmer. Kathmandu Gefühle sind da gleich wieder hochgekommen 😂🙈
Am Abend des Tet beschlossen wir durch die Stadt zu gehen und zu schauen, was so los ist. Uns fiel auf: gegessen wurde einiges, aber getrunken nur meist Smoothies oder irgendwelche Säfte. Wir sahen kaum Personen mit alkoholischen Getränken wie Bier und Wein, eigentlich nur 2 Touristen 😅. Vor der Citadelle gab es eine riesige Bühne, die um 21 Uhr mit einem Feuerwerk feierlich eröffnet wurde. Dann begann eine Blasmusikkapelle zu spielen. Wir waren sehr überrascht, da diese wirklich sehr schlecht (in unseren Ohren) spielte. Da muss sich die Musikkapelle Aschbach nicht verstecken 😉 wir beschlossen weiterzuziehen und später noch einmal herzukommen. Wir gingen zum Fluss, da wir dort vom Taxi aus schon einige Katzenfiguren erspäht hatten. Es war wirklich viel los: wir wurden oftmals gebeten Fotos zu schießen. Es gab auch einen Brunnenshow mit Musik und Viele suchten sich einen Platz mit Blick auf die Citadelle um das Feuerwerk um Mitternacht bewundern zu können. Überall waren sehr viele uneingepflanzte Blumen zu sehen, sogar Weihnachtssterne erspähten wir. Um 22 Uhr gab es abermals ein tolles Feuerwerk. Durch den Rauch konnte man es am Fluss allerdings nicht so toll sehen, wie direkt bei der Citadelle.
Nach einigen Fotos gingen wir zurück zur Citadelle. Die Bühne war mittlerweile wieder von den Musikinstrumenten befreit worden und wir sahen ein abwechslungsreiches Programm: traditionelle vietnamesische Tänze, unterschiedliche Sängerinnen und Sänger getrennt und gemeinsam mit oder ohne Backroundtänzer:innen zur Schlagerartigen Musik singen. Es war sehr spannend. 3 Minuten vor Mitternacht endete das Programm und alle blickten erwartungsvoll gen Himmel. Und dann sah ich das spektakulärste Feuerwerk meines Lebens! Wer mich kennt weiß, dass ich kein Fan davon bin, aber was die Vietnamesen da aufboten war schon sehr beeindruckend. Da waren die Feuerwerke, die ich vom Wilherminenberg in Wien schon einmal gesehen hatte, nichts dagegen. Die Feuerwerke an sich waren schon alleine beeindruckend, dann noch die Choreografie dazu und dann ging das Ganze noch 15 Minuten so! Spannend zu sehen: während Sophie und ich uns umarmten und sich freuten Silvester doch noch gemeinsam gefeiert zu haben, starrten die Vietnamesen auf oder filmten nur das Feuerwerk. Dann gingen alle ruhig nach Hause. Kein Jubel, keine Glückwünsche, alles war sehr verhalten. Auch der Applaus nach den jeweiligen Vorführungen war eher bescheiden würde ich sagen. Das ist hier anscheinend einfach anders 😆
Am nächsten Tag hatten wir noch genügend Zeit bevor unser Zug fuhr. Dabei spazierten wir noch etwas in Hue herum und tatsächlich hatte gefühlt das gesamte Restaurant-Viertel zu und es war etwas weniger los auf den Straßen. Glücklicherweise war es sehr sonnig, deshalb genossen wir die Sonne am Fluss und sahen noch bei einigen Fotoshootings zu 🙃
Alles in allem wirklich cool das miterlebt zu haben und an alle Chúc mừng năm mới! 🥰🥳Read more
Phong Nha Ke Bang Nationalpark
January 22, 2023 in Vietnam ⋅ ⛅ 24 °C
Sophie hatte von zu Hause aus bereits das Zugticket gebucht. Leider gab es durch die Tet Festivitäten keine direkten Busse mehr und die Züge waren auch schon sehr gut ausgebucht. Wir fuhren mit dem Zug von Hue nach Dong Hoi (3h) und von dort mit einem Taxi, welches uns von unserer Unterkunft organisiert wurde, noch ca 1h nach Phong Nha weiter.
Der Bahnhof ist gut zu Fuß vom Zentrum Hues aus zu erreichen. Zunächst mussten wir im Wartebereich Platz nehmen, bis unser Zug aufgerufen wurde. Dann öffnete sich nach einer Lautsprecherdurchsage ein Tor und wir durften auf den Bahnsteig. Als der Zug dann etwas später ankam, wurden einfach die Toilettentanks mitten auf den Gleisen entleert, was dazu führte, dass innerhalb von kurzer Zeit ein bestialischer Gestank am Bahnsteig aufkam 😷 Da für diese kurze Strecke schon alle Sitzplätze ausgebucht waren, mussten wir mit dem Liegewagen vorlieb nehmen. Die Überraschung war groß, da wir die Plätze ganz oben zugewiesen bekommen haben (3. Stockwerk) und für unsere Rucksäcke kaum Platz war (siehe Foto). Eine sehr heisere Stimme macht die Durchsagen, zum Glück auch auf Englisch. Der Schaffner rauchte im Zug und es gibt auch einen eigenen Liegebereich für die vielen Schaffner im Zug. Zum Glück rauchten aber die übrigen Passagiere nicht. Vietnam ist nämlich eine Traumdestination für alle Raucher:innen, da es noch überall überlaubt ist. Zum Glück haben wir davon noch nicht so viel mitbekommen. Aber an alle, die das hier lesen und rauchen: auf nach Vietnam 😉
In unsere Unterkunft angekommen, empfing uns der Gastgeber, Tam, sehr herzlich und bot uns an mit seiner Familie Abend zu essen. Trotz einiger Sparchbarrieren, war die Herzlichkeit der Menschen spürbar. Wir versuchten auch ein wenig über Tet zu sprechen und bekamen Fotos von ihren Feuerwerk gezeigt. Außerdem boten sie uns ständig an weiter zu essen. Während sich Sophie tapfer mit dem Stäbchen durchkämpfte, zog ich doch die Gabel vor 😆 was es alles gab, seht ihr auf den Fotos. Als Nachspeise gab es gezuckerte & getrocknete Kokosnussstücke, Ingwerstücke und Cashewnüsse. Insgesamt aß die Familie auch wenig, wir hoffen mal nicht aus Zurückhaltung wegen uns. Definitive Unterkunft Empfehlung: Tam‘s Homestay 🥰
Später wollten wir dann noch unsere Kleidung draußen mit Insektenschutz einsprühen und erlebten gleich mal einen Fauxpas. Wie wollten die Kleider am Balkon kurz hängen lassen, damit sie nicht so stanken. Leider ist das aber gegenüber den Vietnamesen unhöflich wurde uns später erklärt. Sie dachten wir haben die Sachen gewaschen und zum trocknen aufgehängt. Netterweise haben sie unsere Kleidung auf Kleiderbügeln zu ihren privaten Sachen gehängt gehabt. Echt voll lieb und uns war die Situation echt peinlich, wir entschuldigten uns mehrmals. Wieder was dazugelernt.
Unser erster richtiger Tag in Phong Nah begann mit einem sehr leckeren Frühstück: Bananenpancakes mit Drachenfrucht. 🥰
Netterweise durften wir uns gratis von Tam seine Fahrräder ausborgen. Der Ort war aufgrund der Tet Feierlichkeiten wie ausgestorben, zum Glück hatten die Höhlen normal offen. Die erste Höhle, die wir besichtigten, war die Phong Nha Cave. Wir mussten etwas zusammenwarten, da man immer für ein ganzes Boot zahlt und umso weniger umso mehr Leute drinnen sitzen. Deshalb teilten wir uns mit einem einheimischen Pärchen und einer einheimischen Familie das Boot. Die Besatzung des Bootes bestand aus einer Frau mit zwei kleinen Kindern, auch ganz spannend. Die Bootsfahrt dauerte ca 40min bis wir in der Höhle ankamen. Die Höhle war zunächst sehr niedrig, das ging sich grad noch mit dem Boot aus. In der Höhle wurde der Motor des Bootes ausgeschalten und die Frau lenkte das Boot vorne mit einem großen Paddel. Die Höhle war mit den Spiegelungen im Wasser echt schön und recht groß. Am Ende wurden wir ausgelassen und konnten zu Fuß noch etwas herumspazieren. Wir waren froh, dass wir so früh dran waren, weil langsam immer mehr Boote mit Passagieren kamen und die Höhle dann schon ziemlich voll wurde.
Anschließend ging es mit den Fahrrädern ca 7km weiter zum botanischen Garten, der mehr wie ein Jungel mit Weg als wie ein botanischer Garten war. Leider hatten wir den Weg mit dem Fahrrad etwas unterschätzt, der Weg war doch mit mehr Steigungen versehen als gedacht. Ich scherzte noch zu Sophie: „Wenn jetzt so ein Berg wie in Zeillern kommt, drehen wir um.“ Und siehe da: plötzlich war da ein riesen Hügel und am anderen Ende war der botanische Garten 😂
Der Garten hatte 3 Wege zur Auswahl, wir wählten den Mittleren. Negativ fielen uns einige Moskitos auf, die uns ständig begleiteten. Den View Point hätte man sich sparen können, da hat man nicht viel gesehen. Dafür war der Wasserall echt schön. Überall standen Schilder ‚Vorsicht rutschig‘, wir versuchten wirklich aufzupassen. Aber dann kam es wie es kommen sollte: ich rutschte aus und machte einen Salto über das Seil an das ich mich panisch klammerte und kam hart an einem Felsen auf zum Schluss landete ich zum Glück mit beiden Füßen im Wasser. Außer einen großen blauen Fleck nehme ich aber zum Glück keine weiteren Erinnerungen daran mit 😆
Nach der Wanderung wollten wir uns noch mit einer kleinen Jause im Eintrittsbereich des Botanischen Gartens stärken. Plötzlich sah ich, wie sich ein Baum vor uns stark bewegte und da kam auch schon ein Affe um die Ecke. Ich machte Sophie sofort drauf aufmerksam und wir verpackten schnell unser Baguette und die restliche Jause. Dann kam der Affe schon auf uns zugestürmt und schnappte sich blitzschnelle Sophies Mandarinensackerl 😳 so schnell konnte man gar nicht reagieren, riss er das Sackerl schon auf und aß es genüsslich auf einem Vaum fernab von uns 😂 Als wir diese Vietnam Reise planten, hatten wir zwischen diesem und dem Cat Thien Nationalpark hin- und herüberlegt, da der Andere für seinen Affenpopulation berühmt ist. Jetzt sind wir sehr froh uns doch für die Höhlen entschieden zu haben, da wir dennoch einige Affen in der wilden Natur sahen 😆
Die Radeltour zurück zu unserem Homestay war super: fast nur bergab, eine tolle Landschaft und kaum Verkehr 🥰
Da die Distanzen zu den Sehenswürdigkeiten leider nicht immer in Vietnam zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu bewältigen sind, borgten wir uns am zweiten Tag ein Moped aus. Sophie hatte sich dankenswerterweise bereit erklärt zu fahren, ich war unser Navi und ein zusätzlicher Spiegel 😉 Wir mussten gleich mal tanken fahren und waren sehr überrascht als der Herr mit einem kleinen Wagerl angefahren kam und das Benzin in den Messbecher pumpte. War ganz lustig und hat auch gut geklappt 😊
Der Weg zu unserer nächsten Höhle war nicht schwer zu finden, nur leider begann es ab der Hälfte des Weges stark zu regnen, da wären Scheibewischer ganz praktisch gewesen 😆 gut aber durchnässt bei der Höhle angelangt spazierten wir den Weg hinauf zu Höhle anstatt einen teuren Buggy zu nehmen. Die Paradise Cave war dann wirklich groß und schön. Zum Glück hielten sich die Touristenmassen auch halbwegs in Grenzen. Am Rückweg hielten wir dann noch bei ein paar schönen Aussichtspots. Es hätte noch eine Quelle zum Baden gegeben und die Dark Cave (man muss in die Höhle schwimmen, drinnen gibt es dann noch ein Schlammbad). Da uns auf den Mopeds schon kalt war, erschien uns das doch eher als zu kalt 😅
Da noch etwas Zeit war und wir ja das Moped hatten, entschieden wir uns noch zum Duck Stop zu fahren. Eine Farm mitten im nirgendwo, die von den Kindern des Bauern geführt wird. Bei dem gebuchten Paket sind eine ‚Gänsenmassage‘ und ein Getränk und ein kleiner Snack dabei. Die Kinder konnten überraschend gut Englisch und waren sehr hilfsbereit. Wir waren mit zwei anderen Pärchen in einer Gruppe und mussten uns zunächst spezielle Plastikschuhe anziehen. Dann ging es ins Gehege wo wir Futter in die Hand nehmen und die Gänse füttern durften. Das war schon lustig, da die Gänse sehr begierig aufs Futter waren und schnell hinpickten (Video). Anschließend durfte man ‚Gänseführer‘ spielen und mit Futter in der Hand im Gehege herumlaufen. Dann kam unser Highlight: wir zogen die Schuhe aus und formten mit den Füßen eine Art Schüssel. Darin wurde dann Futter reingelegt. Das Gefühl war unbeschreiblich, extrem kitzelig und sehr lustig 😂 anschließend durften die Gänse noch etwas streicheln und füttern. Der saure Pancake, den wir im Anschluss bekamen, war bei weitem nicht so gut wie der in Nina‘s Restaurant, aber trotzdem nett, dass der auch noch dabei war. 😊
Alles in allem wars schön mal die landschaftliche & ruhige Seite von Vietnam kennenzulernen und die Unterkunft bot uns ein einmaliges Erlebnis mit Locals zu sprechen bzw. den Versuch sich zu verständigen. Da ich glücklicherweise schon einige Tropfsteinhöhlen gesehen habe, war das Erlebnis schon beeindruckend, weil diese so groß waren, aber ich hätte auch nicht das Gefühl was verpasst zu haben, wenn wir was Anderes gemacht hätten. 1-2 Tage sind voll ausreichend, da der Ort nicht so groß ist und über wenig Infrastruktur besitzt.
Sonstiges:
Allgemein hätten wir uns etwas besseres Wetter gewünscht. Im Norden von Vietnam, den wir aufgrund der großen Distanzen in Kombination mit unseren Zeitressourcen bewusst ausgelassen haben, hat es am Wochenende sogar geschneit. 😅❄️ Es herrscht definitiv Nebensaison, das merkt man auch an den wenigen ausländischen Touristen, die man trifft. Einheimische Touristen gab es eine Menge bei den Höhlen.
Ad Adapter in Vietnam: zum Glück braucht man keinen, da es die Gleichen Steckdosen wie in Österreich gibt. In Nepal hat sich das leider etwas anders gestaltet: da hätte man einen dreipoligen Stecker gebraucht, der nur in Indien & Südafrika verwendet wird. Den hätte ich auch gehabt, nur leider nicht in meinem Rucksack 😆
Ad Fußgängerfreundlichkeit: da es so viele Mopeds gibt, werden die Gehsteige als Parkplätze überall umfunktioniert. Als Fußgänger darf man dann auf die Straße ausweichen und wird gleich angehupt, das ist etwas anstrengend nach der Zeit.Read more
Hoi An
January 25, 2023 in Vietnam ⋅ ☁️ 17 °C
Um 4.05 Uhr klingelte schon der Wecker, um rechtzeitig den Bus nach Hoi An zu erwischen. Der Bus war, wie der Zug bei der Hinfahrt, wieder sehr spannend aufgebaut: 2 stöckig mit Betten, inkl Polster und Decke. Man hatte viel mehr Platz als im Zug und die Klima blies einem auch nicht gleich ins Gesicht. Und sehr spannend: beim Einsteigen mussten wir die Schuhe ausziehen und bekamen sie in ein Plastiksackerl gesteckt. Obwohl es durch diverse Videos etwas laut war (ich glaube viele der Vietnamesen haben noch nie was von Kopfhörer gehört) konnten wir dennoch halbwegs gut schlafen. Einzig wenig Platz gab es fürs Handgepäck (keine Fächer oder Sonstiges), aber das konnten wir auch gut lösen. In Da Nang (Stadt vor Hoi An) fragte uns der Busfahrer noch einmal wo wir hinwollen und plötzlich sollten wir von einer auf die andere Sekunde aussteigen. Im ersten Moment komplett unverständlich für uns, da wir ja ein Ticket bis Hoi An gekauft hatten und noch etwas müde in unseren Sitzen lagen. Ein Brite, dem es gleich ging wie uns, begann wild zu fluchen. Wir beschlossen mal zu schauen was kommt, da meine Versuche mit dem Fahrer via Google Translate zu kommunizieren, scheiterten. Spannenderweise standen Taxis für uns bereit und wir mussten nichts drauf zahlen. Anscheinend rentierte es sich für den Bus nicht weiterzufahren, aber direkt sagen konnte uns das auch keiner. Letztendlich war das sehr praktisch, da wir nun für die letzte Stunde einen privaten Chaffeur hatten. Vom Busbahnhof bis zum Homestay wars dann zum Glück auch nicht mehr weit.
Mittags in Hoi An angkommen suchten wir uns via Tripadvisor Lokale zum Essen raus und wurden auf einen Laden hingewiesen, der die Besten gefüllten Sandwiches machen soll. Als wir dort ankamen erwartete uns schon eine riesen Warteschlange. Es gab nicht sonderlich viel Auswahl: Huhn oder Schwein und scharf oder nicht scharf 😆 wir können sagen: das Warten hat sich gelohnt, sie waren echt lecker! Sehr lustig: am letzten Tag gingen wir nochmals hin, um uns etwas zu holen und plötzlich war der Stand weg und ein Lokal daneben entpuppte sich als der echte Sandwichladen 😂 und spannenderweise war das erste Sandwich viel besser als das Zweite 😆 wir glauben, dass wegen Tet viele Lokale geschlossen hatten und der Stand vom fehlenden Geschäft vom Lokal profitieren wollte. Aber egal, hauptsache Essen 😏 allgemein ist das Essen in Vietnam wirklich lecker und zum Glück (außer man bestellt es explizit) auch gar nicht scharf! Ich komplett begeistert, Preis, Qualität und Geschmack stimmen hier für mich zu 100% und meine Sorgen von Nepal haben sich dahingehend in Luft aufgelöst 😄
Nach dem Essen starteten wir unsere Sightseeing Tour. Um die Altstadt betreten zu dürfen, muss man sich ein Ticket kaufen. Mit diesem darf man 5 Gebäude seiner Wahl näher besichtigen und man bekommt eine Brochüre mit. In Hoi An wurde uns klar: hier sind alle Touristen abgeblieben, die wir bis jetzt nicht gesehen hatten! Ein Gewusel sondergleichen, man kommt kaum durch. Dazwischen zwängen sich immer wieder Fahrradtaxis durch, das macht das Durchspazieren auf Dauer echt mühsam. Außerdem sehr auffällig:
Hier gab es endlich unzählige Souvenirläden. Kaum zu glauben, aber bis jetzt konnte ich in den anderen vietnamesischen Städten noch keine Magnete oder Postkarten kaufen. Aber endlich war es so weit 🥳 Außerdem ist Hoi An für seine Schneidereien, Restaurants und Cafes bekannt. Viele lassen sich hier Kleidungsstücke maßschneidern (haben viele junge Männer mit Anzugssackerln gesehen) und überall gibt es kleine lokale Essensstände mit sauren Reispalatschinken, aufgeschnittenes Obst mit roten Gewürz, Bananenpalatschinken mit Nutella und Spieße mit Fleisch & Fisch frisch gegrillt.
Markant in der Altstadt ist die japanische Brücke, die sehr alt ist und aus Holz besteht. Darüber hinaus hängen in der ganzen Stadt Lampignons, echt wunderschön 🥰 zu besichtigen sind alte Häuser, die oftmals über 7 oder mehr Generationen bewahrt werden, Assembly Halls (Tempel mit riesigen Räucherstäbchenspiralen, mit einem Tor und kleinen Hof oder Garten) und Museen. In den Assembly Halls kann man gegen Geld pinke Karten kaufen wo die Vietnamesen ihre Wünsche aufschreiben und dann mit einem Schamanen besprechen. Dann nehmen sie ein Räucherstäbchen und beten vor dem Altar, dass der Wunsch in Erfüllung geht. Sie nehmen den Wunsch mit nach Hause und nach einem Jahr verbrennen sie ihn. War sehr spannend zu sehen.
Am nächsten Tag hatten wir einen Kochkurs bei ‚Coconut Fragrance‘ gebucht. Wir haben auf anderen Blogs davon gelesen und können den Kurs ebenfalls nur weiterempfehlen. 👍 Eine nette Dame holte uns in der Früh mit einem Bus ab. Dann fuhren wir zum Markt, wo wir durch die verschiedenen Sektionen spazierten und sie uns immer wieder Dinge erklärte. Wir durften auch viel probieren (zB Stinkfrucht und anderes Obst) und können nun einen frischen von einem alten Fisch voneinder unterscheiden zB. Auch spannend: wir sahen die Bananenblüte aus der später ein leckerer Salat gekocht wurde. Insgesamt waren wir 5 Leute beim Kochkurs, das war eine sehr angenehme Anzahl. Nach dem Markt ging‘s zum Fluss in ein kleines rundes Boot. Unser Steuermann war sehr motiviert und drehte uns gleich mal im Fluss einige Male wie im Karussel um den Kreis. Dann durften wir ein Fischnetz ausrollen und Krabben angeln gehen. Ich hatte sogar Glück und fing eine Krabbe, die wir kurze Zeit später wieder in die Freiheit entließen. 💪 Danach ging es zum Haus der Besitzerin für den Kochkurs. Jede von uns hatte eine eigene Kochstelle und bekam eine Schürze. Zunächst stellten wir selbst Reispapier her für die Frühlingsrollen. Dafür mixten wir diverse Reismehle mit Wasser zusammen. Anschließend durften wir die Masse in einer Pfanne spiralenförmig rausbraten. Es gab später herausgebratene Frühlingsrollen und frische Sommerrollen mit Shrimps und Gemüse & Mango. Außerdem schnitzten wir aus einer Tomate einen Schwan. Anschließend bereiteten wir die leckeren Reispfannkuchen zu. Dafür wurde eingeweichter Reis in eine alte Maschine gegossen, am Ende kam dann Reismilch raus. Die wurde dann noch mit Gewürzen verfeinert. In den Pfannkuchen kamen dann noch Fleisch & Shrimps. Mit einem Reisblatt und Salat zusammengemixt entstand ein leckerer Wrap. Die Soßen, die wir dazu gegessen haben, haben wir auch selbst gemacht. Dann gab es noch einen bunten Salat mit Bananenblüten und extrem leckeren marinierten Shrimps. Als Hauptspeise entschied ich mich dafür eine traditionelle Pho Suppe zu kochen, wohingegen Sophie einen Fisch zubereitete. Beides schmeckte sehr lecker. Als Nachspeise bekamen wir dann noch einen klebrigen Reis mit Banane drinnen mit Mangos und Kokosnusssauce. Am Ende konnten wir uns kaum noch bewegen so voll waren wir 😂 es machte echt Spaß traditionell vietnamesisch zu kochen, die Besitzerin leitete den Kurs echt toll (ihre ganze Familie half mit und räumte alles immer sehr schnell wieder weg oder schnitt uns das Gemüse schon vor) und das Essen schmeckte auch sehr lecker. Am Ende bekamen wir die Rezepte mit und auch noch Essstäbchen und einen Gemüseschäler geschenkt. Es war wirklich ein tolles Erlebnis! 😄
Am Abend spazierten wir noch durch das beleuchtete Hoi An. In der Altstadt mit den hellen Lampignos entstand eine schöne Atmosphäre 🥰: es wurden Bootstouren angeboten und man konnten in Papierschachteln eine Kerze anzünden und diese ins Wasser fallen lassen. Außerdem gingen wir zum berühmten ‚Night Market‘ (viele asiatische Städte haben Einen): dort waren viele Essensstände aneinandergereiht und es gab auch wieder Souvenirs zu kaufen. Leider war abermals sehr viel los, was uns nach der Zeit etwas ermüdete.
Am zweiten vollen Tag in Hoi An buchten wir über unsere Unterkünft einen Halbtagesausflug nach My Son, der leider etwas ein Reinfall war. Einerseits lag es am Wetter: es schüttete wie aus Kübeln durchgehend während des Ausfluges. Andererseits lag es am Guide, der eine derart schlechte englische Aussprache hatte, dass man ihn segr schwer verstand. Und seine Versuche witzig zu sein waren echt mies und machten ihn nicht gerade sympathischer. Außerdem hatten wir kaum Zeit uns selbst die Ruinen noch anzusehen und wurden gar nicht durch alle Teile der Ruinen durchgeführt. Das war für mich unverständlich. Die Geschichte dahinter war schon spannend, leider gibt es kaum mehr ‚echte Ruinen‘ (wurden von den Cham Volk, eine indigene Volksgruppe erbaut), die wurden alle nachgebaut nach dem Vietnamkrieg. Aber die Führung und der Regen trübten das Erlebnis. Das Mittagessen war leider auch wiederlich und die versprochene Bootsfahrt am Schluss bestand aus einer 10-minütigen Flussüberquerung. Am Ende waren wir froh wieder im Hotel zu sein. Übrigens wieder ein Homestay: Vanh An (ok würden wir sagen)
Am Nachmittag machten wir uns dann noch einmal in die Altstadt auf. Da dann doch noch die Sonne kurz rauskam entschieden wir uns unseren Regenschutz in der Unterkunft zu lassen. Wie sich später herausstellte ein fataler Fehler: ca 1h später begann es wie aus Kübeln zu schütten und es hörte auch nicht mehr auf 🙈 was macht man, wenn es regnet in Hoi An? Nein, nicht shoppen, sondern einen Lampignonworkshop 😄 eindeutig zu empfehlen: The Latern Lady. Man konnte sich entscheiden, ob man das Holzgestell selbst machen oder nur die Lampingnon bespannen will. Uns reichte das vorgefertigte Holzsgestell zum Bespannen. Dann durfte man sich verschiedene Formen des Holzrahmens aussuchen und Muster für den Lampignon aussuchen. Die Damen, die uns halfen waren echt nett und es herrschte eine nette Atmosphäre dort. Wir brauchten dann doch ziemlich lange, aber das Endergebnis kann sich sehen lassen. Wir freuen uns sehr über unsere eigenen Lampignos 🥰 der Heimweg war dann leider sehr nass, immerhin hatte ich im Gegensatz zu Sophie, noch meine Regenjacke mit, die dann aber beim Homestay angekommen, auch total durchnässt war 😅 in der Regenzeit wird die Stadt anscheinend jedes Jahr geflutet, das können wir uns mittlerweile leider gut vorstellen…
Für den Abend hatten wir uns bereits ein Shuttle von Hoi An nach Da Nang reserviert, da nach Corona die Busverbindung immer noch nicht wieder aufgenommen wurde. Wir schliefen die Nacht in Da Nang, da es am nächsten Tag wieder zum Flughafen ging. Mittlerweile waren wir 3 Mal in Da Nang und haben uns nie die Stadt angesehen 😆 soll aber abgesehen von der Drachenbrücke, die wir vom Auto aus gesehen haben, auch nicht so toll sein. Leider schüttete es da immer noch, sodass unsere Schuhe zu Seen wurden. 🙈
Alles in allem: voll nette Stadt, aber sehr überlaufen. Highlights: Kochkurs & Lampignonworkshopn😊
Weitere Dinge, die uns in Vietnam aufgefallen sind: es gibt nirgends öffentliche Mülleimer, die Dusche ist oftmals mitten im Bad ohne Duschkabine oder -vorhang sodass alles nass wird, die Grabsteine auf den Friedhöfen sind kleine bunte Tempelanlagen, viele große Supermärkte gibt es nicht eher mehr kleine Shops, wenn man ein privates Haus betritt muss man vor dem Eingang oftmals die Schuhe ausziehen, viele Vietnamesen setzen auf die natürliche Heilwirkung von Kräutern & Obst/Gemüse anstatt in die Apotheke zu gehen, viele kleine Kinder tragen sogar große Stoffmasken im Freien, zu Tet zu reisen ist zwar cool aber oftmals viel teurer als zu nicht Tet Zeiten und auch umständlicher bzw hat nicht alles offenRead more
Can Tho
January 29, 2023 in Vietnam ⋅ ☁️ 23 °C
Der Abschied von Mittelvietnam fiel uns wirklich nicht schwer: es schüttete aus Kübeln, was es auch etwas frisch machte, und wir hatten das Gefühl alles was möglich war mehr als gesehen zu haben 😆
5. Flug ✈️: Da Nang-Can Tho 10.20-11.50 VietJet
Da wir den Flughafen schon kannten und auch mit der Airline schon hergeflogen waren kannten wir uns gut aus und es verlief alles reibungslos 😊 wir sahen Ho Chin Minh City bereits vom Flugzeug aus, echt eine riesen Stadt. Übrigens: wenn wir mit dem Zug gefahren wären, hätten wir 22h gebraucht, die Distanzen sind nicht zu unterschätzen in Vietnam.
Viele von euch werden sich sicher fragen: warum Can Tho? Can Tho liegt direkt am Mekong, einen der größten Flüsse Asiens, und ist für seine schwimmende Märkte bekannt. Can Tho liegt südlich von Saigon. Viele haben uns geraten unbedingt dorthin zu reisen.
Wie erhofft ist das Wetter echt super: etwas bewölkt aber dennoch sehr warm, um die 30*, genau perfekt 😎
Wir buchten wieder einen Homestay über Booking: Ms Ha und es war wieder eine gute Entscheidung. Wir bekamen bei der Ankunft gleich gratis aufgeschnittene Ananas und Wassermelonen und sie organisierte für uns die Weiterfahrt. Nur sehr lustig und auffällig: der Ordentlichkeitsfimmel der Besitzerin: gleich beim Einchecken begleitete sie uns in unser Zimmer. Wie immer legten wir unsere Rucksäcke am Boden ab und kleine persönliche Gegenstände auf den Tisch. Sie nahm die Rucksäcke und legte sie präzise in die Ecken des Raumes auf und dann sortierte sie die Sachen, die am Tisch lagen, neu. ZB mein Handy wurde dann fein säuberlich rechtwinkelig angeordnet umgeordnet. Auch später hatte man das Gefühl ‚alles muss an seinem Platz sein‘ und sie hatte eine Art ‚Mama Instinkt‘ bei dem sie immer sehr fürsorglich argierte (sie rührte und das Essen um oder half uns in die Schwimmwesten). 😂
Den verbleibenen Tag gingen wir noch was Essen und bummelten durch Can Tho. Die Stadt ist viel größer als erwartet und hat wenig zu bieten. Eine riesen Ho Chi Minh Statue, ein Tempel und Bootsfahrten auf dem Mekong sind die ‚Highlights‘. Es gab abends auch viel Straßenbeleuchtung und es war sogar eine Straße gesperrt für den Verkehr. Wir glauben das war noch wegen Tet. Außerdem gab es einen kleinen Night Market mit Essen & Souvenirs.
Am nächsten Tag klingelte der Wecker wieder sehr früh: 5 Uhr 😴 bevor es losgehen konnte, kontrollierte Miss Ha unser Zimmer noch einmal, ob wir ja die Balkontüre richtig verschlossen haben. Wir bekamen einen Tee to Go in einem Plastiksackerl und brachen mit der Besitzerin der Unterkunft Ms Ha und zwei Jungs aus Deutschland auf zum Boot, das auf uns wartete. Wir fuhren am Mekong entlang zum größten schwimmenden Markt den es gibt. Was wir nicht wussten: aufgrund von Tet und da es Sonntag war hatte der zweite schwimmende Markt in der Nähe gar nicht offen und der Markt auf dem wir waren, war leider auch kleiner als erwartet (durch das Tet Fest haben die Kinder länger Schulferien und auch viele Betriebe haben dementsprechend länger geschlossen). Auf dem Markt gibt es große Boote, die auf einem Mast oben immer zeigen was sie verkaufen (zB hängt auf einem Mast ein Kürbis). Die Verkäufer sind entweder selbst Bauern oder nur Zwischenhändler. Dann kommen kleine Boote und kaufen einen großen Teil der Ware, um diese in der Stadt weiterzuverkaufen. Es gibt auch Boote, die wie Bars ausgestattet sind und nur Getränke verkaufen. Dann gibt es schwimmende Restaurants auf großen Schiffen oder kleinere Boote, die Essen verkaufen. Die Menschen leben teilweise wirklich auf den Booten, wir haben Wäsche und Haustiere wie Hunde oder Hühner gesehen. Und ein Hochzeitspaar auf einem Boot konnten wir auch erspähen. Es ist wirklich ein buntes Treiben. Und ganz spannend: die Buddhisten glauben, dass alles Augen haben muss. Aus diesem Grund wurden vielen Booten Augen aufgemalt. Ms Ha kaufte uns verschiedenes Obst zum probieren: Milchäpfel, Ananas, Stinkefrucht, usw. Dann gab es eine Art ‚Fotoshooting‘ von Ms Ha initiiert. Dabei achtete sie penibel drauf, dass alles perfekt ist und strich mir zB die Haare glatt (sie ist auf dem ersten Foto zu sehen). 😆
Nach dem Besuch der schwimmenden Märkte ging es für uns zu einem Seitenarm des Mekong. Dort erlebten wir das tägliche Leben am Mekong: viele ärmlich aussehende Häuser standen dort dicht gedrängt und wir sahen zB Menschen Wäsche waschen oder ein Huhn rupfen. Anschließend gingen wir am Land und Ms Ha machte mit uns einen Dorfspaziergang. Da auf den schwimmenden Märkten leider nicht so viel los war, war das das eigentliche Highlight für mich. Wir besuchten zwei Nudelfabriken, eine Sojafarm und eine lokale Familie. Die Nudelfabriken waren besonders spannend, weil wir mithelfen durften. Fabrik ist vl ein zu großer Begriff, da hier jeweils immer zwei Personen arbeiteten. Bei der Ersten wurden die Nudeln frisch gekocht aus der Maschine ausgeworfen. Wir durften die Nudeln dann zum Trocknen auf einen löchernen Metalltisch legen. Da die Nudeln noch voller Wasser trieften war der Boden dort entsprechend nass. In der zweiten Fabrik wurde einen Reispaste auf einen riesen Herd gegossen. Mit einem speziellen Holzstock wurden die fertigen Reiscrepes auf einen geflochtenen Holzstisch gelegt. Diese Crepes werden dann zum Trocken länger in die Sonne gelegt. Anschließend werden sie mit Hand durch eine Maschine gedreht, die daraus Nudeln schneidet. Ganz spannend: die Nudeln werden mit natürlichen Stoffen grün, violett und orange gefärbt. Nach der Mitarbeit durften wir gleich frische ‚fried noodles‘ probieren. Außerdem bekamen wir noch gebratenen Nudeln von Ms Ha, das war alles gegen 9 Uhr in der Früh, das war als Frühstück auch sehr spannend. Wir waren auch in einem kleinen lokalen Lokal, wo wir einen Reisschnaps angeboten bekamen. Wir lehnten dankend ab. Die Einheimischen waren sehr an uns interessiert und wollten unser Alter wissen. Sie rieten bei Sophie und mir 25 Jahre, also gar nicht mal so schlecht. Dann ging es mit dem Boot wieder zurück zur Unterkunft.
Nach einer kurzen Mittagspause ging es am Nachmittag mit der gleichen Truppe und einem französischen Pärchen auf eine Radtour zu Dörfern auf der anderen Seite des Mekongs. Die Räder waren abermals nicht die Besten, aber man gewöhnte sich daran. Zunächst mussten wir diese noch aufpumpen. Zum Glück hatten die deutschn Jungs genug Schmalz. Sophie wollte sich dennoch beweisen und war gleich mal negativ erstaunt wie schwer das ging 😆 Ms Ha fuhr selbst gar nicht mit dem Fahrrad, sondern nur mit dem Moped uns hinterher. Wir fuhren mit den Fahrrädern auf eine kleine Fähre, die uns über den Mekong brachte. Dort angekommen ging es an kleineren Straßen über Brücken durch diverse Siedlungen. Es war echt spannend was es dort alles zu sehen gab: eine Klasse voller Kinder einr Kampfsportart, viele kleine Versammlungen von Männern, viele Familien mit Kindern,… Viele Menschen winkten uns zu und begrüßten uns freundlich, vor allem Kinder. Unser Highlight: die Vietnamesen lieben es Karaoke zu singen. Aber das läuft nicht so wie bei uns: leise und heimlich im Wohnzimmer, sondern auf offener Straße, extrem laut wie bei einem Konzert und komplett falsch/schräg gesungen (im Video zu hören)😂 echt lustig mit dem Fahrrad durchzufahren und alle paar Meter ein paar schräge Lieder zu hören. Echt eine bewundernswerte Mentalität, wir würden das sicher nicht machen, außer wir könnten toll singen. Wir besichtigten auch eine Ziegelfabrik, wo uns der Herstellungsprozess anschaulich erklärt wurde. Angeblich arbeiten dort nur Frauen, auch spannend.
Auch die Flora war wunderschön: Bananenplantagen, Bambus Wälder, viele Pflanzen wie Ananas oder ein Melonenfeld. Das Essen fiel dieses Mal nicht mehr so üppig aus, wie am Vormittag, aber das war ok für uns, da Miss Ha immer alles bei Straßenständen kaufte und wir uns beszüglich Hygiene nicht so sicher waren und uns schon die Ausreden ausgingen, warum wir das jetzt nicht essen wollen. Wir probierten auch zum ersten Mal einen Zuckerrohrsaft (50% gemixt mit Zitronensaft), war überraschend lecker. Und angeblich Schneckenfleisch (es wirkte aber wie Faschiertes anders zusammengematscht und schmeckte neutral).
Ms Ha war wieder sehr bemüht und fragte mich gefühlt alle 10min, ob eh alles ok sei. Das Fahrrad war einfach extrem mies, aber sonst ging es mir gut. Ich wollte halt auch die Landschaft genießen und nicht nur drauf los radeln. Ms Ha hatte dennoch das Gefühl, dass ich zu schwach bin, zumindest sagte sie 10x ich schau so müde aus, sehr motivierend 😂
Am Abend schauten wir uns noch einmal die Beleuchtung in Can Tho an. Am nächsten Tag bekamen wir unerwarteterweise sogar noch ein gratis Frühstück, wirklich sehr nett 😊
Alles in allem waren die schwimmenden Märkte etwas enttäuschend. Dennoch war der Rest des Tages so cool und abwechslungsreich, dass sich Can Tho dennoch sehr gelohnt hat 😊
Am Ende habe ich noch meine Chance genützt und mit Ms Ha über das Gesundheitssystem in Vietnam gesprochen. Fast jede*r Vietnames*in hat eine Krankenversicherung für 1.000.000 Dong im Jahr. Diese deckt aber nur Krankenhausaufenthalte bis zu 70% ab. Werden Spezialist*innen, wie zum Beispiel ein*e Zahnärzt*in oder ein*e Fachärzt*in benötigt, muss das selbst bezahlt werden. Auch Medikamentenkosten müssen selbst übernommen werden.
Weitere spannende Erzählungen von Ms Ha: Während Corona hatte Ms Ha keine Einkünfte, zum Glück hatte sie genug gespart und musste keine Miete zahlen da das Haus ihr gehört, wie sie uns erzählte. Daher ging es ihr vermutlich besser als den Meisten. Wer geschickt in der Tourist*innenbranche arbeitet ist finanziell nicht schlecht aufgestellt. Sehr ehrlich erklärte sie uns auch, dass sie keinen Mann hat, jetzt mit 50 aber auch keinen mehr möchte, weil die nur auf ihr Geld aus wären oder Altlasten mitbringen würden und sie dann womöglich Schutzgeld an eine Art Mafia bezahlen müsste. War echt spannend mit ihr zu reden und Einblicke in ihr Leben zu bekommen.Read more
Ho Chi Minh City = Saigon
January 30, 2023 in Vietnam ⋅ ⛅ 24 °C
Zuerst hatten wir gar nicht geplant nach Ho Chi Minh City (kurz HCMC) zu fahren, jedoch gab es in Can Tho dann doch nicht so viel zu sehen wie gedacht und einen Tag länger in Vietnam bleiben hörte sich für uns auch nicht so schlecht an.
Unsere nette Homestay Besitzerin buchte uns den Bus vor und es stellte sich als beste Busfahrt unseres Lebens heraus, sehr zu empfehlen die orange Firma Futa. Einerseits haben sie einen tollen Service: man wird von seiner Unterkunft zum Busbahnhof mit Minibussen abgeholt und dann vom Busbahnhof auch gratis ins Stadtzentrum gebracht. Es gibt überall so viele Mitarbeiter, dass alle sehr hilfbereit sind. Vorm Einsteigen mussten wir dann wieder die Schuhe ausziehen und fanden eine luxuriöse Busausstattung vor: Lederliegen mit eigenem TV, privaten Licht, Steckdosen, Vorhängen und Sicherheitsgurt (Foto). Dann bekam man gratis Wasser & Feuchttücher ausgehändigt. Bei einer kurzen Klopause bekam man gratis Schlapfen zur Verfügung gestellt und die öffentlichen Toiletten dort glichen die eines 4* Hotels. Alles in allem eine tolle Fahrt, man kommt sehr entspannt am Endziel an 😎
Die Hostelbesitzerin (Long Hostel) war auch sehr nett und half uns bei der Auswahl eines Busses für die Weiterfahrt.
Allgemein zu Ho Chi Minh City: die gesamte Region heißt schon noch Saigon aber der Stadtkern wurden in HCMC unbenannt. Wir gingen die vom Lonely Planet vorgeschlagene Route in der Innenstadt ab, die an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei führen sollte. Unser Eindruck: nicht über drüber. Vom Verkehr her hätten wir es uns viel ärger vorgestellt: die Gehsteige waren nicht von Mopeds zugestellt und frei zum Gehen. Das Straße überqueren war aufgrund der mehrspurigen Straßen etwas stressiger, aber mittlerweile bringt uns da auch nichts mehr so schnell aus der Ruhe. Die Märkte und andere Sights an denen wir vorbei gingen wirkten alle eher heruntergekommen bzw nichts Besonderes. Wir gingen an einigen Kinos (scheinen fast nur regionale Filme zu zeigen) und einigen Schulen (Foto blaues Schild Hoa Bin) vorbei, auch mal spannend zu sehen. Von den Tet Feierlichkeiten war auch noch einiges zu sehen (Bühne, Deko, Straßenlichter). Und zum ersten Mal in Vietnam sahen wir einen Rettungswagen fahren.
Highlights in HCMC sollen die Notre Dame Kathedrale (von den Franzosen erbaut), der Unabhängigkeitspalast und das Post Office sein. Leider war die Kathedrale aber gerade komplett eingerüstet und man konnte nirgends rein gehen. Das Post Office war dann schon ganz nett (abgesehen von den Souvenirshops drinnen) aber nur wegen dem würde ich jetzt auch nicht gerade nach HCMC fahren 😆 wie sind dann am Abend noch an einem Platz vorbei gegangen, der wie ein Mini Times Square ausgesehen hat. Es hätte noch ein unterirdisches Tunnelsystem, das während des Vietnamkrieges gebaut wurde, gegeben. Das liegt aber ziemlich außerhalb, da fehlte uns die Zeit. Und einige Museen u.a. zum Vietnamkrieg, die sicher auch spannend gewesen wären. Also 1-2 Tage kann man theoretisch wrs schon ausfüllen.
Zum Abschluss unserer Sightseeing Tour und unseres Aufenthaltes in Vietnam gönnten wir uns noch ein Getränk auf einer Rooftop Bar (Shri) im 23. Stockwerk. Dort sahen wir einen halben Sonnenuntergang, da es doch etwas bewölkt war. Die Stadt in der Nacht zu sehen war schon schön, habe aber dennoch die Bilder aus Dubai in meinem Kopf.
Alles in allem wars ok für einen halben Tag, aber extra länger stehen bleiben muss man unserer Meinung nach wirklich nicht 😉Read more
Resumee zu Vietnam
January 31, 2023 in Vietnam ⋅ 🌙 20 °C
Alles in allem zu Vietnam 🇻🇳:
-wir haben uns immer sehr sicher gefühlt, es gab nie zwielichtige Situationen, das Aufregendeste war der Affe der Sophie die Mandarinen gestohlen hat 😂
-landschaftlich ist es echt ein schönes Land
-wettermäßig würde ich nicht mehr im Jänner kommen (Regen in Mittelvietnam, Norden tlw sogar Schnee)
-sowohl die Transportmittel als auch die Straßen sind echt toll ausgebaut, die Schlafbusse waren ein Luxus, den ich beim Reisen bis jetzt noch nicht so erlebt habe. Die Züge waren persönlich nichts für mich, aber dennoch toll, dass es so viele Optionen gibt. Haupttransportmittel in den Städten bleiben aber die Mopdes.
-man darf die Distanzen nicht unzerschätzen zwischen Nord-, Mittel- und Südvietnam
-das Essen hat mich positiv überrascht: so extrem lecker, preiswert und überhaupt nicht scharf
-die mangelnden Englischkenntnisse der Bevölkerung haben mich wiederum negativ überrascht
-die Homestays waren das Besondere an dieser Reise
-gefühlt haben wir genau während den Tet Feierlichkeiten das Land bereist: zum Glück waren wir so gut organisiert und haben Vieles bereits im Vorhinein gebucht, es war sicherlich einiges teurer oder auch anders als zu normalen Zeiten, aber es war schon eine einmalige Erfahrung die Feierlichkeiten und die Deko überall zu sehen
-das Land ist wohlhabender als erwartet: wir haben nie bewusst obdachlose Menschen gesehen, die Autos auf den Straßen wirkten relativ neu, viele Vietnamesinnen hatten manikürte oder pedikürte Nägel
-es ist ein touristenfreundliches Land: wir haben immer wieder Schilder bei Hotels gesehen mit der Aufschrift ‚gratis Toiletten für Touristen‘, wir haben in Bussen oder in Unterkünften oftmals gratis Wasser bekommen
-entgegen meines ersten Eintrages über Vietnam hat es sich zum Glück nicht bewahrheitet: beim öffentlichen Busfahren in Minivans kann es schon sein, dass man mehr zahlen muss, sonst haben wir nie das Gefühl gehabt übers Ohr gehaut zu werden. Zumimdest ist es uns nie aufgefallen 😆
-das Preis-Leistungsverhältnis stimmt definitiv: Essen und Untekünfte sind viel billiger in Europa, lediglich Einrtrittsgelder & Ausflüge kosten mehr
-ein besonderes Highlight war für mich neben dem Essen und der Landschaft der Kochkurs in Hoi An, die Kursleiterin war einfach so ein herzlicher Mensch und hat uns neben kulinarischen auch persönliche Einblicke in ihr Leben gegeben
-die Straßen sind wie in Europa ausgebaut, lediglich das drüber gehen ist etwas abenteuerlicher, aber man gewöhnt sich sehr schnell dran
Noch ein paar Tipps, falls ihr Vietnam demnächst plant:
-öffentliche Transportmittel so gut wie möglich möglichst früh reservieren (in Zügen immer die unteren Betten)
-auf Feiertage wie Tet achten
-Homestays buchen
-2 Wochen sind fast zu wenig Zeit, um alles zu sehen (wir hätten etwas Zeit in Mittelvietnam einsparen können, aber dennoch hätte der Norden sicher noch einmal 1 Woche gebraucht), 3 Wochen Zeit wären sicherlich sinnvoll
-man hätte sich noch ansehen können: im Norden: Hanoi, Halong Bucht, Sapa (Wanderregion); im Süden: Cat Tien Nationalpark (Gibbons), Da Lat, Inseln Phu Qhoc oder Can Dao (soll schöner sein) zum Entspannen am Schluss
-Stempel am Visum immer kontrollieren: der Deutsche, den wir in Can Tho getroffen haben, hat nur ein Eintagesvisum irrtürmlich bekommen, aber nicht darauf geachtet und muss bei der Ausreise jetzt eine Strafe zahlen
-eine (E-)Sim Karte ist fast Pflicht, da man sonst mit den Vietnames*innen kaum kommunizieren kann und bei Taxis doppelt drauf zahlt
-Reispfannkuchen und Banh Mi probieren und wenn ihr in Hue seid unbedingt zu Nina‘s Restaurant gehen (war für uns das Beste Essen in ganz Vietnam)
-ein Adapter wird nicht benötigt
-Kochkurs in Hoi An: Coconut Fragrance
-Unterkunft Höhlen Nationalpark: Tam‘s Homestay
-Unterkunft Can Tho: Ms Ha Homestay
Was mir sonst die letzten Tage noch aufgefallen ist:
Es gibt viele Losverkäufer auf den Straßen; einige Vietnames*innen haben tagsüber Pyjamaähnliche Kleidung an, schaut sehr bequem aus; es gibt wirklich viele Touristen aus Frankreich in Vietnam; alle Betten in denen wir geschalfen haben sind in Vietnam überdurchschnittlich hart; wir haben immer wieder einzelne Spielkarten am Boden liegen sehen, vl wegen Tet?; Vietnames*innen lieben es von sich selbst Fotos zu machen und zwar nicht nur wenn Tet ist (zB in Coffee Shops, die hier sehr beliebt sind, v.a. Highland Coffee, wird gepost was das Zeug hält); Masken werden noch oft getragen, auch oft im Freien
So und last but not least zu meinen groß angekündigten Supermarktkuriositäten 😆 so viele große Supermärkte haben wir leider dann gar nicht gesehen, aber ein paar Sachen sind uns doch aufgefallen. Zb das Mindesthaltbarkeitsdatum: ich las auf Keksen, die ich mir kaufen wollte, immer wieder ein Datum vom letzten Jahr und ging davon aus, dass die alle abgelaufen sind. Daweil ist das große Datum das Produktionsdatum und das Mindesthaltbarkeitsdatum steht manchmal ganz klein irgendwo daneben. Eier konnte man entweder in schicken Strohsäcken oder einzeln in Plastiksackerln verpackt kaufen. Das Ei auf dem Foto ist das Ei einer Gans, wir haben auch Wachteleier und verschiedene Hühnereier gesehen. Fische leben oft noch in Aquarien im Supermarkt und werden später erst beim Verkauf umgebracht. Es gibt sehr viel Obst & Gemüse. Abwiegen tut mas es nicht selbst, sondern man geht zu einer eigens dafür angestellten Dame, die das Gemüse abwiegt, in ein Plastik Sackerl einpackt und verschließt. Süßigkeiten gibt es einige, aber viel weniger als bei uns und auch keine richtigen Schokosachen. Da gibts häufig nur komplett überteuerte Importware wie zB M&Ms. Fleisch ist im Supermarkt zwar gekühlt, aber einfach zum Rausnehmen in der allgemeinen Kühltheke. Käse & Butter sind gleich oder noch teurer als bei uns, lediglich französischer Streichkäse ist günstig. Im Kühlregal gibt es viele Dumplings, die man bereits gedämpft, auch auf der Straße kaufen kann. Und jeder große Supermarkt hat ein eigenes Drogeriestockwerk, wie bei uns ein eigener DM, Müller oder Bipa, wo unzählige Toilettartikel aber auch Kleidung, Büroartikel und weiterer Krimskrams verkauft werden. Da habe ich auch tolle Einwegungerhosen zum Kaufen gesehen. 😆
So, so weit dazu, wenns passt möchte ich euch dazu auch von anderen Ländern Einblicke geben, weil ich so etwas selbst immer sehr spannend finde 🤗
—> ich bin sehr froh, dass wir uns für Vietnam entschieden haben und uns dieses Land rund zwei Wochen angesehen haben! Einziger Wehrmutstropfen war das Wetter in Mittelvietnam. Besonders Highlight für mich war die Tet Feierlichkeiten mitzuerleben. Ich würde auf alle Fälle gerne noch einmal zurückkommen und mir Nordvietnam in Ruhe bei besserem Wetter ansehen 😊Read more
Einreise Kambodscha & Phnom Penh
February 1, 2023 in Cambodia ⋅ ☁️ 26 °C
Kambodscha 🇰🇭: Welche Sprache wird hier eigentlich gesprochen? Wie ist das Leben in dem Land? Was ist die Währung? Können die Kambodschaner noch schlechter Englisch als die Vietnamesen sprechen? Alles Fragen die Sophie und ich in den nächsten rund 2 Wochen beantworten werden 😉
Zunächst zur Anreise: es gibt einige Busfirmen, die von HCMC nach Phnom Penh fahren. Leider haben wir da teilweise sehr schlechte Bewertungen gelesen. Die Hostelbesitzerin nannte uns drei seriöse Firmen, die zum Glück gleich um die Ecke unseres Hostels waren. Wir holten anschließend die Angebote ein, einige Busse waren auch schon ausgebucht, aber wir konnten noch etwas finden. Wir entschieden uns für Kumho Samco und waren sehr zufrieden. Was man wissen muss: das Visum kostet eigentlich nur 30$, bei Visa on arrival 36$ für die Grenzbeamten und mit einem Bus 40$ als Bestechungsgeld damit wir bevorzugt behandelt werden. Das sagen einem aber auch die wenigstens vorher, weswegen sich viele vom Busunternehmen betrogen fühlen. In Wahrheit gehört das Geld aber den Grenzbeamten in Kambodscha. Etwas ärgerlich, da man dss Visum auch online hätte beantragen können. Jedoch dachten wir, dass on arrival günstiger ist. So viel dazu 😆
Da kommen wir gleich zur Währung: Offiziell gibt es in Kambodscha den Riel, jedoch gilt als Zweitwährung der Dollar (was alles etwas teurer macht und auch beim Umrechnen immer zu Gunsten der Verkäufer umgerechnet wird, man gibt zB 10$ her bekommt aber das Wechselgeld in Riel zurück). Im Westen gibt es auch noch die Währung Baht aus Thailand. So weit so kompliziert. Außerdem verlangen die Bankomaten in Kambodscha eine Abhebegebühr von 5$+ und Manche geben Dollar, Manche Riel her, da muss man sich erstmal zurecht finden 😅
Die offizielle Landessprache in Kambodscha ist Khmer und die Schrift ist für uns nicht zu lesen (siehe Foto von Schild). 🇰🇭
Die Busfahrt war sehr angenehm, da relativ viel Beinfreiheit vorhanden war und es einen eigenen Mitarbeiter gab, der sich um einen reibungslosen Grenzübergang kümmerte. Etwas ungewohnt, dort aber Standard: Man gibt beim Einsteigen in den Bus den Pass mit den 40$ her und bekommt ihn dann erst 30min nach Einreise in Kambodscha in einem Restaurant wieder. In Vietnam waren wir bei einem VIP Schalter, aber der Grenzbeamte stempelte nur schnell unseren Pass ab ohne uns eines Blickes zu würdigen. In Kambodscha hatten wir keinerlei Kontakt zu Grenzbeamten. Man geht zwar schon über zwei Grenzübergänge, aber die Busfirma schiebt einen durch. Echt spannende Erfahrung. Die Fahrt von HCMC nach Phnom Penh, der Hauptstadt Kambodschas, dauert 7h (jeweils 1h aus HCMC raus und 1h nach Phnom Penh rein).
Im Bus lernen wir zwei sehr junge Engländerinnen kennen, die sehr hilflos wirkten. Wir erklärten ihnen die Infos zum Einreiseprozedere. Auch beim Aussteigen aus dem Bus suchten sie bei uns Hilfe, da sie mit dem vielen Typen, die ihnen was verkaufen wollten, etwas überfordert sind. Wir teilen uns auf: 2 bleiben beim Koffer, 2 gehen Geld abheben. Dann teilen wir uns ein Grab zum nächstgelegenen Mobilfunkanbieter. Dort hole ich mir wieder eine Sim Karte für 10 GB/Woche für 3,5$ echt günstig 😊
Von dort gehen wir zu Fuß in unser Hotel. Dort angekommen können uns die Angestellten mit unserer Weiterfahrt 0 helfen. Wir suchen es uns selbst aus dem Internet heraus und starten am nächsten Tag etwas früher los damit wir noch etwas von Kambodschas Hauptstadt sehen.
Wir spazieren zum Königspalast und zahlen 10$ Eintritt, um den Thronsaal und einige umliegende Gebäude zu sehen. Leider waren im Thronsaal keine Fotos erlaubt, die restlichen Gebäude waren verschlossen, sodass man sie nur von außen sehen konnte. Damit man sich die Anlage, die komplett im Freien liegt, ansehen kann, mussten wir eine Maske tragen. Im Ticketpreis enthalten ist auch der Besuch der silbernen Pagode. In der Mitte ist in einem Gebäude ein 90kg schwerer Buddha aus Gold mit einigen Diamanten untergebracht. Leider waren hier ebenfalls keine Fotos erlaubt. Alle Fotos bis zu der Schrifttafel sind vom Palast und der Pagode. Spannenderweise waren sehr wenige Touristen zu sehen und wenn eher Senior*innen mit privaten Guide. Beim Ausgang bekamen wir noch eine gratis Trinkwasserflasche, echt nett 😊
Ansonsten sind wir so noch ein wenig herumspaziert: es gibt echt sehr viele Tempel in der Stadt (=Wat), die man abermals überwiegend von außen betrachten konnte. In einem Tempel wurde gerade ein Festzelt aufgebaut und alles wurde geputzt. Es gibt auch einen königlichen Park, der leider für die Öffentlichkeit nicht zu betreten ist. Außerdem sahen wie irgendein Ministeriumsgebäude, wo zwei riesige Kollagen des amtierenden Ministers davor prominent platziert wurden. Schon lustig, wenn wir das in Österreich auch hätten bei den ganzen Wechseln 😆
Sonst gibt es keine Parks, mehr kleine Grünstreifen, in der Innenstadt. Es wirkt alles sehr großzügig angelegt. Außerdem fließt durch Phnom Penh ebenfalls der Mekong, es werden Bootstouren angeboten. Es fahren sehr viele Tuk Tuks (Motorradtaxis) herum, die günstiger als die Auto Taxis sind. Die haben wir dann auch gleich einmal ausprobiert, mit den großen Rucksäcken schon ein echtes Erlebnis 😂
Da unser Bus für die Weiterfahrt in den Nordosten des Landes bereits um 13.30 Uhr losfuhr konnten wir uns nichts mehr ansehen. Wir haben uns das Nationalmuseum von außen angesehen (rotes Gebäude auf den Fotos). Darin befindet sich angeblich eine tolle Skulptursammlung. Es hätte auch noch eine Pagoda auf einen Hügel weiter nördlich und einen großen Markt (Russian Market) im Süden der Stadt gegeben. Sonst hätten wir uns am Nachmittag sicherlich noch die Killing Fields angesehen (ein Deportationslager während des Krieges). Leider liegt dies jedoch ca 8km vom Stadtzentrum entfernt, das war uns einfach zu stressig. Dennoch schade, dass wir diesen wichtigen Teil der kambodschanischen Geschichte auslassen mussten. Ansonsten gibt es noch drei Destinationen für Tagestouren von Phnom Penh aus. 1-2 Tage kann man auf alle Fälle einplanen.
Wir haben überall gelesen, dass man in Phnom Penh besonders auf seine Sachen Acht geben muss, da es viele Diebe gibt. Wir waren zwar nur kurz da, können dies aber nicht bestätigen, da uns zum Glück keine dubiosen Personen aufgefallen sind.
Alles in allem: uns hat Phnom Penh viel besser als HCMC gefallen. Architektonisch war es mal komplett was Anderes. Schade, dass wir nicht doch noch den halben Tag Zeit gehabt haben, aber ich bin froh, dass wir überhaupt stehen geblieben sind (wir hatten im Vorfeld gehört, dass die Stadt nicht so sehenswert ist und wollten zu Beginn nur durchfahren). 😊
Erster Eindruck von Kambodscha: es ist viel wärmer als in Vietnam. Selbst bei bewölkten Himmel ist es sehr warm mit ca 30*+ Bis jetzt konnten alle mit denen wir gesprochen haben zumindest etwas Englisch sprechen, wir halten euch am laufenden, ob das auch so bleibt 😉Read more
Sen Monorom
February 2, 2023 in Cambodia ⋅ 🌩️ 22 °C
Um 13.30 Uhr ging es von Phnom Penh 6h mit dem Bus in den Nordosten des Landes nach Sen Monorom. Die Auswahl der Busunternehmens war wieder einen Challenge, da abermals viele schlechte Bewertungen zu lesen waren. Auf der Route verkehren nur Mini Vans, die oftmals viel Zusatzgepäck transportieren und der Fahrstil soll in Kambodscha auch etwas ruppiger sein als in Europa. Mit diesen Infos im Kopf entschieden uns für den Kim Seng Express.
Beim Einsteigen bekamen wir gratis Stoffmasken, die dann jede*r während der Fahrt trug. Leider stimmten die Bewertungen: der Fahrstil war ok, aber der Bus war echt komplett vollbepackt. Leider hatten wir auch noch das Pech in der letzten Reihe zu sitzen, wo dahinter das Gepäck verstaut wird. Es war eine antrengende Fahrt. 😅 In Sen Monorom angekommen ging es gleich einmal zu unser Unterkunft. Ein lustiger Zufall: alle Touristen, die mit uns im gleichen Minivan saßen, haben sich alle die Gleiche Unterkunft entschieden. Nach einem kurzen Gespräch kamen wir drauf, dass wir auch das Gleiche Programm für den nächsten Tag gebucht hatten. Es war ein britisches Ehepaar, um die 50, die seit 9 (!) Jahren die Welt bereisen und eine alleinreisende Schweizerin auf Urlaub ca 30.
Wir haben uns für Sen Monorom entschieden, da es hier drei Elefanten Rehabilitationszentren gibt. Zuerst wollten wir so etwas im Norden Thailands machen, aber da ich unsere Route durch Vietnam geändert hat, haben wir nach so etwas Ähnlichem in Kambodscha gesucht und es auch gefunden 😊 außerdem ist die Mondulkiri Region für seine schöne Natur, Vogelbeobachtungen, Wasserfälle und (überteuerte) Affenbeobachtungen bekannt.
Wir haben bereits im Vorhinein zwei Plätze beim Mondulkiri Elephant Project reserviert und wurden am nächsten Tag um 8.30 Uhr mit den anderen Gästen abgeholt. Wir fuhren zu einem Treffpunkt mit anderen Gästen, die denselben Ausflug gebucht hatten. Leider was das Auto ein halb offener Truck, wo dann 7 Leute auf der Ladefläche Platz nehmen mussten. Da wir dann Off Road fuhren war die Fahrt an sich schon ein Erlebnis 😅 dort angekommen bekamen wir eine Einweisung über die vier Elefanten, die dort leben: Sophie, Happy, Princess & Comvine. Sie sind alle weiblich une haben alle eine schlimme Vergangenheit. Sie wurden von ihren Besitzern durch harte Arbeit überlastet, was zu diversen Verletzungen wie Erblinden auf einem Auge, einer gebrochenen Schulter oder einem malträtierten Ohr geführt hat. Aus diesem Grund wurden sie von der Organisation gekauft und wieder aufgeppelt. Nun dürfen sie ohne Grenzen, Zäune, Ketten (man sah bei einem Elefanten die Narben von den Ketten, ich musste gleich an Nepal denken) frei im Jungle leben. Ab und zu hauen sie auch mal ab, aber sie kommen immer wieder. Und jeder Elefant hat einen eigenen Betreuer, einen ‚Mahoot‘ der sich tagsüber um sie kümmert. Nachts bleiben sie alleine. Sie brauchen keine zusätzliche Ernährunge wie in Nepal durch ‚Vitamin-Leckerli‘, sondern finden alles was sie brauchen selbstständig im Wald. Einzig die Bananen sind eine besondere Freude für sie. Ich hatte hier wirklich das Gefühl, dass sie hier gut aufgehoben sind. Nicht so wie in Nepal.
Nach den Erklärungen ging es mit Bananen bepackt und mit Insektenschutz eingesprüht in den Jungel. Die Flora war wirklich sehr schön. Kurze Zeit später gingen wir zum ersten Elefanten: Sophie. Anscheinend soll sie noch geschlafen haben, aber nach ein paar Namensrufen in Kombi mit den Worten ‚Banana‘ tauchte sie dann doch auf 😆 es war echt beeindruckend: jeder hatte vier Bananen zum Verfüttern und durfte sie streicheln. Die Haut war etwas verstaubt, da sie sich mit Dreck aus Schutz vor den Insekten beschmeißen, aber ansonsten, wie in Südafrika, mit kleinen Härchen drauf. Die asiatischen Elefanten sind halt viel kleiner (siehe Foto zu Unterschieden). Nach der Fütterung durften wir Sophie noch zusehen, wie sie sich im Jungle bewegte und sich beispielsweise mit einem Stock das Auge auskrazte oder mit einem Stock mit Blätter auf die Haut schlug, um Insekten zu vertreiben. Es war echt ein eindrucksvolles Erlebnis. Von der Gruppengröße war es auch ok, wie waren ca. 10 Leute.
Weiter ging es dann zu Happy, meiner Lieblingselefantendame 😍 sie hatte so ein freundliches Gemüt, sehr schöne hellbraune Augen und das Lustige bei ihr: wir mussten sie direkt in den Mund füttern. Das war eine klebrige Angelegenheit, weil man dadurch unabsichtlich oftmals ihre Zunge berührte. Die Blicke aller beim Füttern waren schon sehr lustig, da war man dann einfach happy 😂
Anschließend gingen wir noch durch den Jungle zu einem Elefantenpärchen, die durch das Projekt zusammenkamen und sich so gut verstanden, dass sie seither gemeinsam leben: Princess & Comvine. Beide sind Weibchen, aber eine der Beiden ist so viel Jünger, dass die Konstellation wie Mutter & Kind ist. Da ein Elefant halb erblindet ist, durften wir nur den Anderen streicheln. Leider hab ich schon wieder vergessen, welcher welcher war. Auf alle Fälle gingen wir gerade über die Brücke und auf einmal kam schon ein Elefant um die Ecke gebogen und wollte sehr fordernd unsere restlichen Bananen. Besonders Sophie wurde gleich mim Rüssel verfolgt. Das war uns kurzzeitig doch etwas zu viel 😅 während Sophie ihre Bananen opferte, rannte ich schnell weg und verfütterte sie später in Ruhe. Hier durfte ich den Elefanten auf der Seite am Bauch etwas streicheln, weil der Guide meinte, dass sie das gerne mag 😊
Danach ging es zurück zum Ausgangspunkt für ein gemeinsames Mittagessen mit toller Aussicht auf den Jungle. Danach hatten wir noch 1h Zeit uns in den Hängematten auszuruhen. Mit den Geräuschen des Jungels war das echt sehr entspannend 🥰
Am Nachmittag ging es abermals zu den Elefanten. Alle vier waren im Fluss baden, wir besuchten zunächst Happy & Sophie und fütterten sie wieder. Happy hatte gerade ein Schlammbad genommen und die Angewohnheit mit den Ohren zum Wacheln. Dadurch waren wir alle kurze Zeit später alle voll mit Schlammspritzern. Danach gings wieder zum Pärchen und da stand ein besonderes Programm bei einem kleinen Wasserfall an: Baden mit den Elefanten 💦🐘
Zunächst versteckte unser Guide oben am Wasserfall Bananen, der eine Elefant war wieder sehr fordernd und wollte unbedingt die Bananen haben. Dadurch hatte der Guide Probleme uns die Bananen weiterzugeben. Einen kurzen Moment hatte der Guide nicht aufgepasst, dann hatte der Elefant mit seinem Rüssel die Bananen erschnüffelt und schnappte sich gleich die ganze Staude. So schnell gehts 😂
Anschließend entwickelte sich ein Rotationsprinzip: eine Person fing die Bananen, die reichten sie dann an die Anderen weiter. Dazwischen bespritzten wir die Elefanten mit Wasser. Es war schon sehr lustig und einmal komplett was Anderes. 😃 Als wir keine Bananen mehr übrig hatten, verschwanden auch die Elefanten, aber es hat dennoch sehr gut gepasst 😊
Alles in allem wirklich ein gelungener Tag mit wunderschöner Natur und beeindruckenden Elefanten, die wir hautnah erleben durften 🥰Read more
Kratie
February 3, 2023 in Cambodia ⋅ ⛅ 26 °C
In Sen Monorom hätte es noch die Möglichkeit für Jungel Trekking, (überteuerten) Affenbeobachtungen, Besuch einheimischer Dörfer und Besichtigung von Wasserfällen gegeben. Die Stadt an sich ist nicht sehr sehenswert. Da wir noch einiges vorhaben entschließen wir uns weiterzufahren. Mit einem weiteren Minibus geht‘s am Vormittag von Sen Monorom 4h nach Kratie.
In Kratie gibt es die überaus seltenen Irrawaddy Flussdelfine zu sehen. Da die Motorengeräusche der Boote die Delfine schädigen und die Population bereits drastisch zurückgegangen ist, haben wir uns bewusst für eine Kajaktour entschieden. Diese konnten wir mit einem Discount über unsere Unterkunft (sehr zu empfehlen: Sorya Guesthouse) buchen. Früher haben in der Region und in der Grenzregion zu Laos 1000e Delfine gelebt. Die Fischer haben jedoch, um besonders schwere Fische zu fangen, Dynamit verwendet und somit auch viele Delfine getötet. Seit 1999 stehen sie unter Schutz, in der Grenzregion zu Laos sind sie dennoch ausgestorben und aufgrund von Bestechungen und illegalen Fischen mit Elektroschocks gibt es auch rund um Kratie nur mehr ca 90 Delfine. Wirklich erschreckend, dass den Einheimischen das komplett egal zu sein scheint.
Nach unserer Ankunft geht‘s nach kurzem Umziehen im Zimmer und mit einem Kürbiskuchen gestärkt gleich in einer 6er Gruppe und unserem Guide los. Die Fahrt ist dieses Mal zumindest etwas gemütlicher als die in Sen Monorom, da es am Rücken des Pick Up Trucks eine Bank gibt. Wir fahren durch einige Dörfer, die Häuser sind alle auf Stelzen gebaut und durch diverse Dächer stark geschützt. Außerdem sehen wir wieder einige Bananenplantagen und Mangobäume, echt toll 😊
Ich bin noch nie mit einem Kajak gefahren, Sophie hatte zum Glück schon mehr Erfahrung und saß hinten. Der Anfang der Tour gestaltete sich schon als sehr anstrengend da wir gegen den Strom einmal quer über den Mekong paddeln mussten. Ich musste mich auch noch an alles gewöhnen, sodass wir gefühlt doppelt so lange wie die anderen zwei 2er Kajaks brauchten. Danach ging es etwas besser, da wir wieder mit der Strömung paddelten. Dennoch hatte ich die Tour komplett unterschätzt. 😅
Die Landschaft war dafür echt schön: grüne kleine Inseln und Sandbänke. Und es war wirklich komplett still, wir waren mitten in der Natur. 🥰 Was neben der Anstrengung durchs Paddeln dazu kam war die extreme Hitze, wir schätzen es auf ca 35* in der prallen Sonne. Ich habe mich am Nachmittag 2x mit meiner 50er Sonnencreme eingeschmiert und habe dennoch eine merkbare Bräune bekommen.
Nach ca 2h machten wir auf einer kleinen Insel eine Pause und durften eine lokale Spezialität probieren: Bambusstangen gefüllt mit einer Reis-Bohnenmischung. Es hat nicht nach viel geschmeckt, mir hats dennoch nicht geschmeckt. Man konnte dann auch dort baden gehen und sich abkühlen.
Anschließend paddelten wir bei stärkerer Strömung zu einem tollen Wald, die Bäume waren wirklich sehr schön (siehe Fotos). Weiter ging es dann wieder einmal quer über den Fluss und dann endlich sahen wir sie: die Flussdelfine 🥰
Leider waren sie oft wirklich weit weg und nur sehr schnell an der Oberfläche und gleich wieder weg, was Fotos machen für mich unmöglich machte. Dennoch gab es einen Moment, wo ein Pärchen wirklich nah an unserem Kajak vorbei schwomm und das war wirklich das Highlight. Ich hab euch das Video angehängt, in echt war es noch viel eindrucksvoller 😍 sonst haben wir immer versucht zu den Delfinen zu paddeln, meistens waren sie dann schon wieder weg. Was die Atmosphäre darüber hinaus noch sehr besonders machte war der Sonnenuntergang. Leider meinte der Guide dann schon, dass wir aufbrechen müssen. Ich wäre echt gerne noch länger geblieben und hätte mir den Sonnenuntergang am Fluss fertig angesehen und weiter nach Delfinen Ausschau gehalten. Zum Glück waren es dann nur mehr wenige Meter ans Ufer. Den Sonnenuntergang sahen wir dann vom fahrenden Van aus.
In Kratie angekommen, sahen wir dann noch eine Gruppe von Damen gemeinsam beim Fluss Aerobic tanzen. Wir hatten schon davon gelesen, dass dies jeden Morgen und Abend gratis stattfinden soll und sehr beliebt ist bei den Kambodschanern 💪 anschließend versuchten wir uns noch Proviant für die Weiterreise einzukaufen, leider erfolglos, es gibt im ganzen Ort keine einzige Bäckerei.
Alles in allem war es schon cool die Delfine zu sehen, dennoch war das Kajak fahren wahnsinnig anstrengend. Muss mir noch überlegen, ob ich meine geplante Kajaktour auf Hawaii wirklich so durchziehe, vor allem alleine 😆Read more
Siem Reap & Die Tempeln von Angkor
February 5, 2023 in Cambodia ⋅ 🌙 26 °C
In der Früh geht‘s wieder mit dem Bus 7h von Kratie nach Siem Reap. Auf dem Bus steht zwar VIP, so fühlt sich das Fahrerlebnis aber definitiv nicht an 😆 wieder mal komplett vollbepackt, ohne Kofferraum, und mit Menschen die am Gang sitzen. Immerhin haben wir einen, beengten, Sitzplatz pro Person ergattert. Siem Reap ist die Ausgangsstadt für Besichtigungen des berühmten Angkor Wat Tempels und seinen zahlreichen Tempeln in der Umgebung. Aufgrund seiner Popularität ist der Ort als Touristenhotspot bekannt.
Allgemein wird immer von Angkor Wat gesprochen, jedoch ist es nur ein Tempel und nicht die gesamte Anlage. Jeder Tempel hat einen eigenen Namen (die zunächst alle gleich und verwirrend klingen) und allgemein wird von den Tempeln von Angkor gesprochen. Früher war Angkor Hauptstadt von Kambodscha, aus diesem Grund auch die vielen Tempel. Zum Besichtigen gibt es die Tempel am kleinen Circle und die Tempel am großen Circle. Spannenderweise sind die Tempel am großen Circle kleiner und weniger spektakulär als beim kleinen Circle. Wir wollten uns dennoch alles anschauen, wenn man schon mal da ist. Es gelten strenge Kleidervorschriften, die auch kontrolliert werden (Knie und Schultern müssen bedeckt sein). Das Ticket wird auch gefühlt an jeder Ecke mehrmals kontrolliert.
Wir organisierten uns noch schnell ein Essen und fuhren dann mit dem erstbesten Tuk Tuk zum Ticket Office. Uns wurde gesagt, dass derzeit als Folge von der Corona Krise das Tagesticket zwei Tage gültig ist. Dies wollen wir gleich mal in Anspruch nehmen, jedoch ist die Aktion Ende letzten Jahres leider schon ausgelaufen etwas enttäuscht kauften wir uns dann doch den 3 Tagespass. Es wurde sogar ein Foto von uns gemacht, damit man das Ticket ja nicht weitergeben kann. Theoretisch hätte man das alles auch online erledigen können haben wir im nachhinein erfahrem. Danach ging es zum Tempel Pre Rup, der ein toller Ausgangspunkt für Sonnenuntergänge sein soll. Leider waren die Infos bezüglich der Öffnungszeiten nicht ganz aktuell, sodass der Tempel mitten im Sonnenuntergang schon schloss (Änderung aufgrund von Corona). Und wir wunderten uns schon warum so wenige Leute dort sind, wenn der Tempel für seine Sonnenuntergänge berühmt ist. Egal, dann schaut man sich den Sonnenuntergang von der Straße an, war auch schön 😆
Anschließend spazierten wir noch etwas durch die Stadt. Der Kern war eine Pub Street mit vielen Bars und lauten Clubs, ein Night Market und ein Old Market. Außerdem kann man sich an jeder Ecke die Füße von kleinen Fischen anknabbern lassen. Angeblich soll das aber schnell zu Infketionen führen, da das Wasser der Becken nie gewechselt wird. Wir haben dankend verzichtet. Zumindest bietet Siem Reap aufgrund seiner Größe eine gute Infrastruktur mit Bäckereien und Supermärkten. Endlich konnte ich ein Vollkornbrot ergattern, ein wahrer Genuss. 🥰 Weiters war eie ganze Stadt noch weihnachtlich mit Lichterketten & Sternen dekoriert, man fühlte sich etwas in eine Weihnachtsstimmung zurückversetzt 😇 Kurz zusammengefasst: wenn man nicht grad Party machen will oder was zum Essen braucht ist die Stadt nichts Besonderes. Ein Restauranttipp, falls ihr jemals auch dort seid: Sambo Restaurant. Leckeres einheimisches Essen, dem man auch vertrauen kann. Abends wird es so voll, dass die Leute sogar Schlange stehen. Dort aßen wir unter anderem das kambodschanische Nationalgericht: Amok (Fisch (in unserem Fall Tofu) in Kokossoße mit Zitronengras und Kafirlimette gewürzt).
Aufgrund eines Tipps der Schweizerin in Sen Monorom buchten wir die Sunrise Tour für den folgenden Tag nicht in unserem Hostel (Twizt) sondern im The Place Hostel (der Guide hier ist wirklich sehr zu empfehlen). Die Tour deckt den kleinen Circle ab. Um 5 in der Früh wurden wir von einem Guide und einem Tuk Tuk Fahrer abgeholt. Wir waren zu 4., eine ideale Gruppengröße. Zunächst ging es zum größten Temepl Angkor Wat. Leider hatten wir großes Pech, da es extrem bewölkt und dadurch kein schöner Sonnenaufgang möglich war. Etwas später kam dann doch noch die Sonne heraus, aber dennoch enttäuschend, wenn man so früh aufsteht. Anschließend gingen wir mit dem Guide durch die Tempelanlage, schon sehr beeindruckend wie groß der Tempel ist und wie gut die Gravuren noch erhalten sind. Der Guide war auch sehr belesen, konnte sehr gut Englisch und war sehr motiviert. Im Gegensatz zu uns: wir wurden immer müder und konnten ihm immer schwerer folgen.😅
Weiter ging es zu meinem Lieblingstempel: Bayon. Er ist bekannt für seine vielen Gesichter auf den Türmen und nicht mehr so gut erhalten bzw. so groß wie Angkor Wat. Durch den teilweisen Zerfall und die vielen Türme hatte die Tempelanlage etwas mystisches und gefiel mir außerordentlich gut. Der Guide erklärte uns viel, zB über die Geschichten, die die Gravuren erzählen. Außerdem sehr spannend: jeder Stein bei dem Tempel hat mehrere Löcher. Mithilfe dieser Löcher und einer selbstgebauten Maschine konnten die Khmer überhaupt erst diese Tempel bauen. Deswegen sieht man überall in jerem Tempel am Boden oder an den Wänden mindestens zwei Löcher pro Stein.
Wir sahen auf dem Weg dann noch kleinere Tempelanlagen, Banteay Kei und Ta Keo, auf die ich jetzt nicht weiter eingehen will. Ein weiteres Highlight war dann zum Schluss auf alle Fälle noch der Tempel Ta Prohm. Dieser ist so berühmt, da Bäume auf den Tempeln wachsen und alles so mystisch aussieht. Darüber hinaus wurden hier Teile des Lara Croft Films gedreht. Dies war Sophies Lieblingstempel, ich habs auch sehr beeindruckend gefunden. Mittlerweile waren wir alle schon echt fertig: es war zwar zum Glück etwas bewölkt, aber die Sonne brannte dennoch herab und die Müdigkeit saß uns allen noch in den Knochen. Auch wenn der Sonnenaufgang enttäuschend war, war die Tour wirklich sehr informativ und hat sich definitiv gelohnt. 😇
Nach kurzem Entspannen im lauwarmen Pool des Hostels fuhren wir am Abend noch mit einer Deutschen von der Tour vom Vormittag zum Sonnenuntergang zum Phnom Bakheng (berühmtester Spot, Tempel ist auf einem kleinen Berg gelegen, normal wird der Zutritt Personenmäßig beschränkt, aufgrund von Corona derzeit nicht mehr.) Leider hatten wir hier wieder ein Pech: genau wo die Sonne untergehen sollte, zogen viele Wolken auf. Wir mussten den Tempel abermals kurz vor dem kompletten Sonnenuntergang verlassen, dieses Mal hätte man danach sowieso nichts mehr gesehen.
Am zweiten Tag mussten wir noch einiges für die Busfahrt am Abend organisieren und handelten dann gegen Mittag den Preis für eine Tuk Tuk Fahrt am großen Circle ohne Guide aus (kommt viel günstiger als alle Fahrten einzeln zu bezahlen). Lustigerweise trafen wir bei den Tempeln am großen Circle kaum Touristen und wenn doch dann waren es zu 80% Deutsche. Wir glauben, dass viele Tourist*innen sich nur ein Tagesticket kaufen und gar nicht zu diesen Tempeln gelangen. Anscheinend liegt es in der deutschen und österreichischen Natur sich nicht nur auf die ‚Must Sees‘ zu beschränken. 😆 Die Tempel waren in der Tat nicht mehr ganz so spektakulär und wir waren genau in der Mittagshitze unterwegs, das war natürlich auch sehr anstrengend. Dennoch war es schon schön diese auch noch zu sehen. Es gab zB einen Tempel, Preah Neak Pean. der in der Mitte von 4 kleinen Seen liegt. Man musste länger über eine Brücke gehen, um dorthin zu gelangen. Das war halt komplett was Anderes als zB Angkor Wat. Außerdem besichtigten wir noch die Tempel Preah Khan und Ta Som. Dennoch wollten wir zum Schluss ausgeschlafen noch einmal zu unserem Ausgangspunkt zurück und haben uns noch einmal die Highlights von Angkor Wat angesehen. Dieses Mal war auch der Zugang zum 3. Stockwerk offen (sonntags immer geschlossen). Das war auch noch einmal ein besonderes Highlight, da man von dort einen tollen Ausblick über die Anlage hatte.
Wir hatten im Vorhinein gehört, dass die Tempelanlage sehr touristisch und frequentiert sein soll. Zum Glück war das letztendlich nicht der Fall. Sicher waren beim Sonnenaufgang in Angkor Wat einige Menschen und bei der Morgentour am kleinen Circle waren auch viele kleine Gruppen mit Guide unterwegs. Jedoch hätten wir es uns viel schlimmer vorgestellt. Anscheinend sind die Beuscherzahlen bei Weitem nicht so hoch wie vor der Pandemie (500 dzt beim Sonnenaufgang Angkor War, vor Corona mehrere 1000). Wir waren sehr froh drüber 😊 Man merkt dennoch Corona hat einiges verändert und egal wie viel man im Internet recherchiert, erfährt man Vieles erst vor Ort. Beispielsweise wurde die Pandemie dafür genutzt die Straßen auszubauen und beispielsweise Bodenmarkierungen für blinde Menschen zu setzen. Menschen, die als Guides gearbeitet haben, wurden dann kurzerhand Bauarbeiter, um weiterhin Geld zu verdienen.
Was wir auch sehr spannend fanden: die Tempeln von Angkor Wat sind keine eingezäunte Anlage, sondern es leben hier einige Einheimische zwischen den diversen Tempeln.
Wir haben uns auch so noch informiert, was es in der Umgebung von Angkor Wat für Sightseeing Möglichkeiten gibt. Eine Lotusblütenfarm, eine Seidenraupenfarm, einen Minigolfplatz mit Miniaturen von den Tempeln von Angkor und einen Bootsausflug zum nahe gelegenen See Tonle Sap. Von Letzterem hatten wir leider nur Schlechtes gelesen, da dieser Ausflug von einer Firma unterstützt wird, die den in den Dörfern lebenden Menschen, die sehr arm sein sollen, nichts vom Profit abgibt.
Am Ende des Tages entschieden wir uns für die Lotusfarm und wurden nicht enttäuscht. Die Farm liegt ca 25min südlich von Siem Reap und wurde von einem Franzosen gegründet. Dieser erklärte uns den Produktionsprozess und was aus den Lotusprodukten alles hergestellt wird: ein Faden der zur Herstellung von Kleidung verwendet wird, Papier, Leder (damit werden Taschen oder Schuhe wiederum hergestellt), aus den getrockneten Samen Ketten oder Armbänder und aus den Abfällen Pellets oder Dünger für die Pflanzen. Außerdem sollen die Lotuspflanzen den See natürlich reinigen und die Vision des Franzosen ist es mit den Pellets Biogas herzustellen und damit Strom für das Dorf am See zu erzeugen.
Wir entschieden uns eine Bootsfahrt am See zu buchen. Unser Tuk Tuk Fahrer sollte uns 1km zur Bootsanlegestelle bringen und war alles andere als begeistert. Wir fuhren mitten durch die Pampa durch ein kleines Dorf. Beim Boot angelangt war zunächst keiner, wir waren etwas verunsichert, alles wirkte sehr provisorisch. Zum Glück kam dann doch noch der Bootsführer daher und wir fuhren los. Er sprach leider kein Englisch, zum ersten Mal, dass wir in Kambodscha Google Translate benötigten. Der Motor war durch das üppige Grün der Lotusblumen auch nicht der Leistungsstärkste und starb immer wieder ab. Wir schafften es dann doch noch zu den Lotusblumen und hatten ein echt tolles Erlebnis! Einerseits sahen wir einen atemberaubenden Sonnenuntergang, der auf dem See wirklich magisch wirkte. Andererseits war es richtig cool, was wir auf dem Boot dann von dem Bootsführer alles bekamen: wir konnten Lotussamen probieren, die wie Bohnen aussahen, wir lernten Lotusblüten zu falten, wir sahen getrocknete Blüten deren Samen für die Herstellung von Armbändern verwendet wurden und am Ende bekamen wir einen wunderschönen Blumenstrauß aus diversen Lotusblumen und eine Halskette, aus einer einzelnen Pflanze geschnitzt, geschenkt. Ich hätte euch dazu gerne mehr Fotos gezeigt, nur leider erlaubt die App nur maximal 20 Fotos und das ist bei zwei so ereignisreichen Tagen leider viel zu wenig. Falls wer Interresse daran hat, schreibts mir gerne 🤗 Es war echt ein tolles Erlebnis, welches wir sicher nicht so schnell vergessen werden! 🥰
Dann bekamen wir schon einen Stress, da wir rechtzeitig wieder im Hostel für unseren Nachtbus in den Süden Kambodschas sein mussten. Zum Glück ging sich dann alles noch gut aus ☺️
Zwei Tage haben perfekt gepasst, um alles Wichtige zu sehen. Wenn man noch mehr in Siem Reap & Umgebung machen möchte bzw. alles etwas entspannter angehen möchte, sollten drei Tage eingeplant werden. Mit der hohen Eintrittsgebühr, Guide, benötigten Tuk Tuks & Übernachtungen waren diese zwei Tage auch nicht gerade billig. Dennoch war es schon sehr beeindruckend so alte Tempeln zu sehen, die noch so gut erhalten sind. 🙃Read more
Koh Rong & Koh Rong Sanloem
February 10, 2023 in Cambodia ⋅ ☁️ 27 °C
Nach einem ereignisreichen Tag geht es für uns in den ersten und einzigen Nachtbus während unserer gemeinsamen Reise. Leider gibt es hier kaum Angebote und im Allgemeinen ist uns aufgefallen, dass die Busverbindungen in Kambodscha sehr unflexibel sind (fährt nur 1x am Tag und oftmals sehr früh weg). Hier hatten wir Glück, dass ein Nachtbus im Angebot war, in Kombi mit einem Fährenticket zu unseren nächsten und voraussichtlich letzten Ziel in Kambodscha: Koh Rong und die kleine Nachbarinsel Koh Rong Sanloem. Endlich ans Meer, wir freuten uns schon beide sehr drauf 🥰 nur um dorthin zu gelangen, mussten wir erst einmal eine 13-stündige Busfahrt und eine einstündige Fährenfahrt auf uns nehmen.
Der Bus war wie ein flaches Doppelbett ausgelegt, es gab sogar Decken und Polster. Wir verwendeten aus hygenischen Gründen dann doch lieber unsere Polster. Und dann kam es wie es kommen musste: wir verschliefen beide die Ankunft in Sihanoukville (von hier aus geht die Fähre auf die Inseln). 😂 Und keiner von den Busangestellten hielt es für nötig uns aufzuwecken! Zum Glück bekam es Sophie dann doch mit und weckte mich. Wir stürmten aus dem Bus, zum Glück, war unser Bus zum Hafen noch da. Leider verlor ich im Stress dann meinen geliebten Kopfpolster, der mich seit meinen Aufenthalt in Barcelona treu begleitete. Ich rannte eh noch einmal zurück, aber leider fand ich ihn, noch im Halbschlaf befindend, nicht mehr.
Unser ursprünglicher Plan war auf die Größere der beiden Inseln, Koh Rong, zu fahren. Durch den Nachtbus gewannen wir einen ganzen Tag und entschieden uns davor noch eine Nacht auf Koh Rong Sanloem zu verbringen, da fast alle die wir trafen, meinten, dass die Kleinere der beiden Inseln viel schöner sein soll.
Der Typ am Fährterminal war dann auch sehr unhöflich und es stellte sich heraus, dass die nächste Fähre, die zu unserem Strandabschnitt fährt, erst gegen Mittag losfährt. Da es aber erst 7 Uhr in der Früh war, nahmen wir dennoch die erste Fähre auf einen anderen Strand und hofften, dass wir dann schon zum anderen Strand gelangen werden. Tja, falsch gedacht: Die Mpay Bay, wo wir übernachteten, ist komplett von der restlichen Insel abgeschnitten und man kann sie nur mit einem Boot erreichen. Zudem fing es auf der Fähre plötzlich an wie wild zu schütten. So hatten wir uns unseren Inselaufenthalt nicht vorgestellt. 😅 Wir trafen dann zwei Argentinierinnen, die dasselbe Problem wie wir hatten. Es gab leider auch nur ein Wassertaxi, welches eine Überfahrt zu überteuerten Preisen anbot. Glücklicherweise ist der Gastgeber unserer Unterkunft Deutscher (Baloo Guesthouse) und hat uns netterweise ein Wassertaxi zu einem normalen Preis organisiert. Er holte uns sogar vom Pier ab und trug unsere gefühlt 100 Sackerl (da es auf der Insel nur sehr teures Essen gibt und keine Bankomaten, hatten wir im Vorhinein schon einiges eingekauft). 😆
Am Nachmittag entspannten wir am Strand in der Nähe. Der war schon schön, aber eigentlich hätte ich mir gerne noch den Rest der Insel angesehen. Koh Rong Sanloem ist nämlich so überschaubar, dass man theoretisch überall zu Fuß hingehen kann, außer man wohnt in der Mpay Bay. Es hätte noch einen schönen Strand 1,5h von dort zu Fuß hingegeben, Clearwater Bay, jedoch hat da leider vor kurzem ein großes Ressort-Bauprojekt begonnen. Deshalb haben wir uns den Weg dorthin dann gespart. Es gab in dem Ort auch ein nettes Hostel, wo man einen schönen Blick auf den Sonnenuntergang gehabt hätte, wenn nicht dort genau ein Bungalow hingebaut worden wäre der jetzt die Sicht darauf versperrt. Außerdem ist in dem Ort eine große Baustelle, da gerade eine Straße gebaut wird. Wir hätten uns das alles ein bisschen anders vorgestellt.
Kurz zusammengefasst zu Koh Rong Sanloem: die Insel befindet sich gerade in einer Umbruchsphase und es gibt kaum Unterkünfte, die Basic Ansprüchen genügen. Ich habe mir im Nachhinein gedacht, dass wir uns den Weg dorthin auch hätten sparen können.
Am nächsten Tag sind wir mit einem weiteren Wassertaxi zu unserem eigentlichen Ziel aufgebrochen: Koh Rong. Leider gab es ein paar Missverständnisse, sodass wir über eine Stunde warten mussten bis wir losfuhren. Das Warten waren wir aber mittlerweile schon gewohnt. 😅
In Koh Rong angekommen standen wir vor der nächsten Herausforderung: Wir übernachteten im White Sands Ark Resort am Sok San Beach an der Westküste. Um dorthin zu gelangen benötigten wir ein Tuk Tuk und das war mit Preis aushandeln auch nicht so leicht zu bekommen. Endlich in der Unterkunft angekommen, wollten wir uns eine Bootstour für den nächsten Tag organisieren. Ich halte es kurz: aufgrund widriger Umstände konnten wir uns das letztlich nicht organsieren, also Plan B: Moped ausborgen und die Insel abfahren.
Durch ein tolles Frühstücksbuffet unserer Unterkunft gestärkt, fuhren wir in den Norden der Insel zum Lonely Beach. Leider war die asphaltierte Straße irgendwann mal aus und der restliche Weg war sehr abenteuerlich. Endlich am Lonely Beach angekommen, wurden wir dann dafür umso mehr belohnt: es war niemand dort. Außerdem war der Weg zum Strand von unzähligen Palmen gesäumt, echt schön 🥰
Weiter ging es an der Ostküste von Koh Rong entlang zum Pagoda Beach. Da der Strand für seine Ressorts bekannt ist, erwarteten wir uns sehr viele Menschen. Auch, wenn einige vereinzelt auf den Liegen lagen, ging kaum wer ins Wasser. Der Strand war hier besonders weiß und das Meer wirkte auf der Seite der Insel unendlich. Hier sind auch die Fotos auf der lustigen Schaukel und der Palme entstanden. Der Strand hat uns überraschend gut gefallen 😊 Es hätte hier auch in der Nähe einen Mangrovenwald zu besichtigen gegeben, wir konzentrierten uns lieber auf die Strände.
Später ging es dann noch zum Coconut Beach. 🥥 Der war zwar auch schön, gefiel uns aber nicht sooo gut, weil man direkt auf Sihanoukville sah und es gab herumstreunende Hunde, die es auf unser Essen abgesehen hatten.
Den Sonnenuntergang sahen wir uns dann am wunderschönen Long Beach an: ein endloser weißer Puderstrand. Neben dem Pagoda Beach definitiv unser Lieblingsstrand auf der Insel. 😎
Allgemein zu Koh Rong: die Insel ist bei Backpackern etwas verschrien, weil chinesische Investoren ein Ressort nach dem Anderen hinbauen wollen und der Hauptort gilt als Partymekka. Sicher merkt man durch u.a. Schilder, dass hier noch einige Bauprojekte anstehen und es existiert hier auch schon mehr Infrastruktur. Dennoch waren die Strände genauso schön oder noch schöner als in Koh Rong Sanloem. Und da dort ja gerade noch mehr Baustelle herrscht, hat uns Koh Rong viel besser gefallen. Da wir bewusst eine Unterkunft abseits vom Hauptort gewählt haben, haben wir abgesehen von einer Karaoke Bar, auch nicht viel von Parties mitbekommen.
Die Strände sind alle wunderschön pudrig, der Sand von eher braun bis fast ganz weiß, das Meer ist extrem klar und weist alle möglichen Blautöne auf, vor allem ein helles wunderschönes türkis war oftmals dabei. Meistens geht es auch angenehm flach ins Wasser. 😍 Einzige Nachteile auf den beiden Inseln: es gibt fast überall Sandfliegen (sehen wie Mücken aus, stechen aber wie Gelsen, übertragen aber zum Glück keine Krankheiten) wogegen leider unser Insektenspray auch nicht geschützt hat und es gibt fast nirgends warmes Wasser zum Duschen. 😅
Am nächsten Tag entspannten wir am Vormittag zunächst noch auf dem Sok San Strand beim Hotel. Gegen Mittag ging es mit dem Gepäck wieder zurück in den Hauptort, um unsere ersehnte Bootstour zu machen. Die stand an diesem Tag auch auf der Kippe, da die Wellen ziemlich hoch waren. Zum Glück bekamen wir 1,5h vorher doch noch Bescheid, dass die Tour stattfinden kann. Das Preis-Leistungsverhältnis für die ganze Bootstour ist echt super: nur 15$ für folgendes Programm: Zunächst ging es auf eine kleine Insel zwischen Koh Rong und Koh Rong Sanloem zum Schnorcheln. Wir waren überrascht, dass wir doch so viele Fische sehen konnten. Besonders haben uns die blau/violett/silber schimmernde Seeanemonen gefallen.
Anschließend durfte ich zum ersten Mal in meinem Leben Fischen (mit einer Plastikkorbel und keiner richtigen Angel) und habe gleich den größten Fisch des ganzen Bootes gefangen! Das muss wohl in der Familie liegen 😏 Sophie hat mich dafür zahlenmäßig übertroffen und sogar zwei Fische gefangen 😆
Dann ging es mit dem Boot zum Long Beach, den wir vom Vorabend schon gut kannten. Die gefangenen Fische, Gemüse und kleine Hendlfilets wurden während wir badeten von der Besatzung gegrillt. Den Sonnenuntergang erlebten wir dann am Boot. Wir waren ca. zu 12. mit zwei Besatzungsmitgliedern an Bord. Wir hatten schon gehört, dass die Boote oft zu ‚Partybooten‘ werden und tatsächlich gab es als es dunkel wurde Discolichter und Partymusik.
Dann kam das eigentliche Highlight der Bootstour: im Meer schwimmen um lumiszierendes Plankton zu sehen! Es gibt auf der ganzen Welt Orte, wo man es sehen kann, jedoch braucht man auch ziemlich viel Glück, da es ausreichend dunkel sein muss. Wenn zB der Mond zu sehen ist, kann es schon zu hell sein. Wir legten überraschend nahe an der Küste den Anker. Während Einige noch eher skeptisch dastanden, sprangen Sophie und ich gleich ins Wasser. Zunächst sahen wir: nichts. Dann meinte Sophie, wenn man die Hände beim Schwimmen schnell hin und her wirbelt dann kann man es sehen. Für mich sah es im ersten Moment wie Wasseblasen aus, doch dann realisierte ich es auch: es war das lumiszierende Plankton! Ich besorgte uns dann noch schnell eine Taucherbrille mit der wir es dann noch viel besser sehen konnten. Wenn man die Hände im Wasser herumwirbelte tauchten lauter kleine helle Funken plötzlich auf, wie bei Glühwürmchen oder einer Sternschnuppe, als könnte man plötzlich zaubern! ✨ Wir waren vollkommen begeistert und fasziniert! 😍 Viel zu früh fuhren wir mit dem Boot zurück zum Ausgangspunkt.
An unseren letzten Tag gingen wir vom Hauptort aus zu Fuß ca. 30 Minuten zum Long Set Beach zum Baden. Mit diesem Strand haben wir alle großen Strände der Insel gesehen. Dieser war ebenso schön wie die Anderen. An diesem Tag war die Sonneneinstrahlung so stark, dass das Wasser fast Badewannentemperatur hatte auf einingen Stellen. Da hätten wir echt ewig bleiben können 😎
Leider ist uns am Ende unserer Reise doch noch ein Fauxpax unterlaufen: da uns die Unterkunft auf Koh Rong falsche Informationen zukommen ließ und wir auch nichts Anderes im Internet fanden, buchten wir den einzig verfügbaren Bus nach Bangkok für Sonntag dem 12.2. im Internet. In Koh Rong im Hauptort habe ich dann zufälligerweise schon Schilder mit viel günstigeren Bussen nach Bangkok gelesen und eine Schwedin, die wir zufällig noch trafen, erzählte uns, dass es sogar einen Nachtbus gibt. Das war gleich doppelt ärgerlich: da die erste Fähre von Koh Rong sehr spät in der Früh ging, mussten wir bereits die Fähre am frühen Nachmittag am Tag davor nehmen. Somit verloren wir fast einen halben Tag auf der Insel. Außerdem buchten wir dann noch eine Unterkunft in Sihanoukville, um am nächsten Tag rechtzeitig beim Bus zu sein. Da es aber einen billigeren Nachtbus gegeben hätte, hätten wir uns einiges von unserem Online Ticketpreis und natürlich die Hotelübernachtung eingespart. Wrs haben wir so jetzt fast das Doppelte oder mehr gezahlt. Und andererseits ist es ärgerlich, da wir so noch mehr Zeit in Bangkok gehabt hätte und nicht einen ganzen Tag einfach nur im Bus gesessen wären. Und natürlich war das gebuche Busunternehmen auch nicht so prickelnd. Aber man konnte es leider natürlich nicht mehr stornieren. Ich weiß mit so was muss man auf der Reise rechnen und wird mir sicher nicht zum letzten Mal passiert sein, trz ärgerlich 😆
Den Abend in Sihanoukville verbrachten wir mal wieder mit Supermarkt- und Restaurantsuche, leider eher Semi erfolgreich. Sihanoukville ist eher unbeliebt, da auch hier chinesische Investoren das Ruder übernommen haben und überall Betonbauten und Casinos stehen. Für eine Nacht wars schon ok, aber zu sehen gibt‘s hier wirklich nichts.
Alles in allem waren die Strände und das Meer auf Koh Rong wirklich wundervoll und es waren sehr schöne Tage dort 🥰Read more
Resümee zu Kambodscha
February 12, 2023 in Cambodia
Alles in allem zu Kambodscha 🇰🇭:
-die Zeit ist extrem schnell vergangen
-wir haben sehr viel in der ersten Woche gesehen und die zweite Woche verdient auf den Inseln entspannt, eine tolle Kombi für uns
-wir haben uns zu jeder Zeit stets sicher gefühlt, auch in Phnom Penh
-das Land hat viel zu bieten von der Tierwelt über den Djungel bis zu den Tempeln von Angkor und den traumhaften Stränden auf den Inseln
-landschaftlich war es zwar auch grün, aber in Vietnam hat alles viel satter gewirkt, hier hat man das Gefühl über allem liegt eine Staubschicht
-die Leute sind spürbar ärmer als in Vietnam (siehe Fotos von Häusern)
-auf der Website des BMEIA wurde von den schlechten Straßenverhältnissen hier gewarnt und es wurde geraten nur Inlandsflüge zu nehmen. Die Personen, die diesem Beitrag verfasst haben, waren anscheinend noch nie in Nepal 😂😅 sicher gab es besonders auf Landstraßen nicht perfekt ausgebaute Straßen, aber es war alles im Rahmen. Die Busse sind überwiegend Minivans, wenn nicht gerade doppelt so viele Leute mitfahren wie erlaubt wären (inkl deren ganzes Gepäck), dann ist das schon ok zum Herumkommen 😆
-für die lokale Bevölkerung ist das Moped das dominierende Verkehrsmittel. Während es in Siem Reap sogar Polizeikontrollen zur Einhaltung der Helmpflicht gab, war das im Rest des Landes gefühlt egal. Wir sahen auch viele Kinder damit herumfahren.
-die Kombination aus Riel & Dollar habe ich nicht so toll gefunden: einerseits braucht man etwas bis man versteht, dass es immer besser ist in Riel zu bezahlen andererseits kostet halt alles gleich einmal einen Dollar aufwärts. Klingt zwar im ersten Moment nicht nach viel, aber im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern war alles dadurch erheblich teurer, was mir natürlich nicht sehr zusagt. Auf den Inseln gab es oftmals Preise für Hauptspeisen ab 10$, während wir in Vietnam 3 Gänge inkl Getränke oftmals für 5-6€ bekommen haben. Auch die hohen Abhebegebühren sind nervig, da man immer schauen muss, dass man genug im Vorfeld abhebt und gleich mal wechselt, weil nicht Viele einen 100$ Schein einfach mal so annehmen.
-leider konnten wir nicht so viel einheimisches Essen wie in Vietnam probieren und die Homestays sind mir für die persönliche Note auch etwas abgegangen. Wir konnten auch nur sehr wenig mit Einheimischen länger reden.
-fast alle Einheimischen sprechen Englisch, das machte das Reisen wirklich angenehm
-Bäckereien bzw große Supermärkte sind oftmals schwer zu finden und Souvenirläden gab es auch nur in den großen Städten Phnom Penh und Siem Reap
-das Land ist abgesehen von Siem Reap nicht so auf Touristen ausgelegt
-Wettermäßig war es fast perfekt bzw. in Siem Reap beim Besichtigen der Tempel fast schon zu heiß
-ein Tuk Tuk zu nehmen oder sich ein Moped auszuborgen, um sich Dinge ansehen zu können, sind leider unumgänglich. Ein Führerschein wurde von uns jedoch nie verlangt.
Tipps, wenn man demnächst plant nach Kambodscha zu reisen:
-schon im Vorhinein rechtzeitig das Online Visum beantragen und drei Mal ausdrucken. So kann man korrupten Grenzbeamten, zumindest bei der Einreise, entgehen und Geld sparen.
-bei der Planung nicht zu viel Nachdenken was Busverbindungen angeht. Es stehen viele Verbindungen nicht im Internet bzw. werden überteuert angeboten. Lieber vor Ort bei der Ankuft bezüglich der Weiterreise fragen und nichts vorbuchen. Wir haben immer noch einen Platz im Bus für den nächsten Tag bekommen und es gab auch überall einen, auch wenn wir davor nichts dazu im Internet finden konnte .
-schon im vorhinein Dollar in kleinen Scheinen mitnehmen und beim Abheben bei großen Banken wie der Canadian Bank oder ABA möglichst viel Riel abheben
-auf die Inseln genug Bargeld und genügend Vorräte aus dem Supermarkt mitnehmen
-immer Preise verhandeln
-noch zu sehen wären im Südwesten des Landes Kampot (berühmt für den Pfefferanbau & Höhlen in der Umgebung) und Kep (zum u.a. Krabben essen) gewesen
-je nachdem wie lange man auf den Inseln bleiben will, reichen zwei Wochen für Kambodscha aus. In drei Wochen ist alles noch etwas entspannter
-die SIM Karte war richtig günstig (<4$ für 2 Wochen 10GB), der Anbieter Smart hat auch in ländlichen Gebieten das beste Netz
-ein Adapter wird in Kambodscha nicht benötigt
Was mir sonst noch während unseren Aufenthaltes in Kambodscha aufgefallen ist:
-Gleich bei unserer Ankunft in Phnom Penh wurden wir ständig mit ‚Sister’ angesprochen. Das scheint hier so üblich, das war etwas gewöhnungsbedürftig für uns.
-die Einheimischen versuchen wirklich auf ihre Gesundheit zu achten: es werden morgens und abends in vielen Städten gratis gemeinsame Aerobic Kurse mit Musik angeboten
-man trifft hier sehr viele Aussteiger*innen, die über längere Zeit reisen. Bewusst kennen gelernt haben wir nur eine Schweizerin, die für 3 Wochen nur in Kambodscha war. Sonst haben wir nur mit Leuten geredet, die für mehrere Monate meistens Thailand, Kambodscha, Laos und Vietnam bereisen. Insbesondere Laos scheint gerade sehr gehypt zu sein. Wir haben sehr viele Gespräche darüber mitbekommen, wie schön das Land sein soll. Wir hatten es ja auch zunächst geplant gehabt, uns dann aber doch für Vietnam entschieden und ich bereue es nicht.
-vielleicht war es nur ein Zufall, aber für mich war es auffällig, dass oftmals ein westlicher Mann ein Hotel oder eine andere Firma besitzt und viele kambodschanische Angestellte hat. Auf Koh Rong war das sehr evident mit dem (Luxus-)Hotels, aber auch in Sen Monorom oder auf der Lotusfarm war dies der Fall.
-Müll ist nicht so ein großes Problem wie erwartet, aber dennoch sieht man ab und zu viel Müll herumliegen, auch auf den Inseln
-trotz einiger Bemühungen konnten wir in ganz Kambodscha nie einen perfekten Sonnenauf- oder untergang beobachten, da sich in letzter Sekunde oftmals Wolken vorschoben, hab ich auch selten so erlebt
Noch kurz zum Gesundheitsystem in Kambodscha: spannenderweise ist es Ärzt*innen nicht erlaubt Einzelordinationen am Land oder in der Stadt zu betrieben. Der Grund: es gibt anscheinend dort viele Menschen, die sich als Ärzt*innen in Form von Schaman*innen oder Heiler*innen ausgeben. Ärzt*innen in unserem Sinne müssen alle in Spitälern arbeiten, wenn sie praktizieren wollen. Hier gibt es wieder Öffentliche & Private (kosten 3x so viel) und sind von der Bevölkerung selbst zu bezahlen.
Abschließend wieder zu den Supermarktkuriositäten in Kambodscha: Es gibt eher kleine Essensstände an der Straße oder kleine Minimarkets, die vor allem Getränke und Snacks verkaufen. In Sihanoukville fanden wir einen ‚Supermarkt‘ der gleich alle Gechäfte in einem zusammenfasst (Lebensmittel, Toiletteartikel, Schuhe, Büroartikel, Kleidung, Kinderspielzeug,…). Der war zudem auch wirklich klein (siehe Fotos).
Wenn man mit den öffentlichen Bussen unterwegs ist, werden oftmals Pausen gemacht. Bei einer Pause hätten wir Spinnen oder Maden probieren können (siehe Fotos). Neben den getrockneten Obst hingen gleich einmal geschmackvollerweise Hendlfüße. Und es gibt überall solche Eier auf Spießen zu kaufen. Lokales Essen, welches wir dann wirklich probiert haben, waren der Reisstick mit Bohnen im Zuckerrohr und Amok (Fisch in Kokokusnusssoße, Zitronengras und Gemüse). Der Ananasreis war mit Rosinen, Chashewnüssen und Gemüse und ist eher der thailändischen Küche zuzuordnen.
Eine Kurioristät ist uns noch aufgefallen: in großen Supermärkten gibt es jede erdenkliche Marke, die man sich vorstellen kann. Von australischen oder südafrikanischen Keksen, über unsere Tortillasoße, Rittersport oder Nestle Müslisorten. Da dies alles importiert wird, muss man jedoch dafür horrende Summen zahlen: ein kleines Nutella 5-6$ und die Müslis auf dem Fotos fast 10$! Eigene Marken von beispielsweise Schokolade gibt es leider gar nicht. Insgesamt war das Essen finden in Vietnam deutlich einfacher, aber wir sind zum Glück nicht verhungert 😆
—> Alles in allem bin ich froh, dass wir uns für Kambodscha als zweites Land unserer gemeinsamen Reise entschieden haben, insbesondere die traumhaften Inseln im Süden, die Tempel von Angkor und die tollen Begegnungen mit den Tieren werden mir in Erinnerung bleiben 😄Read more
Bangkok
February 13, 2023 in Thailand ⋅ ☁️ 28 °C
Nach einer wirklich mühsamen Fahrt von 8.15 bis 21.30 Uhr sind wir endlich wieder in Bangkok angekommen. Highligthts des Tages: wir haben uns eine Kokosunuss und endlich mal ein Eis gekauft. Zum Glück habe ich noch genug Bat an Bargeld von unserem ersten Zwischenstopp übrig gehabt. Irgendwie lustig: bevor der Bus losfuhr kam ein Mitarbeiter der Busfirma in den Bus und las in miesem Englisch sehr leise einen vorgegebenen Text ab, auch noch nie gesehen und nix von dem Vorgelesenen verstanden 😅
Der Grenzübergang war etwas mühsam: wir mussten Bus wechseln und unser Gepäck mitnehmen. Wir hatten bei der Einreise eine Immigration Card bekommen. Alle, die diese nicht mehr vorweisen können, müssen gleich einmal eine Strafe zahlen. Auch jene, die ein E-Visum haben zahlen 2$, so weit wir das mitbekommen haben. Während der Grenzbeamte uns bei der Einreise nicht einmal eines Blickes gewürdigt hat, mussten wir jetzt plötzlich Schlange stehen und noch ein Foto von uns machen lassen und unsere Fingerabdrücke hergeben. An der thailändischen Grenze mussten wir ein kleines Formular ausfüllen, wobei der eine Teil in meinen Pass getackert (!) wurde. So kann man auch verhindern, dass man den Zettel verliert 😅 am Flughafen war gar nichts zum Ausfüllen und es ist viel schneller gegangen...
Gefühlt war ja schon jede*r schon Mal in Thailand, das kann ich jetzt auch sagen (der Stopover hat sich nicht wirklich ein Besuch angefühlt) 😏
Gleich einmal fiel uns ein großer Unterschied zu Kambodscha auf: die Infrastruktur. Während wir Kambodscha noch auf einer staubigen Straße fuhren, gab es in Thailand vom ersten Moment eine asphaltierte Autobahn. Die Raststationen in Kambodscha waren kleine Restaurants von Familien betrieben mit Hocktoiletten. In Thailand hielten wir immer nur an Tankstellen mit normalen WCs, Supermärkten und Coffee Shops.
In Bangkok angekommen, mussten wir uns erst einmal orientieren und gingen zur erstbesten Bushaltestelle. Sofort sprach uns ein sehr netter Passant an und sagte uns die richtigen Bussnummern. Im Hostel endlich angekommen, erwartete uns eine sehr negative Überrschung: die Rezeption war nicht mehr besetzt obwohl sie es eigentlich sein sollte und die Tür war abgesperrt. Da keiner auf unser Klopfen reagierte, ging Sophie auf Wlan Suche während ich weiterklopfte. Zum Glück kam dann ein Bewohner der Unterkunft und erklärte mir, dass man durch die Hintertür hineingelangt. Nach gefühlt ewigen Warten kam endlich doch wer vom Hotelpersonal ohne Entschuldigung und wir konnten endlich einchecken.
Am nächsten Tag organisierten wir uns selbst ein leckeres Frühstück bei einer nahe gelegenen Bäckerei und aßen dieses dann im Stadtpark Bangkoks, dem Lumphini Park. Dieser hat einen See mit kleinen Booten, Schildkröten und Echsen. Anschließend ging es für uns mit der U-Bahn in die Innenstadt zu den beiden Hauptattraktionen: ein großer Tempel Wat Pho mit einer riesigen Buddha Statue und der ehemalige Königspalast mit angrenzenden Pha Kreo Tempel. Insbesondere der Königspalast war sehr enttäuschend: bei extremer Hitze hatte ich extra eine 3/4 Hose angezogen, um den Kleidungsvorschriften genüge zu tun. Da sie zu ‚eng anliegend‘ war, musste ich mir dennoch extra noch eine Neue kaufen. Diese war dann leider viel zu groß, weil mir der Verkäufer verbot mehrere zu probieren, da sie sonst kaputt werden. Ist sicher ein Qualitätsprodukt 😂 Andererseits war der Eintritt komplett überteuert für das, dass man kein einziges Gebäude richtig betreten durfte. Obwohl der ehemalige Königspalast nur mehr für repräsentative Zweck verwendet wird ist alles komplett abgesperrt. Zudem tümmelten sich 100e Touristen überall und es hatte über 30* im Schatten. Im Ticketpreis wäre wieder so eine musikalische Darbietung außerhalb der Anlage dabei gewesen. Die extra Fahrt dorthin wollten wir uns auch nicht antun. Und ein Museum über eine Stunde von Bangkok entfernt, wäre auch noch dabei gewesen, sehr sinnvoll 😅 Vielleicht liegts auch daran, dass wir uns bereits so viele Tempel angesehen haben, aber imsbesondere das letzte Sight hat uns nicht mehr vom Hocker gerissen.
Wir gingen zum nächshen Bootssteg, denn es gibt ein öffentliches Bootssystem in Bangkok, welches uns sehr gut gefallen hat. Wir sind dann an der Haltestelle in China Town ausgestiegen und etwas durch die Gassen spaziert: es gibt viele kleine chinesische Geschäfte, die aneinandergereiht stehen und Schmuck, Krims Krams, Bastelzeug, Lebensmittel,… verkaufen. Wir fanden auch eine eigene Straße, wo alle Schuhe verkauften. Anschließend gingen wir dort auf Essenssuche und waren schon kurz davor aufzugeben, als wir zufällig ein, anscheinend in der Gegend sehr bekanntes, Lokal sahen. Wir probierten gleich die Spezialität des Hauses: Hot Pods. Wir bestellten eine Gemüseteller mit u.a. verschiedenem Schwammerlsorten, Kürbis, Karotten, Grünzeug wie Spinat oder Salat und Glasnudeln. Diese wurden dann im den vor uns stehenden Hot Pot (kleiner Kochtopf mit kochenden Wasser) gelegt und 5min gekocht. Anschließend aßen wir das gekochte Gemüse mit einer Soße, Reis, Zutronensaft und gehackten Knoblauch. Insbesondere die Schwammerl hatten einen sehr leckeren Eigengeschmack, hab ich so auch noch nie gegessen. Es war überraschend lecker, insbesondere die Gemüsesuppe, die daraus entstand.
Gestärkt ging es mit dem Bus in der Rush Hour weiter. Leider war das eine Fehlentscheidung, weil wir komplett im Stau fest saßen und auch ewig auf den Bus warten mussten. Außerdem spannend in Thailand: man zahlt sein Ticket nicht beim Busfahrer sondern es gibt für jeden Bus einen eigene*n Schaffner*in, die dir den Ticketpreis nennt und eine Metallröhre mit verschiedenen Tickets und Münzen in der Hand hält. Meistens waren die Schaffner*innen sehr nett und hilfsbereit. Nur bei diesem Bus konnte sie leider kein Englisch und verstand unsere Bushaltestelle nicht. Wir schafften es dennoch zum Glück zur gewünschten Haltestelle: Sophie holte ihren zweiten Koffer, den sie während unserer Reise eingelagert hatte und ich ging währenddessem auf der Suche nach einem neuen Reisepolster und Handschuhen für Japan zum Decathlon in der Nähe.
Am Abend wollten wir dann noch selbst in unserer Unterkunft Wäsche waschen. Da leider das Wäscheservice, im Vergleich zu den anderen Ländern davor, hier sehr teuer ist, entschlossen wir selbst zu waschen. Leider war das alles sehr mühsam, da zuerst der Waschraum nicht mehr offen war und dann auch noch unsere Wäsche im Trockner nicht trocknen wollte. Die Wartezeit vertrieben wir uns auf dem lokalen Night Market. Da ich ja ein Fan von (gutem) Essen bin, war das richtig spannend zu sehen was es da so gibt und vor allem die extreme Auswahl. Richtig cool! Außerdem wurden einige Fake Taschen & Co zum Verkauf angeboten.
Am nächsten Tag ging es zu Fuß noch zu einem Shopping Center in der Nähe, um noch ein paar Souvenirs (mehr als ein Magnet und ein paar Postkarten sind ja leider eh nicht drinnen) zu kaufen. Die Shopping Center sind wirklich riesig und in dem Viertel stehen 5 oder mehr einfach so nebeneinander. Alle sind auch stark klimatisiert und haben meistens einen Food Corner. Die Zeit verging viel zu schnell, dann hieß es Abschied nehmen 😔 Sophies Flug ging über 5h früher als Meiner, deshalb versbschiedeten wir uns in der Innenstadt voneinander. Zum Glück in dem Wissen, dass wir uns in etwas mehr als einem Monat wiedersehen werden und darauf freue ich mich jetzt schon sehr!
Ich fuhr dann noch alleine weiter zu einem Tempel mit angeschlossener Pagode: Wat Saket Golden Mountain. Das Besondere an diesem Tempel: man hat von dort eine tolle Aussicht auf Bangkok! 🥰 Der Weg die Stufen rauf war auch übberraschend nett gemacht: überall standen kleine Lufterfrischer herum, es gab kleine Brunnen mit diversen goldenen Statuen und oben angelangt sogar einen Stand mit Getränken im Tempel und kleine Klimaanlagen. Am Ende gab es auch einen ‚Wunschbaum’, wo man einen goldenen Talisman mit einen Wunsch aufhängen konnte. Das hab ich auch gemacht. Insgesamt war ich positiv überrascht, die Anlage war viel Netter und weniger überlaufen als die zwei Anlagen am Tag zuvor. Später erkundete ich noch ein weiteres berühmtes Shoppingcenter, um vor der großen Hitze zu flüchten und deckte mich noch mit nötigen Proviant für die Weiterreise ein.
Dann hieß es auch für mich: auf zum Flughafen. Da ich bereits zwei Mal da war, kannte ich mich mittlerweile schon sehr gut aus und war viel zu Früh da. Durch langes Warten beim Einchecken und bei den Schaltern zur Ausreise und etwas Schmöckern bei den unzähligen Duty Frees verging die Zeit dennoch sehr schnell. Wie es dann weiter ging erfährt ihr in meinem nächsten Blogeintrag. 😉
Was mir sonst noch aufgefallen ist in meiner kurzen Zeit in Bangkok:
Die Leute, die hier leben, sind wirklich sehr hilfsbereit. Immer konnten wir wen fragen, welchen Bus wir nehmen müssen oder auf uns kamen Leute zu. Auch mega nett zB: bei der Ankunft stand ein junger Bursche extra auf, um Sophie mit ihren großen Rucksack seinen Platz anzubieten.
Es war teilweise wirklich sehr heiß in Bangkok, etwas grenzwertig für viel Sightseeing. Zum Glück gibt es ja viele Geschäfte & Shoppingcenter, die klimatisiert sind. Beim Königspalast gab es sogar einen unterirdischen Durchgang, der klimatisiert war.
Die Öffis sind zahlreich vorhanden und dennoch fahren sehr viele Menschen mit dem Auto. Das bedeutet wiederum komplette Staus in der Rush Hour und eigene Verkehrspolizisten. Es gibt zum Flughafen einen eigenen Airporttrain, dann kann man in die U-Bahn umsteigen (leider nicht so gut ausgebaut wie es zu erwarten gewesen wäre), sehr viele Buslinien (nicht immer gut ausgeschildert wo er hinfährt, eher verwirrend, vereinzelt bei Busstationen sogar Wlan, Google Maps hat leider nicht immer die richtigen Nummern angzeigt und man wusste auch nie wann der nächste Bus kommt), die Bootlinien (für Sights am Fluss entlang sehr praktisch) und S-Bahnen. Für alles gibt es separate Tickets bzw. physische Karten oder Token (kleine Plastikchips). Bevor der Zug kommt stellen sich alle brav in zwei Reihen neben dem Eingang an.
Es waren sehr viele Tourist*innen unterwegs, das waren wir gar nicht mehr gewohnt.
Verhungern kann man in Bangkok nur schwer: alle 10 Meter steht gefühlt eine bekannte Fast Food Kette wie KFC oder Burger King, ein 7 Eleven Supermarkt (24h offen, sehr praktisch) oder ein sonstiges Lokal (Restaurant oder Cafe).
Der Standard in Thailand ist im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern höher (so weit ich das in der kurzen Zeit überhaupt beurteilen kann). Das hat mich positiv überrascht. ☺️
Alles in allem ist Bangkok wirklich eine riesige Stadt und hat echt viel zu bieten. Der Autoverkehr ist zwar ein Wahnsinn, die Menschen sind dafür so nett und das breite Essensangebot und die Night Markets haben mich voll überzeugt. Die Stadt bietet dennoch nicht wirklich viele Sehnswürdigkeiten an sich, beim Herumspazieren sieht man aber eh auch genug. Was wir leider nicht geschafft haben, weil er nicht offen hatte: der Weekend Market soll ganz cool sein.
Insgesamt habe ich jetzt einen ‚Gusta‘ auf Thailand bekommen und könnte mir gut vorstellen irgendwann mal wieder herzukommen und mir mehr anzusehen. 😃
Kleine Bemerkung am Rande: Wie ihr eh wahrscheinlich schon gemerkt habt, komme ich derzeit nicht in gewohnter Weise dazu alle Blog-Beiträge zu verfassen. Es ist grad alles sehr stressig mit weiteren Planungen für meine Reise, aber mir geht‘s gut und ich entdecke gerade das tolle Japan. Also bitte etwas Geduld haben mit mir 🤗Read more
Valentinstag in Bangkok & Japan
February 15, 2023 in Thailand ⋅ 🌙 27 °C
Da ich ja schon beim Chinesischen Neujahr einen eigenen Blogeintrag verfasst habe, dachte ich, dass sich der Valentinstag auch ganz gut dafür eignen würde. ❤️💕💝
Zunächst zu meinen Beobachtungen in Bangkok 🇹🇭:
Insbesondere in den Shoppingcentern gab es viel Dekoration: sowohl im Center selbst als auch in den einzelnen Geschäften. Auch Bäckereien hatten herzförmige Leckereien zu bieten. In den Restaurants sah man natürlich viele Pärchen, die sich ein Essen teilten. 🍽️
Auch auf der Straße standen Verkäufer*innen, die insbesondere Blumen verkauften. Spannenderweise habe ich insgesamt gar nicht so viele rote Rosen, sondern auch einige Nelken oder andere Blumen, die ich nicht kenne, in Form von Blumensträußen gesehen. Es gab auch besondere Blumen, die in kleinen Netzen eingewickelt waren. Insbesondere viele Mädels hatten einen kleinen Blumemstrauß in der Hand und am Abend sah ich auch einige Männer damit heim fahren. 💐🌹🌺🌸🌼
Auch beim letzten Tempel machte sich der Valentinstag bemerkbar: Sträucher wurden herzförmig geschnitten. 🌳
In einem Shoppingcenter wurde auch eine Bühne für ein Event für den Abend aufgebaut. 🎤
Am spannendendesten fand ich, dass ich wirklich sehr viele Menschen mit kleinen Herzchenstickern auf den Jacken, Tshirts oder Anzügen sah. Am Flughafen habe ich heimlich eine Mitarbeiterin fotografiert 😆💗💕
In Japan 🇯🇵:
Da habe ich es leider nur mehr einen Tag danach mitbekommen. Da erklärte uns der Guide in Tokio, dass die Mädchen den Burschen Schokolade schenken 🍫 Dies wird sogar schon in der Schule so gehandhabt und scheint ein großes Ding hier zu sein. In Japan ist halt alles anders herum. 🙃 Wie ich darauf komme erfährt ihr in den kommenden Blogeinträgen über Japan 😉Read more
Anreise nach Japan & Tokyo
February 16, 2023 in Japan ⋅ ☀️ 9 °C
Die Jahreszeit, die man ein Land bereist beeinflusst maßgeblich, wie man es empfindet. Bei meiner Planung für die Weltreise habe ich einige Länder leider aufgrund dessen ausschließen müssen (Borneo Regenzeit mit Blutegeln im Djungel oder Fiji Hurrican Gefahr bzw. starke Unwetter). Nach Japan wollte ich ursprünglich erst im März, bin aber draufgekommen, dass es so spät geografisch und preislich keinen Sinn mehr macht. Sicher könnt ich jetzt noch ein Monat Laos oder Thailand bereisen, jedoch muss ich sagen es passt grad ganz gut für mich, dass mich jetzt wieder mal ein ‚westliches‘ Land erwartet. Jedoch ist die Reisezeit alles andere als perfekt. Vielleicht hat wer von euch den Artikel auf News ORF gelesen, es gab vor einigen Wochen dort eine heftige Kältewelle. Jetzt geht es also vom über 30* heißem Bangkok ins eiskalte Tokyo. Bin schon gespannt wie es mir dabei geht 😆
Bei diesem Flug habe ich lange überlegt, ob ich einen Billigflieger nehme oder nicht, ich habe mich für den höheren Standard entschieden und genieße den unerwarteten Luxus beim Fliegen mit Polster, Decke und Entertainment Programm 🥰
6. Flug ✈️: Bangkok-Tokyo 23.55-7.40 Thai Airways
Ein lustiger Zufall: 5 Minuten vor meinem Abflug ist neben meinem Gate eine Maschine der AUA nach Wien geflogen 😆
Auch wenn es mit einiger Verspätung los geht und ich viel zu früh am Flughafen war, bin ich über jede freie Minute dankbar, denn ich muss noch einiges planen. Ab jetzt habe ich nur ungefähre Pläne und fast nichts vorgebucht, der Stress geht also los 😆
Die Einreise verläuft sehr schleppend: überall stehen Personen herum, die Schilder tragen, dass man die QR Codes von der Einreiseapp, die ich bereits im Vorfeld ausgefüllt hatte, nun zum Herzeigen vorbereiten soll. Dann musste man sich ewig in einer Schlange für die Einreise anstellen, da nur zwei Schalter offen waren. Ich bekam ohne weitere Fragen einen Sticker in den Pass und musste dann mit meinen Rucksack (der gefühlt mittlerweile alleine auf dem Gepäckband seine Bahnen zog) noch den Lebensmittelzoll überstehen. Es wurde im Flieger extra noch einmal durchgesagt, dass vor allem tierische Produkte scharf geahndet werden, weswegen ich dann noch schnell panisch mein Hühnersandwich aus dem Flugzeug aß. 😂 Spannenderweise wurde ich von zwei Mitarbeiter:innen einfach durchgewunken und musste nur schnell den QR Code und meinen Pass einscannen. ☺️
Endlich aus dem Arrival Bereich draußen hob ich Geld bei einem 7-Eleven Supermarkt Bankomaten ab und ging zum Büro der Japan Railway, um meinen vorher im Internet reservierten Japan Railway Pass (JR Pass) abzuholen. Natürlich erwartete mich hier wieder eine Schlange. Die Mitarbeiter:in erklärte dann leider nicht so viel wie erhofft wie das ganze nun genau funktioniert, sondern drückte mir nur eine Brochüre in die Hand und reservierte mir einen Schnellzug in die Stadt. Da ich am Flughafen Tokyo Narita landete, musste ich ca noch 1h in die Innenstadt von Tokyo fahren. Bei der Landung war über dem Flughafen mehr ländliche Landschaft als irgendeine Stadt zu sehen. Es würde einen näheren Flughafen, Haneda, geben, aber da die Fahrt mit dem JR Pass sowieso gratis ist, finde ich es nicht so tragisch.
Nach ewigen Herumirren, da die Zug- und U-Bahnstationen gefühlt 100 verschiedene Ausgänge haben, kam ich endlich in dem besten Hostel, in dem ich bis jetzt während meiner Reise geschlafen habe, an: Grids Tokyo Asakusa-Bashi Hotel. So ein luxuriöses Hostel punkto Ausstattung, Sauberkeit und Komfort habe ich noch nie erlebt. Und 🥰 endlich gibt es mal eine gescheite Heizung im Winter, das ist ja nach Nepal auch nicht selbstverständlich. Durch den massiven Vorhang beim Bett fühlte man sich als hätte man ein Einzelzimmer. Leider war das Hostel für den Rest meines Japan Aufenthaltes stets ausgebucht.
Endlich angrkommen in Tokyo bzw. Japan: so viele Eindrücke prasseln auf mich ein, es fühlt sich alles komplett neu und anders an, ich fühle mich wie auf einen neuen Kontinent und nicht mehr wie in Asien… Um euch hier genauer zu schildern, was ich damit meine wird es einen eigenen Eintrag geben. Hier möchte ich mich primär auf Tokyo fokussieren.
Da ich noch stark übermüdet vom Flug war und keinen Plan hatte, wo ich als Erstes hingehen soll, beschloss ich mich spontan bei einer Free Walking Tour durch das Viertel gleich neben meinem Hostel anzumelden: Akihabara. Das Viertel ist für seine unzähligen Elektroshops, seine Mangaszene und seine Spielhallen bekannt. Dort lernte ich einen sehr netten Dänen und einen Deutschen kennen. Wir verabredeten uns gleich für den Abend. Die Walking Tour an sich war jetzt nicht gerade der Hammer, aber man konnte schon ein paar Einblicke in die japanische Kultur bekommen. Die Tour endete im Ueno Park, dem Stadtpark Tokyos. Ich schlenderte noch etwas herum, witterungsbedingt waren leider alle Lotusblumen verblüht und schauten trist aus dem Wasser. Definitives Highlight im Park: es gibt schon einen einzigen Baum, wo Kirschblüten blühen! Leider war das Licht für das Foto schon zu dunkel, dennoch schön zu sehen.
Am Abend war die Gruppe dann doch Größer als erwartet, da der Däne auch noch in den Hostelworld Chat geschrieben hatte, ob wer was machen will. Wir trafen uns in Shinjuku, dem Viertel für Nightlife und Restaurants. Wir gingen in ein Lokal, dass Tischgrills anbot. Man konnte sich spezielles Fleisch bestellen, besonders lecker ist das zarte Rindfleisch, welches man dann selber am Tisch grillt. Vegetarische Alternativen gab es kaum. Leider ist das Ganze sehr teuer, aber insgesamt war es wirklich lecker. Die Gruppe war mir, abgesehen von den Beiden die ich davor kennen gelernt hatte, leider sehr unsympathisch und ich war noch immer sehr müde. Also beschloss ich nach dem Abendessen zurück zu meiner Unterkunft zu fahren.
Am nächsten Tag beschloss ich mir ein 24h U-Bahn Ticket zu besorgen. Grundsätzlich ist es in Tokyo sehr praktisch, da man mit dem JR Pass alle S-Bahnen gratis benutzen kann. Da das Netz so gut ausgebaut ist, kommt man auch fast überall hin. Nur an diesem Tag wollte ich mir alles ansehen, was am Besten mit der U-Bahn zu erreichen ist.
Der Kauf dieses Tickets gestaltete sich aber als sehr aufwändig da dieses nur für Touristen gedacht ist und es dieses nicht einfach in jeder U-Bahn Station zu kaufen gibt, sondern nur an ausgewählten Orten. Da man diese Informationen nicht im Internet findet und ich weiß, dass einige überlegen einmal nach Japan zu fliegen hier die Stationen: Metro Office Ueno, Tokyo, Ginza, Shinjuku, Ikebukuro, Omotr-sando. Ich entschied mich für Tokyo Hbf und irrte ewig herum, um die Touristeninfoverkaufsstelle zu finden. Leider verlor ich dadurch wirklich viel Zeit mit unnötigen Herumfahren bzw. -laufen.
Dann kam aber wirklich mein erster richtiger Sightseeing Stopp in Tokyo, was gleichzeitig auch eines meiner großen Highlights ist: der Tukiji Fish Market. Auf diesem Markt befinden sich sehr viele Essensstandeln und Lokale, die fangfrischen Fisch und Meeresfrüchte auf diverse Arten zubereiten. Der eigentliche Fischmarkt, wo dieser gehandelt wird, ist aber der Toyosu Market. Dort war ich auch, da hat aber ein Besuch nur Sinn, wenn man um 5 Uhr in der Früh die berühmte Thunfischauktion sehen will. Man kann von einer Aussichtsplattform auf die Halle runter sehen. Ich wollte mir das persönlich nicht antuen. Es gibt dort eine große Halle für den Fischhandel, eine große Halle für den Obst- und Gemüsehandel und eine Halle mit Lokalen und einer Aussichtsterrasse. Gegen Mittag wirkte dort alles leider wie ausgestorben und man kommt nur durch langes gehen oder einer privaten U-Bahn Linie, die beim Tagespass leider nicht dabei ist, hin. Das war auch etwas umständlich.
Aber noch einmal zurück zum Tukiji Fish Market: ich habe dort so viele Sachen gegessen und probiert und war danach wirklich begeistert! Ich stellte mich immer dort an, wo viele Einheimische anstanden. U.a. gab es dort: Eierspeisterrinen mit einen eigenen Gewürz, Austern (Natur oder gebraten), frischen Lachs oder Thunfisch (Natur, frittiert oder gebraten), Sushi, getrockneten Tintenfisch, Fleischspieße oder Fischspieße die als Fischkuchen bezeichnet werden, Muscheln, und auch Süßes wie die berühmten Mochis mit einer Erdbeere drauf. Was ich davor auch noch nie gesehen habe: es gibt weiße Erdbeeren. Die schmecken genau gleich wie die Roten, kosten nur 3x so viel. 😆🍓 Es gab auch einen sehr beliebten Sushi Stand, an dem ich mich auch anstellte. Nur leider kam ich etwas zu spät, da das Gute Essen schon vergriffen war. Das war leider die Zeit, die ich beim U-Bahn Ticket Kauf liegen gelassen hatte. Wenn ihr mal in Tokyo sein solltet und den Markt auch besuchen wollt: zwischen 8 und 9 Uhr würde ich auch alle Fälle schon da sein. Gegen Mittag machen viele Lokale schon wieder zu, weil sie ausverkauft sind.
Nach den beiden Fischmärkten ging ich noch etwas im für seine Geschäfte berühmten Viertel Ginza spazieren. Vom Shopping Komplex Ginza Six hat man einen tollen Ausblick auf den Tokyo Tower, definitiv zu empfehlen!
Anschließend fuhr ich zum Tokyo Tower. Ich habe mich zwischen Tokyo Tower und Sky Tree bei den Aussichtstürmen für den ‚Eiffelturm Tokyos‘ entschieden, auch wenn dieser viel niedriger ist. Ich habe mir das Ticket für den Sonnenuntergang inkl Top Deck am Tag davor online gekauft. Zum Glück hatte ich dabei einen Screenshot vom QR Code gemacht, denn beim Tokyo Tower ließ er sich nicht mehr runterladen. Man hatte im mittleren Deck ca 15 Minuten Zeit bevor man sich beim Einganh für das Top Deck versammeln musste. Was ich nicht wusste: man bekam hierbei die Geschichte des Tokyo Towers erzählt und konnte ein Souvenirfoto machen. Das war zwar ganz nett, aber das hatte ich für den Sonnenuntergang nicht einkalkuliert. Deshalb ging die Sonne fast schon ohne mich unter. 😕 Als wir dann endlich oben angekommen waren, war es schon sehr beeindruckend: so eine große Stadt und so extrem viele Wolkenkratzer, echt ein Wahnsinn!
Dann ging es noch weiter nach Asakusa, leider schon in der Dunkelheit und mit geschlossenen Geschäften. Zum Glück war immerhin noch die Aussichtsplattform des Tourist Centers offen, von der man einen tollen Blick auf den zweiten Aussichtsturm Tokyos, den Skytree, und den Sensoji Tempel hatte. Mir gefiel das Viertel wirklich sehr gut, nur leider wirkte alles mit den geschlossenen Geschäften verlassen. Ich entdeckte noch ein richtig cooles Geschäft, was anscheinend 24h offen hat: Don Quijote. Von Lebensmittel über Elektronik, Kosmetik, Kinderspielzeug gibt es in dem riesigen Geschäft allesmögliche zu kaufen. Ich sah ganz lustige Dinge: für kleine Kinder Essstäbchen mit Halteringen, damit sie es lernen, Wärmepflaster oder gefärbte Kontaktlinsen für Frauen in 100 Variationen.
Am zweiten vollen Tag machte ich mich früh zum königlichen Palast auf. Da man leider nur sehr wenige Tickets im Vorfeld online reservieren konnte und ich viel zu spät dran war, konnte man sich ca 1h vor Einlass dort für ein Ticket anstellen. Ich kam ca 15min nach Ticketausgabe und bekam Nr 45 von 75 Stück. Nach einer kurzen allgemeinen Einführung und der Möglichkeit Souvenire zu kaufen, konnte man den Guide auswählen je nachdem welche Sprache man bevorzugte. Es wurden Englisch, Japanisch, Chinesisch und Spanisch angeboten. Da die Englische Gruppe sehr groß war, verstand man nicht so viel und ich war auch etwas enttäuscht, da man nirgends hineingehen durfte und von außen der Palast nicht sehr beeindruckend aussah. Da der König bald Geburtstag feierte gab es aber einige Vorbereitungen zu beobachteten: beispielsweise fuhr gerade jemand mit der Kutsche an unserer Gruppe vorbei. Nach dem Ende der Tour wollte ich mir gerne noch den königlichen Garten ansehen, der ist aber freitags leider immmer geschlossen. Dann ging es für mich zum Hauptbahnhof, um mir die Weiterfahrt für den nächsten Tag zu organisieren. Ich wollte mir eigentlich auch sehr gerne das japanische Parlament ansehen, jedoch ist leider eine der besuchbaren Kammern derzeit geschlossen und die zweite Kammer bietet nur Führungen auf Japanisch an. Deshalb habe ich die Idee wieder verworfen. 😅
Für den Nachmitag ging es für mich noch in die Viertel Shinjuku (tagsüber) und Shibuya. In Shinjuku hat man vom Tokyo Metropolitan Government Building einen richtig tollen gratis Ausblick über die Stadt. Ich habs mir gleich tagsüber und in der Dunkelheit angesehen, war echt cool!
In Shibuya gibt es den Meiji Jingu Schrein, der sehr beliebt ist. Leider verlief ich mich im Park auf dem Weg dorthin komplett und war froh, dass ich es überhaupt noch vor der Schließung des Parks hinschaffte. 😂🙈
In diesem Viertel gibt es ebenfalls viele Geschäfte und das berühmte ‚Shibuya Scramble Crossing‘, eine große Kreuzung, wo alle Fußgängerampeln gleichzeitig auf grün schalten und einige 100 Menschen gleichzeitig über die Straßen gehen, war schon ganz lustig (Video anbei). Die Gegend hier wird auch immer als Vergleich zum Times Square in New York gesehen, da es hier ebenfalls große Bildschirme mit Reklamen auf den Hochhäusern gibt. Ein nettes Highlight war noch die Takeshita-dori Street, die vor allem bei jungen Leuten sehr beliebt ist, mit vielen kleinen Shops und sehr leckeren Palatschinkenwraps mit viel zu viel Schlagobers 😆
Besonders in diesen beiden Vierteln war wirklich viel los und es wuselte nur so von Leuten. Ich sah auch einige Straßenmusikanten (Polizei kontrollierte gleich Genehmigung) und eine Burschentanzgruppe (Video anbei).
Allgemein war das Wetter am ersten Tag wirklich sehr frisch, mit eisigen Wind, dann ist es aber zum Glück mit immer auf der Sonnenseite der Straße gehen gegangen. ☀️❄️
Alles in allem hat mit Tokyo richtig gut gefallen! Dennoch war alles doch etwas viel mit der riesen Stadt, der Umstellung auf die japanische Kultur inklusive Schrift und der Orientierung in so einer großen Stadt. Würde ich noch einmal neu herkommen, würde ich sicherlich mindestens vier Nächte buchen, dass man es wirklich genießen und auch noch mehr die Umgebung wahrnehmen kann ☺️Read more
Hakone
February 18, 2023 in Japan
Noch einen Tag in Tokyo bleiben oder meinem ursprünglichen Plan treu bleiben und einen Tagesausflug nach Hakone machen? Das war der Zwiespalt in dem ich mich befand. Nachdem der Abend davor in den beiden Nachtvierteln mit den vielen Leuten dann eher grenzwertig war, entschied ich mich doch für den Tagesausflug.
Hierfür musste ich 40 Minuten mit einem der schnellsten Züge in Japan fahren: den Shinkansen. Am Hauptbahnhof in Tokyo war es dann leider gar nicht so einfach den richtigen Bahnsteig zu finden. Es gab kein Schild mit der Übersicht aller Züge, sondern immer nur eine Tafel der Züge, die von den jeweiligen Bahnsteigen abfahren. Zum Glück hatte ich genug Zeit dafür einberechnet und mir am Tag davor schon einen Sitzplatz reserviert. Hierfür kann man entweder zu speziellen Ticketbüros am Bahnhof gehen oder die Reservierung selbst bei einem Automaten vornehmen. Mit dem Japan Railpass ist die Sitzplatzreservierung gratis, wirklich praktisch. Jeder Zug hat aber auch ein paar Waggons für Personen, die keinen Sitzplatz reserviert haben. Bevor man einsteigen durfte, musste man dann noch ca 5-10 Minuten warten bis das Putzpersonal die Waggons gereinigt hatte (siehe Foto? Herr im blauen Anzug). Wenn man bereits vom Zug aus einen coolen Blick auf den Mt Fuji habe will, dann sollte man sich einen Fensterplatz auf der rechten Seite reservieren. Weitere Details zum Zugfahren in Japan gibt es dann noch bei einem eigenen alllgemeinen Blogeintrag zu Japan. 🚅
Hakone ist vor allem für seine vielen Onsen (natürliche Heilquellen, wie eine Therme, wird einen eigenen Blogeintrag hierzu geben) und den Blick auf den Mt Fuji beliebt. Dadurch ist es auch am Wochenende eher voller von den vielen Einheimischen, die aus der Stadt flüchten.
In Odawara verstaute ich mein ganzes Gepäck in einem Schließfach, von denen es zum Glück wirklich viele an jedem Bahnhof Japans gibt, und kaufte mir bei der Touristeninformation einen Freepass für zwei Tage (leider gibt es kein Ticket für einen Tag). Die gesamte Region ist nämlich leider vom Japan Railpass ausgenommen.
Von Odawara aus kann man dann nach Hakone und die umliegenden Städte fahren. Hierfür musste ich eine S-Bahn nehmen. Anschließend ging es mit einer Art Mariazeller Bahn, die lustigerweise eine Partnerschaft mit einer Schweizer Bahn hatte, 40min durch den Wald, was landschaftlich wirklich schön war, ich war mitten in der Natur angekommen. Auf dem Weg passierte man immer wieder kleine Orte, wo man aussteigen hätte können. Es gibt dort auch ein berühmtes Freilichtmuseum und andere Museen. Ich entschied mich dafür durchzufahren und ggf beim Rückweg noch wo auszusteigen. Weiter ging es dann mit einer Art Zahnradbahn den Berg hinauf. Von dort hatte man schon tolle Ausblicke ins Tal. Umso weiter man kam, umso mehr Schnee war zu sehen. ❄️
Um noch weiter raufzufahren, konnte ich dann eine Seilbahn nach Owakudani nehmen. Das war alles in dem Pass inkludiert. Oben in Owakudani angekommen, war es wirklich richtig cool: es gab Schwefelquellen aus denen es intensiv herausdampfte und die den Boden verfärbten. Dies erinnterte mich an meine Neuseelandreise, wo ich so etwas bereits schon einmal erlebt hatte. Es hätte auch einen Rundweg gegeben, um sich die Quellen genauer anzusehen. Leider gibt es da nur pro Tag 4 Slots zu je 30 Plätzen und ich hatte natürlich nichts vorreserviert. Wirklich sehr schade, da ich sowas immer sehr faszinierend finde und ich es mir gerne näher angesehen hätte. Neben den Quellen gab es ein weiteres Highlight: eine atemberaubende Aussicht auf den Mt Fuji, der so extrem nah wirkte und wirklich beeindruckend aussah. 😍 Ich hatte auch großes Glück vom Wetter: es war sehr sonnig und es gab relativ wenige Wolken. Nur ein starker Wind blies auf der Höhe.
Es gab auch einige Lokale und Souvenirstände. Es herrschte spannenderweise ein riesiger Hype um ein Lebensmittel: jede/r wollte sich ein schwarzes Ei kaufen. Es gab auch überall Skulpturen von größeren schwarzen Eiern und einige andere Merchandise Produkte. Ich sah mir das genauer an und tatsächlich war es nur ein Ei, das schwarz gefärbt war. Ich habe leider keine Zeit gehabt das genauer zu recherchieren, aber war auf alle Fälle sehr spannend zu sehen. 🥚🖤
Als ich gerade den Bus zum See nehmen wollte (das war der Ersatz für die zweite Seilbahn, die gerade gewartet wird), fiel mir auf, dass mein Freepass nicht mehr an seinem gewohnten Platz in meiner Bauchtasche war. Ich suchte wirklich überall, leerte meinen Rucksack komplett aus, ging noch einmal alles ab. Aber außer die Rechnung des Kaufes fand ich nichts mehr. 😩🤯
Ich stellte mich trotzdem in die Busschlange an und versuchte mit der Rechnung in den Bus zu gelangen. Der Kontrolleur redete nur auf Japanisch auf mich ein und ich erklärte auf Englisch, dass ich den Pass leider nicht mehr finde, aber hier die Rechnung als Beweis habe. Er antwortete wieder etwas auf Japanisch. Ich probierte es weiter und meinte, dass ich mir unten im Touristenbüro sonst ja noch einen neuen Pass kaufen könnte. Dann endlich verwendete er eine Übersetzungsapp mit den klaren Worten: ich muss mir ein neues Ticket kaufen, die Rechnung gilt nicht. Ich ging also zum Ticket Office und erklärte dann nochmals mein Problem. Dann zeigte mir der, auch wieder nicht englisch sprechende, Angestellte trocken einen Zettel, wo auf Englisch stand ‚do not loose the pass, no refund‘. Na toll danke, ich habe ja auch bewusst den Pass einfach verloren 😅 Meine Theorie ist, dass ich den Pass in der Aufregung der Schönheit der Landschaft nicht gleich wieder eingepackt, sondern nur in meine Jackentasche gesteckt habe und er dann durch den starken Wind draußen einfach weggeweht wurde. Ich habe den Pass auch die Tage danach nicht mehr gefunden. Seit diesem Zeitpunkt bin ich extrem panisch was den Japan Rail Pass angeht. Zum Glück habe ich den bis zum Ende behalten. Aber gut, nun wieder zurück zu meiner Notlage:
Ich wog also meine Optionen ab: noch einmal den teuren Pass online kaufen (so ärgerlich, dass ich das nicht sowieso schon von Anfang an so gemacht habe) oder viel günstiger direkt in den Hauptort Odawara zurück fahren. Nachdem ich durch das Herumsuchen, Abgehen des Weges und verzweifeltes Diskutieren bereits eine Stunde veloren hatte und die Sonne sowieso bald unterging bschloss ich einfach die günstigere Variante mit dem Bus zu nehmen. Ich fand die Situation wirklich sehr schade, da ich mit dem Pass nur bis zur Hälfte gefahren bin. 😔 Bei der zweiten Hälfte wäre beim Pass noch eine Schifffahrt dabei gewesen und es hätte einen berühmten Schrein zum Ansehen gegeben. Danach hätte man wieder einen Bus für den Rückweg nach Odawara nehmen können.
Dann kam es natürlich wie es kommen musste: das sonnige Wetter und die perfekte Aussicht auf den Mt Fuji waren verschwunden, ein unguter und sehr kalter Wind zog auf und ich verpasste den Bus um 5 Minuten. Anschließend durfte ich so über 40min in der Schlange warten, da ich sonst nicht in den nächsten Bus gekommen wäre. Der Bus stand dann leider auch noch ewig im Stau. Gefühlt kam ich gleich schnell an als wenn ich die Runde noch fertig gemacht hätte. 🙈 Von Odawara ging es dann mit einem weiteren Shinkansen noch 2h nach Kyoto.
Solltet ihr selbst einmal überlegen nach Hakone zu fahren, würde ich euch noch folgende Tipps mitgeben: es ist viel klüger hier eine Nacht zu schlafen und an einem Tag diese Runde und am Nächsten noch einen Onsen zu besuchen. Das ist weniger stressig, man kann das Gepäck in der Unterkunft lassen und man nutzt den Pass auch sinnvoll aus. Wenn man sich die geothermalen Quellen noch ansehen will, sollte man unbedingt vorher rechtzeitig im Internet reservieren. Und das Wichtigste natürlich: immer auf euren Pass gut aufpassen oder am besten gleich online kaufen 😉
Alles in allem waren die geothermalen Aktivitäten und der Mt Fuji wirklich beeindruckend. Dennoch wird an Hakone immer ein kleiner Wehrmutstropfen haften bleiben, weil ich durch den Passverlust leider nur die Hälfte sehen konnte, echt schade.Read more

Was wäre das Reisen ohne die kleinen bzw großen Hoppalas???? Genau: fad und man hätte später nix Lustiges zu erzählen. [Michi]












































































































































































































































































































































































































































































Rock it, Nina! [Jojo]
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